Unsere Technik
Der OV A18 Furtwangen betreibt und betreut für die Funkamateure in der Region die folgende Infrastruktur:
Stöcklewald-Turm

DB0WX - Die Brücke über den Schwarzwald
Technische Daten
| Call | DB0WX |
| Standort | Stöcklewald bei Triberg (48°05'N, 08°15'E, 1103 m ü. N.N.) |
| Locator | JN48DC |
| Eingabe | 145,1875 MHz |
| Ausgabe | 145,7875 MHz |
| CTCSS | Sendet mit 136,5Hz auf der Ausgabefrequenz |
| Modulation | Ausschließlich FM (F3E) |
| Aktivierung über 1750 Hz Rufton | |
| Stand alone - keine Anbindungen an andere Systeme | |
Eine der höchsten Relaisfunkstellen für Amateurfunk in Deutschland, DB0WX, Relais Stöcklewald, 1103 m ü. N.N., wurde im Jahr 2025 55 Jahre alt. Im Jahre 1970 wurde von einigen Funkbegeisterten OMs im Schwarzwald-Baar-Kreis die Idee geboren, eine UKW-FM- Relaisfunkstelle auf den Berg zu bauen, um Funkbetrieb aus den Tälern des Schwarzwaldes heraus durchführen zu können. Die Funkstelle wurde zuerst auf dem Kesselberg (1050 m ü. N.N.) im Dreieck Triberg-Furtwangen-St.Georgen, unter großem Einsatz vieler Helfer, aufgebaut. Diese erste Relaisstelle wurde an einem Mast in einem einfachen Blechgehäuse installiert. Leider hatte man immer wieder große Stabilitätsprobleme mit den wechselnden Temperaturen. Die Schneehöhe betrug manchmal bis zu 2 m und Temperaturen unter -20 Grad Celsius waren nichts ungewöhnliches. Die Relaisstelle war eine der ersten im süddeutschen Raum. Der Einzugsbereich des Relais ging schon damals von der Pfalz über Stuttgart/Ulm, Bodensee, Vorarlberg, Schweiz bis in die Vogesen.
Später hatte der damalige Verantwortliche für das Relais, Helmut Hirt, DJ8MY, die Möglichkeit, die Relaisfunkstelle in der Nähe des alten Standortes, in Räumen des Schwarzwaldvereins-Wanderheims am Stöcklewaldturm unterzubringen. Die Antenne konnte nun auf 1103 m ü. N.N. montiert werden und hat somit einen, im wahrsten Sinne des Wortes, hervorragenden Standort. Zuerst arbeitete die Relaisfunkstelle auf der Frequenz 145.800 MHz. Eine Änderung der Frequenz wurde durch die Umstellung der Frequenzzuteilung auf Satellitenfunk notwendig. Zuerst auf 145,6625 MHz. Störungen durch ein Schweizer Relais machten eine weitere Änderung der Frequenz auf die heute noch gültige 145,7875 MHz notwendig. 1994 wurde die Relaisstelle erneuert, es kam eine neue Steuerung mit neuer Technik zum Einsatz.
Nach einem weiteren Umbau 2001 kam die Anlage in ein neues, professionelles Gehäuse, um damit auch zukünftigen Entwicklungen Rechnung tragen zu können. Die Technik bestand damals aus zwei KF161 Taxifunkgeräten als Sender bzw. Empfänger, einer digitalen Steuerung mit Ruftonauswerter und Roger-Piep. Es kam ein Antennenduplexer zum Einsatz, um auf einer einzigen Antenne gleichzeitig Senden und Empfangen zu können. Die Antenne ist ein kommerzieller Typ mit 3 Dezibel Gewinn. Die Ausgangsleistung des Relais beträgt 9W EIRP.
Die Funkgeräte der Relaisstelle wurden 2013 durch 2 neue VERTEX STANDARD 2100 ersetzt, um die Betriebssicherheit weiterhin zu gewährleisten. Die Steuerung besteht im Kern aus einem PIC-Controller und Peripherie. Im Februar 2016 wurde ein neuer 2m-Antennenduplexer, gebaut von Johannes DC5GY, eingebaut und eingemessen. Im Frühjahr 2026 wurde eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) mit 1kWh Kapazität. Damit kann das Relais bis zu 3 Tagen autark betrieben werden.
Der Dank des Relaisverantwortlichen gilt allen Helfern, Unterstützern und Nutzern unserer Relaisfunkstelle DB0WX auf dem Stöcklewaldturm. Nur durch ihren Einsatz ist es gelungen, das Relais Triberg, zu einem der beliebtesten in ganz Süddeutschland werden zu lassen.
