Kurzzeit-Diplom 2027 „Sehenswürdigkeiten der Stadt Mayen“
Aktivierung
| Datum | Referenz | Aktiviert von | ||
| 01.01.2027 | MAY-02 | DD8VX | ||
.. weitere Termine folgen.
Diplominhaber
| Call | Nr. | |
| xxx | 001 | |
Die Stadt Mayen ist bekannt für ihre historische Burg, vulkanische Landschaften und bedeutende Persönlichkeiten.
Mit dem Amateurfunk-Diplom „Sehenswürdigkeiten der Stadt Mayen“ möchten wir Funkamateuren weltweit die Möglichkeit geben, diese Besonderheiten funkaktiv zu entdecken.
Bedingungen
Zur Erlangung des Diploms sind entsprechend unterschiedliche Referenzen zu erarbeiten.
- Es zählen alle Verbindungen mit Stationen aus K47, die unten aufgeführte Referenzen im Zeitraum 01.01. bis 31.12.2027 aktivieren und im Diplom-Aktivitätskalender (siehe Homepage K47) hinterlegt sind.
- Jede Verbindung mit einer Station zählt pro Referenz nur einmal. Die jeweilige Referenz-Nr. wird im QSO genannt.
- Die Clubstation DF0MY kann einmalig an einem beliebigen Termin als Joker für eine beliebige, fehlende Referenz eingesetzt werden.
- Eine Verbindung mit DQ45MYK ist obligatorisch.
- Die Logs der Aktivitäten werden zum Abgleich zentral gespeichert.
- Alle Funkamateure und SWLs weltweit können das Diplom arbeiten.
- Alle Bänder und Betriebsarten, ausser Relais-/Remotebetrieb sind zugelassen.
- Das Diplom kann vom 01.01.2027 bis 31.12.2027 gearbeitet werden.
- Diplomanträge können bis zum 30.06.2028 gestellt werden.
Diplomklassen
- Klasse A (Basis): 4 unterschiedliche Referenzen plus 1x DQ45MYK
- Klasse B (Plus): 6 unterschiedlich Referenzen plus 1x DQ45MYK
- Klasse C (Top): 6 unterschiedlich Referenzen und 2 Rufzeichen je Referenz plus 1x DQ45MYK
Referenzen
- MAY-01 – Genovevaburg
- MAY-02 – Stadtmauer & Brückentor
- MAY-03 – Marktplatz Mayen
- MAY-04 – Grubenfeld (Vulkanpark)
- MAY-05 – Schieferbergwerk Mayen
- MAY-06 – „Mayener Jung“ – Mario Adorf
Antrag
Für das Diplom ist der unten verlinkte Antrag zu nutzen.
Beim Antrag ist die Klasse anzugeben, für die das Diplom beantragt wird.
Das Diplom ist kostenfrei als PDF erhältlich.
Anträge bitte per E-Mail an: K47_DARC@gmx.de.

Die Genovevaburg ist das Wahrzeichen der Stadt Mayen in Rheinland-Pfalz.
Sie erhebt sich auf einer Felskuppe oberhalb des Marktplatzes und prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild. Die imposante Burganlage stammt ursprünglich aus dem Jahr 1280 und wurde vom Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen als Schutz- und Verwaltungsburg errichtet.
Im Laufe ihrer langen Geschichte wurde die Burg mehrfach belagert, zerstört und wieder aufgebaut. Besonders im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde sie 1689 von französischen Truppen niedergebrannt, später jedoch wieder aufgebaut und erweitert.
Die heutige Anlage besteht aus einer Oberburg mit dem markanten, etwa 34 Meter hohen Goloturm sowie einer etwas tiefer gelegenen Vorburg. Zur Stadtseite führt eine rund 20 Meter lange gotische Steinbrücke über den ehemaligen Burggraben zum Haupttor der Burg.
Heute beherbergt die Genovevaburg das Eifelmuseum sowie das Deutsche Schieferbergwerk, dessen Stollensystem sich rund 16 Meter unter der Burg befindet und Einblicke in die geologische und kulturelle Geschichte der Eifel bietet.
Darüber hinaus ist die Burg ein wichtiger kultureller Treffpunkt der Region: Im Innenhof finden jedes Jahr die Burgfestspiele Mayen statt, die zahlreiche Besucher zu Theater- und Musikveranstaltungen in einzigartiger historischer Atmosphäre anziehen.
Mit ihrer bewegten Geschichte, der beeindruckenden Architektur und ihrer kulturellen Bedeutung zählt die Genovevaburg zu den bedeutendsten historischen Bauwerken der Eifel und ist ein beliebtes Ziel für Besucher aus nah und fern.

