Eine kleine Auswahl vom DARC e.V, Distrikten und Ortsverbänden mit Newssystem
Christoph Paschedag DK2CP
Funk.Tag 2026 mit dem OV N47
Schon bevor alles aufgebaut war, zog unser Stand am Freitag Nachmittag die ersten neugierigen Blicke auf sich: Kaum waren die Kisten geöffnet, stand bereits Publikum bereit – obwohl der offizielle Start erst einen Tag später war.
Zwischen Funkgeräten, IT-Equipment, Telefonen und allerlei Bastelmaterial war fast alles vertreten, was Technikbegeisterte glücklich macht. Trotz des großen Andrangs blieb am Ende doch noch einiges übrig.
Die gute Nachricht: Beim nächsten Mal gibt es also wieder...
Ben - DO1BEN
DARC Distrikt G mit erfolgreichen Ballonstart beim 7. Funktag in Kassel
Am 25. April 2026 konnte pünktlich um 13:00 Uhr unser Stratosphärenballon auf dem Messegelände in Kassel gestartet werden – und das bei besten Bedingungen mit strahlendem Sonnenschein.
Der Ballon legte innerhalb von rund 2,5 Stunden eine Strecke von etwa 84 Kilometern in südöstlicher Richtung zurück und erreichte dabei eine maximale Höhe von über 28.000 Metern, bevor der Sinkflug einsetzte. Die Landung erfolgte schließlich auf dem Inselsberg in der Nähe von Bad Tabarz.
Leider blieb die...
Am 25. April 2026 konnte pünktlich um 13:00 Uhr unser Stratosphärenballon auf dem Messegelände in Kassel gestartet werden – und das bei besten Bedingungen mit strahlendem Sonnenschein.
Der Ballon legte innerhalb von rund 2,5 Stunden eine Strecke von etwa 84 Kilometern in südöstlicher Richtung zurück und erreichte dabei eine maximale Höhe von über 28.000 Metern, bevor der Sinkflug einsetzte. Die Landung erfolgte schließlich auf dem Inselsberg in der Nähe von Bad Tabarz.
Leider blieb die Nutzlast bei der Landung in einem Baum hängen, so hoch dass eine Bergung vor Ort nicht möglich war.
Während des gesamten Flugs übertrug die Nutzlast kontinuierlich Telemetrie- und APRS-Daten, die von der Bodenstation zuverlässig empfangen werden konnten. Zudem wurden SSTV-Bilder gesendet, die am Messestand des Distrikts auf zwei Monitoren live dargestellt wurden. Zahlreiche Besucher verfolgten dort gespannt den Flugverlauf.
Auch viele Mitglieder und Freunde im gesamten Distrikt begleiteten die Mission von zu Hause aus – sowohl über ihre eigenen Funkstationen als auch online.
Neue Nutzlast mit Wenet-Technologie an Bord Erstmals kam bei einem unserer Ballonstarts eine Nutzlast mit einem selbstgebauten Wenet-Sender zum Einsatz. Die eingesetzte Hardware bestand aus einem Raspberry Pi Zero 2 W in Kombination mit einer PiCam2. Gesendet wurde auf 437,0 MHz mit einer Leistung von 50 mW.
Wenet ist ein digitales SSTV-Verfahren, das speziell für den Einsatz auf Stratosphärenballons entwickelt wurde. Es ermöglicht die effiziente Übertragung von Bild- und Telemetriedaten über Funk.
Technische Eckdaten von Wenet:
Modulation: FSK
Datenrate: ca. 96 kbit/s
Frequenz: 443,5 MHz
Sendeleistung: 50 mW
Bandbreite: ca. 200 kHz
Sender-Hardware: Raspberry Pi Zero 2 W mit RFM98W-Modul
Ein besonderer Vorteil von Wenet ist die Möglichkeit, Daten mehrerer Empfangsstationen über das Internet zu kombinieren. Dadurch kann die Empfangsqualität deutlich verbessert werden.
Der Empfang und die Decodierung sind bereits mit einfacher SDR-Hardware (z. B. RTL-SDR) möglich. Zudem steht ein Web-Decoder zur Verfügung, der eine direkte Auswertung der empfangenen Signale erlaubt.
