Informationen für Kurzwellenhörer (SWL)

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Dietmar Austermühl, DL1ZAX

über

DARC-Serviceteam

Deutscher Amateur-Radio-Club (DARC) e.V.

Lindenallee 4
34225 Baunatal

Tel: 0561 949880
Fax: 0561 9498850
E-Mail: darc(at)darc.de

Allgemeines

Auch für Nichtinhaber einer Amateurfunk-Sendegenehmigung bietet der DARC die Möglichkeit, aktiv am Amateurfunkgeschehen als Kurzwellenhörer (SWL) teilzunehmen.

(SWL = Short Wave Listener)

 

Alle Informationen in einer PDF-Datei

 

 

Wer oder was sind SWLs

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Historisches

In der Anfangszeit des Amateurfunks waren sendende Funkamateure glücklich über jeden Hörbericht, den sie von einem SWL (Short Wave Listener = Kurzwellenhörer) erhielten. Als Newcomer (Anfänger) bauten sich die Funkamateure früher zuerst einen Empfänger, und sie hörten denen zu, die mit ihren ebenfalls selbstgebauten Sendern die ersten Sendeversuche unternahmen. Da man die Frequenzen nicht genau bestimmen konnte, war es auch ein Glücksfall, wenn man irgendwo gehört wurde.

So waren die SWL-Berichte in den Anfangszeiten sehr genau und umfangreich, oftmals waren die damals gerne benutzten Postkarten voll geschrieben mit präzisen Amateurfunk-Beobachtungen. Solche, für den Funkamateur wertvollen Empfangsberichte, kann man bei manchem Oldtimer (alter Funkamateur) oder im Amateurfunk-Museum heute noch bewundern. Aus diesen ersten SWL-Berichten entstanden die heutigen QSL-Karten, die Empfangsbestätigungen.

 

Das SWL-Kennzeichen

Auch heute ist die Tätigkeit als SWL bei vielen Anfängern und neuerdings bei "Antennengeschädigten" Funkamateuren sehr beliebt. Diese Tätigkeit wird durch die Vergabe von DE-Kennzeichen (DE = Deutsche Empfangsstation) durch den Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) e. V. an seine Mitglieder sehr gefördert. Ebenso geben ausländische Amateur-Radio-Clubs SWL-Kennzeichen an ihre Mitglieder aus. Mit diesen international bekannten SWL-Kennzeichen können alle SWL-Stationen Teilnehmer der internationalen QSL-Vermittlungen werden.

Nach der DE-Prüfung im DARC-Ortsverband kann der SWL sein DE-Kennzeichen selbst wählen. Der DE-Antrag wird ausgefüllt und zusammen mit der Bearbeitungsgebühr von 5,00 EURO an den DARC e. V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal geschickt. Funkamateure mit gültiger Amateurfunkgenehmigung können ohne zusätzliche Prüfung ein DE-Kennzeichen beantragen. Als Wunschkennzeichen kann man z. B. die Anfangsbuchstaben vom Vornamen, Nachnamen und Standort oder andere Kombinationen für die letzten drei Buchstaben (Suffix) seines DE-Kennzeichens wählen. Das DE-Kennzeichen ist einmalig weltweit wie die Rufzeichen von Funkamateuren mit gültiger Amateurfunkgenehmigung. Jeder DE bekommt dafür vom DARC eine schöne, mehrfarbig bedruckte Urkunde.
Einige Muster von DE-Kennzeichen mit Vornamen usw.: DE1UWE, DE1HBV, DE1KSN, DE5HPE, DE7KKB oder mit Begriffen im Suffix: DE1SSB, DE4SWL, DE8DIG, DE2MAN, DE1XYL...

DE-Kennzeichen mit einer Null "Ø" in der Mitte wie DEØMEG oder DEØAAA sind Deutsche Empfangsmeister (DEM). Nach entsprechendem Nachweis bestimmter, bestätigter SWL-Berichte und den Besitz eines DLD-SWL oder DLD-H, vergibt der DARC den Titel "Deutscher Empfangs Meister" an seine Mitglieder.