Jürgen Ragg , DL1GRJ, März 2026
Sysop und Relaisverantwortlicher: Jürgen, DL1GRJ
CoSysop: Jürgen, DL2KJ

DB0FIS - C4FM&Wirex-X für die Region
Technische Daten
| Call | DB0FIS |
| Standort | Gütenbach-Neueck (48°02'N, 08°10'E, 1000 m ü. N.N.) |
| Locator | JN48BB |
| Eingabe | 430,9375 MHz |
| Ausgabe | 438,5375 MHz |
| CTCSS | ohne |
| Modulation | Ausschließlich C4FM |
| Repeater | Yaesu DR-X1 |
| Antenne | Diamont X-30 |
| Sendeleistung | 10W ERP |
| Wires-X | Node 56285, Room 66285 |
Die Überlegung bei DB0FIS war es das C4FM-System auch hier im Hochschwarzwald zu etablieren. Wir haben hierzu im OV mehrere Systeme verglichen. Damals waren die ausschlaggebenden Argumente die gute Sprachqualität sowie den Amateurfunkcharakter des Systems. Im Vordergrund stand die einfache Bedienung.
Im Jahr 2018 konnten Jürgen DL2KJ und Jürgen DF1GT aus privaten Mitteln einen Yaesu DR-X1 Repaeter erwerben. OM Frank (DG2GG, A34) hat uns die Duplexweiche zur Verfügung gestellt, diese wurde mit Hilfe von Harald (DG7GAH, A14) abgeglichen. Eine geeignete Frequenz zu finden war nicht einfach, da viele schon in den Nachbarländern belegt waren. Am 18.10.2019 erfolgte die offizielle Zuteilung der aktuellen Frequenz.
Die IT-Seite wird von OM Andreas DF1AKR und Dirk DL2DKF betreut. Eine Aktualisierung bzgl. der IT-Sicherheit wurde im Jahr 2025 durchgeführt. Gravierende Sicherheitslücken wurden geschlossen.
Besonderheit:
Wir sind über eine Brücke mit dem YSF-Brandmeisternetz verbunden. Dies wurde zusammen mit Markus (DL1GFM, A14) realisiert.
YSF-Dashboard: db0vs.de/YSFReflector-Dashboard/index.php
Sysop:
Jürgen DF1GT
Andreas DF1AKR

DB0EGT - Klein aber fein
Technische Daten
| Call | DB0EGT |
| Standort | Kesselberg bei St. Georgen (auf 1064m Höhe / 20m über Grund) |
| Locator | JN48DC |
| Eingabe | 431,7500 MHz |
| Ausgabe | 439,3500 MHz (Ablage -7,6 MHz) |
| CTCSS | ohne |
| Modulation | Ausschließlich FM (F3E) |
| Aktivierung über 1750 Hz Rufton | |
| Stand alone - keine Anbindungen an andere Systeme | |
Besonderheit: Gute Reichweite in Richtung Nord/Ost
Verantwortliche: DH0GME (Lizenzinhaber), DC5GY (Technischer Spezialist)
Aktuell befindet sich auf der Clubstation DL0FIS ein Meshcore-Repeater auf der Basis eines Raspberry Pi.
Basiskonfiguration
Als LoRa-Preset verwenden wir für alle Geräte: EU/UK (Narrow), Switzerland (Frequenz: 869.618 MHz; Bandbreite: 62,5 kHz; Spreading-Faktor: 8; Codierungsrate: 8)
Die Codierungsrate kann alternativ auf 5 gesetzt werden. Damit werden weniger Fehlerkorrektur-Informationen in jedes Paket geschrieben, die Pakete werden kürzer und die Übertragung schneller. Da alle Geräte Pakete mit unterschiedlichen Codierungsraten empfangen können, ist eine gemischte Nutzung im Netz möglich.
Um Verwechslungen beim Routing zu vermeiden, empfehlen wir standardmäßig eine Pfad-Hash-Größe von 2 Byte (und somit maximal 32 Hops). Nachrichten mit abweichender Hash-Größe werden trotzdem noch weitergeleitet. Für Companions kann die Pfad-Hash-Größe direkt in den Einstellungen der App auf 2 Byte angepasst werden.
