Deine Geschichte. Erzähle sie uns.
So individuell unser Hobby auch sein kann, so interessant ist es auch. Noch interessanter wird es, wenn wir es gemeinsam ausüben. Weil es damit auch mehr zu erzählen gibt.
Erzähle uns deine Geschichte. Gerne auch etwas zu dir persönlich. Dazu deine Vorlieben auf der riesigen Spielwiese des Amateurfunks. Zeige uns deine Projekte. Vielleicht dürfen wir auch schmunzeln über die eine oder andere Anekdote von dir.
Sende uns deine Zeilen, gerne mit Bildern an Klaus - do2kgb(at)darc.de.
Weil deine Geschichte zu schade ist, um in der Schublade zu verschwinden.
Deine Geschichte - so bunt wie das Leben. Wir freuen uns darauf.
Jürgen Carow, DF3OL - Mein Lebensweg
Als Kind fand ich es immer sehr interessant, wenn Musik aus dem Volksempfänger klang. Neugierig geworden, entdeckte ich beim Blick durch die Rückwand glimmende Gläser. Und es strahlte eine angenehme Wärme. Was war das Geheimnis?
Im Alter von 12...13 Jahren hatte ich einen Freund in der Nachbarschaft, der schon ein Radio ohne Strom betrieb. Das wollte ich auch. Schnell war ein Freischwinger besorgt. Die anderen Teile für einen Detektor kaufte ich zusammen mit dem Freund. Bei ihm in seiner Bastelbude unter dem Dach wurde alles montiert und gelötet. Nun konnte ich sogar Metall schmelzen...
An seiner langen Drahtantenne kam Musik und Sprache aus dem Drahtverhau, leise aber verständlich. Stolz ging ich damit nach Hause und erzählte davon. Im Dunkeln legte ich einen dünnen Draht von Baum zu Baum unserer Strasse, insgesamt ca. 50m. Siehe da, auch bei mir arbeitete das Radio ohne Strom. Diesen Erfolg führte ich auch unserer Mutter vor. Ahnung von der Funktion hatte sie nicht, gab mir aber das Gefühl, etwas ganz Tolles vollbracht zu haben.
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"Ein Hilferuf auf 80 Meter" - Eine Schilderung von Rolf, DL1EAG

Mit einem Klick auf das Bild kannst du dieses etwas vergrößern.
Unser Funkfreund Rolf Kühn, DL1EAG, erzählt uns sein ganz eigenes Erlebnis zur länderübergreifenden Unterstützung von Funkamateuren:
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Hilfeleistung für juguslawischen OM
Am 15.10.84 um 19:15 Uhr fing DL1EAG auf 3784 – 80m einen Ruf CQ..DL auf. Es rief yz2ayz, eine Klubstion aus Zagreb. Am Mike Enad Dijanovic. Enad (ED) erzählte, dass sein seit 6 Monaten im Krankenhaus liegender Onkel sich in einer lebensbedrohten Lage befindet und schnellstens ein Medikament benötigt (gegen eine eine lebensbedrohliche Pilzinfektion).
Der behandelnde Arzt hatte das Medikament mit der entsprechenden Dosierung je Einheit angegeben. (Nizaral 299 mg x 30 Tabletten.) Telf. wurde in der Nacht eine Apotheke gefunden, wo das Mittel greifbar war, jedoch nur gegen Rezept verkauft werden konnte.
Mit viel Überredungskunst gelang, es einen Arzt im St. Elisabeth Krankenhaus in Mettmann zur Ausstellung eines Rezeptes zu überreden. Um 0:20Uhr konnte das Medikament von der Apotheke geholt werden - über 80m wurde Ned noch in der Nacht verständigt.
Am 16.10. um 7 Uhr wurde am Flughafen die Swiss-Air mühsam überredet, das Päckchen durch die Crew nach Zagreb zu befördern. Mit Flug SR511 traf es am gleichen Tag um 12:35 dort ein und wurde durch den Zoll gebracht.
Am 16.10. um 22:00 Uhr kam die überglückliche Rückmeldung über 80m.
Ned bedankt sich recht herzlich und grüßt alle OM“s in DL"
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Eine Urkunde als Dankeschön des Amateur-Rundfunkclub DUBRAVA können Sie sich unter diesem LINK anschauen.
Eine Geschichte vom Peilen - Von Hans, DF3AL
Ein schwaches Funksignal begründet eine dauerhafte Freundschaft
"Funkamateure sind im Alltag oft verschlossene Einzelgänger. Untereinander jedoch kommunizieren sie regelmäßig, meist im UKWBereich. Festgelegte Frequenzen ( Kanäle ) werden auf Orts- oder Regionalebene zu bestimmten Zeiten für Klönrunden genutzt.
Anfang der 70ger Jahre, an einem Abend im Herbst, schaltete ich wie immer mein Funkgerät ein. Auf unserem Ortskanal stand ein tonloser Träger, d. h., es war ein unmoduliertes Sendesignal zu empfangen, auf dem niemand sprach.
Das passiert, wenn jemand vergisst, seinen Sender auszuschalten....."
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Wolfgang Seebauer - DL2AAX - "Meine Geschichte"
"Seit ich als Neunjähriger 1947 mein erstes Radio baute, hat sich vieles bewegt in der Welt des Funks und der Elektronik. Damals gab es die Bundesrepublik noch nicht und auch nicht die D-Mark. Meine Eltern wohnten mit mir in einem stark vom Bombenkrieg beschädigten Wohnblock in der Trümmerwüste Hamburgs.
Bald wurden die ersten Wohnungen wieder aufgebaut und in eine Wohnung in unserem Block zog ein Junge ein, wohl drei Jahre älter als ich. Ihm habe ich meine Liebe zur Elektronik zu verdanken. Er verstand schon etwas von Radios und so machten wir uns daran, eines zu bauen. Er besaß einige Bauteile, woher weiß ich nicht. Zu kaufen gab es nichts, nicht einmal Draht. Für die benötigten Leitungen schnitten wir mit einer Schere Streifen aus einer gebrauchten Konservendose.
Der Einkreiser-Spulensatz hatte auf wundersame Weise den Krieg überstanden. Er war noch ungebraucht. Hersteller war Görler – wie ich bald erfuhr, ein legendärer Name. Auch das Löten war für uns schwierig. Von einem Onkel bekam ich eine Art kupfernen Hammer, der auf der Gasflamme in Muttis Küche auf Löttemperatur gebracht werden musste. Ach ja, Lötfett brauchten wir und das gab es wirklich zu kaufen in einem ansonsten leeren Radiogeschäft, das die Bomben des Zweiten Weltkriegs heil überstanden hatte.
In jenen Jahren wurde noch frei verdrahtet. Die wenigen Bauteile wurden meist ohne Stützpunkte einfach aneinander gelötet."
Weiterlesen?! Den gesamten Artikel aus der CQDL - Ausgabe 4/2021 können Sie sich HIER herunterladen.



