WRC-23 aus TV-Sicht

In CQ DL 3-2024 wird ausführlich über die WRC-23 (20.11. bis 15.12.2023) berichtet aus Sicht und für die Interessenlage des Amateurfunks. Um die kommerzielle Nutzung des immer knappen Gutes Frequenz berieten und stritten sich jedoch in Summe 4000 Delegierte. Für Fernsehamateure, die immer auch einen Blick auf die kommerziellen Fernsehsender werfen, dürfte in Zeiten zunehmender Streaming-Dienste und der in Rede stehenden Transformation von DVB-T2 nach 5G-TV von Interesse sein, ob und wie sich die Weiterentwicklung der Betriebsart Fernsehen als Broadcast abzeichnet.

Am 19. Februar 2024 berichtete im “Tech-Talk” der FKTG (Gesellschaft für Elektronische Medien) und der bmt (Bayerische Medien Technik), Jochen Mezger, ARD, über Verlauf, Ergebnisse und Folgen der WRC-23 speziell aus Sicht des kommerziellen Fernsehens. Im Mittelpunkt steht wie immer die weitere Verwendung des UHF-Bereiches, denn hier wurden als “Digitale Dividende” schon zweimal Bereiche entnommen. Der Frequenzhunger der Mobilfunkdienste ist enorm und länderspezifisch unterschiedlich. Letzten Endes müssen sich in Tag- und oft auch Nachtsitzungen alle Länder einigen. Am Ende wurde ein Staatsvertrag unterzeichnet. Der Sitzungsteilnehmer, gleichzeitig Berichterstatter, betonte, dass die WRC das internationale Zusammenspiel regelt. Sofern aber keine Nachbarn betroffen sind – was in großen Staaten leicht der Fall sein kann – können innerstaatlich eigene Regeln gelten.

Berichtet wird auch von neuen Anwendungen auf Basis LEO- und MEO-Satellitendiensten oder fliegenden Basisstationen. Man rechnet mit bis zu einer Million niedrig fliegender Satelliten. Neue Konstellationen bzw. Anwendungen ergeben sich im Hinblick auf Naturkatastrophen bzw. Klimaschutz. Es klingt fast wie ein Bonmot: Die Funkwelt unterteilt die Erde bekanntlich in drei Regionen; nächstens kommt die Region 4 hinzu: der Mond.

Der 40-minütige Bericht, in Chats abgefasst und kommentiert, kann abgerufen werden unter dem YouTube-Link https://www.youtube.com/watch?v=Jy8Uir8nVhU

Leider ist die anschließende Diskussion nicht mit aufgezeichnet. Es war zu erfahren, dass die Bezeichnung 5G-TV/5G-Broadcast zu Missinterpretationen geführt habe, nämlich dass Fernsehen von manchen Ländern verdächtigt wurde, in die Nähe des Mobilfunks gerückt zu werden. Um dem zu entgehen, soll 5G-TV nächstens als “System L” bezeichnet werden. Anmerkung vom hier berichtenden DH6MAV: 5G-TV ist kompatibel zum 5G-Mobilfunkstandard, die Programmveranstalter sind aber nicht die Mobilfunkprovider. Gleichwohl lassen sich leicht “technische Brücken” herstellen, sei es für Werbung oder Nutzungsmessungen.

Autor: Klaus Welter, DH6MAV

 

Aus ATV-Newsletter 153

ATV in QST – vor fast 100 Jahren!

Skip, K1NKR, hat uns gerade diesen Fund aus alten QSTs geschickt. „Hallo Jim. Ich genieße immer noch Deine Rundbriefe. Du leistest einen großen Dienst für die Gemeinschaft.

Eines der Dinge, die ich in letzter Zeit in Angriff genommen habe, ist das Sammeln einer Geschichte der Kongresse, die von der ARRL New England Division abgehalten wurden. In diesem Jahr feiern wir unser hundertjähriges Bestehen. Nicht 100 Kongresse, sondern 100 Jahre Kongresse. Wir sind auf einer großen Expansionskampagne, wenn man bedenkt, dass wir die einzige große (Amateurfunk-)Versammlung östlich von Dayton und nördlich von Washington/DC sind.
https://hamxposition.org/

Ich habe vor meinem örtlichen Club und auf der letztjährigen Konferenz einen sehr grundlegenden Vortrag über unsere Bildmodi gehalten. Bei der Vorbereitung darauf wurde mir klar, wie früh das Interesse am „Fernsehen“ in der Amateurgemeinschaft geweckt wurde. Beachte den beigefügten QST-Leitartikel vom Mai 1930.“

Skip Youngberg, K1NKR, Malborough, MA

Mai 1930, QST-EDITORIAL

„Interessiert sich jemand für die Faksimile-Übertragung durch Funkamateure? Sie ist in unseren Bändern 1715-2000 kHz und 56 MHz zugelassen, aber wir haben noch nie von Amateuren gehört, die damit experimentiert haben. Wenn ein preiswerter Apparat entwickelt werden könnte, würde er unserer Meinung nach die Möglichkeit für eine neue Form der Amateurkommunikation bieten: das Zeichnen von Bildern beim Gegenüber. Wir haben uns überlegt, dass man Zylinder, Zahnräder und fotoelektrische Zellen mit einem Amateurgerät umgehen könnte, das breites, aufgerolltes Rechenmaschinenband verwendet und in kurzen Strichen über das Band scannt. Nehmen Sie Ihren Füllfederhalter, schreiben Sie Ihre Nachricht mit Karbontinte, stecken Sie das Ende des Bandes in Ihren Sender und beobachten Sie, wie es losbrummt. Viele Gespräche unter Amateuren drehen sich um die Aufnahme von Haustieren oder um Kleinigkeiten in einer Schaltung. Was liegt da näher als die Fähigkeit, die Schaltung zu zeichnen, möglicherweise mit einem großen Pfeil, der zu dem besprochenen Teil führt, und entsprechenden Randbemerkungen über die relative Abwesenheit von Intelligenz in der eigenen Korrespondenz?

