Funkkontakt zwischen Andreas Bovenschulte und der Neumayer-Station III

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Nachdem im letzten Dezember Schülerinnen und Schüler des TBZ Mitte in Bremen gemeinsam mit Funkamateuren des DARC und Hackerspace Bremen e.V. mit einer selbst gebauten Funkanlage einen direkten Funkkontakt zum Astronauten Matthias Maurer auf der Internationalen Raumstation ISS hergestellt haben, kündigte sich Andreas Bovenschulte zu einem Besuch der Schule an.
Andreas Bovenschulte, Präsident des Bremer Senats traf auf dem Dach der Schule Helmut Funke DD5HF, Hugo Hopp DG3MAS, Jens Rosebrock DG7BBP, Mathias Dahlke DJ9MD, Frank Heinrich DL1FSH und Daniel Wendt-Fröhlich DL2AB vom "DARC-Funktreff im Hackerspace Bremen". Diese erklärten ihm die selbstgebauten Antennen, die Rotorsteuerung für die Antennennachführung, die aufwendige Mastkonstruktion und berichteten auch über die gute Zusammenarbeit mit der Schule.
Die neue Funkanlage ermöglicht nun Amateurfunkbetrieb über Satelliten und ergänzt sinnvoll die Berufsschule für technische Berufe wie auch das Gymnasium mit Luft- und Raumfahrtprofil. Diese Anlage wird in weiteren Projekten und einer Amateurfunk-AG kontinuierlich erweitert, später auch für den Kurzwellenbetrieb. Gerade von den bastelfreudigen Schülerinnen und Schüler gibt es viele Ideen, ganz besonders bezüglich der Integration in der schulische Netzwerk und der Automatisierung, die nun in einzelnen Projekten umgesetzt werden.

Für dieses Treffen hat der "DARC-Funktreff im Hackerspace Bremen" jedoch auch noch etwas anderes vorbereitet.
Um Hr. Bovenschulte die Möglichkeiten des Amateurfunk nicht bloß nur vorzuführen, sondern auch selbst ein Teil davon zu werden, haben wir ihn mit dem entlegenstem Ort direkt in Kontakt gebracht, in dem ein Bremer Institut eine Station aufgebaut hat:
Die Neumayer-Station III in der Antarktis!

In der Neumayer-Station III befindet sich aktuell das Überwinterungsteam 42. Mit dabei ist der Funkamateur Karsten Böddeker DM2KX, verantwortlich für die Technik und IT, sowie Alicia Rohnacher, Geophysikerin und Seismologin, die ebenfalls sehr gerne den Kontakt mit Andreas Bovenschulte herstellen wollten.
Eine verlässliche Amateurfunkverbindung zwischen der Antarktis und Bremen ist über den geostationären Amateurfunksatelliten QO-100 möglich. Die neue Funkanlage hierfür wurde gerade erst vor wenigen Monaten von der AMSAT-DL gebaut und von Felix Riess DL5XL auf der Neumayer-Station III installiert. Auch konnten Charly Eichhorn DK3ZL, Felix Riess DL5XL, die AMSAT-DL und das Alfred-Wegener-Institut leicht für diese Idee gewonnen werden. Eine entsprechende Anlage wurde von Jens Rosebrock DG7BBP daher kurzerhand auf dem Dach der Schule installiert.

Am Freitag, den 17.06. tauschten sich in einem 10minütigem Funkgespräch Andreas Bovenschulte, Karsten Böddecker und Alicia Rohnacher über das Leben und Forschen in der Antarktis aus.
Hierbei ging es nicht nur um den aktuellen Wetterbericht mit "milden" -15°C, sondern auch um die spannende Forschung von Alicia Rohnacher zur Ausbreitung von seismologischen Wellen rund um den Erdball. Und es stehen sogar bald Feierlichkeiten an. Das Mittwinter-Fest am 21. Juni ist der größte Feiertag in der Antarktis.
Zuerst gab es jedoch erstmal den Geburtstag von Karten Böddeker zu feiern.
Natürlich nutze auch Andreas Bovenschulte diese einmalige Gelegenheit, Geburtstagsgrüße direkt in die Antarktis zu senden.