 

SWL-Empfänger und Antenne

Die DE-Stationen haben heute sowohl noch Selbstbaugeräte als auch hochwertige Empfangs-Geräte. Mit diesen Geräten kann der SWL z. B. die Frequenzen in MHz bis auf drei Stellen hinter dem Komma genau digital ablesen. Diese Geräte gestatten den Empfang aller Bänder, Sendungen in allen Betriebsarten und Bandbreiten, und diese Geräte verfügen über viele weitere technische Details. Mancher SWL hat einen besseren Empfänger als sein Funkfreund, dem er zuhört.

DE-Stationen verschicken Empfangsberichte nur an Funkamateure mit gültiger Amateurfunkgenehmigung. Es ist wesentlich schwieriger, einen Funkamateur mit seiner kleinen Sendeleistung aus einem fernen Land gut zu empfangen, als kommerzielle Kurzwellen-Radio-Stationen, die teilweise mit vielen Kilowatt ihre Sendungen abstrahlen. Aber auch diesen Sendungen zuzuhören ist eine beliebte Art, sich weltweit Informationen zu beschaffen. Viele neue Empfänger haben deshalb durchgehende Empfangsbereiche von Langwelle bis 30 MHz auf Kurzwelle.
Selbst kurze Drähte, im Zimmer gespannt, Langdrähte vom Fenster in einen Baum aufgehängt und einfache Dipole gestatten bei der hohen Empfindlichkeit heutiger Empfänger gute Empfangs-Ergebnisse. Viele SWLs bauen sich auch eine Spezial-Antenne, eine Groundplane (Rundstrahler) oder einen Beam (Richtantenne) auf, um beste Empfangs-Ergebnisse zu erzielen.

 

Der SWL-Bericht

Beim Abhören der Amateurfunkbänder kommt es darauf an, die Rufzeichen der beiden Amateurfunkstationen exakt zu hören. Ein Empfangsbericht besteht zuerst aus dem richtig aufgenommenen Rufzeichen, es folgen Datum, Uhrzeit in UTC (Universal Time Coordenated = Weltzeit) Frequenz, Betriebsart, Rapport und das Rufzeichen der Gegenstation. Weiter sollte die SWL-QSL-Karte darüber informieren, welchen Empfänger und welche Antenne der SWL benutzte. Viele SWLs ergänzen ihre Berichte durch weitere Angaben über das Funkwetter und ihren Standort. Nach dem Empfang der Amateurfunk-Stationen füllen die SWLs exakt ihre Empfangsberichte aus und können dann ihre QSL-Karten über die DARC-QSL-Vermittlung an alle Funkamateure weltweit als DARC-Mitglieder kostenlos vermitteln lassen. Diese QSL-Karten-Vermittlung ist für alle DARC-Mitglieder ein wichtiger Service des DARC. In den DARC-Ortsverbänden werden die QSL-Karten, vorsortiert nach Prefix, an den örtlichen QSL-Vermittler abgegeben, der sie weiterleitet. Auf dem gleichen Wege kommen die QSL-Karten nach einiger Zeit zurück.

 

Gestaltung der SWL-QSL-Karte

Die Größe der QSL-Karte sollte gemäß DARC und IARU (lnternationale Amateur Radio Union) Empfehlung 9 x 14 cm groß sein, die Kartonstärke sollte zwischen 170 und 220 g/m2 betragen. Generell sollte die QSL-Karte nicht kleiner als 8,5 x 13,5 cm und nicht größer als das deutsche Postkartenformat (DIN-A6, 10,5 x 15 cm) sein.

Die Vorderseite der SWL-QSL ist die Visitenkarte des SWLs, und kann verschieden gestaltet werden. Hier sollte gut erkennbar das DE-Kennzeichen, Clubzeichen, weitere Club-Mitgliedschaften und vor allem die richtige vollständige Postanschrift eingedruckt sein.
Oftmals würde ein Funkamateure einen guten SWL-Bericht direkt per Post beantworten, aber es ist keine Anschrift auf der QSL-Karte zu finden.
DE-Stationen geben weiter ihren DOK (Distrikts-Ortsverbands-Kennziffer), die WAZ-Zone 14, die ITU-Zone 28 und den internationalen Locator an. Letzteres kann man meistens im DARC-Ortsverband erfragen oder auf der DARC-Locatorkarte heraussuchen. Auf der Vorderseite können ferner Fotos der Station, aus dem Heimatort des SWLs Wappen oder viele andere Motive zur Gestaltung herangezogen werden.