Mit Wenet können Bilder mit einer Auflösung von bis zu 1632 × 1232 Pixeln übertragen werden (anpassbar). Durch eine effiziente Komprimierung lassen sich insbesondere bei kontrastarmen oder dunklen Bildanteilen die Übertragungszeiten deutlich verkürzen. Zusätzlich werden Positionsdaten sowie Informationen zum Systemstatus der Nutzlast übermittelt.
Weitere Informationen zum Projekt sowie zu vergangenen Ballonflügen findet ihr auf der Webseite des Projekts „g-fliegt.de“ des DARC-Distrikts Köln-Aachen.
Bereits im Vorfeld hatte Ben, DO1BEN, in einem Vortrag über die Organisation solcher Ballonstarts informiert und über die beiden erfolgreichen Missionen aus dem Jahr 2025 berichtet. Direkt im Anschluss begaben sich viele Zuhörer gemeinsam zum Startplatz, um den Ballonstart live mitzuerleben.
Das Team, bestehend aus Funkamateuren aus verschiedenen Ortsverbänden des Distrikts G, stand den ganzen Tag über für Fragen interessierter Besucher zur Verfügung.
Besonders erfreulich war auch die Begleitung durch Frank, einen (noch) nicht lizenzierten Physiklehrer des Werner-Heisenberg-Gymnasiums. Auf Einladung des OV G11 nutzte er die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren. Für das kommende Jahr plant er mit einer schuleigenen AG ein eigenes Ballonprojekt mit Amateurfunk-Nutzlast. Der DARC OV G11 wird dieses Vorhaben aktiv unterstützen.
Ein rundum gelungener Funktag endete gegen 16:00 Uhr. Und wie so oft gilt: Nach dem Funktag ist vor dem Funktag – erste Ideen für das nächste Jahr wurden bereits am Abend diskutiert.
Infos und Bilder zu Start, Flug und Landung des Ballons auf: g-fliegt.de.
DARC Distrikt G mit erfolgreichen Ballonstart beim 7. Funktag in Kassel
Am 25. April 2026 konnte pünktlich um 13:00 Uhr unser Stratosphärenballon auf dem Messegelände in Kassel gestartet werden – und das bei besten Bedingungen mit strahlendem Sonnenschein.
Der Ballon legte innerhalb von rund 2,5 Stunden eine Strecke von etwa 84 Kilometern in südöstlicher Richtung zurück und erreichte dabei eine maximale Höhe von über 28.000 Metern, bevor der Sinkflug einsetzte. Die Landung erfolgte schließlich auf dem Inselsberg in der Nähe von Bad Tabarz.
Leider blieb die...
Am 25. April 2026 konnte pünktlich um 13:00 Uhr unser Stratosphärenballon auf dem Messegelände in Kassel gestartet werden – und das bei besten Bedingungen mit strahlendem Sonnenschein.
Der Ballon legte innerhalb von rund 2,5 Stunden eine Strecke von etwa 84 Kilometern in südöstlicher Richtung zurück und erreichte dabei eine maximale Höhe von über 28.000 Metern, bevor der Sinkflug einsetzte. Die Landung erfolgte schließlich auf dem Inselsberg in der Nähe von Bad Tabarz.
Leider blieb die Nutzlast bei der Landung in einem Baum hängen, so hoch dass eine Bergung vor Ort nicht möglich war.
Während des gesamten Flugs übertrug die Nutzlast kontinuierlich Telemetrie- und APRS-Daten, die von der Bodenstation zuverlässig empfangen werden konnten. Zudem wurden SSTV-Bilder gesendet, die am Messestand des Distrikts auf zwei Monitoren live dargestellt wurden. Zahlreiche Besucher verfolgten dort gespannt den Flugverlauf.
Auch viele Mitglieder und Freunde im gesamten Distrikt begleiteten die Mission von zu Hause aus – sowohl über ihre eigenen Funkstationen als auch online.
Neue Nutzlast mit Wenet-Technologie an Bord Erstmals kam bei einem unserer Ballonstarts eine Nutzlast mit einem selbstgebauten Wenet-Sender zum Einsatz. Die eingesetzte Hardware bestand aus einem Raspberry Pi Zero 2 W in Kombination mit einer PiCam2. Gesendet wurde auf 437,0 MHz mit einer Leistung von 50 mW.