Die historische Stadtbefestigung von Mayen zählt zu den bedeutenden mittelalterlichen Bauwerken der Stadt. Bereits im 13. und 14. Jahrhundert wurde die Stadt mit einer starken Wehrmauer, mehreren Türmen und Toranlagen befestigt, um die Bewohner vor Angriffen zu schützen. Teile dieser Anlage sind bis heute erhalten und vermitteln einen eindrucksvollen Eindruck der mittelalterlichen Stadtstruktur.
Ein besonders markantes Bauwerk dieser Befestigungsanlage ist das Brückentor. Das mächtige Stadttor entstand um 1326 und diente als wichtiger Zugang zur Stadt. Durch dieses Tor führte früher eine Brücke über den Stadtgraben, von der sich auch der Name „Brückentor“ ableitet. Das Tor war Teil der Verteidigungsanlage und konnte im Ernstfall geschlossen und verteidigt werden.
Das Brückentor beeindruckt durch seine massive Bauweise aus Basaltstein, der typisch für die Region der Eifel ist. Der hohe Torturm mit seinen kleinen Fenstern und Schießscharten zeigt deutlich den wehrhaften Charakter der Anlage. Über Jahrhunderte hinweg war das Tor ein zentraler Punkt des städtischen Lebens, durch den Händler, Reisende und Bewohner die Stadt betraten.
Auch heute sind Reste der alten Stadtmauer rund um die Altstadt sichtbar und erinnern an die bewegte Geschichte von Mayen. Gemeinsam mit historischen Gebäuden und Plätzen bildet das Brückentor ein wichtiges Zeugnis der mittelalterlichen Vergangenheit der Stadt.
Die Stadtmauer und das Brückentor gehören heute zu den beliebtesten Fotomotiven der Altstadt und sind ein fester Bestandteil eines Rundgangs durch das historische Mayen.

Der historische Marktplatz von Mayen bildet das lebendige Zentrum der Altstadt und ist seit Jahrhunderten ein wichtiger Treffpunkt für Bewohner und Besucher. Bereits im Mittelalter fanden hier Märkte, Feste und Versammlungen statt.
Besonders prägend für den Platz ist die katholische St. Clemens Church (Mayen), deren markante Zwillingstürme weithin sichtbar sind und das Stadtbild dominieren. Rund um den Platz befinden sich zahlreiche historische Gebäude, Cafés und Geschäfte, die zum Verweilen einladen.
Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde der Marktplatz wieder aufgebaut und später zu einer Fußgängerzone umgestaltet. Heute ist er ein beliebter Ort für Veranstaltungen, Stadtfeste und Wochenmärkte und gilt als das Herz der Stadt Mayen.
Durch seine Mischung aus Geschichte, Architektur und lebendigem Stadtleben gehört der Marktplatz zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Treffpunkten der Region.

Das Mayener Grubenfeld gehört zu den beeindruckendsten Landschaften rund um die Stadt Mayen und ist Teil des Vulkanpark. Das weitläufige Gelände zeigt eine einzigartige Mischung aus Natur, Vulkanismus und jahrtausendealter Bergbaugeschichte.
Die Basaltlava, die hier abgebaut wurde, entstand durch Vulkanausbrüche vor etwa 200.000 Jahren. Aus dem Lavastrom des Bellerberg-Vulkans entstand ein besonders hartes Gestein – Basalt –, das sich hervorragend für die Herstellung von Mühlsteinen, Reibsteinen und Werksteinen eignet. Schon vor rund 7.000 Jahren begannen Menschen, dieses Material im Grubenfeld abzubauen.
Heute führt ein Rundweg durch die beeindruckende Landschaft der ehemaligen Steinbrüche. Besucher entdecken dort hohe Basaltwände, alte Kräne und Spuren der Bergarbeit aus verschiedenen Jahrhunderten. Besonders sehenswert sind der Silbersee, der Skulpturenpark Lapidea mit Kunstwerken aus vulkanischem Stein sowie ehemalige Stollen, in denen heute zahlreiche Fledermäuse leben.
Direkt am Rand des Geländes befindet sich das Besucherzentrum Erlebniswelten Grubenfeld. In dieser modernen Ausstellung erfahren Besucher auf interaktive Weise mehr über den Vulkanismus der Eifel, die Geschichte des Basaltabbaus und das harte Leben der Steinbrecher.
Mit seiner besonderen Verbindung aus Natur, Geologie und Geschichte zählt das Mayener Grubenfeld zu den spannendsten Ausflugszielen der Region und ist ein wichtiger Bestandteil des Vulkanparks der Osteifel.

