Sonderrufzeichen im Distrikt Sachsen

Zu unterschiedlichen Anlässen werden im Distrikt ständig oder in bestimmten Zeiträumen Sonderrufzeichen genutzt.

 

23. Antarctic Activity Week und „50 Jahre deutsche Antarktisforschung“

Was vor 50 Jahren begann, hat sich nun zur leistungsfähigen Neumayer-Station III entwickelt. Gerade unter den aktuellen Ereignissen auf der nördlichen Seite der Polarregionen wollen wir auf die beispielhafte internationale wie friedliche Nutzung der Antarktis aufmerksam machen. Aus diesem Anlass werden (zunächst) die drei Sonderstationen DAØANT, DM5ØANT und DP5ØANT vom 16. Februar bis zum 30. April aktiv sein, bevor ab dem 1. April vom DARC-SES Team DM5ØGFS (zum 50. Geburtstag der „Georg-Forster-Station“) und DP2ØØGVN (zum 200. Geburtstages von Georg von Neumayer) dazukommen.

Aktivitätswoche vom 16. bis zum 22. Februar gelten die drei ANT-Stationen mit offizieller WAP-Registrierungsnummer auch für das Diplom AAW 2026. Details dazu >> https://www.waponline.it/antarctic-activity-week/

Das Diplom „50 Jahre deutsche Antarktisforschung“ wird in 3 Kategorien ausgegeben:

Stationen aus Deutschland benötigen:
   Einfach:notwendig sind 20 Punkteund 2 verschiedene Sonderstationen
   Schwierig:notwendig sind 40 Punkteund 3 verschiedene Sonderstationen
   Perfekt:notwendig sind 60 Punkteund 4 verschiedene Sonderstationen
Stationen aus Europa benötigen:
   Einfach:notwendig sind 15 Punkteund 2 verschiedene Sonderstationen
   Schwierig:notwendig sind 30 Punkteund 3 verschiedene Sonderstationen
   Perfekt:notwendig sind 45 Punkteund 4 verschiedene Sonderstationen
Stationen außerhalb Europas benötigen:
   Einfach:notwendig sind 10 Punkteund 2 verschiedene Sonderstationen
   Schwierig:notwendig sind 20 Punkteund 3 verschiedene Sonderstationen
   Perfekt:notwendig sind 30 Punkteund 4 verschiedene Sonderstationen


Jede der 5 Station kann einmal pro Band, pro Mode und pro Monat im Zeitraum vom 16.02.2026 bis 30.04.2026 gezählt werden. QSOs in CW zählen 5 Punkte, in Phone zählen 4 Punkte und QSOs in einer digitalen Sendeart zählen 3 Punkte. Zur Förderung der Sendearten RTTY und PSK werden für diese digitalen Sendearten 4 Punkte gezählt. Das Diplom wird herausgegeben für die Sendearten CW, Phone, Digital und Mix.

Alle Diplome sind personalisiert und werden mit dem ersten Download automatisch nummeriert.
HINWEIS: Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Stationen bei unsportlichem Verhalten oder Verstößen gegen geltendes Recht von der Diplomvergabe auszuschließen.

Neu bei dieser Aktion ist die automatische Übernahme der getätigten Funkverbindungen in das WaveLog des DARC, womit dann auch im DCL  abrufbare Diplome speziell zur Wertung des verwendeten SonderDOK gefunden werden.

Auf ein besonderes Merkmal unserer Diplomserien ist natürlich die Bereitstellung von ausführlichen Hintergrundinformationen > https://50ant.hamaward.de/de/deutsche-antarktisforschung/

Ansprechpartner: Karsten,  dl1run(at)darc.de

                             

Selbstverständlich sind wieder alle Diplome kostenlos abrufbar, ebenso die digital aufbereiteten dQSL-Karten. 

 

Kulturhauptstadt Chemnitz 2025

 

Die im gesamten Jahr von ca. 60 OP´s aus ganz Deutschland durchgeführte Aktion war ein voller Erfolg, auch wenn die Ausbreitungsbedingungen nicht immer optimal waren.

