Bauanleitung für eine mini 6m Loop

    Bauanleitung für eine mini 6m Loop

      Bauanleitung für eine "mini" 6m Loop

       

       

      Extrem kleine COAX Loop Antenne für 6m

       

       

      Diese sehr kleine Loop Antenne hat gerade mal ca. 10cm Durchmesser und kann zur Not mit einer Schnur an die Deckenleuchte im Shack gehängt werden ;-)

       

      Das benötigte Material findet man nahezu vollständig in der Reste Kiste. Ich habe verwendet:

       

       

             34 cm RG58 (RG 213 lässt sich aufgrund des kleinen Biegeradius nur beschwerlich verarbeiten, RG 174 wäre nur für qrp – geschätzt 10-15 Watt – verwendbar)

             ca. 10 cm Kupferdraht, isoliert oder nicht, spielt keine Rolle. Litze ist nicht geeignet, es wird die mechanische Stabilität benötigt

             eine Antennenbuchse (hatte ich gerade nicht zur Hand, deshalb habe ich einen Stecker und ein cm RG 213 verwendet

             einen Kabelbinder für die mechanische Stabilisierung (für die Funktion nicht notwendig – nur zur Entlastung der Lötstellen)

       

      Die Schaltung

       Der Innenleiter der Speiseleitung wird mit der „Schirmung“ der Loop verbunden. Am anderen Ende verbindet man die Schirmung mit dem gegenüberliegenden Innenleiter, der übrige Innenleiter bleibt offen (ggf. isolieren). Der Kupferdraht wird mit der Schirmung der Speiseleitung verbunden und als Induktivität um den entstandenen Coax Ring gewickelt.

       

       

      Schon fertig?

      Im Prinzip schon. Bauzeit max. 10 Minuten (anheizen des Lötkolben mitgerechnet), wenn da der Abgleich nicht wäre. Hier ist ein Analyser wirklich hilfreich, da die Abstimmung an 3 Komponenten vorgenommen werden muss und dieses im Nervenraubenden mm Bereich geschieht.

      1.     Maßgeblich für Resonanzfrequenz ist der Umfang der Loop. Also bedeutet dies, die Antenne gefühlt ein Duzent mal zu bauen ;-)

      2.     die Anzahl der Windungen bestimmt den Speisewiderstand im Resonanzpunkt. Das Optimum liegt bei mit zwischen 3 und 4 Windungen

      3.     Durch Verschieben der Induktivität in Verbindung mit geringfügiger Änderung der Windungszahl lässt sich der Resonanzpunkt um ca. 1 MHz verschieben

       


      Die nutzbare Bandbreite ohne nachstimmen beträgt ca. 200 kHz. Die max. Sendeleistung würde ich mit ca. 50 Watt PEP (SSB) angeben. Hohe Spannungen sind hier kein Problem, jedoch erwärmt sich die Antenne bei hoher Leistung im Bereich der Induktivität und die Resonanzfrequenz verschiebt sich nach unten. Sich bei kurzzeitigem Betrieb in SSB auch mit 100 Watt kein Problem – bei 500 Watt schmilzt  die Isolierung des Coax – Ringes ;-)

       

      Wirkungsgrad der Antenne:

       

      Natürlich kann auch diese Antenne die Physik nicht aushebeln. Ich habe sie provisorisch unter Dach montiert montiert und bin geschätzt 4 S Stufen leiser als mit meiner HB9CV, welche vernünftig überm Dach montiert ist da müssen nach weitere Tests folgen. Da ich mit dieser Antennenform schon mehr Erfahrung auf den KW-Bändern als Potabel-Antenne sammeln konnte, würde ich diesen Strahler auf -3 bis -5 dBD schätzen, also bestimmt 2 S-Stufen schwächer als die Doppelquad, wie sie DO9KK, Tobias, beschrieben hat.

       

      Der große Vorteil dieser Antenne:

       

      1.     Die Baukosten begrenzen sich auf eine Antennenbuchse und einem Kabelrest aus der Mülltonne

      2.     Die Bauzeit ist deutlich kürzer als ein Tatort im öffentlich rechtlichen

      3.     Die Antenne ist so klein – wer den Platz hat, ein Handfunkgerät auf den Schreibtisch zu stellen, findet auch den Platz für diese etwa 10cm kleine Antenne

       

      73 und viel Spaß beim experimentieren

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