Eine Aufzeichnung ist hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=eRysupT-e9g

Funkaktivität in Hasenbüren am 25.06.2022

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Funkaktivität in Hasenbüren

India 04 lädt am Samstag, den 25.06. zu einem Funkevent in Bremen-Hasenbüren ein.

Das ganze findet auf einer Wiese am "Wassersporthafen Hasenbüren" statt.


OpenStreetMap:https://osm.org/go/0G1I0tenW?m=
GoogleMaps:https://goo.gl/maps/iwMRXT1bkTtAQMWK9

Von der benachbarten Gaststätte gibt es ein paar Hinweise zur Anfahrt mit PKW, ÖPNV und Rad:
http://wassersporthafen-hasenbüren.de/lage/

Los geht es um 09:00 Uhr mit dem Aufbau, eigentlicher Beginn ist um 11 Uhr. Abgebaut wird um ca. 17:00 Uhr.
Vor Ort sind Pavillions, Mast und Antennen. Für die Verpflegung gibt es eine Gaststätte nebenan.
Mitzubringen wäre eine Klappstuhl und ggf. auch ein kleiner Tisch für das eigene Equipment, sowie Batterien dafür. Für die Stromversorgung steht nur ein kleiner Generator zur Verfügung.

Anmeldungen bei DL2AB über  <call>@darc.de  wären hilfreich, sind aber nicht unbedingt notwendig, wenn man ohne eigenes Equipment dabei ist.

Hierbei geht es einerseits um das Aufbauen, Testen und Vergleichen von Antennen, Konstruktionen und Geräte, andererseits aber auch ein wenig um den Erfahrungsaustausch untereinander.


Gerade für neue und angehende Funkamateure ist das sicher ein interessantes Angebot, bei dem man sich mal umschauen, Tipps für Antennen und Geräte abholen und Funkamateure aus der Gegend kennen lernen kann.


Bei diesem Termin wollen wir zum Beispiel auch ein paar selbstgebaute MagLoop-Antennen vergleichen, die auch für Funkamateure mit wenig Platz interessant sein können.

Bitte an der Straße parken und die Parkplätze am Wassersportverein und der Gaststätte für deren Mitglieder und Gäste freihalten.

Amateurfunkkurs Klasse E ab dem 27.01.2022 (online)

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Amateurfunkurs Klasse E

Gemeinsam mit dem  „DARC-Funktreff im Hackerspace Bremen“ bieten wir ab dem 27. Januar 2022 wieder einen Einsteiger-Lehrgang für die Amateurfunkklasse E an!
Die Lektionsabende finden online über ca. 5 Monate jeden Donnerstag von 19:15 bis ca. 22:00 statt. Je nach Möglichkeit ergänzen wir die Lektionsabende auch mit gemeinsamen Aktivitäten.
Die Teilnahme am Kurs ist kostenlos, jedoch müssen Kosten für Taschenrechner, Prüfung, Zulassung und ergänzende Materialien von allen selbst getragen werden.
Das Lektionsmaterial steht online kostenfrei zur Verfügung, kann jedoch auch in Buchform gekauft werden. Auch ein wissenschaftlicher Taschenrechner wird benötigt.

Da wir Dich gerne in der „Ham-Radio-Community“ begrüßen würden, bereiten wir Dich in unserem Kurs für die Prüfung der Klasse E vor (bis 100W, UKW und ein paar Kurzwellenbänder). Diese kann später auf die Klasse A erweitert werden (bis 750W, alle Amaterfunkbänder), wofür wir auch regelmäßig 6monatige Erweiterungskurse anbieten.
Weitere Infos zum Kursangebot, Voraussetzungen, Kosten sowie zur Anmeldung sind hier zu finden: https://funkfreun.de/hb