Wenet ist ein digitales SSTV-Verfahren, das speziell für den Einsatz auf Stratosphärenballons entwickelt wurde. Es ermöglicht die effiziente Übertragung von Bild- und Telemetriedaten über Funk.
Technische Eckdaten von Wenet:
Modulation: FSK
Datenrate: ca. 96 kbit/s
Frequenz: 443,5 MHz
Sendeleistung: 50 mW
Bandbreite: ca. 200 kHz
Sender-Hardware: Raspberry Pi Zero 2 W mit RFM98W-Modul
Ein besonderer Vorteil von Wenet ist die Möglichkeit, Daten mehrerer Empfangsstationen über das Internet zu kombinieren. Dadurch kann die Empfangsqualität deutlich verbessert werden.
Der Empfang und die Decodierung sind bereits mit einfacher SDR-Hardware (z. B. RTL-SDR) möglich. Zudem steht ein Web-Decoder zur Verfügung, der eine direkte Auswertung der empfangenen Signale erlaubt.
Mit Wenet können Bilder mit einer Auflösung von bis zu 1632 × 1232 Pixeln übertragen werden (anpassbar). Durch eine effiziente Komprimierung lassen sich insbesondere bei kontrastarmen oder dunklen Bildanteilen die Übertragungszeiten deutlich verkürzen. Zusätzlich werden Positionsdaten sowie Informationen zum Systemstatus der Nutzlast übermittelt.
Weitere Informationen zum Projekt sowie zu vergangenen Ballonflügen findet ihr auf der Webseite des Projekts „g-fliegt.de“ des DARC-Distrikts Köln-Aachen.
Bereits im Vorfeld hatte Ben, DO1BEN, in einem Vortrag über die Organisation solcher Ballonstarts informiert und über die beiden erfolgreichen Missionen aus dem Jahr 2025 berichtet. Direkt im Anschluss begaben sich viele Zuhörer gemeinsam zum Startplatz, um den Ballonstart live mitzuerleben.
Das Team, bestehend aus Funkamateuren aus verschiedenen Ortsverbänden des Distrikts G, stand den ganzen Tag über für Fragen interessierter Besucher zur Verfügung.
Besonders erfreulich war auch die Begleitung durch Frank, einen (noch) nicht lizenzierten Physiklehrer des Werner-Heisenberg-Gymnasiums. Auf Einladung des OV G11 nutzte er die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren. Für das kommende Jahr plant er mit einer schuleigenen AG ein eigenes Ballonprojekt mit Amateurfunk-Nutzlast. Der DARC OV G11 wird dieses Vorhaben aktiv unterstützen.
Ein rundum gelungener Funktag endete gegen 16:00 Uhr. Und wie so oft gilt: Nach dem Funktag ist vor dem Funktag – erste Ideen für das nächste Jahr wurden bereits am Abend diskutiert.
Infos und Bilder zu Start, Flug und Landung des Ballons auf: g-fliegt.de
Mit rund 2.700 Besuchern war die Resonanz genauso groß wie beim letzten Mal vor zwei Jahren. Genau wie damals hatte unser Distriktsvorstand mit dem von Sachsen-Anhalt vereinbart, einen gemeinsamen Messestand zu betreiben. Unser Motto war "Amateurfunk - vielseitig und spannend". Aus Sachsen-Anhalt waren Ralf, DK1DSA (DV-W), und sein Stellvertreter Alex, DD5DX, als Standbetreuer angereist. Für Sachsen unterstützte Jannik, DL2YA (OV TU Dresden) den Distriktsvorsitzenden Wolf, DL6JZ.
Vor allem die Sachexponate QO-100-Station sowie AATiS-Lichtsprechgerät veranlassten die Besucher zum Stehenbleiben und führten zu interessanten Diskussionen auch weit über diese Themen hinaus. Bei den präsentierten Postern zu verschiedenen Afu-Themen fanden besonders diejenigen zum Notfunk, zum Trigpunkt-Wettbewerb und zum Relaisverbund "Sachsenlink" Interesse.
Nicht zu vergessen die angebotenen Leckereien, regionale Kultprodukte unserer beiden Bundesländer. In Verbindung mit den von Alex mitgebrachten Tischen und Bänken entstand so eine entspannte und freundlich-konstruktive Atmosphäre.
