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OV-Kohltour 2017

OV-Kohltour 2017 - Männerausflug mit Bollerwagen

 

Es ist Samstag, der 18. Februar kurz vor 15 Uhr MEZ. Ich stehe irgendwo im Nirgendwo, in der Hand die Deichsel eines mit allerlei Getränken bestückten, luftbereiten Bollerwagens. Mein Dank geht in Gedanken an Benjamin, der heute auf sein Gefährt großzügig verzichtet und mir damit die Ausfahrt erlaubt hat. Um mich herum Bäume, jede Menge Bäume - und Gestrüpp, viel Gestrüpp … und ein Autoparkplatz. Gerade rollen Dieter (DK1IJ) und Klaus (DO1KF) mit ihrem Gefährt heran und öffnen die Heckklappe des Wagens. Der kleine Bollerwagen wird nun auch noch fast bis zu seiner maximalen Tragfähigkeit belastet: Weitere Getränkeflaschen, und noch mehr Getränke, ein großer Schaumwürfel, ein Holzspiel im Netz, ein Soundblaster mit anhängendem MP3-Player für die „Mucke“. Die kleinen Kräuterfläschchen müssen gar nicht mehr verstaut werden – ihr Inhalt rinnt direkt über durstige Männerkehlen und landet als Basistrunk im leeren Magen der Kombattanten. Später – viel später – muss dort dann auch noch was anderes hinein – am Zielort, dem Elmeloh-Grill. Aber bis dahin sind erst noch knapp sechs Kilometer zu Fuß zu bewältigen. Und wir haben weniger als drei Stunden Zeit dafür! Das wird hart.

 

Die diesjährige OV-Kohltour hatte es in ihren Vorbereitungen schwer gehabt. Viele aus den Vorjahren schon blind gesetzte Teilnehmer hatten in diesem Jahr wegen anderer Verpflichtungen leider passen müssen. Aber: Später sitzen doch immerhin 15 hungrige Esser um die gefüllten und angehäuften Kohlschüsseln, Kasslerberge und Pinkeltürme herum. Mit Beginn der Wanderung, ausgehend vom Parkplatz Tiergarten, sind es immerhin acht. In diesem Jahr ist es eine reine Männerangelegenheit. Petrus hat ein Einsehen und unterbricht die sich über die Woche  hinziehende Regenfront exklusiv für uns am Samstag. Klaus hat ihn zwar dabei, aber der Regenschirm bleibt diesmal zugeklappt. Vielleicht muss man ihm noch einmal erklären, dass bei einer Kohltour keine Kamellen aufzufangen sind … Bei einem der ersten Druckbetankungs-Stopps bekommt unser SWL Patrick trockene Chips zu essen und soll dann ein Lied pfeifen. Leider verheimlicht er dabei, dass er dessen Melodie gar nicht kennt. So erfolgt die Lösung „nach Sicht“. Und wir sehen, dass da ein Männlein still (aber nicht stumm) im Wald steht.

 

Die Wegstrecke ist dieselbe wie im vergangenen Jahr. So ist der Wiedererkennungswert markanter Wegkreuzungen hoch, nicht zuletzt deshalb, da es an solchen Orten immer einen gehörigen Schluck aus einer der  diversen, geschmack- und gehaltvollen Pullen gibt. Unterwegs begegnen uns wiederholt Spaziergänger, die ein Pferd an der Leine führen oder auf ihm sitzend herumgetragen werden. Und wir haben keine Äpfel dabei! Am flüssigen Apfelkorn jedenfalls ist kein Hottehü interessiert.

 

Vor dem Elmeloh-Grill steht das Empfangskomitee bereit: Tobi (DG9BFP) – mit lädiertem Fuß – Christoph (DH4BAE), Peter (DG6BF) mit Frau sowie Günni‘s XYL Erika. Später kommen noch Jens (DM1JS) und XYL Heike dazu. Schnell sind Bollerwagen, Getränkereste und Supermucke im Auto verpackt und es geht ins Restaurant, wo Hühnersuppe, dampfende Grünkohlkessel und zu Bergen aufgetürmte Fleisch- und Wursttürme sehnsüchtig warten, endlich auf den Teller zu kommen und endlich verspeist zu werden. Wer möchte, und noch etwas Platz findet, vergnügt sich dann noch bei einem dieser kleinen, wohlschmeckenden  Desserts. Die Stimmung ist gut und alle sind mehr als zufrieden. So klingt der Abend satt und zufrieden aus.

 

Günni, DL9BCP

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