Dieses sind Muster wie QSL-Karten von SWL-Stationen aufgebaut sein könnten!

SWL-QSL-Karte mit DOK und DARC-Mitgliedsnummer

SWL-QSL-Karte mit DE-Kennzeichen

Richtig ausgefüllte und schön gestaltete SWL-Karten werden gerne beantwortet.
Die Absender dieser QSL-Karten haben sehr gute Erfolge zu verzeichnen.

 

Auch Kurzwellenhörer (SWLs) verschicken QSL-Karten

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Unter Funkamateuren ist es üblich, nach einer getätigten Funkverbindung QSL-Karten an den jeweiligen Funkpartner zu versenden.
Diese QSL-Karten dienen zur Bestätigung, dass man miteinander Kontakt hatte. (QSL=Empfangsbestätigung)

Dazu werden die wesentlichen Merkmale der Verbindung auf der QSL-Karte wiederholt.
Dieses sind:

  • Rufzeichen der Gegenstation
  • Datum
  • Uhrzeit (in UTC)
  • Frequenz
  • Betriebsart
  • Rapport für die Gegenstation

sowie der eigene Name, das Rufzeichen und die eigene Adresse. Häufig werden darüber hinaus die verwendeten Geräte und Antennen genannt, ferner Angaben über die Zugehörigkeit zu Amateurfunkvereinigungen, die Zählbarkeit der QSL-Karte für bestimmte Diplome usw.

In der Anfangszeit des Amateurfunks besaßen solche QSL-Karten einen hohen Stellenwert, dokumentierten sie doch die technische Leistungsfähigkeit einer Amateurfunkstation. Dank der technischen Weiterentwicklung auch innerhalb des Amateurfunks ist es mit den heutigen Geräten eine Selbstverständlichkeit, nahezu jeden Punkt der Erde jederzeit zu erreichen.
Unter diesem Aspekt hat die QSL-Karte an technischer Bedeutung eingebüßt. Vielmehr ist sie heute zum Aktivitätsnachweis schlechthin geworden. Dies hat verstärkt zur Herausgabe von Diplomen geführt, die bei Vorlage einer bestimmen Anzahl von QSL-Karten verliehen werden, also ihrerseits eine gewisse Aktivität unter Beweis stellen.

Ein Austausch von QSL-Karten findet jedoch nicht nur unter Funkamateuren statt, um sich damit gegenseitig eine getätigte Funkverbindung zu bestätigen. Auch nicht an der Funkverbindung Beteiligte machen gern von der Möglichkeit Gebrauch, einer gehörten Station mittels einer QSL-Karte einen Empfangsbericht zu geben und gleichzeitig um die Bestätigung dieses Berichts zu bitten.
Eine solche Empfangsbestätigung als SWL (Short Wave Listener) steht jedem Interessenten offen. Dazu ist es nicht notwendig, eine Amateurfunkprüfung abzulegen, im Gegensatz also zur Sendetätigkeit eines Funkamateurs, die das Bestehen der Amateurfunkprüfung voraussetzt.

Jedes DARC-Mitglied kann SWL-QSL-Karten über die DARC QSL-Vermittlung an alle Funkamateure weltweit kostenlos verschicken. Anstelle eines eigenen Rufzeichens wird eine SWL-Nummer verwendet, die einfach aus dem Landeskenner DL (für die Bundesrepublik Deutschland), dem DOK und der siebenstelligen DARC-Mitgliedsnummer gebildet wird,

z.B.
DL-L01/1695071
DL-G15/1792787
DL-N11/1393669

Darüber hinaus erweist sich eine SWL-Tätigkeit als von unschätzbarem Wert bei der Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung. Landeskenner und Abkürzungen können sich für denjenigen, der sich damit vorher noch nicht befasst hat, als Hürde erweisen, hingegen diese für SWLs geläufig sind.
SWLs haben Erfahrung im Umgang mit der Empfangstechnik und sind immer gegenüber demjenigen im Vor-teil, der ohne vorherige intensive Hörtätigkeit zur Amateurfunkprüfung geht.

Zur Förderung dieser Erfahrung und zur Leistungsdokumentierung auf dem Weg zur Amateurfunkgenehmigung hat der DARC die DE-Prüfung geschaffen. Sie kann von jedem Ortsverbandsvorsitzenden abgenommen werden und verlangt von dem SWL Grundkenntnisse in Technik, Betriebstechnik und Gesetzeskunde.