Eines der größten Probleme bei der Fernseh- und Bildübertragung ist die Synchronisation. Wird sie dem Zufall überlassen, ist das Ergebnis hoffnungslos. Die wenigen Methoden, die für die Synchronisation über Funk entwickelt wurden, sind sowohl kompliziert als auch teuer, so dass sie eine Beteiligung von Amateuren praktisch ausschließen. Wir haben einen Gedanken, den wir dazu vorbringen wollen. Wenn der 60-Herz-Saft überall gleich wäre, gäbe es das Problem nicht. Synchronmotoren würden die Synchronisation sicherstellen. Warum haben wir keine nationale Norm für „60 Hz“? Unserer Meinung nach ist dies eine Aufgabe für das Bureau of Standards. Sie haben die nationalen Normen für Gewicht und Maße, von denen alle unsere Arbeitsnormen abgeleitet sind. Dieser 60-Hz-Standard ist etwas anders. Er existiert nur, wenn er schwingt. Er gehört in die Klasse der Standardfrequenzsignale. Es sollte ein Normalfrequenzsignal sein. Da haben wir es!

Warum sollte die Regierung nicht eine oder mehrere Radiostationen einrichten, die kontinuierlich laufen und deren Ausgänge mit dem nationalen Standard für 60 Hz moduliert werden, um als Standard nicht nur für die Periodizität, sondern auch für die Phase zu dienen? Diese HF-Signale könnten überall empfangen werden, und alle Energieversorgungsunternehmen könnten sie zur Steuerung ihrer Leistung verwenden. Auf diese Weise wären alle 60-Hz-Ausgänge im Lande synchron und phasengleich, die Zeitmessung würde automatisch erfolgen, und die Synchronisierung würde als Problem bei der Fernseh- und Bildübertragung verschwinden.

K.B.W.“

TV-Zeitleiste

1925 – QST berichtet über TV-Experimente mit mechanischer Abtastung
1926 – John Blair in Schottland demonstriert das erste funktionierende Fernsehgerät mit mechanischer Abtastung.
1927 – Philo Farnsworth erhält das erste Patent für ein rein elektronisches TV-System mit Abtastung
1929 – Erste Fernsehsendung der BBC in London
1939 – Erste Live-TV-Übertragung in den USA durch NBS in New York City
1940 – Erstes Amateurfunkfernsehen-Zweiwege-QSO in New York City zwischen W2USA und W2DKJ, Duplex auf 56 und 112 MHz.
1941 – Die FCC gibt den NTSC-Fernseh-Standard heraus. Der Standard wird in Stein gemeißelt und bleibt über 60 Jahre lang bestehen.
1941-45 – Zweiter Weltkrieg, die TV-Entwicklung ruht.
1946-50 – Großer Aufbau von Fernsehsendern in allen größeren (US-)Ballungsräumen.
1948 – Funkamateure in der Bucht von San Francisco senden NTSC-TV auf dem 70-cm-Band.
1950 – Ed Tilton berichtet in der Juni-Ausgabe der QST über große Amateurfernseh-Aktivitäten in den USA, Großbritannien und Holland.
1953 – Farbfernsehen wird eingeführt, kompatibel mit Schwarzweißfernsehen – die einzige größere Änderung gegenüber S/W-NTSC.
1957 – Cop McDonald, VY2CM, entwickelt Slow-Scan-TV für den Einsatz auf Kurzwelle.
1968 – Japan beginnt mit der Entwicklung von analogem HDTV.
1986 – USA und Europa lehnen Japans Vorschlag für ihr analoges HDTV-System ab.
1987 – Die FCC gründet das ATSC zur Entwicklung des digitalen Fernsehens.
1991 – Beginn der DVB-Entwicklung in Europa.
1991-92 – FCC führt Feldversuche für konkurrierende digitale und analoge HDTV-Systeme durch.
1993 – Verabschiedung des MPEG-2-Videokodierungsstandards.
1993 – Europa wählt DVB als sein Digital-TV-System (und entwickelt DVB-T-errestrisch).
1996 – Die FCC wählt das 8-VSB-System von ATSC für die Ausstrahlung von (terrestrischem) DTV in den USA mit einer 10-jährigen Übergangszeit von analog zu digital.
1999 – „Sinclair Broadcasting“ stellt die Bevorzugung von 8-VSB gegenüber DVB-T in Frage. Feldtests zeigen die Überlegenheit von DVB-T beim Empfang in Innenräumen mit einfachen Antennen. Die FCC lehnt die Petition ab.
2009 – Die USA stellen (terrestrisch) vollständig vom analogen Fernsehen auf Digital-TV (8-VSB) um.

Jim Andrews, KH6HTV, Boulder, Colorado

Quelle: https://kh6htv.com/newsletter/

Passender Linktipp:
Warum sind Fernseher so billig?
https://www.youtube.com/watch?v=-nkwWTqoYiA

Aus ATV-Newsletter 152

Hi-Des HV-110 Receiver Computersteuerung

Ich befinde mich noch in der Testphase für den Umbau eines der lokalen Repeater. Ich war auf der Suche nach einem Empfänger, den ich irgendwo aufstellen und fernsteuern kann. Ich wollte den Hi-Des HV-110-Empfänger verwenden, musste aber einen Weg finden, ihn fernzusteuern (der ja bekanntlich nur über eine Infrarot(IR)-Fernbedienung gesteuert wird). Calvin von Hi-Des sagt zwar, dass er über die Onboard-Pins irgendwie steuerbar ist, aber er ist nicht ins Detail gegangen, und ich wollte keine Möglichkeit dafür entwickeln. Ich verwende einen MicroPC mit Win11 (mehr dazu später), der zur Steuerung mit dem Internet verbunden ist.

