SSB Fieldday 05.-06.09.2015

SSB Fieldday 05.-06.09.2015

SSB-Fieldday 2015-09

Fotos: DK1IJ

Jaja, leider bewahrheitete sich der Song – damals voller Inbrunst von Dalida gesungen – mal wieder vollumfänglich. Die Vorabbegehung eine Woche zuvor auf besagter Waldlichtung im städtischen Forst „Große Höhe“ ganz in der Nähe vom „Mikado“, extra vorverlegt auf einen sonnig warmen Samstagvormittag (wohlwissend um den kommenden, sonntäglichen Regen), führte so lediglich zu klatschnassen Hosenbeinen, Socken und Schuhwerk, hervorgerufen durch die ungemähte, hochstehende Wiese. Das musste doch irgendwie zu toppen sein! Gesagt – getan! Zum IARU-Region 1-SSB-Fieldday-Wochenende sieben Tage später, an dem der OV Delmenhorst wie in den Vorjahren auch in der „portablen - Multi-OP - low-power - non-assisted – Gruppe“ antrat, gab es ein ganz anderes wettertechnisches Gesicht. Der Aufbau von Antenne, OV-Funkzelt, Pavillon, Stromaggregat und Funkstation konnte noch bei Trockenheit erfolgen (sieht man einmal von den schon bekannten nassen Socken, Hosenbeinen und Schuhen aufgrund der noch immer ungemähten Wiese großzügig hinweg). Doch dann erhob sich eine recht schnell vom Hauch zum Starkwind entwickelnde Luftbewegung mit nachfolgendem Regen, die das Team umgehend zu der Überzeugung brachte, den in offener Bauweise ausgeführten, allseitig barrierefrei begehbaren Pavillon schnellstmöglich gegen das große, rundum geschützte OV-Zelt auszutauschen. Diese Einsicht kam noch einmal gerade zur richtigen Zeit. Denn kaum, dass die Zelte ausgetauscht waren, kam schon wieder eine Ladung „Gutes“ von oben herab geschüttet. So sollte es von nun an das ganze Wochenende bis Sonntagnachmittag weitergehen. Tolle Aussichten!

Ähnlich zäh startete pünktlich um 15:00 Uhr (Küchenzeit) der Wettbewerb. Ach ach, wo waren sie hin, die guten Funkausbreitungsbedingungen? Das 10m-Band – ein Totalausfall. Das 15m-Band, ebenso wie 20m – schwierig zu arbeiten. 40m lief auch schon einmal besser. Aber in der Nacht war Verlass auf das 80m-Band,  und es kamen Punkte um Punkte ins Log, wenngleich es in den Vorjahren auch hier viel zügiger gelaufen war.

Während der „Hundewache“ von 2 bis 4, Klaus und Günni fischten gerade das 80m-Band ab, versagte plötzlich die Kopfhörerverstärkereinheit, die von Dieter bereitgestellt worden war. Zunächst wurde leichtsinnig das versorgende Netzteil als Übertäter lokalisiert, jedoch musste dann auch noch festgestellt werden, dass die Platzbeleuchtung ebenfalls nicht mehr funktionierte. Und dabei war es auch noch so verdächtig still (mal von den mehr oder weniger lauten Schlafgeräuschen einiger Autoinsassen abgesehen). Der Fehler musste also weitreichender sein! Klar, der Generator war ebenso still und lief nicht mehr. Spaziergang hin, überprüfen der Benzin- und Pumpeinrichtung, Starterseil anreißen … und schon wurde es wieder hell. Doch kaum war der Rückweg absolviert und man wollte sich wieder dem Funkgerät und seiner inzwischen anderweitig besetzten Frequenz zuwenden – zack – war das Ding schon wieder aus. Spielte da einer mit uns in der Dunkelheit, schaltete den Jockel immer wieder aus und lachte sich eins ins Fäustchen? Nach Betätigen des Handstarters blieb man daher im Schatten kurz stehen. Da, plötzlich fing der Jockel von alleine an zu husten, schüttelte sich und erstarb schon wieder. Vorsorglich wurde der Reserve-Benzinkanister geholt und nachgetankt. Ah ja – hier war der Übeltäter also zu suchen. Irgendwann hatte es der Vergaser nicht mehr geschafft, selber seinen benötigten Sprit anzuhebern. Es bildeten sich Luftblasen und dann war es halt soweit: der stetige Kraftstoffstrom riss und der Generator blieb stehen. Fehler lokalisiert – Fehler beseitigt! Letztendlich kostete diese Aktion dann aber doch ca. 20 Minuten der kostbar knappen Gesamtfunkzeit.

Der Brötchendienst am Sonntagmorgen – natürlich mit gekochtem Ei zum Frühstück und frisch gebrühtem, heißem Kaffee – funktionierte einwandfrei, übrigens genauso wie die Gulaschsuppenverpflegung am Samstagabend. Schon traditionell übernahmen Thorben und Sven dann die letzte Schicht an der Funkstation und führten den Wettbewerb so zu Ende.

Gaaaaaaanz knapp hat es wieder nicht gereicht, die 200.000-Punkte-Marke zu knacken. Ebenso wurde leider erneut die Gesamtzahl von 600 QSO’s verpasst. Aber trotzdem bleibt es  festzuhalten: Diesen Bedingungen waren auch unsere anderen Mitstreiter ausgesetzt. Daher muss abgewartet werden, wie unser Ergebnis von immerhin 581 QSO’s, 97 Multis und 198.000 erreichten Punkten im Vergleich zu werten ist.

Ein großes Dankeschön an die Crew und alle Helfer, die dieses Wochenende ermöglicht und zu diesem Erfolg verholfen haben! Ihr habt einen tollen Job geleistet! Bleibt zu hoffen, dass uns Dalida in Zukunft möglichst verschonen mag mit ihrem Lied und den Wetterauswirkungen dazu: „Am Tag als der Rrrrääägen kam ……..“

Günni, DL9BCP

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