Wir hatten Besucher aus allen Ecken Deutschlands sowie aus der Schweiz und den Niederlanden. Viele von ihnen fanden es sehr gut, dass sich auch einzelne Distrikte präsentieren.
73,Wolf, DL6JZ Distriktsvorsitzender Sachsen im DARC e.V.
Ausgehend von einer Sonnenfleckenrelativzahl von 96 zeigt die Übersicht die Zuverlässigkeit (Reliability) von Funklinien (DL - Zielgebiet) in Prozent (Morsetelegrafie; TX 50 Watt, RX 500 Hz Bandbreite, SNR = 0 dB).
Die Familie traf sich – 2700 Besucher kamen nach Kassel
„2700 Besucher haben den 7. FUNK.TAG besucht“, freute sich Stephanie Heine, DO7PR, von der DARC-Öffentlichkeitsarbeit. „Damit knüpfen wir an das Event von 2024 an“, so DO7PR weiter. Zur Erinnerung, auch der 6. FUNK.TAG zog 2700 Besucher an, nur, dass die Veranstaltung in diesem Jahr unter gewissen Rahmenbedingungen stand. Einerseits die aktuell hohen Benzinkosten und auch das einmalige Aussetzen der Veranstaltung im vergangenen Jahr, weil der DARC e.V. zu seiner großen Geburtstagsparty in die...
Und da der sich der FUNK.TAG mit seinem Eventcharakter von anderen Veranstaltungen ein wenig abzuheben versucht, gab es zur Eröffnung ein eigens für die Veranstaltung komponiertes Musikstück zu dem die Kollegen aus der Geschäftsstelle das Stelldichein mitsangen. Das kam gut beim Publikum an, welches seinen Beifall zollte. Auch der DARC-Vorsitzende Christian Entsfellner, DL3MBG, war überrascht: „Ich wusste nichts davon!“. Weiter ging auch er nochmal auf die erfreulich hohe Besucherbeteiligung ein: „Es freut mich, dass so viele Besucher nach Kassel gekommen sind, trotz gewisser Unkenrufe“, die im Vorfeld zu lesen waren. Und inhaltlich? Da gab es wieder einiges zu entdecken! Der Flohmarkt war zu Spitzenzeiten gegen Mittag derart voll, wie man es aus früheren Zeiten kannte, es war teils kein Durchkommen. Viel Technik wurde geboten, von der Helix-Antenne über Rotoren bis hin zu ZF-Filtern bekannter Funkgeräte. Bei Icom war zu erfahren, dass es dieses Jahr noch „etwas neues geben sollte“, „aber wir wollen die Spannung noch etwas halten“ -- war mit Hinblick auf die Tokyo Hamfair in Japan zu erfahren. Auch funkbetrieblich gabs viel zu erleben. Rund 25 Teilnehmer verfolgten die DOK-Börse, innerhalb derer eben viele DOKs ausgetauscht wurden. Um Punkt 13.07 Uhr Localtime erfolgte der vorab angekündigte Ballonstart des Distriktes Köln-Aachen (G). Das Luftgefährt startete vom Kasseler Messegelände zunächst in südliche Richtung und driftete dann nach Südosten ab. Zur Fortbildung wurde auch das Vortragsprogramm reichlich genutzt. Der große Raum „Alpha“ war mit 100 Sitzplätzen bestuhlt und hätte sicher doppelt so groß sein können, als Martin Steyer, DK7ZB, über Antennen basierend auf 5,6 m Teleskopstäben referierte. Schlussendlich kann man sagen: „Die Familie traf sich wieder in Kassel“. Gemeint ist hier natürlich die Amateurfunkfamilie. Und sie wächst. Auf die nunmehr 8. Ausgabe des FUNK.TAGes im April nächsten Jahres. Das genaue Datum wird noch mit der Messe festgelegt.
