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I18-Fieldday, Urneburg 2016

Bilder: Dieter, DK1IJ

Für dieses Wochenende konnte es nur ein Synonym geben: „Heiß“!

„Heiß“ brutzelten die vielen Nackensteaks und Bratwürste auf dem Grill und versorgten zuverlässig die hungrigen Mäuler. „Heiß“ die gewaltige Resonanz an gespendeten Salaten und Kuchen. „Heiß“ breitete die Sonne ihre überaus großzügige Wärme über das gesamte Wochenende aus. „Heiß“ wandte sich der hilfesuchende Motorradfahrer mit brennender Packtasche am Freitagnachmittag an die Fieldday-Crew und wurde gerade noch rechtzeitig fachmännisch abgelöscht durch unseren Feuerwehrmann Bernd. „Heiß“ gestaltete sich der „QRM-Eliminator“-Vortrag, in den uns Andreas am OV-Abend am Freitag im Schützenvereinsheim entführte. „Heiß“ auch der Praxisworkshop am Samstagnachmittag – abgehalten von Sven – über den RTL-Stick zum Wettersondenempfang. „Heiß“ glühte die Türklinke, die sich die vielen Besucher und Gäste am Samstag gegenseitig in die Hand gaben. Aber äußerst „cool“ war der Besuch von Hajo (DF5QZ), der das gesamte Wochenende gemeinsam mit uns in Urneburg verbrachte.

 

Die Übernachtungszahlen vor Ort steigen erfreulicherweise Jahr für Jahr. Mittlerweile stehen die  Wohnwagen, Wohnmobile, Klappfixe und Zelte schon doppelseitig links und rechts des Weges, und die Feldbetten im Haus müssen sich ihre Freiflächen und Nischen auch schon intensiver suchen. Mit Hilfe des erneut von Dieter besorgten Hubsteiger – vielen Dank dafür – wurden am Freitagnachmittag zunächst lose Äste aus dem kritischen Fallbereich am großen OV-Zelt, einem zentralen Sammel- und Aufenthaltspunkt des Wochenendes - entfernt. Ein kleiner Windhauch hätte sonst den einen oder anderen schmerzhaften Gruß von oben schicken können. Aber da hört der Spaß dann auf (auch wenn die OV-eigene Erste-Hilfe-Tasche griffbereit im Vereinsheim wartete). Später diente das Fahrzeug dann als perfekter Antennenträger für einen drehbaren Hexbeam und einen 80m-Dipol, die solchermaßen ca. 15m in die Höhe gepumpt werden konnten. Als besonderer Gast verlebte Hajo, extra angereist aus Thüringen, das Wochenende gemeinsam mit uns. Von ihm stammen übrigens Dieters prima funktionierende UKW-Endstufen. Wir haben Hajo vertraut in unseren Kreis aufgenommen, genauso wie er sich uns anvertraut hat, und alle hatten sehr viel Spaß. Nicht nur die realitätsnahen Flugkünste (und –geräusche) seiner Focke Wulf – aus dem Sturzflug 50m über Grund abgefangen – werden uns allen hoffentlich noch lange in den Ohren herumspuken. Schön, dass Du dabei warst, Hajo!

 

Eine Besonderheit brachte der am Freitagabend stattfindende OV-Abend mit: Er wurde – nicht wie sonst üblich – im OV-Lokal, sondern parallel zum Fieldday in den Räumlichkeiten des Schützenheims abgehalten. Zuvor war dem Grill tüchtig eingeheizt und mit schmackhaften, tierischen Produkten belegt worden, die noch vor dem „offiziellen Teil“ in großer Zahl verzehrt wurden. Endlich einmal wurden die Ausführungen des OVV’s nicht durch klirrende Teller, fallendem Besteck oder unterdrückten Schmatzgeräuschen gestört, denn alle konnten ohne Ablenkung konzentriert zuhören. Die Getränkefrage wurde ebenfalls souverän OV-intern gelöst, indem Jan sowohl der Bierzapfanlage vorstand als auch allgemeine Hilfestellungen mit Getränken aller Art gab. 33 Personen, davon 5 Gäste, schenkten anschließend 6BI-Andreas vollste Aufmerksamkeit, als dieser im Anschluss einen allgemeinverständlichen, aber voll auf die funkamateurtechnischen Belange zugeschnittenen Vortrag über den „QRM-Eliminator“ hielt. Die berühmte Stecknadel … man hätte sie im Heuhaufen fallen hören können. Zu fortgeschrittener Stunde verlagerte sich dann das Geschehen vor das große OV-Zelt bei geistreichen Getränken und kreisenden Mettwurstscheiben. Sicherlich war die laue Juninacht dafür verantwortlich, dass die Letzten erst früh am Morgen kurz nach 3 Uhr ihren Weg ins Bett finden konnten.

 

Pünktlich um 9 Uhr stand der Frühstückstisch mit dampfendem Kaffee, heißem Tee, frischen Brötchen, kleingeschnittenen Zwiebeln und kühlem Mett wartend bereit, den Fielddayteilnehmern richtig in den Sattel des sonnig-warmen Morgens zu verhelfen. Ohne Frage gelang dieses kleine Kunststück allenthalben famos. Entsprechend gestärkt konnte im Anschluss das Tagwerk in unterschiedlichster Weise angegangen werden: sowohl mit vielen messtechnischen Aufgaben, Antennenversuchen aber auch allgemeinem Funkbetrieb, der sowohl digital (in PSK) als auch analog (SSB-Sprechfunk) praktiziert wurde. Nach Geschäftsschluss am Samstagnachmittag versammelte Sven dann eine Gruppe Wettersondenenthusiasten aus dem OV um sich, die von ihm in einem Praxisworkshop gruppendynamisch fit gemacht wurden, zukünftige Sondenpeilungen mit dem RTL-Stick auch in Eigenregie vornehmen zu können. Klar, dass sich danach erneut ausgiebig an gut gebräunten Grillerzeugnissen gestärkt werden musste. Letztlich fand auch dieser Abend seinen feuchtfröhlichen Abschluss vor bzw. im großen OV-Zelt, natürlich nach heißem, mitternächtlichen Snack von „German Bratwurst“ und allerlei, welt- bzw. nicht so weiter Funkkorrespondenz.

 

Das Frühstück am Sonntagmorgen ist ebenso ein immerwährender, gewichtiger Ordnungspunkt, sich ausreichend für den Tag und die damit verbundenen Abbautätigkeiten zu stärken. Und so verschwanden bis kurz nach 13 Uhr mit der Demontage von Antennen, Zelte und Stromverkabelung alle Hinweise darauf, dass I18 mit seinem OV-Fieldday wieder einmal ein wunderschönes Wochenende auf dem Gelände des Urneburger Schützenvereins verleben durfte.

 

Ein großes Dankeschön an das Vor-, Umsetzungs- und Nachbereitungsteam, denn ohne Euch hätte dieser OV-Fieldday nicht so ablaufen können. Danke auch an die Salat- und Kuchenspender, die allen zu einem deliziösen Wochenende verschafften, sowie alle Teilnehmer, Besucher und Gäste.    

 

 

Günni, DL9BCP  

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