Beim diesjährigen Funktag in Kassel am 25. April 2026 erwartet die Besucherinnen und Besucher ein ganz besonderes Highlight: Der Start eines Stratosphärenballons mit Amateurfunk-Nutzlast, organisiert durch den Distrikt G.
Solche Ballonprojekte verbinden auf eindrucksvolle Weise Technik, Experimentierfreude und internationalen Amateurfunkbetrieb. Der Ballon wird mit verschiedenen Sendern ausgestattet sein, die auf mehreren Frequenzen aktiv sind und unterschiedliche Betriebsarten nutzen. Damit ergeben sich für Funkamateure vielfältige Möglichkeiten, die Signale zu empfangen und auszuwerten.
Technische Details und Frequenzen
Der Ballon sendet parallel auf mehreren Frequenzen mit unterschiedlichen Rufzeichen:
144,500 MHz – DA0RC-11
• SSTV (PD120) zur Übertragung von Live-Bildern und Telemetriedaten
• CW-Aussendungen des Rufzeichens144,800 MHz – DA0RC-11
• AFSK APRS für Positions-, Höhen- und Telemetriedaten144,800 MHz – DO5TY-11
• APRS mit zusätzlichen Telemetriedaten wie Temperatur433,775 MHz – DL0KA-9
• LoRa APRS für Positions- und Höheninformationen437,000 MHz – DA0RC
• WENET (WenetV2) zur Übertragung von hochauflösenden Live-Bildern und Telemetrie
Live-Tracking und Mitmachmöglichkeit
Die ausgesendeten APRS-Daten können bequem online über Plattformen wie APRS.one verfolgt werden. Damit ist es auch ohne eigene Empfangstechnik möglich, den Flug des Ballons nahezu in Echtzeit mitzuerleben.
Natürlich sind insbesondere die Funkamateure gefragt:
Wer über entsprechende Empfangsmöglichkeiten verfügt, kann die Signale direkt empfangen – sei es SSTV-Bilder, APRS-Daten oder die digitalen Übertragungen.
Empfangsberichte sind ausdrücklich erwünscht und tragen zur Auswertung und Dokumentation des Projekts bei.
Amateurfunk zum Anfassen
Der Ballonstart ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie vielseitig und spannend unser Hobby ist. Von klassischem Funkbetrieb über digitale Betriebsarten bis hin zu experimentellen Anwendungen wie WENET wird hier ein breites Spektrum moderner Amateurfunktechnik gezeigt.
Wir hoffen auf rege Beteiligung – sei es vor Ort in Kassel, am eigenen Funkgerät oder beim Online-Tracking.
Weitere Informationen zum Projekt sind unter g-fliegt.de zu finden.