Die offizielle Abschlussveranstaltung in Chemnitz fand am 29.November 2025 u.a. mit einer großen traditionellen Bergparade statt. Das offizielle Kulturhauptstadt-Jahr und damit unser Amateurfunk-Event "2025C" endete am 31.12.2025.

Der Entschluss, das Thema Kulturhauptstadt mit vielen historischen Hintergrundinformationen zur Industriekultur von Chemnitz zu verbinden, war eine gute Entscheidung, die in zahlreichen Gästebucheinträgen honoriert wurde.

Aber im Vordergrund standen natürlich die Aktivitäten der OP´s in insgesamt 5 Teams mit ca. 60 erfahrenen OP´s die bis Ende der Aktion am 31.12.2025 insgesamt 

 220.832 Funkverbindungen

getätigt haben. Auch die Zahl von bisher abgerufenen 

9.970 Diplomen

aller Klassen und Kategorien spricht für sich.
Die wirklich große Aktivität wurde von den zahlreichen engagierten SES-Operatoren aus ganz Deutschland getragen. Diese brachten sich wie in früheren Aktionen mit Herzblut und Freude sowie ihren jeweiligen ausrüstungstechnischen Möglichkeiten und Erfahrungen ein.
Stellvertretend für alle Op seien die fünf Teamleiter Gerd, DL7VOG; Steffen, DM6WAN; Mirko, DL1HWS; Ralf, DL2VM, und Eddy, DM5JBN, genannt.

Und so gelang es dem ganzen Eventteam 2025C nicht nur die Thematik zur Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 in die Welt zu tragen und einen anspruchsvollen weltweit angebotenen Wettkampf umzusetzen, sondern auch wieder einmal aufzuzeigen, was Amateurfunk als Brückenbauer zu leisten vermag – den friedlichen und respektvollen Umgang Gleichgesinnter über Ländergrenzen hinweg.

Dank aber insbesondere an Karsten DL1RUN für die ausgezeichnete Progtammierung der gesamten Abläufe und Uwe, DL2SWR für die vorbildliche Kommunikation über den gesamten Zeitraum.

https://2025c.de/wp-content/uploads/2025/12/abschlussbericht_diplomevent_2025c_phase3.pdf 

 

100 Jahre Deutsches Funk-Kartell

 

Deutsches Funk-Kartell, das Gründungsjubiläum 2024

Am 24. Januar 1924 vereinten sich Radio- und Funkvereine zum Deutschen Funk-Kartell. Durch die deutsche Reichspost beauftragt übernahmen diese deutschlandweit agierenden Vereine über ein Jahr lang die zu der Zeit noch vorgeschriebene Ausbildung der am Radiohören interessierten Bürger. Viele dieser Gründungsvereine standen dem Amateurfunk nahe und deren Protagonisten waren Funkamateure. (mehr dazu 100fk.de/historie )

Zum Jubiläum der Gründung dieses Deutschen Funk-Kartells vor 100 Jahren, wird es im ersten Halbjahr 2024 ein bundesweit angelegtes Funk-Event mit einer Mischung aus einem Kurzzeit-Diplomprogramm und auch der Anregung zu historischer Auseinandersetzung mit der Thematik geben.

Das Kernteam um Karsten DL1RUN befindet sich mitten in der Phase der Projektvorbereitung. Einem Projekt, was ähnlich angelegt ist, wie die erfolgreichen Funk-Missionen zu www.60ant.de (s.u.) und zum Erstflug der legendären Junkers „Tante Ju“ 90TJU (https://90tju.de/ )im letzten Jahr.

Das neue Projekt bietet sich insbesondere für eine historisch geografisch bezogene Öffentlichkeitsarbeit und damit Werbung für den Amateurfunk an.

Wer Interesse an einer wie auch immer gearteten Mitarbeit hat, kann sich dazu auf der Projektseite https://100fk.de/ über die Möglichkeiten informieren und bei Bedarf Kontakt aufnehmen.