Die Ausbreitungsbedingungen der vergangenen Woche waren eingeschränkt. Ein Hochgeschwindigkeitsstrom aus einem großen koronalen Loch war die Ursache. Und während die geomagnetische Aktivität in der zweiten Wochenhälfte langsam abflaute, kam es dann am Donnerstag zur Überraschung: Zeigte die Sonne bis dahin kaum Aktivität, glänzte sie an diesem Tag mit gleich vier M-Flares, am Freitag kam es dann sogar zu zwei X2.5-Flare-Ausbrüchen. Das sind sechs Flares innerhalb von nicht mal 36 Stunden.
Und siehe da, die MUF3000 erreichte - statt wie in den letzten Tagen bei 20 MHz zu verharren - die 25-MHz-Marke. Freitagabend lag die Prognose der NOAA für weitere M-Flares bei 75%, für X-Flares bei 35%. Der solare Flux soll auf Werte um 135 Einheiten ansteigen, so die Prognose. Das heißt, es lohnt sich am Wochenende, auch auf die Bänder 10 und 12 Meter zu achten.
Die geomagnetische Aktivität bleibt noch gering, was die Lowband-DXer freuen wird. Doch schon Sonntagabend sollte damit Schluss sein, wenn mit einer Zunahme des Sonnenwinds zu rechnen ist sowie mit der Ankunft einer CME - Ergebnis eines der M-Flares vom Donnerstag. Richtung Wochenmitte soll es dann wieder ruhiger werden.
DF4ZL
Samuel Morse Memorial Contest (SMMC)
Erst heute erreichte uns die Info, dass die Hungarian Radioamateur Society (MRASZ)
am kommenden Sonntag, den 26. April von 14:00 bis 19:59 UTC einen
Samuel Morse Memorial Contest (SMMC) veranstaltet.
Die Sonnenaktivität ist aktuell unerwartet hoch. Sie erreichte ihren vorläufigen Höhepunkt mit zwei X2.5-Flares, jeweils heute Morgen um 0107 und 0813 UTC. Dem gingen zeitnah insgesamt 4 M-Flares voraus. Zentrum der Aktivität ist AR4419 im Nordwesten der Sonne. Auch AR4420 erzeugte am 23. April ein M-Flare.
Es wird erwartet, dass die mäßige bis hohe Aktivität anhält, wobei weitere M-Flares wahrscheinlich sind (75%), vor allem aus AR4419 oder AR4420. Es besteht auch eine geringe Wahrscheinlichkeit für ein weiteres vereinzeltes X-Flare (10%), höchstwahrscheinlich aus AR4419.
AST SpaceMobile darf 70-cm-Amateurfunkband für 248 Satelliten nutzen
Am 21. April hat die amerikanische Regulierungsbehörde FCC bekanntgegeben, dass das US-amerikanische Unternehmen AST SpaceMobile das Amateurfunkband im 430-MHz-Bereich nutzen darf. 248 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn, die eine weltweite Mobilfunk-Breitbandkommunikation ermöglichen sollen, dürfen somit unter bestimmten Bedingungen senden.
Die Mittenfrequenzen liegen bei 430,5 MHz, 432,3 MHz, 434,1 MHz, 435,9 MHz und 439,5 MHz mit einer Bandbreite von 50 kHz.
Ein Blick zehn Milliarden Jahre zurück – mit SDR, Interferometrie und Amateurfunk‑Know‑how
In Vorbereitung auf die bemannte NASA Mission Artemis II haben die Radioteleskope in Bochum (20 m) und Radioteleskop Dwingeloo (25 m) in den Niederlanden erstmalig eine gemeinsame Beobachtung des fernen Quasars J2136+0041 durchgeführt. Wie die AMSAT-DL berichtet, wurden beide Anlagen dabei als Interferometer betrieben – eine Methode, bei der zwei räumlich getrennte Antennen so synchronisiert werden, dass sie wie ein einziges großes virtuelles Teleskop mit einer Basislinie von mehreren Hundert...
Dieses Prinzip wird auch allgemein als Very Long Baseline Interferometry (VLBI) bezeichnet, eine Technik, die extreme Winkelauflösungen ermöglicht und selbst winzige Strukturen am Himmel sichtbar macht.
