VHF und UHF
DF0FM

FM-Funknetz
In wenigen Sätzen ...
Da es mehrere Quellen im Internet gibt, die das "FM-Funknetz" ausführlich beschreiben, an dieser Stelle nur einen kurzen Abriss dazu:
Das FM-Funknetz ist ein überregionales, analoges Amateurfunk-Netz, in dem klassische FM-Relais, Hotspots und App-Clients über das Internet zu einem gemeinsamen Relaisverbund zusammengeschaltet sind. Funkamateure können mit normalen FM-Geräten und einfacher DTMF-Bedienung über Sprechgruppen (Talkgroups) bundesweit und themenbezogen QSOs führen, profitieren von hoher Reichweite und zahlreichen angebundenen Knoten sowie optionalen Brücken zu DMR und EchoLink

Fieldday-Treffen des OV F68 in Würzberg
Nach längerer Zeit gab es beim Ortsverband F68 wieder einmal Gelegenheit für ein gemeinsames Outdoor-Event. Am 20.06. trafen sich einige Mitglieder des OV auf einem großen Wiesengrundstück mit Scheune in Würzberg bei Michelstadt im Odenwald. Auch wenn es sich nicht um einen offiziellen Fieldday im klassischen Sinn handelte, stand der Tag ganz im Zeichen von Amateurfunk, Antennenaufbau, gemeinsamem Ausprobieren und geselligem Beisammensein.
Bereits einige Tage zuvor wurden die benötigten Dinge zusammengesucht und vorbereitet: Grill, Kabel, Alu-Steckmast, eine FD4-Antenne und diverses weiteres Material fanden ihren Weg in die Transportkisten. Der Camper war bereits am 19.06. gut beladen – am Ende vielleicht sogar etwas zu gut. Schnell zeigte sich, dass für alle geplanten Experimente die Zeit zu knapp werden würde. Einige Ideen wurden daher kurzerhand auf das nächste Treffen verschoben.
Vor Ort bot das große Grundstück ideale Bedingungen für den Antennenaufbau. Der Mast wurde mit Unterstützung des Spiderbeam-Mastes aufgerichtet. Die FD4 wurde am Mastende gespeist und in Südost/Nordwest-Richtung gespannt. Besonders erfreulich war, dass die Größe der Wiese eine nahezu gerade Ausrichtung des Antennendrahtes ermöglichte – eine Möglichkeit, die im heimischen Umfeld oft nur schwer zu realisieren ist.
Das Wetter zeigte sich von seiner sommerlichen Seite. Bei Temperaturen von 30 °C und mehr war ein schattiger Platz unter dem Sonnensegel sehr willkommen. Zwischen Funkbetrieb, Aufbauarbeiten und kleinen Pausen blieb reichlich Gelegenheit für Gespräche, Erfahrungsaustausch und natürlich auch für das leibliche Wohl.
Gefunkt wurde in SSB, CW und FT8. Trotz des eher lockeren Charakters des Treffens kamen einige schöne Verbindungen ins Log. Zu den Highlights zählten QSOs mit Chile (CE2 12051km), Indonesien (YB4 10691km), Südafrika (ZS6 8716km) und Rodrigues Island (3B9 9353km). Sporadic-E auf 6m ermöglichten auch diverse Kontakte u. a. mit OMs in Portugal, Griechenland und Rumänien. Damit zeigte sich einmal mehr, dass auch ein vergleichsweise einfacher portabler Aufbau auf einem guten Standort beachtliche Ergebnisse liefern kann.
Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Das Treffen hat viel Spaß gemacht und soll wiederholt werden. Gerade die Mischung aus Antennenpraxis, Funkbetrieb und persönlichem Austausch macht solche Treffen wertvoll für den OV. Einige der nicht mehr umgesetzten Experimente warten bereits auf den nächsten Einsatz.
Fieldday 2009
Beim Fieldday-Event des Ortsverbands Münster (Hessen) in Altheim wurde Amateurfunk live erlebbar. Vier engagierte Funkamateure demonstrierten eindrucksvoll, wie internationale Verbindungen über Kurzwelle aufgebaut werden – von Altheim aus gelang es, weltweit Kontakt zu anderen Funkstationen aufzunehmen. Mit verschiedenen Funkgeräten und unterschiedlichen Betriebsarten zeigten die Operateure die technische Vielfalt unseres Hobbys. Der Event war eine hervorragende Gelegenheit, Interessierten die Möglichkeiten und Faszination des Amateurfunks nahezubringen und die Bedeutung dieser internationalen Kommunikationsform zu verdeutlichen.
