Und da der sich der FUNK.TAG mit seinem Eventcharakter von anderen Veranstaltungen ein wenig abzuheben versucht, gab es zur Eröffnung ein eigens für die Veranstaltung komponiertes Musikstück zu dem die Kollegen aus der Geschäftsstelle das Stelldichein mitsangen. Das kam gut beim Publikum an, welches seinen Beifall zollte. Auch der DARC-Vorsitzende Christian Entsfellner, DL3MBG, war überrascht: „Ich wusste nichts davon!“. Weiter ging auch er nochmal auf die erfreulich hohe Besucherbeteiligung ein: „Es freut mich, dass so viele Besucher nach Kassel gekommen sind, trotz gewisser Unkenrufe“, die im Vorfeld zu lesen waren. Und inhaltlich? Da gab es wieder einiges zu entdecken! Der Flohmarkt war zu Spitzenzeiten gegen Mittag derart voll, wie man es aus früheren Zeiten kannte, es war teils kein Durchkommen. Viel Technik wurde geboten, von der Helix-Antenne über Rotoren bis hin zu ZF-Filtern bekannter Funkgeräte. Bei Icom war zu erfahren, dass es dieses Jahr noch „etwas neues geben sollte“, „aber wir wollen die Spannung noch etwas halten“ -- war mit Hinblick auf die Tokyo Hamfair in Japan zu erfahren. Auch funkbetrieblich gabs viel zu erleben. Rund 25 Teilnehmer verfolgten die DOK-Börse, innerhalb derer eben viele DOKs ausgetauscht wurden. Um Punkt 13.07 Uhr Localtime erfolgte der vorab angekündigte Ballonstart des Distriktes Köln-Aachen (G). Das Luftgefährt startete vom Kasseler Messegelände zunächst in südliche Richtung und driftete dann nach Südosten ab. Zur Fortbildung wurde auch das Vortragsprogramm reichlich genutzt. Der große Raum „Alpha“ war mit 100 Sitzplätzen bestuhlt und hätte sicher doppelt so groß sein können, als Martin Steyer, DK7ZB, über Antennen basierend auf 5,6 m Teleskopstäben referierte. Schlussendlich kann man sagen: „Die Familie traf sich wieder in Kassel“. Gemeint ist hier natürlich die Amateurfunkfamilie. Und sie wächst. Auf die nunmehr 8. Ausgabe des FUNK.TAGes im April nächsten Jahres. Das genaue Datum wird noch mit der Messe festgelegt.

