IARU Region 1 144 MHz Wettbewerb im September 2020

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Bei L33 wird natürlich auch Funkbetrieb gemacht und an diesem Wochenende bot sich der IARU Region 1 144 MHz Wettbewerb an. Da werden insgesamt schon so rund 500 QSO für L33 zusammengekommen sein. Das ist angesichts der Tatsache, dass wir alle mehr oder weniger provisorisch aktiv sind schon beachtlich.

70 Jahre AFuG

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70 Jahre Amateurfunkgesetz in Deutschland

DL70AFUG war im Jahr 2019 on Air!

 

Am 15. März 1949 trat das 1. Amateurfunkgesetz (AFuG) in Deutschland in Kraft. Ein Anlass dies mit einem Sonder-Clubstationsrufzeichen zu feiern. Deshalb hat Carmen, DM4EAX das Rufzeichen DL70AFUG von der Bundesnetzagentur zugeteilt bekommen. DL70AFUG war bis zum 31. Dezember 2019 mit dem Sonder-DOK 70AFUG auf (fast) allen Bändern und Betriebsarten in der Luft.

Die Aktivierung des Rufzeichens erfolgte durch verschiedene DARC Mitglieder.

Urkunde Sonder-DOK 70AFUG

Historie des AFuG

 

 

Von Willkür bis zum Gesetz
Zu Zeiten der Weimarer Republik und dem 3. Reich hatte es der Funkamateur in Deutschland schwer, legal auf Sendung zu gehen. Es gab zwar das 1928 in Kraft getretene Fernmeldeanlagengesetz (FAG) in dem der Funkdienst durch Privatfunker eingebettet war, durch zahlreiche Verordnungen und Änderungen der Zuständigkeiten der Ministerien, wurde es den Funkamateuren jedoch nicht leicht gemacht. Auch nach 1945 haben die Besatzungsmächte erstmal ordentlich geblockt. So waren sämtliche Nachrichtenübermittlungsgeräte inkl. Brieftauben an die Alliierten abzugeben. Doch Rettung nahte. Schon im Juli 1946 gab die Militärregierung der USA die Genehmigung zur Gründung eines Clubs der Freunde der Funktechnik. Nun ging es Schlag auf Schlag. Im August 1946 wurde der Württembergische Radioclub in Stuttgart gegründet, ebenso entsprechende Vereine in Bayern. Weitere Clubgründungen erfolgten in der britischen Besatzungszone, nur die Franzosen sträubten such weiterhin.

Die ersten Gesetzentwürfe werden erarbeitet
Die Clubs bemühten sich ein eigenes Amateurfunkgesetz auf den Weg zu bringen, hatten sie doch in der Zeit von 1928-1945 mit dem FAG schlechte Erfahrungen gemacht. So stellten sie seit Anfang 1948 Voraussetzungen zusammen, unter denen ein Funkamateur die Lizenz zum Funken erhalten kann. Doch zahlreiche „Schwarzfunkaktivitäten“ störten diese Bemühungen empfindlich, die Deutsche Post beschlagnahmte am 10.April.1948 erstmals Stationen.
Die Militärregierung der Vereinigten Wirtschaftsgebiete kurz Bizone, legte dem Verwaltungsrat am 27. Juli 1948 nahe, ein Gesetz über das Funkwesen zu erarbeiten. Damit sollte der unlizenzierte Funkverkehr durch eine deutsche Behörde kontrolliert werden. Doch der Amateurfunk sollte wieder nur über Verordnungen im Fernmeldeanlagengesetz geregelt werden. Dieses Gesetz fand durch den Verwaltungsrat am 08. September 1948 Zustimmung, jedoch nicht durch die Funkamateure und ebenfalls nicht durch die Militärregierung. Am 06. Dezember 1948 fand der Entwurf der Funkamateure zum Gesetz über den Amateurfunk durch den Verwaltungsrat endlich Beachtung. In Anlehnung an die Vollzugsordnung zum Internationalen Fernmeldevertrag legte der Verwaltungsrat den Gesetzentwurf der Funkamateure, der Militärregierung vor.
 

Backsteine ebneten den Weg
Das Genehmigungs- und Gesetzgebungsverfahren durch die Militärregierung dauerte den Funkamateuren zu lange, denn die Gründung der Bundesrepublik Deutschland nahte. Man befürchtet, dass nach der Gründung, das Gesetz über den Amateurfunk nicht mehr zustande kommen würde, da ein derartiges Gesetz dann keine Priorität haben würde.  Deshalb nahmen die Funkamateure die Sache nun selbst in die Hand. Sie forderten alle Funkamateure auf, am 15. Januar 1949 einen Backstein, an der Vorsitzenden des Wirtschaftsrates, mit dem Hinweis: “Der Stein diene zur Untermauerung des Amateurfunkgesetzes!“, zu senden. Die Aktion hatte Erfolg. Am 04. März 1949 verabschiedete der Wirtschaftsrat das Gesetz, welches mit den dazugehörigen Verordnungen am 15. März 1949 in Kraft trat. Es war geschafft.

Autor: Carmen Weber, DM4EAX
 

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