Mit einer Software namens "IRCommand2" konnte ich eine Benutzeroberfläche für die Hi-Des-Fernbedienung erstellen. Die Lite-Lizenz für 10 $ war alles, was ich brauchte, um das zu tun, was ich brauchte, und nicht die teurere Volllizenz. Ich hatte gehofft, einen der vielen alten MCE-IR-Dongles verwenden zu können, die ich noch aus meiner Zeit mit dem Microsoft Media Player herumliegen hatte. Die Software hat einen speziellen Treiber für diese Dongles. JEDOCH, das geht nicht. Der Autor der Software hat mir sofort geantwortet, nachdem ich ihn über die Kontaktadresse auf der Webseite angeschrieben hatte. Es stellte sich heraus, dass Microsoft gerade die MCE-Treiber in einem der letzten Win 11-Updates beschädigt hat, und da sie den Media Player vor einer Weile aufgegeben haben, sind sie nicht daran interessiert, ihn zu reparieren. Mit Windows 10 würde aber alles noch funktionieren. Er schlug vor, dass ich ein USB-UIRT-Modul kaufe, das er immer noch für seine Software-Updates verwendet. Ich habe es bestellt und es funktioniert einwandfrei.

Ich habe dann den HDMI-Ausgang des HV-110 durch einen HDMI-Splitter geleitet, um sowohl den lokalen Monitor als auch den MicroPC über einen USB-Dongle zu versorgen. Der schwierigste Teil war das Erfassen der tatsächlichen IR-Signale und die Einrichtung der Benutzeroberfläche-Tasten. Die Fernbedienung verwendet das NEC1-IR-Protokoll, aber die Software will RAW-IR-Daten. Also habe ich die NEC-Codes erfasst und in RAW konvertiert und dann meine Tasten manuell bearbeitet. Mit diesem Setup kann ich alle Funktionen des Hi-Des HV-110 fernsteuern und ändern, ihn ein- und ausschalten und sogar seine Firmware aktualisieren, wenn ich mutig genug bin :). Ach ja, ich streame auch die HV-110-Ausgabe vom MicroPC mit VDO-Ninja, so dass ich das Video überwachen kann, ohne mich überhaupt am MicroPC einzuwählen. Als nächstes werde ich versuchen, dies mit einem Raspberry Pi zu replizieren und meinen MicroPC nicht zu blockieren. Aber für den Moment wird das reichen. Ich fühle mich mit Windows sowieso wohler. Ich hoffe, dass sich dies für jemanden als nützlich erweisen wird, falls er seine HV-110-Empfänger fernsteuern möchte. Es hat mich einige Wochen Kopfzerbrechen gekostet, bis das ganze IR-Zeug richtig funktionierte.

John Kozak, K0ZAK, Reisterstown, Maryland


Neues Antennenmodell 70cm/23cm WB11

Colin, WA2YUN, hatte die Antenne beim Surfen im Internet gefunden. Er kaufte eine zum Testen und ließ sie uns freundlicherweise prüfen. Fazit: Eine ausgezeichnete Antenne, sehr robuste Konstruktion. Sehr gut dokumentiert mit sehr detaillierten Spezifikationen auf ihrer Website: 
https://antennas-amplifiers.com/dualband-70cm-23cm-antenna-two-connectors-70cm23wb11/

Außerdem sind die Angaben recht genau. Wir haben festgestellt, dass sie die Spezifikationen für den Gewinn erfüllt. Es werden 8,1 dBi für das 70-cm-Band und 11,4 dBi für das 23-cm-Band angegeben. Wir haben u.a. gemessen: 435 MHz = 7,2 dBi, 1255 MHz = 11,8 dBi, 1291 MHz = 11,0 dBi.
Wir sind der Meinung, dass dies eine ausgezeichnete Antenne für jeden Funkamateur ist, der eine Yagi für beide Bänder mit zwei Anschlüssen sucht. Sie wäre ideal für Notfunk-Gruppen als Ergänzung zu ihren ATV-Paketen für den mobilen Einsatz im Feld. Außerdem ist diese Antenne definitiv nicht für den Geldbeutel schädlich. Ihr Preis beträgt 139 € (Euro).

Jim Andrews, KH6HTV, Boulder, Colorado

Quelle: US-amerikanischer Newsletter für ATV-Freunde, Ausgabe 152

Antenne 70cm_23cm WB11

Afu-Atlantik-Brücke

Frank Zeppenfeldt, PDØAP, ESA-Angehöriger, berichtete gegenüber der AMSAT-UK auf einem kürzlich gehaltenen Kolloquium von der Möglichkeit der Platzierung eines Transponders auf einem geostationären Satelliten über dem Atlantik, um so die USA und Kanada von Europa aus erreichen zu können. Unser QO-100 soll dafür Vorbild sein. Amateurfunk-Nutzlast auf Satelliten diene sowohl dem Funkbetrieb als auch der Ausbildung. Am technischen Konzept würden AMSAT-USA und AMSAT-CA beteiligt, wie die maßgebenden VE4SW, Präsident, und VA7QF, Techn. Direktor, bestätigten und sie dazu Initiativen auf der für 2024 avisierten „World Satellite Business Week“ ergreifen wollten.
Wie verlautet, will die European Space Agency (ESA) die Voruntersuchungen mit 250 000 Euro unterstützen! Im Gespräch ist bisher ein Uplink bei 5,6 GHz, der Downlink auf 10 GHz.