Das Deutsches Schieferbergwerk ist eine der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Mayen. Das Besucherbergwerk befindet sich rund 16 Meter unter der Genovevaburg und führt die Besucher in eine faszinierende unterirdische Welt des historischen Bergbaus.
Das rund 340 Meter lange Stollenlabyrinth vermittelt anschaulich, wie früher Schiefer abgebaut wurde und wie die Bergleute in der Eifel gearbeitet haben. In den unterirdischen Gängen können Besucher originale Maschinen, Loren, Seilsägen und Presslufthämmer entdecken. Viele Stationen sind so gestaltet, dass man Technik und Werkzeuge direkt erleben kann.
Die Stollen selbst haben eine besondere Geschichte: Sie wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs als Luftschutzbunker in den Burgfelsen gesprengt. Während der schweren Bombenangriffe auf Mayen im Jahr 1944 fanden hier zeitweise bis zu 3.000 Menschen Schutz. Heute dient das Stollensystem als Museum und Erlebnisbergwerk.
Ein Highlight des Besuchs ist eine simulierte Lorenfahrt, bei der Besucher erleben können, wie früher das abgebaute Gestein aus dem Berg transportiert wurde. Die Ausstellung beginnt außerdem mit einem Blick auf die geologische Entstehung der Eifel, die vor rund 400 Millionen Jahren im Meer begann und später zur Bildung des Schiefers führte.
Das Deutsche Schieferbergwerk gehört zum Eifelmuseum Mayen und zeigt eindrucksvoll die enge Verbindung zwischen der Region Eifel und dem Bergbau. Für Besucher ist es eine spannende Zeitreise in die Geschichte der Arbeit unter Tage und ein einzigartiges Erlebnis mitten in der Altstadt von Mayen.

Der Schauspieler Mario Adorf gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die aus der Eifel stammen. Geboren wurde er 1930 in Mayen, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Trotz seiner internationalen Karriere als Schauspieler und Autor hat er seine Heimatstadt nie vergessen und wird von den Mayenern liebevoll als „Mayener Jung“ bezeichnet.
Mario Adorf spielte im Laufe seiner Karriere in mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen und zählt zu den bedeutendsten deutschen Schauspielern des 20. und 21. Jahrhunderts. Seine Rollen führten ihn auf internationale Filmsets in ganz Europa und machten ihn weit über Deutschland hinaus bekannt.
Die Stadt Mayen ist besonders stolz auf ihren berühmten Sohn. Als Zeichen der Verbundenheit wurde Adorf zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Außerdem engagierte er sich seit vielen Jahren als Pate der Burgfestspiele Mayen, einem der wichtigsten kulturellen Ereignisse der Region.
Eine besondere Erinnerung an ihn ist die Figur „Mayener Jung“ in den Grünanlagen der Genovevaburg. Die Skulptur wurde nach einer Idee von Mario Adorf gestaltet und aus Basaltlava aus dem Mayener Grubenfeld gefertigt. Sie zeigt einen frechen Jungen mit Steinschleuder und Rucksack – ein Symbol für den typischen, lebensfrohen Jungen aus Mayen.
Bis zu seinem Tod sprach Mario Adorf bei vielen Gelegenheiten mit großer Verbundenheit über seine Heimatstadt und bezeichnete sich selbst gern als „Mayener Jung“.
Mario Adorf starb am 8. April 2026 nach kurzer Krankheit im Alter von 95 Jahren in seiner Pariser Wohnung.

