Der Antennenwald
Der Bereich Kurzwelle deckt alle Bänder von 160m bis 4m fast ausschließlich mit Monoband-Antennen ab. Durch den Einsatz von Bandfiltern kann auch gleichzeitig auf 2 verschiedenen Bändern Betrieb gemacht werden. Mit den vernetzten PCs ergibt sich daraus eine sehr erfolgreiche Contest Station.
| Band | Antenne | Höhe über Grund | Ant. Länge |
| 10m | 4 Ele Beam | 14m | 5m |
| 15m | 5 Ele Beam | 12m | 9,9m |
| 20m | 5 Ele Beam | 15m | 16,9m |
| 40m | Vertikal | 0 | 18m |
| 80m | Vertikal | ||
| 160m | Dipol | 12m | 81m |
| 80m | Loop | 15m | 84m |
| 40m | Dipol | 12m | 19m |
| 60m | Dipol | 11m | 30m |
| 30m | Vertikal | 6m | 6m |
| 17m | Vertikal | 6m | |
| 12m | Vertikal | 6m | |
| 6m | 7 Ele Yagi | 15m | 7m |
| 4m | 6 Ele Yagi |
Da sich unser 2000m² großes Clubgelände auf einem Berg mit freier Rundumsicht befindet, bietet sich eine gute UKW Ausrüstung an. Für 2m und 70 cm haben wir je 3 unabhängige Antennenanlagen zur Verfügung, die sich einzeln umschalten lassen.
Auf Mast 1 ist eine 10 Ele für 2m, eine 25 Ele für 70cm und eine 69 Ele Yagi für 23 cm. Der Mast 4 trägt eine 4x10 Ele Gruppe für 2m und eine 4x29 Ele Yagi Gruppe für 70cm auf einem Hummelmast. Primär dient diese Anlage für EME , speziel auf 70cm.
Am Mast 2 hängen 2 gestockte 4 fach Quad Gruppen von Anjo mit einem Gewinn von ca. 15,8 dBi bei einem Öffnungswinkel von E=69 Grad und H=18 Grad. Diese Antenne ist fest ausgerichtet und deckt einen Bereich von Berlin bis Regensburg ab. Auf Grund des großen Öffnungswinkel ist dieses unsere wichtigste Contest Antenne. Für 70cm steht eine 8 fach Quad Gruppe in ähnlicher Konstruktion zur Verfügung.
Am 10.August 2019 konnten wir mit der Hilfe von Mathias (DJ5QX) ein Richtdiagram unserer 4x29 Element für 70cm aufnehmen. Der Messaufwand war schon recht hoch, aber es hat sich gelohnt. Wir waren alle sehr überrascht wie genau das Diagramm mit den theoretischen Diagrammen übereinstimmt.
Sinn und Zweck dieser Erweiterungen ist die Entlastung unserer primären 20m/2m/70cm Antennenanlage in Bezug auf den Antennenrotor, Betrieb via EME und weiteren interessanten Ausbreitungsformen auf UKW. Wenn die 3 Anlagen in unterschiedliche Richtungen stehen, kann per Tastendruck ermittelt werden, wo das lauteste Signal herkommt. Somit wird ein zeitraubendes Drehen auf ein Minimum reduziert.
Eine Parabolantenne mit 1,20m Durchmesser ist fest auf den geostationären Satelliten QO-100 ausgerichtet und liefert hervorragende Signale.
Bericht zum Juli 2026 Contest von Arno (DH5NT)
DA2T – VHF Contest Juli 2026
Wertungsgruppe 02 – Mehrmann
In den Juli Contest 2026 sind wir wieder in der Wertungsgruppe 02 Mehrmann auf
144 MHz gestartet. Contest Operator - DG4KLK, DH5NT, DK5PF und DL1YEM.
Die Funkbedingungen am Wochenende waren befriedigend bis gut. Insbesondere
nach England und in die Schweiz konnten wir mehr Verbindungen loggen als beim
letzten Wettbewerb. Die Wetterlage in Ottenstein war an beiden Tagen gut, aber sehr
windig. Am Sonntagnachmittag gab es etwas Regen, das hat den Funkbetrieb aber
nicht beeinträchtigt.
