Was heute in wenigen Sekunden vermittelt werden kann, war zu Ohms Zeiten eine wissenschaftliche Pionierleistung. Ohm gelang es erstmals, elektrische Vorgänge quantitativ zu beschreiben und berechenbar zu machen. Seine Arbeit legte damit einen Grundstein für die Entwicklung der Elektrotechnik, der Nachrichtentechnik und letztlich auch der modernen Informationsgesellschaft.
Für Funkamateure gehört das Ohmsche Gesetz zum täglichen Handwerkszeug. Ob bei der Berechnung von Spannungen und Strömen in Sendern, Netzteilen und Antennenanlagen, bei der Fehlersuche oder beim Verständnis elektronischer Schaltungen: Die von Georg Simon Ohm erkannten Zusammenhänge sind aus dem Amateurfunk nicht wegzudenken.
Obwohl das Gesetz zunächst auf Skepsis stieß, wurde seine Bedeutung später weltweit anerkannt. Heute tragen die internationale Einheit des elektrischen Widerstands, das Ohm mit dem Einheitenzeichen Ω, sowie zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen und Auszeichnungen seinen Namen.
Das Jubiläumsjahr 2026 erinnert an eine Entdeckung, die weit über die Physik hinauswirkt und auch nach zwei Jahrhunderten nichts von ihrer Bedeutung verloren hat. 200 Jahre nach der Veröffentlichung des Ohmschen Gesetzes bleibt Georg Simon Ohms Werk eine unverzichtbare Grundlage für Forschung, Technik und den Amateurfunk.
Bild: Gemälde des Physikers Georg Simon Ohm (Bayerische Akademie der Wissenschaften; gemeinfrei, Ausschnitt)

