Stationsbeschreibung DL0DG

Die Club- und Conteststation des OV L02


Die Clubstation mit dem Rufzeichen DL0DG und dem Locator JO31JL ist wie folgt ausgestattet:

QSL-Karte der Clubstation DL0DG

Funkgeräte:
- Transceiver FT-847
- Transceiver TS-520S
- Transceiver IC-821
- Transceiver TM-V71
- Transceiver FTDX-500
- Packet Transceiver T7F
- Receiver FRG-8800

Antennenanlage:
- Versatower W30
- Rundstrahler X300
- Spiderbeam für 20|15|10m
- 12 El. 2m Yagie
- 8 El. 70cm Yagi
- 160m Deltaloop
- Eigenbau sym. vollautomatischer Koppler
- Antennetuner SGC-230

Sonstiges:
Für den Betrieb digitaler Betriebsarten und zur Führung elektronischer Logbücher stehen
mehrere PC's und ein Internetanschluß zur Verfügung.
Da wir über ein Ausbildungsrufzeichen verfügen, ist an unserer Clubstation auch
für Einsteiger Ausbildungsfunkbetrieb möglich.

2m Relais DB0WW

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Das 2m Relais des OV L02


Rufzeichen: DB0WW
Frequenz:   145,625 MHz
Locator:      JO31II


Aktuelle Liste aller Relais im Umkreis von 30km um DL0DG

Die Relays-Story ...

Relaisfunk im DARC-Distrikt Ruhrgebiet (Eugen Weiler, DC9EL)

Im Jahre 1970 wurden in größerem Umfang durch eine Umstellung des Kanalrasters bei kommerziellen Funkdiensten auf 20 kHz Kanalabstand 2m-FM-Funkgeräte mit dem alten 50 kHz-Kanalraster frei. Von diesen sogenannten "Taxifunkgeräten" gerieten viele in die Hände von Funkamateuren, die hiermit begannen. Mobilfunk auf dem 2m-Band in FM durchzuführen. Bis zu dieser Zeit wurde der 2m-UKW-Funk durchweg in AM mit Quarzen und zum Teil schon in SSB betrieben.

Als Mobilfrequenz in den meist ein- bis zweikanaligen Geräten kristallisierte sich die Frequenz 145,150 MHz heraus. Schon bald bestand der Wunsch, die Reichweite der Verbindungen durch sogenannte Umsetzer zu vergrößern.

Anläßlich einer Dienstreise nach Frankfurt im Herbst 1970 kam ich mit einem solchen "Umsetzer" in Kontakt. Ich hatte wie immer meine Portabel-AM-Station (Semco) mitgenommen und fuhr eifrig abends vom Hotelzimmer aus mit diesem Gerät und einer zerlegbaren HB9CV-Antenne QSO, als mir jemand die Frequenzen für einen Versuchsumsetzer in Frankfurt durchgab. Dank zweier getrennter VFOs für RX und TX konnte ich mich auf das Frequenzpaar 144,150 und 145,850 MHz einstellen und einige QSOs fahren. Es funktionierte nicht sehr gut, fuhr ich doch AM, während der Umsetzer in FM arbeitete, doch die Gesprächspartner konnten mich so recht und schlecht verstehen, wenn ich ein wenig von der Mittenfrequenz wegdrehte.

Diese neue technische Einrichtung war für mich faszinierend. Nach Hause zurückgekommen, berichtete ich beim nächsten OV-Abend von dieser "neuen Technik", die ich für zukunftsträchtig hielt und von der ich überzeugt war, daß sie in unserem OV L02 eingesetzt werden sollte.

Das Interesse der meisten Clubkameraden war recht begrenzt; immerhin war unser damaliger technischer Referent Werner Ruioff, DC6WR, bereit mitzumachen, wenn ein geeignetes FM-Gerät zur Verfügung stehen würde.

Innerhalb von zwei Wochen war ein edler Spender, Eugen Dröse, DC9ZL, gefunden, und die Arbeit konnte beginnen. DC6WR baute die Siemens Funkanlage W8 auf gleichzeitigen Sende- und Empfangsbetrieb um mit einem Schaltkreis für die Rauschsperrenauswertung. Ich entwickelte eine Steuerung, die das Rauschsperrensignal zur Sendersteuerung benutzte und welche ca. alle vier Minuten ein Rufzeichen mit Hilfe eines Präzisionsmeßmotors und einer photoelektrischen Abtastung erzeugte.