Amateurfunk ist der weltweite einzige Funkdienst, bei dem der Selbstbau von Funkgeräten und die Entwicklung neuer Modulationsverfahren erlaubt ist.
Zur Verfügung stehen unterschiedlichste Frequenzbänder von der Mittelwelle bis in den oberen Gigahertzbereich, je nach gewünschter Ausbreitung und Bandbreite. Wer z.B. für den weltweiten Funkverkehr die Reflexionen in der Ionosphäre nutzen möchte, wird sich eher für die Kurzwelle interessieren. Amateurfunksatelliten, Umsetzer auf Raumstationen und Reflexionen an Regenfronten oder gar einfallenden Meteoren sind dagegen eher im UKW-Bereich zu finden. Für breitbandige Anwendungen wie z.B. unseren städteverbindenden Funknetzwerken sind dagegen eher die Frequenzen im Gigahertzbereich interessant.
Das alles kann entweder per analogem oder digitalem Sprechfunk, per Datenfunk, Chat, Bildübertragung usw. erfolgen. Und wer sich irgendwann für Chatten ohne Rechner interessiert, wird hier auch einen Zugang und viele Gesprächspartner für die Morsetelegrafie finden. Anlass kann neben dem Test des eigenen Setups natürlich auch ein lockeres Gespräch, aber auch einer der vielen internationalen Funkwettbewerbe oder „DXpeditionen“ sein.
Der Selbstbau kann sich von der Antenne über die Hardware bis zur Entwicklung kompletter Softwaretransceiver erstrecken – je nachdem, wie weit man gehen möchte. Zur Verfügung stehen neben fertigen Lösungen aber auch viele tolle Bausätze und Bauanleitungen.
Ganz besonders erwähnenswert ist aber auch eine weltweite Community, welche sich nicht nur im Äther trifft, sondern z.B. auch für gemeinsame Funkaktivitäten, DIY-Workshops und einigen Außenaktivitäten zusammen kommt. Und falls man irgendwo hinkommt, wo man sich nicht auskennt… – Funkamateure sind selbst an den entlegensten Orten der Welt zu finden, selbst auf der Internationalen Raumstation ISS oder Forschungsstationen in der Antarktis.

Da man für den verantwortungsvollen Selbstbau und internationalen Funkverkehr einige Voraussetzungen erfüllen muss, ist für eine Amateurfunkzulassung eine vorherige Prüfung bei der Bundesnetzagentur erforderlich.
Die Prüfung erfolgt in den Teilen Technik (Klasse E oder A), Betriebstechnik und Vorschriften, worauf wir Dich in unserem Kurs vorbereiten werden.
Sollte das Kursangebot für die Amateurfunkklasse E für Dich interessant sein, melde Dich gerne heute noch für den Kurs an: https://funkfreun.de/hb

IARU Fieldday SSB 2021

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IARU Fieldday SSB 2021

Am 04. und 05. September haben wir mit kleiner Mannschaft am IARU SSB-Fieldday teilgenommen. Als Standort wurde „unsere“ Wiese am Sportboothafen Hasenbüren gewählt.
Mit einfachem Equipment haben wir in ca. 6,5 h 116 Stationen gearbeitet.

DL0BR/P hatten wir in der Klasse „multi operator low power assisted“ angemeldet. Damit warum wir nicht nur auf eine Antenne beschränkt, durften aber nur mit maximal 100 W senden.  Als TRX kam ein alter TS50 zum Einsatz, der seinen Strom aus einem kleinen Aggregat bekam.

Folgenden Antennen kamen zum Einsatz

  • Triple Leg für 20m – 10m
  • Groundplane für 40/80m  auf 10m Glasfiber Mast

Leider gab es am Abend doch heftige Prasselstörungen – vermutlich durch die Hochspannungsleitung -, so dass wir dann bei aufkommender Feuchtigkeit und einbrechender Dunkelheit den Betrieb eingestellt haben.

Dafür ging es dann am nächsten Morgen ab 10:00 sehr gut auf 40m und Mittags auf 20m bis Japan.

Nach dem vielem Regen im August, war es ein schönes Septemberwochenende. Auch wenn der Nebel sich erst gegen 10:30 am Sonntag lichtete.

Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr wieder mit größer Mannschaft vertreten sein können. Dann kann eine besseren Antenne für die unteren Bänder  aufgebaut werden und es stehen auch noch Operator für den Betrieb am späteren Abend zur Verfügung.  Das dürfte unsere QSO-Zahl  dann wieder deutlich steigern können.

Jens, dg7bbp

70 cm in Bremen erweitert – APRS im ISM-Bereich

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70 cm in Bremen erweitert – APRS im ISM-Bereich

Bericht von Prof. Dr. Michael Hartje, DK5HH, Dipl.-Ing. Mathias Koch, DL9BQ

Seit Jahren wird im 70 cm-Bereich der ISM Bereich um 433 MHz herum durch zunehmende Industrielle, Scientific und Medial-Anwendungen, (ISM), aber auch durch eine ständig wachsende Zahl von frei zugänglichen Haushaltsanwendungen über Türglocken, Wettermessungen und Autoschlüssel für die Nutzung durch Funkamateure immer unattraktiver mit einer konventionellen, funktechnischen Nutzung. – Der 740-kHz breite Bereich um 433,3 MHz scheint daher schon fast verloren.

Da ist es eine gute Idee, diesen für die Amateurfunktechnik verloren geglaubten Bereich mit neuem technischen Ansatz für die amateurfunktechnische Nutzung „zurückzuerobern“.

An der Experimentierstation DB0HFT auf der Hochschule Bremen in der Bremer Neustadt und auf einem Hochhaus in Bremen-Tenever konnten nun für Experimente jeweils ein Empfänger mit Lora-Technik für den APRS-Empfang (Gateways) in Betrieb genommen werden. APRS steht für Automatic Packet Reporting System und wird genutzt für automatische Aussendung von Wetter- oder Standortdaten. Näheres findet man auf aprs.org . Diese neuen Empfangsstationen in Bremen können teilweise bis zu 50 km im Umkreis LoRa-Sender mit 100 mW empfangen. APRS-Pakete werden dann bei DB0HFT auf 2m-APRS auch wieder weitergesendet.

LoRa steht als Abkürzung sowohl für „Long range“ als auch für „Low radiation“. Das Verfahren wurde für Low Power Anwendungen entwickelt, die im Bereich des „Internet of things“ eingesetzt werden sollen. Die Funkanwendung arbeitet mit einem Spreiz-Sepktrum mit einem Frequenzband von etwa 125 kHz. Ein schmales Spektrum wird im Bereich 125 kHz herumgetastet. Ziel des Verfahrens ist es, störende
Schmalbandsignale zu umgehen. Die verwendbaren Übertragungsraten können mit 292 bit/s sehr gering sein, aber auch bis über 100 kBit/s reichen. Neben dem Frequenzbereich 433 MHz gibt es diese Technik auch im 866 MHz ISM-Band. Für Funkamateure eignet sich natürlich 433 MHz besonders. Die allgemeinen LoRa-Anwendungen sind in Deutschland nur auf 862 bis 870 MHz und nicht auf 433 MHz zugelassen. Die beiden Gateway-Empfänger in Bremen nutzen vollständig frei stehende Vertikal-Antennen in 50 und 65 m Höhe. Kleine persönliche GPS-Tracker und LoRa-APRS-Sender sind bereits ab 25 Euro zu erhalten. Mehrere Open source Projekte ermöglichen die notwendigen Betriebsprogramme kostenlos zu nutzen und weiterzuentwickeln. Die Reichweite der kleinen APRS-Tracker mit 100 mW beträgt zumindest 20 bis 30 km, ggf. aber auch weiter. Näheres findet sich auf aprs.org .

Im Raum Hannover ist das Verfahren schon mit vielen Gateways genutzt, in Österreich, wo es erstmals entwickelt wurde, schon fast landesweit eingesetzt.

Die Mannschaft von DB0HFT lädt zu eigenen Experimenten ein und freut sich über die Nutzung der geschaffenen Infrastruktur.

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