Antennenseitig wurde die 8fach Quad und die 4er Gruppe auf dem UKW Mast
eingesetzt. Im Funkraum waren der ICOM IC-9700 sowie die BEKO PA am Start.
Im Großraum rund um Ottenstein gab es weitere leistungsstarke Conteststationen,
insofern waren Antennenausrichtung und Frequenzwahl etwas anspruchsvoll.
Die weiteste Verbindung (ODX) am Wochenende war wieder der Kontakt nach Italien
zu IQ5NN über eine Distanz von 961 km. 39 Erstverbindungen können wir bei
diesem Contest auf 144 MHz neu in die Statistik mit aufnehmen.
Im Hinblick auf die Punktezahl lag Deutschland mit 41.382 Punkten auf Platz 1, gefolgt von Tschechien
mit 11.002 auf Platz 2 und England auf Platz 3 mit 4.780 Punkten.
Erde-Mond-Erde
Erde-Mond-Erde und Meteorscatter-Verbindungen
Erde-Mond-Erde (EME) im englischen auch Moonbounce genannt, bezeichnet man eine Funkverbindung für die Kommunikation zwischen zwei entfernten Punkten auf der Erde, bei der der Mond als Reflektor verwendet wird.
Das Bild rechts zeigt einige Station die von unserer Clubstation gearbeitet worden
Ein wenig Geschichte dazu.
Das US-amerikanische Militär nutzte diese Technik im Project Diana. Der erste erfolgreiche Empfang von Echos vom Mond gelang John Hibbett DeWitt am 10.Januar 1946 in Fort Monmouth, New Jersey.
Praktische Anwendung fand das Verfahren anschließend zum Beispiel bei der US Navy, die es für Fernschreiber-Verbindungen zwischen Pearl Harbor und dem Hauptquartier in Washington nutzte.
Später wurde diese Technik dann auch von uns Funkamateuren verwendet. 1953 gelang der erste Empfang von Signalen vom Mond.
Meteorscatter ist ein Verfahren zur Steigerung der Reichweite von Funkverbindungen mittels Reflexionen an den Spuren von verglühenden Meteoriden in der Erdatmosphäre. Genauer gesagt an der Ionisierten Erdatmosphäre die beim verglühen entsteht.
Auch hier ein wenig Geschichte.
Die ersten Meteorscatter-Beobachtungen gehen auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück. Hantaro Nagaoka vom Forschungsinstitut für Physik und Chemie in Tokio beschrieb im Jahre 1929 erstmals Reflexionen von Funkwellen an Meteoritenspuren.
Eine erste praktische Anwendung von Meteorscatter erfolgte 1955 bis 1960 durch das JANET-Projekt in Kanada. Hier wurde zwischen Toronto und der kanadischen Provinz Saskatchewaneine eine Distanz von etwa 1000km mittels Meteorscatter überbrückt. Die verwendete Trägerfrequenz betrug 90MHz.
Durch die aufkommende Nutzung von Kommunikations-Satelliten gegen Ende der 1960er Jahre verlor Meterorscatter als Übertragungsverfahren an Bedeutung.
Blitzortung an unserer Clubstation
"Blitzortung.org" ist ein privates Netzwerk zur Ortung elektromagnetischer Signalquellen in der Atmosphäre mit Hilfe von VLF Empfängern. Die Signalquellen sind in der Regel Gewitterblitze. Die Abkürzung VLF (Very Low Frequency) bezeichnet den Frequenzbereich von 3 bis 30 kHz. Die Empfangsstationen zeichnen etwa 200 bis 400 Mikrosekunden der Signale mit einer Abtastrate von über 350 kHz auf. Mit Hilfe von GPS Empfängern werden die Signale mikrosekundengenau registriert und über das Internet zu unserem zentralen Server gesendet. Aus diesen extrem genauen Signalaufzeichnungen und den geographischen Koordinaten der Stationsstandorte werden auf dem zentralen Server die Positionen der Blitzentladungen berechnet.
Link zur Station: Ottenstein Weserbergland (RED)
Quellen Blitzortung.org / lightningmaps.org






