Anfang Dezember war der "Umsetzer" bereit für eine Inbetriebnahme. Der Versuch, eine offizielle Genehmigung von der OPD zu erhalten, scheiterte. Kurz vorher wurde nämlich die Ausgabe solcher schon an einigen Stellen von den OPDen erteilten Versuchsgenehmigungen gestoppt, weil eine umfassende Regelung für FM-Relaisfunkstellen geschaffen
werden sollte. So entschlossen wir uns, ohne formelle Genehmigung mit unserem Clubrufzeichen DL0DG "in die Luft" zu gehen.

Das Relais ging kurz vor Weihnachten an zwei horizontalen Winkeldipolen auf dem Dach des Hochhauses der Ingenieurschule Duisburg in Duisburg-Neudorf in Betrieb. QRV waren zunächst nur DC6WR und ich mit zwei Siemens-"Bügeleisen" (mit Bleistiftröhren bestückte tragbare Geräte).

Innerhalb des OV gab es einige Probleme wegen der fehlenden offiziellen Genehmigung des "Umsetzers", die wir jedoch in unserer Begeisterung ignorierten.

Die Frequenzpaarung des "Umsetzers" DL0DG war anfänglich 144,150 MHz für die Eingabe, 145,850 MHz für die Ausgabe. Unter der Eingabe lag das CW-Segment des 2m-Bandes, oberhalb der Ausgabe der Bakenbereich.

Infolge der auch an anderen Orten entstehenden Umsetzer (Dortmund, Eifel, Osnabrück) und der damit verbundenen gegenseitigen Störungen wurde es bald notwendig, weitere Kanalpaare zu schaffen, was in verschiedenen Umsetzertagungen besprochen wurde. Duisburg änderte die Ausgangsfrequenz auf 145,750 MHz und lag damit auf dem nun sogenannten Kanal Rl.

Die Vereinbarung während einer Tagung am 17. April 1971 in Münster, bei der beschlossen wurde, daß in Osnabrück, Dortmund und Duisburg je ein "Relais" - so hießen sie nun! - auf dem Kanal Rl (144,150 MHz/145,750 MHz) betrieben werden sollte (Motto: "Auf einem Kanal durch das Ruhrgebiet !"), erwies sich alsbald als nicht praktikabel wegen der ständig wachsenden Reichweiten der Relais.

Am 4. September 1971 fand in Bochum in der Volkssternwarte eine Tagung unter der Leitung von Alfred Schlendermann, DL9GS, statt, auf der die UKW-FM-Relaisfunkstellen des Ruhrgebietes und Westfalens neu geordnet wurden.

Es wurde folgende Kanalverteilung beschlossen:

Bentheim 144,200/145,800 MHz R2
Detmold 144,250/145,850 MHz R3
Dortmund 144,200/145,800 MHz R2
Duisburg 144,150/145,750 MHz R1
Essen 144,250/145,850 MHz R3
Münster 144,250/145,850 MHz R3
Osnabrück 144,150/145,750 MHz R1


Inzwischen waren die Sende- und Empfangsantennen auch in Duisburg entsprechend der geplanten Nutzung der Relais für Mobilstationen auf zwei vertikal polarisierte Groundplane- Antennen umgestellt worden.

Am 13. Dezember 1971 erhielt die Relaisfunkstelle die Lizenzierung mit dem Rufzeichen DB0WW, das jedoch schon seit dem September 1971 auf unserer "Rufzeichenmaschine" lief. Gleichzeitig wurde dem inzwischen erbauten Relais in Essen das Rufzeichen DB0WE zugeteilt.

Im späten Frühjahr 1972 wurde DB0WW zum "Haus Hartenfels" im Duisburger Wald verlegt. Am 8. August 1972 übersandte uns die OPD Düsseldorf die Lizenzurkunde für den geänderten Standort "Haus Hartenfels".

Bei der IARU-Region-1-Konferenz Mitte Mai 1972 in Scheveningen wurde der deutsche Antrag abgelehnt, das in DL benutzte Relais-Frequenzraster mit mittlerweile sieben Kanälen mit 1,6 MHz, 1,45 MHz und 1,4 MHz Sende-Empfangsabstand zu sanktionieren. Der finnische Verband SARL brachte den Antrag auf ein 600 kHz-Abstands-Raster mit den Kanälen Rl bis R9 (145,025 MHz bis 145,225 MHz Eingang, 145,625 MHz bis 145,825 MHz Ausgang) ein, der angenommen wurde. Gleichzeitig wurde ein Relaisraster für 70cm-Relais verabschiedet, das dem noch heute in DL, HB und OE gebräuchlichen entspricht.

1974 wurde auf einer VHF-Working-Group-Tagung in Baunatal die Zahl der 2m-Relais-Kanäle auf 10 erhöht, indem R0 hinzugenommen wurde.

