Radtour I18 - 2015

Radtour I18 - 2015

Radtour 2015

Es ist Sonntag, der 21. Juni 2015 kurz nach 10 Uhr. Nicht nur, dass heute Tag und Nacht gleich lang und somit Sommeranfang ist, nein-nein-nein, der Kalender weist für den Ortsverband Delmenhorst heute eine Feld-Wald- und Straßenhatz aus auf stählernem Ross. Treffpunkt ist der Eingang zum Jute-Center nördlich des Delmenhorster Hauptbahnhofes. Auch das Wetter hält mehr als der Wetterbericht verspricht, anfangs sogar mit einigen wärmenden Sonnenstrahlen. Ursprünglich hatten eine ganze Reihe von Fahrern gemeldet, nun sind zum Start leider einige Ausfälle zu beklagen: Probleme mit der eigenen Zylinderkompression, Schwierigkeiten in der Logistik,  eine blockierte Handschaltung nach fehlgeschlagenem Reparaturversuch und ein temporär, unkontrolliert auslaufender Tank sorgen für kurzfristige Absagen.  Trotzdem haben sich  schlussendlich 11 Teilnehmer versammelt. Kurz vor ½ 11 Uhr ist dann von Günter (DJ5UE), dem heutigen Reiseleiter, zuerst eine Vergatterung über Verhaltensmaßregeln im Kolonne fahren zu hören und danach klar und deutlich zu vernehmen: „Ladies and Gentlemen – please start your engines!“ Es geht los.

Nachdem schon der Treffpunkt in diesem Jahr neu ist, gestaltet sich auch der nun eingeschlagene Wegverlauf anders. Entgegen den vorjährigen Gepflogenheiten wendet sich der Tross zunächst gen Osten, um dann nach und nach in nördliche Richtungen abzudriften. Die Stedinger Landstraße wird gekreuzt und es geht an (80m)-Horst und Schönemoor vorbei nach Kreyenhoop.

„Es gibt immer nur Rückenwind“ hatte es auf dem Werbeprospekt geheißen, „mit Gelegenheit zu einem kleinen Plausch während der Fahrt“, und … „es geht immer nur bergab“. In Bookholzberg dann trifft Wunschdenken auf die harte Realität. Glücklicherweise schließen gerade die Bahnschranken und gewähren so eine kurze Rekonvaleszenzpause. Die direkt darauf folgende Bergetappe fordert den Teilnehmern die eine oder andere Energiereserve ab und lässt das Fahrerfeld wie ein Schifferklavier  auseinanderziehen. Eine kurze Verschnaufpause an der Bergkuppe vereint die Gruppe aber schnell wieder und führt zu der Erkenntnis: „Egal aus welcher Richtung man sich Bookholzberg nähert, es geht immer aufwärts!“

Die gut informierten Kreise wissen natürlich schon lange, dass es zum nun avisierten Frühstücksstopp zu Schmiddi (DL9BBG) in Bookholzberg gehen soll. Komisch nur, dass der seit Delmenhorst mit radelt, wo doch XYL Moni auswärts bei einem Treffen weilt. Wer bereitet denn da den Kaffeetisch vor? Unvermittelt schwenkt 5UE-Günter nach rechts auf einen kleinen Parkplatz, auf dem Christoph (DH4BAE) nebst XYL Marlies wie zufällig weilen und nun die Radler quasi in Empfang nehmen. Was geht denn hier ab? Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass man sich exakt vor einem großen Restaurant, dem „Schwarzen Ross“ befindet. Mehrfach fällt das Wort „Frühstücksbrunch“ ins Auge. Schmiddi stiefelt vor – alle anderen folgen im Gänsemarsch. Es herrscht ganz großes Tennis: Schmiddi hat die Frühstückspause kurzerhand ins Lokal verlegt. Ein vorbestimmter, gedeckter Tisch wird in Beschlag genommen. Danach geht es ans reich gedeckte Buffet …

… gut eine Stunde später mahnen Wetter-Apps zum baldigen Aufbruch. Von Westen stürmt ein Regengebiet unaufhaltsam heran. Irgendwo auf der Hälfte der noch verbleibenden Wegstrecke soll es uns einholen und überrollen. Während der restlichen Fahrt wird darauf dann jedoch vergeblich gewartet. Tja. das sind Schicksalsschläge, die man gerne einsteckt – genauso wie die Regenjacken, die letztendlich in den Taschen verstaut bleiben können.   

Zunächst geht es auf direktem Fahrradweg ins Zentrum von Ganderkesee. Vorbei am OV-Lokal und weiter über den Schlutter Berg. Die kurze Bergabpassage hin zum Kreisel wird gerollt und dient der Erholung der immer breiter werdenden Sitzflächen. Kein Wunder, dass während der Fahrt nun auch über bequeme Fahrradsättel und doppelt gefederte Motorradsitze vergangener Zeiten philosophiert wird. Weiter geht es in westlich Richtung, immer südlich der A28. Aber die Tour nähert sich nun auch ihrem Ende. Kurz noch den Brendelweg gekreuzt, durch eine Tordurchfahrt und dann rechts geschwenkt ist das Ziel erreicht: Nobbi (DL3BAQ) und XYL Moni begrüßen die Ankommenden.

Schnell ist die Gartenterrasse in Beschlag genommen. Bierzeltgarnituren sind hübsch dekorativ geschmückt und mit allerlei Getränken verziert. Auch der voll belegte Gasgrill  hat schon seine Tätigkeit aufgenommen. Trotzdem bleibt ausreichend Zeit, den hübsch angelegten Garten, Teich und Antennenanlage gebührend in Augenschein zu nehmen. Andreas (DF7BN), der die Tour aufgrund eines dunkelblauen Handikaps am rechten Mittelfinger leider nicht persönlich begleiten konnte trifft nun auch zusammen mit XYL Petra und Tochter Lena ein. Noch einmal wird sich dem reich mit leckeren Salaten, hausgemachter Kräuterbutter und frischem Brot gedeckten Tisch gewidmet und zugelangt. Gegen 16 Uhr fallen dann auch endlich ein paar der zuvor so vehement angekündigten Regentropfen - es sind 117 an der Zahl. Das ist es dann aber auch schon wieder.

Ungeachtet der individuellen An- und Abfahrten zu Start und Ziel wurden gemeinsam insgesamt 11 x 31 = 341 Kilometer erradelt. Es gab keinerlei Ausfälle, Pannen und glücklicherweise auch keine Unfälle oder Blessuren. Es wurde gemeinsam gestartet, geradelt, man nahm gegenseitig Rücksicht und kam geschlossen in der Gruppe am Ziel an.

Wieder einmal hat Günter (DJ5UE) ein feines Händchen, Über- und Umsicht bewiesen bei der Wegplanung und Durchführung. Schmiddi, Moni und Nobbi wiederum sorgten mit kulinarischen Highlights für beste Stimmung.

Vielen lieben Dank Günter, Schmiddi, Moni und Nobbi – ihr habt uns allen einen supertollen Tag bereitet.

kawi – der alles live miterlebt hat

Fotos: DK1IJ

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie unter Datenschutz. Akzeptieren.