Mit bestandener DE-Prüfung wird dem SWL ein DE-Kennzeichen erteilt, welches aus den Buchstaben DE, einer Ziffer von 1 bis 9 und drei weiteren, selbst wählbaren Buchstaben besteht, z.B. DE4CWL, DE1WZU, DE8BUS. SWL-Kennzeichen mit der Ziffer Ø, z.B. DEØAAA, DEØWSS, sind den Trägern des Titels "Deutscher Empfangs-Meister" vorbehalten, der nach entsprechendem Nachweis bestimmter, bestätigter SWL-Berichte und den Besitz eines DLD-SWL, auf Antrag verliehen wird.

Die Angaben auf einer SWL-QSL-Karte unterscheiden sich im Wesentlichen nicht von jenen, mit denen sich Funkamateure untereinander Funkverbindungen bestätigen.
Eine SWL-QSL-Karte sollte daher enthalten:

  • Rufzeichen der gehörten Station
  • Datum
  • Zeit (in UTC)
  • Frequenz
  • Betriebsart
  • Rapport
  • Rufzeichen der Gegenstation, mit der die angeschriebene Station in Verbindung stand

Ferner können, genauso wie bei den QSL-Karten der Funkamateure, Angaben über die verwendete Stationsausrüstung oder weitere persönliche Bemerkungen folgen. Die eigene SWL-Nummer oder, falls vorhanden, das DE-Kennzeichen sowie der eigene Name und die Adresse dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Der gehörte und um eine Bestätigung gebetene Funkamateur füllt seinerseits seine QSL-Karte mit den auf der SWL-QSL-Karte genannten Angaben aus. Natürlich nur, soweit sie mit den Daten in seinem Logbuch übereinstimmen, und bestätigt so dem SWL die Richtigkeit seiner Beobachtungen.

Auch dem SWL ist es nun möglich, mit solchen, von Funkamateuren versendeten QSL-Karten Diplome zu beantragen. Es sollte daher für jeden Funkamateur eine Selbstverständlichkeit sein, eingehende SWL-QSL-Karten ebenso korrekt auszufüllen, wie QSL-Karten an seine Funkpartner.

 

Das QSL-Büro des DARC e. V. vermittelt QSL-Karten nur an Funkamateure!
Eine Vermittlung von QSL-Karten an Kommerzielle-Radio-Stationen findet nicht statt!

 

 

Das DE-Kennzeichen

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1. Das DE-Kennzeichen-System

1.1 Die DE-Kennzeichen dienen innerhalb des DARC und des VFDB zur Identifikation von geprüften Höramateuren und tragen zur Vereinfachung der QSL-Vermittlung bei.

1.2 DE-Kennzeichen bestehen aus dem Prefix "DE", einer Ziffer und dem Suffix, einer dreistelligen Buchstabengruppe (Beispiel 'DE1SWL').

Die Vergabe erfolgt nach dem Schlüssel:

DEØAAA bis DEØPZZEmpfangsmeister (DEM) 10.816 Möglichkeiten
DEØQAA bis DEØQZZAusbildungsempfangsstationen in Ortsverbänden des DARC/VFDB und auch an Schulen, 676 Möglichkeiten
DEØRAA bis DEØZZZEmpfangsmeister (DEM) 6.084 Möglichkeiten
DE1AAA bis DE9ZZZKurzwellenhörer (SWL) 158.184 Möglichkeiten

Dieses System bietet 175.760 Möglichkeiten für DE-Kennzeichen.

2. DE-Kennzeichenvergabe

2.1 DE-Kennzeichen werden von der Geschäftsstelle des DARC e.V. vergeben.
Alle Anträge und Fragen zu diesem Sachgebiet sind direkt dorthin zu richten.

2.2 Die DE-Kennzeichen werden nur auf einen besonderen Antrag hin ausgegeben.

2.3 Die DE-Kennzeichen werden an den Inhaber verliehen und können aus wichtigem Grunde, besonders bei groben Verstößen gegen die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze und Regeln des Amateurfunks, wieder eingezogen werden.