In den Jahren 1973 und 1974 stellten - nach anfänglichen starken Protesten - die deutschen Relais, und damit auch die Relais zunächst in Essen und dann später auch in Duisburg, ihren Betrieb auf den 600 kHz-Weichenabstand um unter Benutzung einer nun notwendigen aufwendigen Weiche mit sechs Töpfen und nur noch einer Antenne.

DB0WE (Essen) kam auf den neuen Kanal R9, DB0WW (Duisburg) auf den neuen Kanal Rl.

Wegen der überaus starken Benutzung des Relais DB0WW und der zum Teil unglaublich langen Durchgänge und wegen der hohen Hübe der Sender der Relaisbenutzer wurden im Laufe der Zeit an DB0WW mehrere "reglementierende" Elektroniken eingebaut.

So entstanden eine Sprechzeitbegrenzung auf 90 sec, ein Besetztzeichen nach 75 sec und eine Hubabschaltung bei Überhub sowie eine Bevorzugung der Mobilstationen durch einen "Mobil- Detektor". Außerdem wurde eine Überwachung der Umschaltpause eingebaut.

Gleichzeitig bauten die Mitglieder des VFDB Ortsverbandes Z40 zur Entlastung des 2m-Relais in Duisburg das erste 70cm-Relais des Distriktes auf dem Kanal R72. Dieses wurde am 18. April 1973 lizenziert.

Es folgte am 18. März 1975 das 2m-RTTY-Relais DB0SI, das von DJ1IH, Wolfgang Colberg (L17), auch auf dem "Haus Hartenfels" in Duisburg errichtet wurde. Es arbeitete mit einem Bosch KFT 160 auf zwei horizontale Bigwheel-Antennen.

Am 12. August 1976 wurde am gleichen Standort das erste 23cm-Relais des Distriktes Ruhr- gebiet, DB0YD, auf Kanal R20 genehmigt. Sein Sendesignal wurde zunächst durch Verviel- fachung aus einem 2m-Band-Gerät gewonnen.

Es folgten am 6. September 1982 das 70cm-Relais in Wesel, DB0NW, auf R78, am 25. Juli 1984 DB0DR als zweites 70cm-Relais in Duisburg auf R98 und am gleichen Tage DB0EE in Emmerich-Elten auf Kanal R85.

Am 11. Februar 1983 erhielt als zweites deutsches 10m-FM-Relais DB0RU c seine Genehmigung von der OPD Düsseldorf. Standort des Senders war ebenfalls "Haus Hartenfels". Der Empfänger befand sich auf dem Hochhaus der Universität (FH) Duisburg. RX und TX wurden mit einer 10 GHz-Richtfunkstrecke gekoppelt. Die Empfangsfrequenz war 29,530 MHz und die Sendefrequenz 29,630 MHz.

Wegen Umbaumaßnahmen am "Haus Hartenfels" mußten die vier dort installierten Relais DB0WW, DB0SI, DB0YD und DB0RU (heute: DF0MHR) am 31. August 1985 ihren Standort aufgeben.

DB0WW wurde zum Duisburger Süden auf das Dach eines Stahlwerkes verlegt. Dort war eine Reserveanlage schon Tage vorher aufgebaut worden, so daß der Übergang ohne Betriebspause vonstatten ging.

DB0SI wurde nach längerer Umbauzeit in Geldern in Betrieb genommen.

DB0YD befindet sich heute auf dem Fernmeldeturm an der Duisburg-Mülheimer Stadtgrenze.

Der Sender von DB0RU (heute: DF0MHR) erhielt seinen Standort auf einem Silo am Mülheimer Hafen, der Empfänger wurde auf dem Max-Planck-Institut in Mülheim installiert (heutige Frequenzen: Eingabe 29,560 MHz, Ausgabe 29,660 MHz).

OV-Frequenzen

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Auf diesen QRGs sind wir QRV


Bevorzugte Frequenz unserer Mitglieder auf 2m: 145,350 MHz.
OV-Runde von L02 jeden Mittwoch ab 20:15 Uhr (MEZ) auf dieser Frequenz.

Weitere Frequenzen für den "OV-Talk" auf anderen Bändern:

BandFrequenzHinweis
80m3,725 MHz+ - QRM
10m29,610 MHz+ - QRM
2m145,350 MHzDL0DG an OV-Abenden hier erreichbar
70cm433,050 MHz

Ihr findet uns auch auf folgenden Relais:

KennungFrequenzQTH Locator
2m DB0WW145,625 MHzJO31II
70cm DB0DR439,350 MHzJO31JK
70cm DF0MHR439,475 MHzJO31KK


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