News Details

Mein Weg zum Amateurfunk (von Bernd, DL9LBR)

Bernd (DL9LBR) beschreibt, wie er zum Amateurfunk gekommen und und warum ihn insbesondere die Betriebsart CW (Morsen) so fasziniert.

Es war einmal… So fangen eigentlich nur Märchen an, aber es ist schon eine Weile her, dass ich mich von diesem Virus habe anstecken lassen. Schon als Schüler in den 80er-Jahren im Schleswig-Holsteinischen Neumünster war mein Interesse an elektronische Schaltungen groß. Nach vielen Bastelprojekten, die mehr allgemeiner Natur waren, fiel mir ein altes Röhrenradio in die Hände.

Auf der Kurzwelle gab es viele exotische Rundfunkstationen aus aller Herren Länder zu hören. Irgendwann bin ich dann über „piepsende“ Zeichen gestolpert. Es handelte sich dabei um Morsezeichen. Die Neugierde war geweckt. Aus der örtlichen Stadtbücherei wurde jede Menge Literatur über Amateurfunk ausgeliehen. Als die Stadt Neumünster 850 Jahre alt wurde, haben sich die Neumünsteraner Funkamateure (M09) der Öffentlichkeit präsentiert und ich habe dort den Vorsitzenden des Ortsverbandes DL6PX (Hannes Laschko †) kennengelernt.

Leider gab es zu der Zeit nicht genug Teilnehmer, um einen Vorbereitungskurs für die Amateurfunkprüfung ins Leben zu rufen. So habe ich mir alles autodidaktisch selbst beigebracht und 1984 war es so weit, die Prüfung wurde bei der damaligen Oberpostdirektion in Kiel abgelegt und als DG6LB (C-Lizenz UKW) fuhr ich wieder nach Hause.

Da ich keine Antenne aufbauen durfte, blieb mir nur die Möglichkeit, aus dem Kleingarten meiner Eltern Portabelbetrieb zu machen. Da mich immer noch die Telegrafie faszinierte, habe ich mir wieder ohne fremde Hilfe das Morsen beigebracht und die Lizenzprüfung der Klasse A (Rufzeichen DH8LAD) bestanden. Da es hier eine Einschränkung im Kurzwellenbereich auf die Bänder 80-, 15- und 10 Meter gab, wurde noch einmal fleißig geübt und das für die Prüfung notwendige Tempo (60 Buchstaben pro Minute) erarbeitet.

Nach bestandener Prüfung (B-Lizenz) durfte ich als DL9LBR dann „in die Luft“ gehen und alle Kurzwellenbänder benutzen. Telegrafie ist heute auch immer noch meine große Leidenschaft: „It’s more than dots & dashes. It’s music“.

Beruflich habe ich ebenfalls Berührungspunkte in Sachen Amateurfunk. Bei der Bundesnetzagentur in Hamburg nehme ich als Vorsitzender die Amateurfunkprüfungen ab.