2.4 Das DE-Kennzeichen wird in Urkundenform dem Inhaber ausgefertigt und ist nicht übertragbar.

3. Voraussetzungen für die Beantragung

3.1 Jedes Mitglied des DARC oder des VFDB kann ein DE-Kennzeichen beantragen.

3.2 Aus besonderem Grund, können von der Vergabestelle für DE-Kennzeichen Abweichungen zugelassen werden, (z. B. bei Behinderungen).

4. Beantragung eines DE-Kennzeichens

4.1 Zur Beantragung der DE-Kennzeichen sind spezielle Formblätter erhältlich, Ihr OVV hat sie in seiner OV-Mappe. Neben den persönlichen Angaben dienen sie zur Bestätigung von Prüfungsergebnissen oder Amateurfunkgenehmigungen. Ein vollständiges Ausfüllen vermeidet Missverständnisse und zeitaufwendige Rückfragen.

4.2 Fotokopien von Amateurfunkgenehmigungen sollen den Anträgen nicht beigelegt werden.
Das Formblatt ist entsprechend auszufüllen, und eine Bestätigung des Ortsverbands-Vorsitzenden reicht.

4.3 Die Bearbeitungsgebühr beträgt 5,00 € und ist dem Antrag als 5,00 € Schein beizulegen.
Bei mehreren Anträgen aus einem Ortsverband kann auch ein Verrechnungsscheck beigelegt werden.

4.4 Sollten Lehrgänge mit einer DE-Prüfung abschließen, so können von den Lehrgangsleitern nach Absprache mit der Vergabestelle schon vor dem Prüfungszeitpunkt die Anträge gestellt werden.
Die dann vorbereiteten Urkunden mit den DE-Kennzeichen werden zusammen dem Lehrgangsleiter zur Übergabe zugeschickt. Alle Einzelheiten sind rechtzeitig mit der Vergabestelle abzusprechen.

5. Wunsch eines DE-Kennzeichens

5.1 Eine persönliche Suffixkombination kann an der dafür im Formblatt vorgesehenen Stelle gewünscht werden. Die Vergabestelle berücksichtigt im Rahmen des Möglichen gern alle Wünsche.

5.2 Ein Anspruch auf ein bestimmtes DE-Kennzeichen besteht nicht. Eine Zuteilung erfolgt streng nach dem Verteilungs-Schlüssel sowie nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt...".

5.3 Wird in einem Antrag kein Wunsch geäußert, so bekommt der Antragsteller ein DE-Kennzeichen mit einer auf den Inhaber bezogenen Buchstabenkombination (z.B. die Anfangsbuchstaben von Vorname, Nachname und Wohnort).

5.4 Nach Absprache mit der "Zentralen Vergabestelle" besteht auch die Möglichkeit für Ortsverbände, für ihren Bereich ähnliche oder fortlaufende DE-Kennzeichen reserviert zu bekommen.

6. Änderung eines DE-Kennzeichens

6.1 Wenn ein SWL "Deutscher Empfangsmeister" wird, bekommt er ein DEØ...-Kennzeichen.
Dazu ist ein Antrag mit einer Bestätigung des Diplomsachbearbeiters erforderlich.
Nach Möglichkeit wird der Suffix beibehalten, ein Anspruch besteht nicht.

6.2 Aus einem anderen Grund als in Punkt 6.1 angegebenen kann ein ausgegebenes, DE-Kennzeichen unter gar keinen Umständen geändert werden.

7. Versand der Urkunden

7.1 Jeder Antragsteller, der die Voraussetzungen erfüllt, bekommt eine Urkunde mit seinem persönlichen DE-Kennzeichen ausgefertigt. Erst ab diesem Zeitpunkt kann dieses DE-Kennzeichen vom Inhaber verwendet werden.

7.2 Die DE-Urkunden werden immer an die Absender der Anträge verschickt, um gegebenenfalls eine Überreichung in der ortsüblichen Form zu ermöglichen.

8. Datenverwendung

Die Anträge bleiben in der Geschäftstelle des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) e.V.
Die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen werden eingehalten.

9. Empfehlungen an die DE-Kennzeicheninhaber

9.1 Nach Erhalt der Urkunde soll der DE-Kennzeicheninhaber seinen Ortsverbandsvorsitzenden und den OV-QSL-Manager das neue DE-Kennzeichen mitteilen, damit die für ihn eintreffenden QSL-Karten auch zugestellt werden können.

