Jahreshauptversammlung am 20.03.2014

Am 20.03.2014 trafen sich die Funkamateuere des Ortsverbandes Northeim zur Jahreshauptversammlung im Bistro Café Frizz. Im offiziellen Teil wurde unter anderem der neue Wanderpokal für die meisten Rundspruchbestätigungen im Jahr 2013 an Hans-Werner (DO3OHW) verliehen. Wahlen standen dieses Jahr keine an.

Beim diesjährigen Thüringencontest 2014 errang Jost (DO7AGN) in der Kategorie "ausserhalb Distrikt Thueringen 2 Meter SSB/CW" mit einem Ergebnis von 432 Punkten den 5. Platz.

Treffen am 21.08.2014 auf dem OV-Wiese oberhalb Hohnstedt

Am 21.08.2014 trafen wir uns kurzfristig auf der OV-Wiese oberhalb von Hohnstedt, da unser Stammlokal noch Sommerferien hat. Klaus-Dieter (DC4AT) und Edgar (DH9OK) bauten einige Antennen auf und Marco hat sie mit dem vektoriellen Messgerät FA-VA3 vermessen. Edgar probierte seinen neuen Yaesu FT-817ND an dem Monoband-Dipol aus und bekam auch einige Stationen ins Logbuch. Für das leibliche Wohl hat Peter (DB1OFH) mit seinem Grill gesorgt, der auch vorher die Wiese gemäht hatte. Auch Andre (DH6KA) gesellte sich mit Freundin später dazu. Es war ein gemütlicher und informativer Abend den wir gerne wiederholen möchten.

Treffen auf der OV-Wiese am 3. Oktober 2014

 

Im November 2014 infizierte unser Vorsitzender Edgar (DH9OK) einige von uns mit dem Wettersonden-Syndrom.

Wie? Die kann man empfangen? Ach ja, die kommen manchmal in der Nähe runter?

 

Infiziert wurden Klaus-Dieter (DC4AT), Marco (DL1MX) und Peter (DB1OFH).

So besorgten wir uns kurzerhand die nötige Hard- und Software um die Wettersonden auf dem 70cm Band zu verfolgen.

 

Benötigt wird dazu:

Hardware:

- PC mit Windows 7

- RTL-USB-Stick

- Breitbandantenne (Wir benutzen hier Discone-Antennen, andere gehen auch)

(- GPS-Receiver, nicht notwendig, aber nützlich)

 

Software:

Die Software ist für den privaten Gebrauch frei verfügbar bzw. Shareware.

Sondemonitor hat eine 21 Tage Testlizenz, die in der aktuellen Version merkwürdigerweise auch nach 21 Tagen nicht abläuft

 

 

Wir - DC4AT [OM] und DB1OFH[Azubi-OM] - hatten zum Jahresende Zeit und brachten einige Stunden damit zu, die Software zu konfigurieren. In kurzer Zeit hatten wir die ersten Trackingerfolge und "unsere" Sonden waren auf aprs.fi zu sehen.

 

Leider überträgt die Software SM2APRS nicht die eindeutige Hardware-ID der Wettersonde zum APRS-Server, so dass dort die Sonde mit unseren Rufzeichen angezeigt wird. Kontakt zum Entwickler haben wir bereits aufgenommen.

 

Wir wurden also sehr schnell zu Sondenhuntern und beobachten insbesondere die Wettersonden aus Bergen (405.700 Mhz). Eine gute Übersicht der Frequenzen, Startzeiten und Standorte von Wettersonden findet ihr hier:

http://www.radiosonde.eu/RS00-D/RS02H-D.html

 

 

So folgte dann das was kommen musste (Teilnehmer DC4AT, DB1OFH + YL):

Am 28.12.2014 gegen Mittag beobachteten wir zeitgleich die 12.00 Uhr(UTC) Wettersonde aus Bergen mit oben genannter Software auf APRS.

Die Sonde hatte einen super Südkurs und flog fast parallel zur A7 (Hannover-Göttingen) in unsere Richtung. Wir stellten fest, dass der letzte gemeldete Standort auf APRS bei beiden APRS-Rufzeichen Synchron war und der Landeort nicht zu weit entfernt war: Lödingsen im Solling. Ca. 20km

von unserem Standorten.

