Den Preis für technische Verdienste erhält Robert Famiglio, K3RF. Er ist seit fast 60 Jahren im Amateurfunk tätig und vereint viel technisches Fachwissen und juristische Kenntnisse auf sich. Seit mehr als 40 Jahren ist er als ehrenamtlicher Rechtsberater tätig und berät Funkamateure im Umgang mit Vorschriften, Antennenverordnungen und der Vereinsführung. Sein technisches Verständnis der Stationstechnik und der Behebung von elektromagnetischen Störungen hat zu wirksamen Rechtsstrategien und Stellungnahmen zu Vorschriften geführt. Er wurde für mehrere Amtszeiten in die Führung des US-amerikanischen Amateurfunkverbandes ARRL gewählt und setzte sich für die Rechte der Mitglieder, Transparenz und eine repräsentative Führung ein. Weiterhin war er im Bereich der Notfallkommunikation aktiv.
Zum Funkamateur des Jahres wurde Dr. Jose „Otis” Vicens, NP4G, bestimmt. Zu Beginn seiner Amateurfunkkarriere besuchte Otis das DX-Forum auf der Dayton Hamvention, wo ihn Vorträge über große DX-Expeditionen dazu inspirierten, eines Tages selbst an solchen Abenteuern teilzunehmen. Mittlerweile hat er an vielen DXpeditionen auf der ganzen Welt teilgenommen, darunter auch auf der sehr seltenen Bouvet-Insel (3Y). Otis ist sehr aktiv in der Amateurfunk-Szene von Puerto Rico. Er ist ehemaliger Präsident der Puerto Rico Amateur Radio League (PRARL). Während der Hurrikan-Katastrophen in Puerto Rico im Jahr 2017 half NP4G bei der Koordination der Amateurfunk-Kommunikation im Osten von Puerto Rico nach dem Hurrikan Georges. NP4G ist derzeit Präsident der International DX Association (INDEXA) und war zuletzt Teil des KP4-Teams, das die sehr seltene Insel Desecheo mit erstaunlicher Technologie als KP5/NP3VI aktivierte.
Den Preis für besondere Leistungen erhalten Martha Fell, N3QBE, und Joe Fell, W3GMS. Die Reise von Martha und Joe Fell begann 1966. Joe wurde im Alter von 14 Jahren Funkamateur und erhielt das Rufzeichen WN3GMS. Kurz darauf lernte Joe OM Harry I. Davis, W3FDY†, kennen, der ihn vier Jahre lang betreute. Harry lehrte ihn, Schaltkreise zu entwerfen und Projekte präzise umzusetzen. Harrys Anleitung veränderte Joes Leben, und Joe versprach, anderen etwas zurückzugeben. Im Alter von 56 Jahren ging Joe nach einer 34-jährigen Karriere in der Wirtschaft und der erfolgreichen Gründung seines eigenen Unternehmens in den Ruhestand. Der berufliche Erfolg ist seiner Frau Martha zu verdanken. Ihr Engagement in der Verwaltung und Logistik kam ihren Schülern zugute. Die Reichweite ihres Programms hat sich im Laufe der Jahrzehnte erheblich vergrößert. 1976 entwarf und baute Joe einen Repeater für die Funkstation seines Mentors. Dieser ist auch 50 Jahre später noch in Betrieb und dient einer Gruppe von etwa 85 Funkamateuren. Ihr wöchentliches technisches Netz hat sich zu einer wichtigen Ressource für neue und erfahrene Funkamateure entwickelt, darunter viele Elektroingenieure. Heute betreuen sie Schüler aller Altersgruppen und Interessen. Während ihr erster Schüler derzeit am MIT einen Doktortitel in Elektrotechnik anstrebt, begann ihr jüngster Schüler im Alter von nur acht Jahren.
Der Long Island CW Club ist Club des Jahres. Der Long Island CW Club (LICW) bietet strukturierte Telegrafiekurse für Anfänger aber auch Fortgeschrittene an. Viele Übungsressourcen helfen CW-Schülern vom „Abschreiben der Zeichen” zu einem echten Gesprächsfluss zu gelangen. LICW legt Wert auf die Gemeinschaft. Die Clubmitglieder sind füreinander da. Fortschritte werden gemeinsam gefeiert mit dem Ziel, Freude an der Telegrafie auf den Bändern zu erleben.
Die US-Amateurfunkmesse Hamvention findet vom 15. bis 17. Mai auf dem Veranstaltungsgelände Greene County Expo Center in Xenia, nahe der Stadt Dayton im US-Bundesstaat Ohio statt. Weitere Informationen zur Messe gibt es im Internet: https://hamvention.org/.
(Quelle: Pressemitteilung Hamvention)