9.2 Im Falle eines OV-Wechsels oder einer Adressenänderung sollte die Geschäftstelle des DARC e. V. umgehend benachrichtigt werden, damit die QSL-Vermittlung gewährleistet werden kann.
Im neuen OV ist Punkt 9.1 zu beachten.

10. Ausbildungsempfangsstation

10.1 Für die praktische Ausbildung in Ortsverbänden und an Schulen besteht die Möglichkeit, besondere DE-Kennzeichen aus der Serie DEØQ.. für diesen Zweck zu bekommen.

10.2 Bei der Beantragung ist auf dem Formblatt die genaue Bezeichnung des Ortsverbandes oder der Schule mit Adresse anzugeben. Gleichzeitig ist ein Verantwortlicher für die Empfangsstation zu benennen, der die Voraussetzungen nach Punkt 3.1 erfüllt und Mitglied des DARC oder VFDB ist.

10.3 Die Angabe eines DOK ist auch bei Schulstationen unerlässlich.
Dem Punkt 9.1 ist besondere Beachtung zu schenken.

11. Anmerkungen zum Ausfüllen des Formblattes

11.1 Alle Eintragungen sind in gut leserlicher Blockschrift vorzunehmen.

11.2 Der Name muss so eingetragen werden, wie er später auf der Urkunde erscheinen soll.
Besonders zu beachten ist die Schreibweise der Buchstaben Ä, Ö, Ü und ß, z. B. wird "MUELLER" auch auf der Urkunde als "Mueller" erscheinen.

11.3 Die Angabe der Mitgliedsnummer ist zwingend erforderlich. Sie ist auf dem Mitgliedsausweis oder in den Listen des Ortsverbandes zu finden. Bei neu aufgenommenen Mitgliedern ist eine entsprechende Anmerkung zu machen.

11.4 Anträge ohne Angabe eines OVs können nicht bearbeitet werden, weil der DOK für die QSL-Vermittlung notwendig ist.

11.5 Der Ortsverbandsvorsitzende oder die Prüfungskommission bestätigt die Richtigkeit aller Angaben. Kopien von Amateurfunkgenehmigungen oder Urkunden sowie DE-Prüfungsunterlagen sollen nur auf besonderes Verlangen der Vergabestelle beigelegt werden.

12. DE-Prüfung

Die Richtlinien für die DE-Prüfung sind auf einem besonderen Blatt aufgeführt.

13. Offene Fragen

Die Geschäftstelle des DARC e. V. gibt gerne weitere Informationen oder hilft bei speziellen Problemen.

 

 

Deutscher Empfangsmeister

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Der Titel "Deutscher Empfangsmeister" (DEM) wird SWLs und lizenzierten Funkamateuren vom Deutschen Amateur-Radio-Club e. V. (DARC), auf Antrag verliehen und ist eine offizielle Auszeichnung für DARC-Mitglieder.

Der DEM ist in 3 Stufen gegliedert: DEM-Bronze, DEM-Silber und DEM-Gold

Allgemeine Bedingungen

Der Antragsteller muss Mitglied des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) sein oder einem seiner korporativ Verbände angehören. Der Antragsteller muss mindestens ein Jahr als SWL aktiv gewesen sein.

Der DEM-Antragsteller muss ein DE-Kennzeichen besitzen und dieses im Antrag angeben.

Vom Antragsteller muss der Nachweis erbracht werden, dass er im Besitz eines Kurzwellen-Empfängers ist, der auf mindestens fünf Amateurfunk-Bändern betriebsbereit ist.

DEM-Antrag

Zum DEM-Antrag gehört eine Bescheinigung des zuständigen Ortsverbands (Punkt b.) des DEM-Antrages) und die entsprechenden QSL-Karten. Am Ende des DEM-Antrages sind die entsprechenden Eintragsspalten vorbereitet. Dem Antrag ist das Rückporto für die QSL-Karten und ein SAL beizufügen.

Alle Anträge für die Auszeichnung (für SWLs bis 25 Jahre gebührenfrei, für alle anderen SWLs und Lizenzierte Funkamateure 10,00 EURO Gebühr) werden mit zwei SAL an den Sachbearbeiter:

Herrn
Dieter Stein, DL1NAI
Eichenring 11
91090 Effeltrich

Geschickt.