Quasar QSO J2136+0041
Das beobachtete Objekt ist alles andere als alltäglich. Quasare gehören zu den energiereichsten Erscheinungen des Kosmos. Sie markieren die Zentren junger Galaxien, in denen ein supermassereiches Schwarzes Loch gewaltige Materiemengen verschlingt. Dabei werden enorme Energiemengen freigesetzt, die als intensive Strahlungsquellen selbst über Milliarden Lichtjahre hinweg noch messbar sind. Die Beobachtung erfolgte im S Band, einem Frequenzbereich, der sowohl in der Raumfahrtkommunikation als auch in der Radioastronomie eine zentrale Rolle spielt. Quasare sind im Radiobereich hervorragende Referenzquellen – stabil, hell und über kosmologische Distanzen hinweg messbar.
10 Milliarden Jahre Reisezeit mit Lichtgeschwindigkeit
Besonders eindrucksvoll ist die zeitliche Dimension dieser Messung: Die Radiowellen von QSO J2136+0041, die in Bochum und Dwingeloo empfangen wurden, haben rund zehn Milliarden Jahre Reisezeit mit Lichtgeschwindigkeit hinter sich – sie wurden ausgesendet, als unser Sonnensystem noch gar nicht existierte. Sie stammen aus einer Epoche, in der das Universum noch jung war und unsere Milchstraße gerade erst begann, ihre heutige Form anzunehmen. Zum Vergleich: Unser Sonnensystem existiert erst seit etwa 4,6 Milliarden Jahren. Die empfangenen Signale sind also mehr als doppelt so alt wie die Erde selbst!
Software‑Defined‑Radio‑Technik (SDR)
Zum Einsatz kam moderne Software Defined Radio Technik (SDR) – ein Ansatz, der vielen Funkamateuren bestens vertraut ist. Statt spezialisierter, fest verdrahteter Empfangstechnik übernehmen Software und digitale Signalverarbeitung die Hauptarbeit: Abtastung, Filterung, Frequenzumsetzung und Korrelation erfolgen rechnergestützt. Gerade bei extrem schwachen Signalen, wie sie aus Milliarden Lichtjahren Entfernung eintreffen, sind saubere Zeitreferenzen, stabile Oszillatoren und präzise Signalverarbeitung entscheidend. Prinzipien, die auch bei EME Betrieb, bei digitalen Weak Signal Modes oder bei eigenen Amateur VLBI Experimenten eine zentrale Rolle spielen.
Fazit
Für die Sternwarte Bochum und Funkgemeinschaft zeigt dieses Projekt eindrucksvoll, wie Amateurastronomie und professionelle Radioastronomie zusammenwachsen können. Mit modernen SDRs, präzisen Zeitquellen und internationaler Zusammenarbeit lassen sich Messungen durchführen, die vor wenigen Jahrzehnten ausschließlich großen Observatorien vorbehalten waren. Diese Technik funktioniert auch im kleineren Rahmen, als nur mit 25m oder 20m Radioteleskopen und eröffnet Funkamateuren neue interessante Gebiete ihr Wissen zu erweitern. Wir werden unsere gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Radioteleskop Dwingeloo weiter ausbauen, denn dort hat man bezüglich Radioastronomie wesentlich mehr Erfahrungen und Know-How als bei der Sternwarte Bochum. Neben Deep Space Kommunikation mit Raumfahrzeugen im interplanetaren Raum und um den Mond herum, ergeben sich hier vielfältige neue Möglichkeiten, auch im Bereich der Bildung und Forschung.
Darüber berichten Peter Gülzow, DB2OS, und Thomas Telkamp, PA8Z. Die ausführliche Orinalmeldung finden Sie auf der Webseite der AMSAT-DL.
DF4ZL
Ein neuer Contest - DARC HELL-Kurzcontest
Zur Pflege und Erhaltung der Betriebsart HELL im Amateurfunkdienst schreibt der Deutsche Amateur Radio Club e.V. einen Jahreswettbewerb über insgesamt vier Kurzconteste in der Betriebsart HELL aus.
Termin: jeweils im 2. Monat eines jeden Quartals am 3. Dienstag
Weitere Inhalte sind ausschließlich unseren Mitgliedern vorbehalten. Mitglieder loggen sich bitte unter Angabe ihrer Mitgliedsnummer und ihres Passwortes ein. Ihre Mitgliedschaft können Sie hier beantragen.
Diese Website nutzt ausschließlich technisch erforderliche Cookies. Wir benutzen keine Cookies, die eine Einwilligung erfordern würden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
X