Anmerkung: Die URL sind in der Regel nur temporär für den Zeitraum der Aktion.

100 Jahre Amateurfunk in Mittweida - Sonderrufzeichen DM100MW in der Aktion 100FK

Die Hochschule Mittweida und der DARC-Ortsverband Mittweida (S44) konnten in diesem Jahr ein bemerkenswertes Jubiläum feiern: 100 Jahre Amateurfunk in Mittweida. 1924 wurde an der Hochschule im Zuge der Ausbildung in Hochfrequenztechnik eine Amateurfunkstelle in Betrieb genommen. Aus dem in Folge gegründeten Radioverein entwickelte sich der heutige Ortsverband, immer in enger Verbindung mit der Hochschule.

Am 25. Mai 2024 fand die Festveranstaltung anlässlich dieses Jubiläums statt. Im großen Hörsaal in Haus 2 versammelten sich neben vielen ehemaligen und derzeitigen Studenten und Funkamateuren auch Vertreter der Hochschulleitung und der Stadtverwaltung. In seinem Grußwort hob der Rektor, Herr Prof. Dr. rer. oec. Volker Tolkmitt, die enge Verbindung zwischen der Ausbildung in Elektrotechnik, speziell der HF-Technik, mit dem Amateurfunkgeschehen hervor.

Der Oberbürgermeister von Mittweida, Herr Schreiber, brachte in seinem Grußwort die enge Verbindung zwischen Stadt und Hochschule zum Ausdruck. Ein Schwerpunkt seiner Rede war der Katastrophenschutz. Die Ereignisse letzten Jahre sorgten seiner Einschätzung nach für eine Sensibilisierung der kommunalen Verwaltungen für dieses Problem. Die Stadt müsse hier auch eigene Wege gehen und Funkamateure könnten durchaus Unterstützungsfunktionen wahrnehmen. Im Interesse der Nachwuchsgewinnung bot der OB an, gemeinsam mit den Funkamateuren an Schulen heranzutreten.

Umrahmt wurde der Festakt von einer Ausstellung, welche die Entwicklung zumindest der letzten 50 Jahre dokumentierten. Und natürlich gab es viele persönliche Gespräche.

 

100 Jahre Chemnitzer Radio-Club - Sonderrufzeichen DR100FK in der Aktion 100FK

Der Oktober 1923 gilt es Geburtsstunde des Rundfunks in Deutschlands. Bereits drei Monate später, am 29. Januar 1924, wurde unter Leitung von Prof. Dr. Carl Bangert der Chemnitzer Radioklub e.V. im Rahmen des „Deutschen Funk-Kartells“ gegründet. Damit wurde zahlreichen technisch Interessierten die Möglichkeit gegeben, unter Anleitung selbständig einen einfachen Röhren-Empfänger, ein sogenanntes Audion, herzustellen und die notwendige Genehmigung zum Rundfunkempfang zu erhalten.
Aus diesem Grund fand am 01.02.2024, in der Universitätsbibliothek Chemnitz eine Veranstaltung gemeinsam mit dem OV Chemnitz-Süd S54, über Geschichte und Visionen der drahtlosen Kommunikation statt.  In den Chemnitzer Medien fand das Jubiläum interessante Schlagzeilen.

Neben den Vorträgen zu den Themen

  • 100 Jahre Radioclub Chemnitz. Vom Radio-Bastel-Club zum modernen Amateurfunk-Club in Chemnitz
  • Carl Wilhelm Bangert: Mentor des Rundfunks in Mitteldeutschland und Chemnitz.
  • Amateurfunk - Vom Hobby zur Berufung.
  • Die Audion-Versuchs-Erlaubnis. Das Audion – praktische Funktion
  • Funktechnik und die Mobilität der Zukunft

hatte sich insbesondere Carsten (DGØJCG) viel Mühe gegeben, um die historische Rundfunkempfangstechniken zu demonstrieren. Dazu gehörten Mini-Sender, die auf den historischen Mittelwellen-Frequenzen verschiedene Sendungen abstrahlten. Hintergrund war der Aufruf, dass Teilnehmer ein kleines Radio mitbringen sollten, um diese Sendungen zu empfangen. Natürlich war das nur im Raum auf kurze Entfernung möglich, wurde aber begeistert aufgenommen.
 