(Bilder von aprs.fi )

 

Kurzerhand haben wir uns über unser Hausrelais DB0NHM abgestimmt und setzten uns ins Auto und fuhren los um die Sonde aufzuspüren.

 

Gegen 14.30 Uhr waren wir am letzten via APRS gemeldeten Standort angekommen.

Da wir nicht wirklich vorbereitet waren -- auf die schnelle hatten wir noch Ferngläser und Handschuhe mitgenommen --, hatten wir nur unsere Handfunkgeräte zur genaueren Ortung der Sonde.

Das Signal der Sonde war vor Ort sehr stark. Nur sichtbar war sie nicht. So gingen wir mit unseren Handfunkgeräten durch die Feldmark.

Klaus-Dieter (DC4AT) meinte wir sollten mal die Antennen abschrauben, um ein wenig mehr Dämpfung des Signals zu erreichen. Das hat dann auch geklappt und funktionierte sogar aus dem Auto heraus ganz gut.

Dann der „Sechser im Lotto“ : Nach ca. 45 Minuten suche in und um Lödingsen, hat DC4AT die Sonde dann aus dem Auto heraus in den Bäumen ca. 3-400m vom letzten gemeldeten Standort gesichtet.

 

Das Problem war nicht nur, dass die Sonde im Baum hing, sondern dass sie auch auf der anderen Seite eines Baches lag. Dahinter eine Pferdekoppel, die scheinbar mit einem 2KV Weidezaun gesichert war >Schluck<. Wir mussten allerdings irgendwie auf die andere Seite des Baches kommen.

 

Nach weiteren 10 Minuten Suche nach einem Weg dorthin, konnten wir das Auto dann auf der richtigen Seite des Baches an einem Acker abstellen und sahen die Sonde nun deutlich im Baum hängen.

Nur noch ein kurzer Weg über einen Gott-Sei-Dank gefrorenen Acker zum Weidezaun.

Jetzt noch probieren, ob der Weidezaun unter Strom stand (Stand er auf dieser Seite nicht...Puh....) und wir standen am Baum.

 

 

Nur wie bekommen das Ganze nun ohne weiteres Equipment aus dem Baum?

Wir hatten ja nichts mit. Also Äste gesucht und rumgestochert. Glück gehabt.

 

Wir konnten den Fallschirm irgendwie herunterziehen. Nächste Herausforderung:

Zwischen Fallschirm und Sonde sind ca. 30m Nylonfaden und die Sonde hing auf der anderen Seite

des Baums in einer höhe von ca. 15m.

Nun ja. Wir stammen ja noch aus der Mc-Gyver-Generation:

Der Nylonfaden wurde mit dem Band vom Fallschirm und dann noch mit Markierungsband, welches wir in der Nähe gefunden haben, verlängert und die Sonde abgeseilt.

(DC4AT mit Vaisala Sonde)                                                 (DB1OFH und YL beim Drachensteigen --- H-I)

Die Sonde wurde dann vom Nylon-Band getrennt (Feuerzeug geht auch) und Sonde, Fallschirm und Ballonreste eingesammelt. Mangels Werkzeug und Taschenmesser, konnten wir die Sonde erst am Heimatstandort deaktivieren.

Auf der Rückfahrt haben wir sie in den Fußraum gelegt und gehofft, das die Schirmung ausreicht, so dass sie nicht mehr aussendet und eventuell Messdaten verfälscht.

 

Der Ballon und die Nylonreste wurden dann dem Hausmüll zugeführt, die Batterie ausgebaut und die Sonde erst mal genau unter die Lupe genommen.

 

(So sie die SGP-Sonde von innen aus)

Fazit: Hat sehr viel Spaß gemacht. Ist ein bisschen wie Geocaching nur der Cache hat Batterien und ist innerhalb weniger Stunden nicht mehr ortbar. Genaue Positionsdaten gibt es nicht.

 

 

'73 Peter aka DB1OFH

 

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie unter Datenschutz. Akzeptieren.