Die Präsentation von PDØAP mit zahlreichen Charts kann hier betrachtet werden (AMSAT-UK, auf YouTube, 15 Min. engl.): https://www.youtube.com/watch?v=_FTvlEyDa1Y

Vy 73, Klaus, dh6mav

Info-Quelle: US-amerikanischer Newsletter für ATV-Freunde, Ausgabe 151

Gute Neuigkeiten über Hi-Des-Produkte

Nun, nach ein paar Jahren extremer Frustration, glaube ich, dass ich endlich in der Lage bin, einige wirklich gute Neuigkeiten über die aktuellen Hi-Des DVB-T-Produkte zu verkünden www.hides.com.tw

 Vor kurzem musste ich mehrere Hi-Des-Modulatoren und -Receiver für Kunden kaufen. Als sie ankamen, hatten sie alle Probleme. Einige waren nur geringfügig, aber einige waren so schwerwiegend, dass sie gar nicht funktionierten. Glücklicherweise reagieren die Leute bei Hi-Des sehr schnell auf E-Mail-Anfragen und Beschwerden. Der wichtigste Ansprechpartner bei Hi-Des ist Calvin Yang. Wenn Sie jemals Probleme mit Ihren Hi-Des-Geräten haben, wenden Sie sich an Calvin unter: calvin@hides.com.tw

In den letzten Jahren hatte ich Probleme mit den Hi-Des-Empfängern, aber nicht mit dem HV-320-Modulator. Daher war ich überrascht, als bei der letzten Lieferung ein kleines Problem mit den Tasten zum Hoch- und Runterschalten des Kanals auftrat, die nicht funktionierten. Calvin hatte kürzlich angekündigt, dass sie nun eine neue Version, den HV-320B, ausliefern würden. Glücklicherweise konnten sie aufgrund meiner Rückmeldung schnell eine neue Firmware-Version auf den Markt bringen.

Bei den Hi-Des-Empfängern HV-110 und HV-120-1.2G gab es weitaus schwerwiegendere Probleme. Aber Calvin und die Hi-Des-Ingenieure haben endlich auch für diese Geräte eine funktionierende Firmware entwickelt. Wenn also einer von euch ATV-Funkern in den letzten Jahren Hi-Des-Geräte gekauft hat und mit deren Leistung unzufrieden war, empfehle ich euch, Calvin zu kontaktieren, um ein Update der Firmware zu erhalten. 

Zusammenfassung - Dies sind die neuesten Versionen der Hi-Des-Firmware, die endlich "fehlerfrei" zu sein scheinen und bei mir tatsächlich funktioniert haben:
HV-110 Receiver f/w 0.0.1.72.171
HV-120-1.2G Receiver f/w 0.0.5.72.171
HV-320B Modulator f/w 0.0.3.5.56 (Achtung: nur für die B-Version)

 

Technische Leistung 
Da ich die neuen Hi-Des-Modulatoren und -Empfänger zur Hand hatte, beschloss ich, sie einer umfassenderen Bewertung zu unterziehen, um zu wissen, wie gut die aktuelle Produktion funktioniert. Ich habe sie sowohl mit 6 MHz als auch mit 2 MHz Kanalbandbreite getestet. Hier ist eine Zusammenfassung meiner Ergebnisse.
 
HV-110-Empfänger: 
Preis = $119, Frequenzbereich = 170 - 950 MHz, Stromaufnahme ca. 200 mA bei +13,8 Vdc. Ich habe die Empfindlichkeit des Empfängers bei der digitalen Schwelle auf den Bändern 70 und 33 cm gemessen und meine Standard-Testbedingungen verwendet: Transmitter Config = 6 MHz BW, QPSK, 8K FFT, 5/6 Code Rate (FEC), 1/16 Guard. Medienkonfiguration = HDMI, H.264, 1080P, 5,5 Mbps, 60 GOP, 30 fps + Audio MPEG-2, 96 kbps. 
Ich habe festgestellt, dass die auf dem Bildschirm angezeigte HF-Leistung, die in dBm angezeigt wird, mit einer Genauigkeit von ±2 dB arbeitet, außer bei sehr schwachen Signalen. Die Empfindlichkeit des Empfängers lag bei einem digitalen Schwellenwert S/N von 8 dB, der ein solides P5-Video und Q5-Audio ohne Einfrieren des Bildes lieferte. Bei 70 cm betrug die Empfindlichkeit -96 dBm, bei 33 cm etwa -95 dBm. Ich habe auch die Empfindlichkeit bei 70 cm mit 2 MHz Bandbreite (niedrigere 720P-Auflösung und 1,5 Mbps) getestet. Sie wurde mit -101 dBm erheblich verbessert, eine Steigerung um 5 dB bei S/N = 7 dB. Ein rauscharmer Vorverstärker würde diese Werte noch ein wenig verbessern.

 

HV-120-1,2GHz-Empfänger: 
Preis = $259, Frequenzbereich = 100 MHz bis 2,65 GHz mit einem eingebauten 1,2-GHz-SAW-Filter. Der Stromverbrauch beträgt 330 mA bei +13,8 VDC. Die Anzeige der HF-Leistung auf dem Bildschirm erfolgt in dBm, sie ist jedoch nicht genau. Bei einer Änderung des HF-Eingangs um 1 dB wird eine Änderung von 1 dB angezeigt. Die Messwerte selbst weichen jedoch sehr stark vom tatsächlichen Wert ab. Der Offset-Korrekturfaktor ändert sich mit jedem Band und jeder Bandbreite. Er muss für jedes Band kalibriert werden. Der größte Fehler trat auf dem 23-cm-Band auf, wo das Bildschirmmenü einen um etwa 21 dB zu hohen Wert anzeigt. 
Die digitale Schwellenempfindlichkeit des Empfängers wurde ebenfalls gemessen. Die Ergebnisse waren: 70 cm = -97 dBm, 33 cm = -96 dm, 23 cm = -90 dBm, und 13 cm = -51 dBm. Bei 2 MHz BW beträgt die Empfindlichkeit bei 70 cm = -103 dBm. Die sehr schlechte Empfindlichkeit bei 13 cm (2,4 GHz) war zu erwarten, da in diesem Modell ein 1,2-GHz-SAW-Vorselektorfilter eingebaut ist. Die 23-cm-Empfindlichkeit könnte erheblich verbessert werden, wenn man einen guten, rauscharmen Vorverstärker vor dem Empfänger einsetzen würde.