Für Repeater empfehlen wir bei der Einrichtung folgende Befehle (genauere Infos unter https://docs.meshcore.io/cli_commands/):
- set path.hash.mode 1 – Pfad-Hash-Größe auf 2 Byte
- set loop.detect moderate – Verwirft Pakete, die in einer Schleife stecken, und schützt so vor Paketfluten
- set flood.max 10 – Begrenzt die maximale Hop-Anzahl für Flood-Pakete auf 10, um das Netz lokal zu halten
- set dutycycle 10 – Begrenzt den Duty-Cycle auf die gesetzlich vorgeschriebenen 10% auf 869 MHz
- set flood.max.unscoped 3 – Begrenzt die Hop-Anzahl für Pakete ohne zugewiesene Region (unscoped) auf 3, um unkontrollierte Weiterleitung solcher Pakete zu verhindern
- set rxdelay 3 – Verzögert die Weiterleitung von Paketen mit schwachem Signal, damit der am günstigsten positionierte Repeater zuerst weiterleitet; reduziert Kollisionen
- set txdelay 0.8 – Zufällige Sendepause zur Kollisionsvermeidung für normale Standorte; für exponierte Standorte (Berge, Türme) empfehlen wir 2.0 (Standard: 0.5)
- set direct.txdelay 0.4 – Dasselbe wie txdelay, aber für direkt geroutete Pakete; für exponierte Standorte empfehlen wir 2.0 (Standard: 0.2)
- region default de-bw – Setzt die Standardregion des Repeaters, siehe Erklärung:
Regionen
Um das Netz effizient zu strukturieren, kommen in Meshcore Regionen zum Einsatz. Diese dienen dazu, die Reichweite von Nachrichten gezielt zu begrenzen und das Netz nicht unnötig zu belasten. Es sollte daher für jede Nachricht immer die kleinstmögliche Region (Scope) in der App ausgewählt werden. Bei der Einrichtung eines neuen Repeaters müssen die Regionen in der Konfiguration hinterlegt werden. Für Anwender können die Regionen in der App unter dem Punkt „Werkzeuge / Tools“ von den Repeatern in der Nähe auf die Companions heruntergeladen oder alternativ manuell eingestellt werden.
Bei den Regionen in Meshcore orientieren wir uns an dem Wiki https://meshcore-de.fyi/meshcore:allgemeines:regions:reale-regions-in-repeatern:
- Freiburg, Südbaden, Schwarzwald
- Schwarzwald-Baar-Heuberg
- Teils Allgäu, Bodensee, Oberschwaben
Somit sind insgesamt aktiv:
- Überregional:
- europe (Europa)
- de (Deutschland)
- de-sued (Süddeutschland)
- de-bw (Baden-Württemberg)
- de-abo (Allgäu, Bodensee, Oberschwaben)
- suedbaden (Freiburg, Südbaden, Schwarzwald)
- upper-rhine (Oberrhein)
- de-bw-sbh (Schwarzwald-Baar-Heuberg)
- Lokal:
- de-bw-em (Emmendingen)
- de-bw-fr (Freiburg / Breisgau-Hochschwarzwald)
- de-bw-loe (Lörrach)
- de-bw-muel (Müllheim)
- de-bw-og (Offenburg / Ortenaukreis)
- de-bw-rw (Rottweil)
- de-bw-tut (Tuttlingen)
- de-bw-vs (Villingen-Schwenningen)
- de-bw-wt (Waldshut)
Um sich über bestimmte Themen auszutauschen, gibt es in Meshcore verschiedene Hash-Kanäle, denen jeder beitreten kann.
Folgende Hash-Kanäle gibt es bei uns:
- #test
- #ping (hier kann man ein Ping senden und evtl. antwortet ein Bot)
- #suedbaden
- #wetter (hier kann das Wetter abgefragt werden und evtl antwortet ein Bot mit den Wetterdaten)
- #sbh (mit der Region de-bw-sbh)
- #test-bw (mit der Region de-bw)
- #ping-bw (mit der Region de-bw)
- #netzstatus
- #hamradio
- #qrv
Für Rückfragen zu Meshcore könnt ihr euch gerne an Aurelio (DK5AD) und Felix (DO2FF) wenden.
Auf der Clubstation DL0FIS ist ein WebSDR (genauer: ein OpenWebRX+) für das 2m Amateurfunkband aktiv. Um das SDR zu nutzen, klick bitte einfach auf das Bild bzw. verwende die folgende URL: http://a18db0fis.ddnssec.de:8073/
Auf der Clubstation ist ein APRS iGate (RX-only) für das 2m Band (144,800 MHz) aktiv. Wir verwenden Direwolf auf einem Raspberry-Pi mit einem älteren Yaesu-Handfunkgerät und speisen die empfangenen Signale in das APRS-System (https://aprs.fi/info/a/DB0FIS-10) ein.