PDF-Berichte
Reparatur eines Kenwood SM-220 Station Monitor aus den 1980'igern (Horst, DL2HO)
Der Bericht beschreibt die Inbetriebnahme und Reparatur eines Kenwood SM-220 Station Monitors aus den 1980er-Jahren, passend zum Transceiver TS-830S.
Der Autor erwirbt den SM-220 auf einem Elektronikflohmarkt zu einem günstigen Preis und fährt ihn zu Hause vorsichtig über einen Trenntrafo hoch.
Die Scope-Anzeige funktioniert grundsätzlich, aber die Strahlverteilung ist schlecht und die Helligkeit kaum einstellbar, sodass ein Abgleich zunächst nicht sinnvoll ist.
Ein erfahrener Funkfreund vermutet als Fehlerursache sofort die verbauten Ölpapierkondensatoren.
Messungen zeigen bei allen fünf Kondensatoren nur 10–100 MOhm Isolationswiderstand anstelle der erwarteten >1000 MOhm, weshalb ein Austausch notwendig ist.
Die Kondensatoren dienen der Bereitstellung von rund 1500 V Hochspannung für die Bildröhre; durch den zu kleinen Innenwiderstand bricht die Spannung ein und verursacht das Fehlverhalten.
In der „Radioklinik“ werden die fünf alten Ölpapierkondensatoren durch neue Hochspannungskondensatoren ersetzt, wovon zwei wegen der Bauform hochkant eingebaut werden.
Nach dem Austausch kann das Oszilloskop mit einem DDS-Signalgenerator neu kalibriert werden, sodass Skala und Eingangswerte wieder zusammenpassen.
Danach wird der eingebaute Bandscanner abgeglichen, der einen 20/100-kHz-Ausschnitt des Empfangsbandes auf dem Schirm darstellt und damit rufende Stationen sichtbar macht, ähnlich modernen Wasserfalldarstellungen.
Der Bericht endet mit der Feststellung, dass der SM-220 nach der Reparatur wieder voll funktionsfähig ist und den Betrieb des TS-830S deutlich komfortabler macht.
Reparatur eines HP 5216A Frequenzzählers von 1969 (Horst, DL2HO)
Der Bericht beschreibt die Instandsetzung eines HP 5216A 12,5 MHz Zählers von 1969, der nach kurzer Betriebszeit nicht mehr zählte und später nur noch Nullen anzeigte.
Bei der Fehlersuche stellte der Autor fest, dass HP-eigene IC-Nummern verbaut waren, die erst über Tabellen auf Standard-74xx-TTL-Typen umgeschlüsselt werden mussten.
Die Ursache für das Einfrieren der Anzeige lag im Reset-Flip-Flop: Es wurde nicht mehr korrekt über den CLR-Eingang zurückgesetzt und konnte daher keine neuen Clock-Impulse verarbeiten.
Messungen zeigten, dass der Transistor Q8 den Puls korrekt weitergab, aber das nachfolgende Logik-IC (IC8C/IC8E) am Ausgang falsche Pegel lieferte und die Haupt-Reset-Leitung blockierte.
Das defekte HP-IC 1820-0174 wurde als normaler SN7404N identifiziert, ausgelötet und durch einen SN7404N in einer IC-Fassung ersetzt.
Nach der Reparatur funktionierten Zählung und Anzeige wieder einwandfrei.
Zusätzlich ersetzte der Autor eine defekte Glimmlampe der Zeitbasis-Anzeige, wobei eine zunächst verbaute blaue Lampe später wieder durch eine passende orange Lampe getauscht wurde.
Nach mehrstündigem Probelauf zeigte sich der Zähler als stabil und zuverlässig, was die gute Reparierbarkeit der über 50 Jahre alten Digitaltechnik unterstreicht.
Für den genauen Abgleich baute der Autor ein Frequenznormal mit OCXO, das über eine PLL mehrere Stunden an ein GPS-Signal angekoppelt wird.