 

HV-320B Modulator: 
Preis = $399, neues überarbeitetes Design, bezeichnet als "B"-Version. Frequenzbereich = 100 MHz bis 2,65 GHz, Stromaufnahme 500 mA bei +13,8 Vdc Der Hauptunterschied zur vorherigen "E"-Version war eine um +3 dB höhere HF-Ausgangsleistung. Ich habe die Ausgangsleistung mit einem HP-432A-Leistungsmesser mit einem HP-478A-Thermistor-HF-Leistungsmesskopf gemessen. Ich stellte das interne Dämpfungsglied auf 0 dB und verwendete 6 MHz BW und QPSK-Modulation. Die Ergebnisse waren: 70 cm = +10,5 dBm, 33 cm = +8 dBm, 23 cm = +8 dBm, 13 cm = +3 dBm. 16QAM und 64QAM ergaben leicht unterschiedliche Werte. 16QAM war typischerweise +1,5 dB stärker, 64QAM war typischerweise -1 dB schwächer.
Bei maximaler HF-Ausgangsleistung (atten = 0 dB) zeigt sich, dass der Ausgangsverstärker beginnt, das Signal zu verzerren. Dies zeigt sich in einer Zunahme der störenden Schultern, die außerhalb des Kanals liegen. Bei 0 dB betrugen die Schultern -37 dB. Bei einer internen Dämpfung von -3 dB verbesserten sich die Schultern um 6 dB auf -43 dB. Bei einer Dämpfung von -6 dB oder mehr war keine wesentliche Verbesserung mehr festzustellen (Bild unten). Eine andere Verbesserung bei diesem neuen "B"-Modell ist das Videotestbild, das übertragen wird, wenn kein Videoeingangssignal vorhanden ist. In der Vergangenheit wurde eine einfache Schwarzweiß-Textmeldung "Kein Video" angezeigt. Mit der "B"-Version erhalten wir nun ein wirklich schönes Farbbalkentestbild. Ich hoffe, diese Informationen sind für unsere ATV-Newsletter-Leser von Nutzen.

 

Jim Andrews, KH6HTV, Boulder, Colorado (USA)
Quelle:  kh6htv.com/newsletter/
 

Juni: DATV-Aktivität in Spanien & Italien, IARU-Region1-ATV-Kontest

ISS-HamTV-Einheit

 

Das „mobile Team“ wird von mir – IZ5TEP, von IW1QEF und von IU1BOT gebildet. Es wird ein angehender Funkamateur bei uns sein, den Sie später kennenlernen werden, und wir werden folgende „Operatoren“ als Anlaufstellen für Italien haben: IK2OWU und IT9HZM am Monte Beigua in Ligurien sowie IT9FKD, IT9BDM, IT9GAJ, IW9GUR, IT9FUR, IW9ARO, IT9GNJ, IT9SWH in den Monti Peloritani bei Messina,Sizilien.
Der spanische Standort wird nicht in Barcelona, sondern in Alicante sein, so dass ein Transfer erforderlich sein wird – Zeit, sich einzuleben, und am Freitag werden wir die Ausrüstung und den Standort testen. Die Reise mit dem Wohnmobil wird nicht die einfachste sein – wir haben viele Stunden Fahrt vor uns, bevor wir in Alicante ankommen. Die Ausrüstung erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, aber wir sind 4 Personen – das beunruhigt mich nicht allzu sehr. Wir werden auch eine QO-100-Satellitenübertragung einrichten, so dass jeder die Möglichkeit hat, uns zu verfolgen.
Am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Juni, werden wir am IARU-R1-ATV-Wettbewerb teilnehmen. Für alle, die mitmachen wollen, wird es auf der Facebook-Seite von ATV Italia eine interaktive Karte geben, auf der sich jeder über den unten stehenden Link registrieren und durch die Eingabe seiner Position und der Modulations-Art teilnehmen kann.
https://www.facebook.com/groups/atvitalia

Filippo, IZ5TEP, Viareggio, Italia
 


IARU Region 1 – ATV-Kontest

ATV-Funkamateure in der Region 1 sollten sich den 10. und 11. Juni in ihren Kalendern markieren. Der ATV-Wettbewerb ist für das 2. Juni-Wochenende geplant. Alle Einzelheiten finden Sie auf der BATC-Webseite unter:
https://wiki.batc.org.uk/IARU_ATV_contest
Zitat:
„Es wird nur eine einzige Sektion geben, die sowohl tragbare als auch Heimstationen umfasst. Bitte verwenden Sie das Eingabeformular hier:
https://wiki.batc.org.uk/File:ATV-contest-log-callsign-20230610.xls
Die normalen Kontest-Regeln finden Sie unter
https://wiki.batc.org.uk/images/5/5c/2022_ATV_Contest_Rules.pdf
Die Wettbewerbseinträge (Logs) sollten bei Ihrem nationalen Koordinator eingereicht und dann an mich weitergeleitet werden. Falls Sie Ihren nationalen Koordinator nicht erreichen können, nehme ich Anmeldungen auch direkt über die E-Mail-Adresse atv@iaru-r1.org entgegen.