DEM-Aberkennung!

Bei Ausschluss oder Austritt aus dem DARC oder einem seiner korporativen Verbände, bei unehrenhaftem Verhalten, Betrug oder Disqualifikation in nationalen oder internationalen Wettbewerben, wird der Titel "Deutscher Empfangsmeister" mit Veröffentlichung in der CQ DL aberkannt.

 

 

DEM-Bronze (Grunddiplom)

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Der Antragsteller muss Inhaber eines DLD-SWL 100 sein, welches er als SWL erarbeitet hat.

Geforderte Hörmeldungen.

Der Antragsteller muss insgesamt 80 QSL-Karten (jedes Rufzeichen wird pro Band nur einmal gewertet) vorlegen können, die folgenden Bedingungen entsprechen:

3,5-MHz-Band Es müssen fünf QSL-Karten von Amateurfunkstationen aus drei verschiedenen Kontinenten vorgelegt werden, davon müssen drei QSL-Karten aus USA und/oder Kanada sein (5 QSL-Karten).
7-MHz-Band
14-MHz-Band
21-MHz-Band
28-MHz-Band
Pro Band müssen je drei QSL-Karten aus allen sechs Kontinenten vorgelegt werden (72 QSL-Karten).
1,8-MHz-Band
oder
144-MHz-Band
Es müssen entweder 2-Meter-QSL-Karten von drei Amateurfunkstationen aus über 300 km Entfernung vom QTH des Antragstellers oder QSL-Karten aus drei verschiedenen WAE-Ländern oder drei verschiedenen Kontinenten (über Satellit), auch alles gemischt, vorgelegt werden (3 QSL-Karten).

DEM-Silber

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Leistungssteigerung gegenüber DEM (Bronze)

Der Antragsteller muss Inhaber des DLD-SWL 200 sein, welches er als SWL gearbeitet hat.

Geforderte Hörmeldungen.

Der Antragsteller muss insgesamt 160 QSL-Karten (jedes Rufzeichen wird pro Band nur einmal gewertet) vorlegen können, die folgenden Bedingungen entsprechen:

3,5-MHz-Band Es müssen 10 QSL-Karten aus verschiedenen Kontinenten vorgelegt werden (außer Europa), davon müssen 6 QSL-Karten aus USA und/oder Kanada sein (10 QSL-Karten).
7-MHz-Band
14-MHz-Band
21-MHz-Band
28-MHz-Band
Pro Band müssen je 6 QSL-Karten aus allen sechs Kontinenten vorgelegt werden (144 QSL-Karten).
1,8-MHz-Band
oder
144-MHz-Band
Es müssen entweder 2-Meter-QSL-Karten von 6 Amateurfunkstationen aus über 300 km Entfernung vom QTH des Antragstellers oder QSL-Karten aus drei verschiedenen WAE-Ländern oder drei verschiedenen Kontinenten (über Satellit), auch alles gemischt, vorgelegt werden (6 QSL-Karten).

DEM-Gold

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Leistungssteigerung gegenüber DEM (Silber)

Der Antragsteller muss Inhaber des DLD-SWL 500 sein, welches er als SWL gearbeitet hat.

Geforderte Hörmeldungen.

Der Antragsteller muss insgesamt 400 QSL-Karten (jedes Rufzeichen wird pro Band nur einmal gewertet) vorlegen können, die folgenden Bedingungen entsprechen:

3,5-MHz-Band Es müssen 25 QSL-Karten aus verschiedenen Kontinenten vorgelegt werden (außer Europa), davon müssen 15 QSL-Karten aus USA und/oder Kanada sein (25 QSL-Karten).
7-MHz-Band
14-MHz-Band
21-MHz-Band
28-MHz-Band
Pro Band müssen je 15 QSL-Karten aus allen sechs Kontinenten vorgelegt werden (360 QSL-Karten).
1,8-MHz-Band
oder
144-MHz-Band
Es müssen entweder 2-Meter-QSL-Karten von 15 Amateurfunkstationen aus über 300 km Entfernung vom QTH des Antragstellers oder QSL-Karten aus drei verschiedenen WAE-Ländern oder drei verschiedenen Kontinenten (über Satellit), auch alles gemischt, vorgelegt werden (15 QSL-Karten).