Ergänzender Bericht zum Treffen der Distrikts-Notfunkreferenten in Baunatal

Wie bereits in der CQ DL 1-2019 (Seite 74) berichtet, fand vom 19. bis 21. Oktober 2018 das

Treffen der Distrikts-Notfunkreferenten in Baunatal statt. Während am ersten und zweiten

Tag des Treffens die Erkennung und Beschreibung der im Notfunk vorhandenen Probleme

die meiste Zeit einnahm, sollte am dritten Tag die Öffentlichkeitsarbeit einen großen

Stellenwert erhalten.

Der Notfunk im DARC e.V. ist eine Tätigkeit in einer Gemeinschaft von über 35.000 Funkamateuren in der gesamten Bundesrepublik. Leider schaffen wir es noch nicht, dies auch adäquat nach Außen darzustellen. Auf Veranstaltungen präsentieren wir den Notfunk gegenüber Bedarfsträgern und auch anderen Funkamateuren, leider sind wir dabei selber seltenst klar als Teil einer größeren Gemeinschaft zu erkennen. Oftmals werden eigene Bekleidungen getragen, die individuell in den jeweiligen Gruppierungen entworfen wurden. Unabhängig von der jeweiligen Qualität der Entwürfe, mangelt es meistens an einer einheitlichen Absprache über mehrere Gliederungsebenen hinweg, um so ein einheitliches Auftreten auch über die Gliederungsebene hinaus sicher zu stellen.

Diese Aussage löste am Sonntagvormittag die ersten Diskussionen aus, da man eine Uniformierung, wie z.B. bei der Feuerwehr, befürchtete und dies durch die Teilnehmer nicht gewünscht ist. Die Notwendigkeit, sich einheitlich als Teil einer Gemeinschaft darzustellen, war jedoch ebenfalls allen Anwesenden bewusst. Es wurde sich daher darauf geeinigt, dass vom Bundesreferat einheitliche Empfehlungen für Oberbekleidung erstellt werden, welche die Gliederungen dann selber umsetzen oder direkt erwerben können. Die Empfehlungen zur Gestaltung der Bekleidung basiert dabei immer auf der Prämisse, dass der Notfunk ein technischer Dienstleister ist und keine künstliche Aufmerksamkeit durch besondere Farbgestaltungen benötigt.

Weiterhin sollen im Laufe des Jahres auch die genutzten Plakate und Flyer in das aktuelle DARC "Corporate Design" überführt und aktualisiert werden. Stephanie Heine (DO7PR) sicherte den versammelten Referenten die Unterstützung bei der Anpassung der Plakate und Flyer zu. Kurzfristig soll der verwendete Notfunk-Flyer komplett überarbeitet werden, damit im Nachgang ein Notfunk-Plakat für die bekannte DARC-Plakatreihe entworfen werden kann. Erweitert werden sollen diese Mittel durch Vorlagen von Ausstellungsmaterial für Veranstaltungen, wie z.B. Beach Flags, Rollups und ähnliches, zum Thema Notfunk. Stephanie Heine bot an, auch die DARC-Pressemappe um entsprechend aktualisierte Informationen zu ergänzen.

Die versammelten Referenten erhoffen sich durch die optimierte Darstellung nach Außen eine bessere Wahrnehmbarkeit und damit ein erhöhtes Interesse, auch für Neumitglieder, am Notfunk. Allen Beteiligten ist klar, dass Notfunk nur funktionieren kann, wenn auch genug mitmachen. Um auch die interne Wahrnehmung bei den Funkamateuren zu erhöhen, ist weiterhin geplant, die Notfunk-Calls der Distrikte wieder aktiv zu nutzen und die QSOs auch mit sehr ähnlichen QSL Karten zu bestätigen.

Von Seiten des Bundesreferates soll die Seite darc.de/notfunk Stück für Stück zu einer zentralen Informationsplattform ausgebaut werden, damit Interessierte am Notfunk eine zentrale Quelle zum Einstieg in die Thematik erhalten. In einem ersten Schritt wurden hierzu bereits der Terminkalender und die Startseite des Referates überarbeitet. Im Laufe des Jahres soll noch ein Bereich für technische und organisatorische Informationen ergänzt werden.

Da diese Arbeit nicht alleine durch das Bundesreferat geleistet werden kann, sind hier Gastautoren zu den verschiedenen Themen gewünscht. Auch wurden die Distriktsreferenten gebeten, entsprechende Beiträge für den News-Abschnitt sowie Termine von Notfunk-Veranstaltungen an das Bundesreferat weiterzuleiten. Selbstverständlich sind auch Beiträge von allen anderen am Notfunk beteiligten Gliederungen erwünscht.

Um die Gemeinschaft aller am Notfunk Beteiligten besser zusammen zu bringen, wurde durch das Bundesreferat eine einfach zu erreichende Veranstaltung vorgeschlagen, die offen für alle am Notfunk Interessierten ist. Auf dieser Tagesveranstaltung soll es Vorträge und Workshops, sowohl für Funkamateure, wie auch für potentielle Bedarfsträger geben. Ferner soll ausreichend Zeit für den persönlichen Austausch und das Networking sein. Dieser Vorschlag wurde, nach anfänglichen Bedenken ob der Belastung durch die Organisation eines solchen Events, von allen Anwesenden befürwortet. Das Bundesreferat beginnt nun mit der Klärung der Rahmenbedingungen. Sobald diese feststehen, werden entsprechende Informationen verteilt.

Bevor die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Resümee abgeschlossen wurde, präsentierte Peter Wasieloski (DK6PW) noch ein Projekt zum Empfang von Schiffs-Positionsdaten (AIS) im Binnenland. Dieses Unternehmen sucht aktiv Standorte für Empfangseinrichtungen, um die Reaktionsgeschwindigkeit bei Notfällen von Schiffen zu verkürzen und arbeitet hierbei gerne mit Funkamateuren zusammen, um vorhandene Abdeckungslücken zu schließen. Weitere Informationen zu Anforderungen an potentielle Standorte, Mitwirkung und Ansprechpartner sind direkt über Peter zu erhalten.

Ein Vortrag über die Erkennung und Prävention von psychischer Belastung bei Helferinnen und Helfern musste leider kurzfristig abgesagt werden, da der externe Referent anderweitig gebunden war. Dieser Vortrag soll jedoch bei einer der nächsten Veranstaltungen nachgeholt werden.

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