IARU-Region 1-SSB-Fieldday 2014

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IARU-Region 1-SSB-Fieldday 2014

IARU-Region 1-SSB-Fieldday

 

Männer alleine im Wald – Folge 7

Kaum hat die Sonne ihren sommerlichen Zenit überschritten, und die Tage beginnen wieder fühlbar kürzer zu werden, da zieht es den OV Delmenhorst und seine Mitglieder auch schon wieder hinaus in die freie Natur. Am ersten Septemberwochenende findet schließlich der IARU-Region 1-SSB-Fieldday statt. In diesem Jahr ist es für en OV die siebte Teilnahme in Folge! Die Erlaubnis zur Nutzung der Lichtung im städtischen Forst auf der „Großen Höhe“ – ganz in der Nähe vom Tagungshaus „Mikado“ hat die Stadt Delmenhorst freundlicherweise schon frühzeitig erteilt.
Am Samstagmorgen um 10 Uhr ist es endlich soweit: Treffen vor Ort ist angesagt. In den vorausgehenden Monaten hatten die Forstarbeiter rundherum den Wald etwas gelichtet und das Produkt ihres Ergebnisses etwa 3m hoch links und rechts des Weges aufgeschichtet – Holzstämme so weit das Auge reicht. Dadurch wird es etwas umständlich, die Doppelzepp ohne sich festzuhaken auf ihre stattliche Höhe über der Lichtung zu bringen. Nachdem dies endlich erreicht ist, liegt auch der Standort des Funkzeltes fest. Dessen Aufbau geschieht innerhalb zweier Wimpernschläge … na ja, fast. Anstelle eines zweiten Zeltes wird dieses Mal ein riesiges Zeltdach aufgebaut – mit einer gut 4m hohen Zeltstange in der Mitte und sechs-fach zu den Seiten abgespannt. Darunter herrscht ein angenehmes Klima bei Sonnenschein, und das Dach bietet guten Schutz bei Regen! Auch die elektrische Verkabelung ist schnell fertiggestellt. Der Generator beginnt zu brummen und nimmt problemlos seinen Dienst für die nächsten 27 Stunden auf. Danach ist das Funkequipment im Zelt schnell mit der Antenne verkabelt, und beim ersten Test-QSO fällt ebenfalls schnell auf, dass die elektrische Energie einzig aus der Pufferbatterie fließt, weil der Schukostecker vom Netzteil nutzlos auf der Erde herumliegt. Gegen Mittag sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, und es ist Zeit für eine längere Pause bei Kaffee und Kuchen.
Wie in jedem Jahr auch ist der zeitgleich stattfindende All-Asia-Contest bereits im vollen Gange. Mit Beginn unseres IARU-Fieldday-Wettbewerbs geht es auch gleich richtig gut los mit dem Sammeln von Multiplikatoren – sprich Funkstationen aus bisher noch nicht gearbeiteten DXCC-Ländern – vorzugweise auf den höheren Bändern. Der All-Asia-Contest hilft dabei. Mittlerweile kennen die Stationen das Spiel und vergeben, so wie wir, gleich zweifach ihre Punkte für die beiden unterschiedlichen Wettbewerbe. Langsam bewegt man sich von den oberen Bändern abwärts, bis die Nachtschicht auf dem 80m-Band angekommen ist. Auch hier geht es – trotz der frühen Stunde – recht lebhaft zu. Es ist schwer, eine freie Frequenz zu finden und behaupten zu können, aber wer ruft erhält auch Antwort. So trägt sich Call um Call ein in unser Log und die erreichte Punktezahl steigt höher und höher. In den letzten Wettbewerbs-Stunden am Sonntag flaut es etwas ab. Es wird beschwerlich, noch nicht gearbeitete Funkstationen zu loggen. Kurz darauf sind dann auch die 24 Stunden Sammeln und Rufen vorbei – der Wettbewerb ist zu Ende.
Innerhalb einer ½ Stunde ist die Lichtung wieder in ihren Urzustand vom Samstagmorgen zurückversetzt, ist alles aufgeräumt und weggepackt. Noch ein kurzes Innehalten mit einem großen Dank für die gelungene Aktivität – und schon tobt die Meute in alle vier Himmelsrichtungen auf und davon.
Was bleibt? Zunächst einmal 522 Funkverbindungen, die sich auf die Bänder 10/15/20/40/80m verteilen. Zusammen mit den 106 Multiplikatoren ergibt das eine Gesamtpunktzahl von 198.962. Wie dieses Resultat zu werten ist, werden wir sehen können, wenn die „Claimed Scores“ bzw. das Endergebnis veröffentlicht werden. Die Hauptsache aber ist, dass wir viel Spaß und Freude bei der gemeinsamen Ausübung unseres Hobbies hatten! Allen Teilnehmern, Unterstützern und Besuchern: Danke, dass Ihr dabei wart und mitgemacht habt!

Günni, DL9BCP

 

 

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