OV Fahrradtour 2016

OV Fahrradtour 2016

OV Fahrradtour 2016

Bilder: Dieter, DK1IJ

Mitten im Juni, zwei Wochen nach dem erfolgreichen und überaus sonnigen OV-Fieldday in Urneburg war es wieder soweit: Die bewegungsfreudigen Mitglieder des Ortsverbandes Delmenhorst trafen sich, um an besagtem Sonntag die gemeinsame OV-Fahrradtour stattfinden zu lassen. Konspirativer Treff war - wie im letzten Jahr - das Jute-Center am Nordausgang des Delmenhorster Hauptbahnhofs. Nun braucht sich aber keiner der Illusion hinzugeben, dass Günter (DJ5UE), Reiseleiter der Veranstaltung, überhaupt irgendwelche Andeutungen machte, unter Umständen vielleicht ... gewissermaßen als Optimierung der Tour ... einen Teil der angepeilten, aber stets geheim gehaltenen Wegstrecke vielleicht mit dem Zug bewältigen wolle. Nein, natürlich nicht! Pünktlich waren 16 der gemeldeten 17 Teilnehmer zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt, um die unvermeidliche Vergatterung vor Reisebeginn über sich ergehen zu lassen. Dabei handelte es sich natürlich u.a.  um das Einhalten von Abständen, vom eindeutigen Handzeichen geben und vom allgemeinen Verhalten im Straßenverkehr. Thorben (DO3TD) musste leider kurzfristig passen, meldete sich rechtzeitig telefonisch ab, kam aber später mit Dany (DO2DYL) zur Ziellokalität, um doch noch mit an der Grillsession teilzunehmen.

Mit einem kleinen Schlenker über den Parkplatzbereich des Jute-Centers schwenkte 5UE-Günter sodann zielstrebig ostwärts. Ja, richtig, es ging ostwärts, zunächst in Richtung Neukrug, dann weiter in die Niederungen zwischen Strom und Huchting, den Bereich am Huchtinger Bahnhof gestreift und weiter über den Wardamm bis an die Ochtum. Dann dem Weg weiter folgend in Richtung Grolland ....... auch wenn es sich flott liest, so schnell war die Truppe dann aber doch nicht. Klar, irgendein Sandkorn musste doch die gut geölte Maschinerie ins Stocken bringen können. Und dieses Sandkorn trat auf in Gestalt eines immer breiter werdenden Hinterradreifens. Luftpumpen waren zwar mehr als genug dabei, jedoch keine, die Autoreifenventile bearbeiten konnten. Solchermaßen in der Ausübung der zügigen Fortbewegung gehindert, begann sich das Fahrer/-innenfeld,  in die Länge zu ziehen und schließlich in zwei Teile zu zerfallen: Erstere, die flott weiter dem Weg folgten – Letztere, denen es an Fahrt und Anschluss fehlte. 

Da die Funkkommunikation auf der „325“ nicht so recht funktionierten wollte (zeitgleich wurde der Aussendung des Nordseerundspruchs gelauscht), musste halt beim Chef, der glücklicherweise in der vorderen Gruppe mitradelte, angerufen werden. So konnten die versprengten Schäflein schnell wieder auf die rechte Bahn und in den richtigen Wegabzweig geführt werden und zur wartenden Resttruppe aufschließen. Blieb das Problem mit der fehlenden Luft. 500 Meter weiter an der Brückenquerung eines Fleets lud eine Bank sowohl zu weitläufigem Ausblick als auch zur trefflichen Gelegenheit ein, spontan eine kleine Werk- und Reparatureinheit einzulegen. Kaum war Sabines zartrosa Fahrrad in eine bequeme Montageposition gebracht worden, hantierte Bernd auch schon mit diversen Schräubchen, Muttern und Unterlegscheiben herum, um nach operativer Demontage der Nabengangschaltung, Kettenkastens und allerlei zusätzlicher Spannvorrichtungen das Hinterrad freizulegen. Günni spendierte einen neuen 28er Schlauch mit „normalem“ Ventil und die Remontage konnte unverzüglich in umgekehrter Reihenfolge fortgesetzt werden. Währenddessen, man hatte es von dem vorzüglichen Aussichtspunkt auf sich zukommen sehen, setzte … natürlich als Draufgabe … leichter Nieselregen ein. Außerdem kam Dieter irgendwie mit einem Stacheldrahtzaun ins Gehege … und zog dabei eindeutig den Kürzeren, wie die anschließenden Blessuren am Unterarm bezeugten. Doch irgendwann war man endlich wieder fahrbereit: Es konnte weitergehen. An Grolland vorbei wurde der Bremer Flughafen an seinem südlichen Ende längs der niedersächsisch-bremischen Landesgrenze passiert. Dabei ließ sich live die erfolgreiche Landung der Kranich-Linienmaschine aus München mitverfolgen.

Plötzlich befand man sich im Bremer Stadtteil Kattenesch, und dort ging es unter 5UE-Günters Anleitung direkt mitten hinein ins Wohngebiet … bis zu einem Reihenhaus mit FB33 on Top: Die Heimstatt des OVV’s. Hausherrin Erika begrüßte die Ankommenden und bat in den inzwischen wieder abgetrockneten Garten (eine Stunde vorher zog auch hier ein/das  Regengebiet durch). Schnell nahm die Truppe an verschiedenen, die Gartenkapazität ziemlich ausfüllenden Tischchen Platz, um es sich anschließend am zentral aufgebauten Frühstücksbuffet bei Kaffee und frischen Brötchen gut gehen zu lassen. Nachdem alle verköstigt waren, läutete die Reiseleitung mit einem Blick auf die Uhr den baldigen Aufbruch ein. Andreas und Angela verabschiedeten sich von der Truppe und blieben in Bremen, wo sie auch wohnen. Für alle anderen ging es nun endlich westwärts. Denn noch waren einige Kilometer abzuspulen zurück nach Delmenhorst. Durch Huchting, vorbei am Sodenmattsee ging es im Zick-Zack-Kurs stetig dem Ziel entgegen. Und bei den letzten paar hundert Metern Restwegstrecke war es den Insidern klar: Das Ziel musste bei Christoph und Marlies sein. Und richtig: Rauchschwaden aus dem Garten und ein aromatischer Duft von heißem Grillgut wehten schon über den halben Stadtteil. Auch Tobi mit Familie war gekommen und bediente den gut belegten Grill, der rechtzeitig angeheizt worden war. Zusätzlich standen in Mengen Salate, Brot und Getränke bereit, um die Abenteuer des heutigen Tages in geselliger Runde noch einmal Revue passieren und danach glücklich und zufrieden ausklingen zu lassen. Sogar das Wetter hatte ein Einsehen und ließ die Sonne noch einmal schnell alle möglichen Register ziehen.

Fazit: Diesmal waren es 35 gemeinsam geradelte Kilometer – zuzüglich der Individualwege für die eigene An- und Abreise. Bleibt ein großes Dankeschön auszusprechen dem Reiseleiter Günter, der wieder ein super Händchen für schöne Landschaften und gute, kommunikative  Wegstrecken bewies, natürlich den Gastgebern Erika, Marlies und Christoph für die exzellenten Bewirtungen an den Haltepunkten, sowie Tobi für den Serviceeinsatz und Mithilfe am Zielort. 

Übrigens: Für die Pausen- und Stoppstellen im nächsten Jahr gibt es schon jetzt erste Bewerbungen. Das verspricht schon heute, erneut eine äußerst interessante Tour zu werden. 


Günni, DL9BCP

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