Bitte gebt dies an alle potenziellen Teilnehmer weiter – nur für 2 Tage müssen wir die Leute vom QO-100 weg und zu den übrigen ATV-Bändern bringen!

Dave, G8GKQ, IARU Region 1 ATV Contest Koordinator

Quelle: ATV-Newsletter 128


10-Meter-Band – Transatlantisches DATV

Ich konnte tatsächlich im Dezember einen sehr kurzen Burst eines Full-Motion-Videos von Mike, G0MJW, empfangen. Eines Morgens empfing ich zahlreiche Einzelbilddekodierungen von ihm, dann stand er plötzlich von seinem Stuhl auf und ging durch sein Shack. Ich bezweifle, dass dies länger als 5 bis 10 Sekunden dauerte, aber es war in voller Bewegung und zeigte, dass es mit besserer Ausrüstung möglich ist. Es ist eine Schande, dass ich nicht in der Lage war, es aufzuzeichnen, denn es kam völlig unerwartet.

John, K0ZAK, Maryland, USA


 

ISS-HamTV-Einheit repariert

Das Gerät im 2. Bild oben ist das reparierte HamTV-Sendemodul, das mit einer Cignus-Rakete zurück zur ISS geflogen werden soll, die nun Ende Mai starten soll. Der ursprüngliche Zeitplan sah Mitte April vor, aber andere Prioritäten der NASA haben Vorrang. Wie Sie sich vielleicht erinnern, wurde dieser Sender in das ISS-Columbus-Modul installiert und für viele ARISS-Projekte  mit Schülern verwendet, bis ein elektronischer Defekt den Betrieb stoppte. Nachdem festgestellt wurde, dass der Fehler nicht in der ISS repariert werden konnte, wurde das Gerät im Rahmen einer Space-X-Rückholmission zur Erde zurückgebracht. Eine terrestrische Inspektion ergab, dass es sich bei dem defekten Bauteil um einen programmierbaren FPGA-IC handelte. Er wurde ausgetauscht, wodurch der Sender wieder betriebsbereit ist. Aufgrund eines Softwarefehlers im ursprünglichen Sender konnte jedoch nur ein leerer Videobildschirm übertragen werden. Er wurde mit einer speziellen Software in den Empfängern der Bodenstation "behoben", aber die war "fehlerhaft". Jetzt zurück auf der Erde hatten sie (bei Kayser-Italia) die Gelegenheit, die Software des ISS-Senders zu korrigieren, damit Standard-DTV-Empfänger verwendet werden können. Der beängstigende Punkt ist, dass die Reparaturen dazu führen könnten, dass die gesamte Einheit eine Neuzertifizierung erfordern würde, die 6 Monate oder länger dauern könnte. Glücklicherweise war dies nicht erforderlich, sondern nur eine Betriebsprüfung, um sicherzustellen, dass es keine Probleme durch HF-Interferenzen mit anderen ISS-Geräten gab.

So viel zum HamTV-Hauptsender, aber der ID-Generator, den ich für die Verwendung mit HanTV entwickelt habe, ist ist eine andere Geschichte. Da es sich bei diesem Teil um ein neu entwickeltes Gerät handelt, muss es einer vollständigen Analyse und Sicherheitsprüfung unterzogen werden. Deshalb wurde beschlossen, den HamTV-Sender so schnell wie möglich auszuliefern und und den ID-Generator später zu versenden, wenn er flugtauglich zertifiziert ist. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Gerät den Test bestehen wird. da ich einen Vorzertifizierungstest in einer reflexionsfreien Kammer hier in Columbus, Ohio, durchgeführt habe, um sicherzustellen, dass es NASA's HF-Tests besteht. Ein weiterer Grund, das HamTV-Gerät so früh wie möglich hochzuschicken, war, dass eine ältere Kamera mit nur NTSC-Videofähigkeit in der ISS aufbewahrt wird, bis der ID-Generator verfügbar ist. Die neuen Kameras, die die NASA jetzt einsetzt, sind 6000-Dollar-Geräte mit "nur" HDMI-Ausgängen. Der ID-Generator ist erforderlich, um den HDMI-Ausgang der Kameras in NTSC-Composite-Video für den HamTV-Sender umzuwandeln. Zusätzlich zu der Umwandlung von HDMI in Composite-Video durch den ID-Generator habe ich ein spezielles Lauftext-Banner am unteren Rand des Bildschirms hinzugefügt, damit man sieht, dass die Meldung "live" und nicht eingefroren ist. Ich halte den Inhalt dieser Nachricht geheim, damit ich weiß, ob jemand sie tatsächlich sehen konnte.

Wenn das fertige System für die Kommunikation zur Verfügung steht, werden die folgenden Parameter verwendet:
ISS-Sendefrequenz: 2395 MHz
HF-Modus: DVB-S (derselbe, der für die weltweite kommerzielle TV-Satellitenübertragung verwendet wird)
Symbolrate: 1.3 MegaSymbole/Sekunde
Vorwärts-Fehlerkorrektur (FEC): ½
Antennenpolarisation: zirkular links
Nachdem die DATV-Sendefähigkeit wiederhergestellt ist, glaube ich, dass sie bei vielen ARISS-Schulkontakten (auch) in den USA sehr beliebt sein wird.
73 de Art, WA8RMC, Columbus, Ohio
Nachgedruckt aus ATCO-Newsletter, Bd. 40, Nr. 2, April 2023

Quelle: ATV-Newsletter 129 von Jim, KH6HTV
https://kh6htv.com/newsletter

 

