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      Edith,DF7WU Silent key

      Edith ist tot! Es ist schwer zu glauben.

      Seit Weihnachten wussten wir um ihren schlechten Gesundheitszustand. Das 1. QSO hatte ich mit Edith am 4.01.1989 um 06.58 UTC in der 80m-YL-Runde. Seitdem hatten wir viele Funkverbindungen und haben uns regelmäßig auf der HAMRadio und bei den YL-Treffen der 80m-Runde getroffen. Auch als sie und ihr OM Addi, DF3WU✝, ihren Urlaub in Timmendorfer Strand an der Ostsee verbrachten, haben wir uns gegenseitig besucht. Edith war bis drei Monate vor ihrem Tod unglaublich vital und aktiv und fuhr ohne Probleme mit dem eigenen Auto, auch große Strecken. So wie wir uns unser Alter alle wünschen.

      Als gelernte Journalistin schrieb sie immer sehr interessante Berichte von allen möglichen YL- DIG- und JAIG-Treffen. Ihr letztes YL-Treffen der 80m-Runde, an dem sie teilnahm, fand im Oktober 2009 in Lübeck statt. Der Bericht von ihr steht in der YL-Info und im Internet.

      Zum YL-Treffen im Saarland 2010 hatte sie sich drei Tage vorher leider schon aus Krankheitsgründen abmelden müssen.

      Als 1996 das weltweite YL-Treffen in Berlin war und danach die Deutschlandtour mit 50 YLs und OMs aus den USA, Japan, Mexiko, Israel, Italien, Schweden und Deutschland stattfand, war ein Aufenthalt auch in Koblenz.

      Edith hatte das Hotel und einen Weinkeller für uns erkundet und reserviert. Addi, DF3WU, fungierte als Stadtführer und erklärte uns das Deutsche Eck und viele andere Sehenswürdigkeiten. Auf dem Rundgang kamen wir an einem Brunnen mit einer prächtigen Linde vorbei. Die Japanerinnen und Japaner formierten sich zu einem Halbkreis und unter der Leitung von Ken, JH3SQM, erklang das Lied: „Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum“, mehrstimmig, auswendig, alle Strophen und auf deutsch!

      Aber unvergessen ist der Kaffeenachmittag in Ediths Garten, bei herrlichstem Sonnenwetter, unter Obstbäumen, hübschen blühenden Staudenrabatten und unter einem Mast mit Antennen. Es folgte eine Führung durch ihr tolles Haus, wobei das Shack anzusehen ja immer am aufregendsten ist.

      Da gab es einen Trick. Edith erzählte uns, „wir sind ja so oft verreist und falls hier mal Einbrecher kommen, sollen sie nicht gleich unsere schönen Funkgeräte mitgehen lassen.“ Sie schloss einen älteren weißen Hängeschrank auf, klappte die Türen auseinander – und zum Staunen aller – wurden all die Funkgeräte sichtbar, wunderschön eingebaut, um damit in die ganze Welt zu funken.

      Edith, wir danken Dir für Deine Freundschaft, Deine Aktivitäten, für Alles! Wir werden Dich nie vergessen.

      Vy 33, Gertrud Szyza, DK8LQ

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