Neben diesen Aktionen in der Öffentlichkeit wurde aber auch die Aktion im Amateurfunk mit dem Sonderrufzeichen DR100FK www.100fk.de aktiv unterstützt. So kamen mit Unterstützung von Funkfreunden aus Olbernhau und Freiberg mit 26.337 Funkverbindungen in das gemeinsame Log der Aktion.

100fk.de/wp-content/uploads/2024/07/100FK_finale_zusammenfassung.pdf

Alles in allem eine gelungene Aktion, die allen Beteiligten lange Zeit in Erinnerung bleiben wird.

Anmerkung: Die URL sind in der Regel nur temporär für den Zeitraum der Aktion aktiv.

Chemnitzer Medien berichteten darüber
Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung
Großes Interesse an den technischen Vorführungen

DQ60ANT - 60 Jahre Antarktis-Vertrag

Unter der Regie von DL1RUN vom OV S44 wurde aus Anlass des Jubiläums 60 Jahre Antarktis-Vertrag das Rufzeichen

DQ60ANT vom 01.06.-31.12.2021

aktiviert. Hier hatte sich ein Team begeisterter OP´s zusammengefunden, um dieses Ereignis entsprechend zu würdigen und zu propagieren. Informationen dazu auf der Seite www.60ant.de.

Hier ist eine Zusammenfassung derAktivitäten:

https://60ant.de/dq60ant-zahlen-und-fakten/


Die Hochschule Mittweida in Sachsen, an der  Dr. Volker Strecke, DL8JDX, studierte und promovierte, hat ein besonderes Verhältnis zur Antarktis. Von der Klubstation DK0MIT (früheres Rufzeichen Y32ZN) wurde mit Hilfe der leistungsfähigen 2-Element Quad Antenne auf dem Haus 2 der Hochschule beginnend von den 80er Jahren an viele interessante Verbindungen zu Forschungsstationen auf dem südlichen Eiskontinent durchgeführt.

In den Jahren 1988 bis 1994 nahm Volker DL8JDX an drei Überwinterungsexpeditionen in die Antarktis teil:
Y88POL 23. March 1988 – 15. Feb. 1989 Georg Forster Station
Y88POL 12. Nov. 1990 – 5. March 1992 Georg Forster Station
DP0GVN 20. Dez. 1992 – 23. Feb. 1994 Neumayer II Station

Während dieser Aktivitäten wurden von der Mittweidaer Klubstation DK0MIT regelmäßig Verbindungen zu Volker in die Antarktis aufgebaut um QSL Daten und Grüße zu übermitteln. Siegfried Gedel DL1JCW fungierte dreimal in bewährter Weise als QSL Manager für Y88POL und DP0GVN. Eine große Zahl von Funkamateuren aus aller Welt kamen in den Genuß eines QSOs und QSL von den Stationen Georg Forster und Neumayer II.

Diese und viele andere Forschungsstationen von mittlerweile 29 Nationen führen wissenschaftliche Aktivitäten in der Antarktis im Rahmen des Internationen Antarktisvertrages durch. Nachdem im Internationalen Geophysikalischen Jahr (IGY) 1957-1958, das übrigens auch ein Jahr des Maximums der 11-jährigen Sonnenaktivitätszyklen war, viele Forschungsaktivitäten auf dem antarktischen Kontinent stattfanden, wurde dieser Vertrag am 1. Dezember 1959 in Washington, USA von 12 Staaten unterzeichnet:
Argentinien, Australien, Belgien, Chile, Frankreich, Japan, Neuseeland, Norwegen, Südafrika, Russland, Großbritannien und USA. Nach der Ratifizierung durch alle Unterzeichnerstaaten trat dieser Vertrag am 23. Juni 1961 in Kraft.

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