HAMRADIO DATV-Forum

Freitag, 23.6.23,  12:00 -16:00 Uhr Raum Österreich (Foyer 2. Stock)

1. Demos/networking (12:00-13:00 Uhr)
Wir werden Material für folgende Demos mitnehmen:
- Rx mit SDRangel
- Portsdown 4
- Longmynd/OpenTuner
- ...
2. Vorträge (13:00-15:45 Uhr):
12:00 DATV Systems demonstrations
13:00 DATV Solutions: What to choose in 2023! (Michel HB9DUG)
13:30 GSE : A flexible encapsulation for IP over DVB-S2 continious generic streams (Michel HB9DUG)
14:00 Script DATV-NotSoEasy (Michael DL5OCD)
14:30 Using the Raspberry Pi for Digital Amateur TV (Dave G8GKQ)
15:00 Receiving HamTV from the ISS (Noël G8GTZ) both via Web
15:30 AGAF Today (Iwo DG0CBP, Uwe DJ8DW)
15:45 Conclusions

Pierre-André/HB9AZN and Michel/HB9DUG
home.swissatv.ch


AGAF-Referat-Stand in Halle A1, #470



Feed-Back zu ATV-DX-Rekorden

Es ist 31 Jahre her, seit ich zum ersten Mal ATV/DATV-Entfernungsrekorde auf meiner Website veröffentlicht habe: www.hb9afo.ch/records/default.htm

Das Prinzip der Klassifizierung ist wie folgt: Das QSO wird als Weltrekord gewertet, wenn die Entfernung zwischen den beiden Kommunikationspartnern größer ist als der bisherige anerkannte Rekord. Darüber hinaus erhält bei bei gleicher Entfernung derjenige den Weltrekord, der die kleinste Sendeleistung verwendet hat, um ihn zu erreichen. Die Anerkennung eines Rekords ist keine leichte Aufgabe, da die Rekordhalter mir ihre Rekorde nicht immer mitteilen. Ich benötige mindestens die überbrückte Entfernung, das Datum und die Uhrzeit des QSOs, den verwendeten Standard (DVB-T, DVB-S, etc.) und ggfs. die Sample-Rate. Dann brauche ich von jedem Kommunikationspartner das Rufzeichen, den Locator, die Sendeleistung und die Art der Antenne sowie einen Empfangsnachweis wie ein Bildschirmfoto oder ein Video.

Um S58RU zu antworten, der im Jahr 2022 ein 8 km-QSO in DVB-T auf 24 GHz gemacht hat, stelle ich klar, dass ich nur Entfernungsrekorde anerkenne, nicht die ersten (z. B. das erste DATV-QSO auf 24 GHz). Ich klassifiziere die Rekorde auch nicht nach Standard, SR oder anderen, das wäre viel zu kompliziert. Es gibt eine "DATV"-Klasse, die alle digitalen Modi (DVB-S, DVB-T, etc.) und SR kombiniert, und eine "ATV"-Klasse mit den alten analogen AM- oder FM-Standards. Der DATV-DX-Rekord auf 24 GHz wird derzeit vom Duo IW9ARO/9H1GB mit 186 km gehalten.

73 de Michel, HB9AFO (in ATV-Newsletter #132 von Jim Andrews, KH6HTV)

 

Aus ATV-Newsletter 143

Abgesetzte 70-cm-Empfangsstellen für den DVB-T-Repeater W0BTV

Unsere Leser haben zweifellos das RFI-Problem mit unserem DATV-Repeater in Boulder, Colorado, USA, verfolgt. In letzter Zeit wurden wir von extrem starken, breitbandigen Störsignalen auf unseren 70-cm-Empfangsgeräten geplagt. Obwohl die Empfänger eine gute Empfindlichkeit von mehr als -90 dBm haben, muss ein eingehendes Signal größer als -60 dBm sein, um die Funkstörung zu überwinden. Glücklicherweise ist unsere primäre, koordinierte Eingangsfrequenz auf dem 23-cm-Band frei von RFI. Wir haben schließlich resigniert und beschlossen, dass wir mit der 70-cm-Funkstörung einfach leben müssen. Wenn sie vom Eigentümer des Repeater-Standorts, der Regierungsbehörde und einigen ihrer elektronischen Emissionen kommen, dann haben wir sicherlich keinen Anspruch auf eine Beschwerde. Wir müssen damit leben.

Wie unterstützen wir also die Aufgabe unserer örtlichen ARES-Gruppe, den örtlichen Organisationen für öffentliche Sicherheit, ATV-Abdeckung von Notfällen zu liefern? Die gesamte ATV-Ausrüstung von BCARES arbeitet auf dem 70-cm-Band. Nun, unser Co-Beauftragter, Don, N0YE, machte vor kurzem den Vorschlag: "Warum nicht ein Netzwerk von abgelegenen 70-cm-Empfangsstationen einrichten?" Die perfekte Lösung wäre, wenn unser bestehendes Netzwerk von ATVern auch unsere entfernten Empfangsstationen wären. Einige von uns haben auch QTH-Standorte auf hohen Erhebungen mit großartiger HF-Abdeckung für verschiedene Teile von Boulder County. Außerdem haben wir alle Sichtverbindung zu unserem W0BTV-Repeater auf dem Tafelberg südwestlich der Stadt Boulder. Worum geht es also? 

Die einfachste Lösung besteht darin, dass jeder teilnehmende ATVer eine kleine Umstellung seiner Anlage vornimmt, wenn diese nicht aktiv genutzt wird. Verschieben Sie die Frequenz Ihres 70-cm-Empfängers vom Repeater bei 423 MHz und stellen Sie ihn auf die Eingangsfrequenz 441 MHz. Verbinden Sie den HDMI-Ausgang Ihres Empfängers direkt mit dem HDMI-Eingang Ihres 23-cm-Senders (eingestellt auf 1243 MHz). Das zusätzliche Element, das noch benötigt wird, ist, eine logische "gültiges TV-Signal"-Auswertung vom Empfänger zum PTT-Eingang des linearen Leistungsverstärkers des 23-cm-Senders zu bringen. Auf diese Weise wird der Empfänger, sobald er ein eingehendes DTV-Signal sieht, automatisch den 23-cm-Sender einschalten und das Signal an den Weitbereichs-Sender W0BTV weiterleiten. Im Grunde genommen hat so jeder teilnehmende ATVer seinen eigenen 70 cm --> 23 cm Cross-Band-DATV-Repeater. FCC-KENNUNG? Das machen unsere Hi-Des-Modulatoren automatisch für uns. Sie senden automatisch mit den Metadaten des Fernsehbildes das Rufzeichen unserer Station aus. 
Die meisten der Boulder-ATV-Hams verwenden die linearen HF-Leistungsverstärker von "KH6HTV Video". Diese Verstärker haben alle eine eingebaute Funktion, direkt mit einer externen PTT-Logikleitung getastet zu werden. Das andere benötigte Element ist ein Empfänger mit einem "Gültigkeitssignal"-Ausgang. Der nächste Artikel in diesem Newsletter beschreibt, wie man einen solchen preiswerten Empfänger bekommt.

Jim, KH6HTV, W0BTV-Betreuer


DVB-T-Empfänger mit "Gültiges-DTV-Signal"- Detektor

Für die automatische Steuerung unserer digitalen ATV-Repeater benötigen wir ein Kontrollsignal, das uns sagt, wann wir ein "Gültiges DTV-Signal" empfangen. In den guten alten, analogen ATV-Tagen erhielten wir diese Information, indem wir einen Tondecoder-555-IC verwendeten, um das Vorhandensein der 15-kHz-Horizontalsynchronimpulse zu erkennen. Bei der digitalen TV-Technik ist das nicht mehr so einfach. Üblicherweise verfügen einige DTV-Empfänger über einen "Gültiges-Signal"-Detektor und eine LED auf der Frontplatte, die entweder rot (kein Signal) oder grün (Signal) leuchtet. Das macht unsere Aufgabe viel einfacher.
Wir müssen einfach nur die LED-Treiberspannung mit einem geeigneten Puffer abgreifen. 

Der erste Trick besteht darin, einen geeigneten Empfänger mit dieser LED zu finden. Die Hi-Des-Empfänger verfügen tatsächlich über eine "Gültiges Signal"-LED. Als wir 2015 unseren ersten DVB-T-Repeater bauen wollten, haben wir uns eine einfache Pufferschaltung mit einem Transistor ausgedacht, die wir in den Hi-Des HV-110 Empfänger eingebaut haben. Einzelheiten finden Sie in der KH6HTV Video Application Note AN-23. Als nächstes kam ein kombinierter DVB-T- und DVB-S-Empfänger auf den Markt, den wir alle liebten. Die frühe Version verfügte tatsächlich über eine LED für gültige Signale. Leider verfügt die aktuelle Produktionsserie nicht mehr über diese LED. Also machten wir uns kürzlich auf die Suche nach einem anderen preiswerten Empfänger, der diese LED hat. Bob, WB0NRV, fand einen solchen Empfänger. Es handelt sich um das PanteSat-Modell "HD-99". Je nachdem, wo man ihn kauft, kostet er nur zwischen $15 und $30. Der HD-99 ist kein "Combo", er ist nur für DVB-T geeignet. Das Gerät verfügt über ein eingebautes AC-Netzteil (115/230V), kann aber auch extern über einen +5V-USB-Anschluss auf der Rückseite mit Strom versorgt werden.

Die LED des HD-99 war leicht zu finden. Wenn man das Kunststoffgehäuse öffnet, befindet sie sich direkt auf der Vorderseite neben dem IR-Sensor. Sie ist als LED2 beschriftet. Das Anschließen eines Voltmeters an die freiliegende Leitung zeigte, dass die LED-Spannung dort +1,54 V (rot, kein Signal) und +2,10 V (grün, Signal) beträgt. Für die Steuerung des linearen HF-Leistungsverstärkers in unserem DATV-Repeater verwenden wir ein logisches PTT-Signal (Push To Transmit) von Null, das an Masse gezogen wird, um den Verstärker einzuschalten. Dies wird normalerweise mit einem Transistor mit offenem Kollektor erreicht. Wir brauchen also eine Pufferschaltung zwischen der LED und diesem Transistor, Q3. 

Unten ist die Schaltung, die ich mir ausgedacht habe. Es handelt sich um einen einfachen, emittergekoppelten Differenzverstärker mit einem Paar PNP-Transistoren vom Typ 2N3906. Die Referenzspannung wurde auf den mittleren Wert von +1,85 Vdc eingestellt. Der Kondensator C1 dient zur Glättung von schnellen Ein- und Ausschaltvorgängen, die bei schwachen Signalen an der digitalen Schwelle des Empfängers auftreten können.
Der nächste Trick ist, wie man das alles in den wirklich kleinen HD-99 hineinbekommt. Ich habe eine Lochrasterplatte mit Standardbauteilen mit Drahtanschluss verwendet. Ich klemmte die Lochrasterplatte in einen der Schlitze des Kühlkörpers auf dem Hauptprozessor-IC. Für die Anschlüsse habe ich dünnen Wickeldraht verwendet.

Jim, KH6HTV, Boulder, Colorado

Quelle: ATV-Newsletter 143 von www.kh6htv.com
 

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