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64 Jahre Funksport in Ludwigsfelde

 

Der Ortsverband Ludwigsfelde beruft sich auf Amateurfunktraditionen von 1956, als die Clubstation des damaligen Industriewerkes Ludwigsfelde gegründet wurde. Später wurde aus diesem Betrieb das IFA-Automobilwerk Ludwigsfelde, mit dem man den Ort identifizierte und wo der legendäre DDR-LKW "W50" gebaut wurde. Amateurfunk in Ludwigsfelde bedeutete auch stets Arbeit mit Jugendlichen, man war gleichzeitig Kreisausbildungszentrum Nachrichtensport des damaligen Kreises Zossen.

Nach Neugründung von Sportverbänden in der GST gab es in Ludwigsfelde eine erste Jugendgruppe im heutigem Sinne, dies war im Jahr 1988. Erster Jugendgruppenleiter und Ausbilder Amateurfunk war Y42RD (später Y27RD), jetzt DL2ROG. Damals hatte Ludwigsfelde 12 Funkamateure und 8 Jugendliche in der Ausbildung.

1991 wurden die Weichen in Ludwigsfelde komplett in Richtung Jugendarbeit gestellt, der neue OV-Vorstand mit DL2ROG und DL2ROM erkannte, dass eine Klubstation nur durch Jugendarbeit zu retten und zu erhalten ist. Gleichzeitig öffnete sich der OV für die Ludwigsfelder CB-Funker.

1993 eröffnete der stellv. Bürgermeister der Stadt Ludwigsfelde in Birkengrund Süd in den ehemaligen Gewölbekellern des alten Lehrlingswohnheimes des Autowerkes die neu errichtete Klubstation und Ausbildungsbasis. Der Mietvertrag wurde durch DL2ROG und Unterstützung des Ludwigsfelder Bürgermeisters mit dem Landrat unbefristet abgeschlossen, und so ist es noch heute.

Der Ortsverband unterhält gute Kontakte zu Ludwigsfelder Schulen, Ausbildungseinrichtungen und anderen Ludwigsfelder Vereinen.

Der Ortsverband Ludwigsfelde war Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Mittelbrandenburgischer Ortsverbände, in dem sich mehrere Ortsverbände im Distrikt Brandenburg für Jugend-, Aus- und Weiterbildung, Mitgliedergewinnung, neue Betriebsarten und Öffentlichkeitsarbeit engagieren.

Im Jahr 2004 konnte der Ortsverband Ludwigsfelde seine Mitgliederzahl stark vergrößern; besonders im Jugendbereich, wo offene Jugendarbeit betrieben wird, herrscht ständiges Kommen und Gehen.

Die OV-geführte Jugendgruppe bewarb sich mehrfach um den Jugendförderpreis des DARC e.V. und belegte bundesweit 2004 den zweiten Platz, 2005 den ersten Platz und 2006 den dritten Platz.
Technisch interessierte Jugendliche, die an einem Vereinsleben teilnehmen wollen, wurden leider knapper. Ausgebildete Jugendliche verlassen meist Ludwigsfelde und ziehen der Arbeit hinterher. Dafür gewinnt der Ortsverband heute seine Mitglieder nicht nur bei Jugendlichen, sondern verstärkt im mittleren Erwachsenenbereich bei Neu-Brandenburgern, Rückkehrern und Leuten, die mit beiden Beinen im Leben stehen und nach einem sinnvollen Hobby suchen.

Seit 2012 bildet der Notfunk im Katastrophenfall wo Funkamateure laut Gesetz die Behörden unterstützen müssen, einen neuen Schwerpunkt in der OV-Arbeit. Es entstanden im Ortsverband mehrere transportable Funkstationen bzw. Notfunkkoffer und der OV hält Notfunkübungen ab.

Der Ortsverband Ludwigsfelde ist heute ein Zentrum für Not- und Katastrophenfunk im Landkreis Teltow-Fläming. Gleichzeitig stehen moderne digitale Übertragungsverfahren und der Selbstbau im Vordergrund. Der Ortsverband betreibt eine moderne digitale C4FM-Relaisfunkstelle und einen modernen APRS-Digipeater.

 

 

Bildquelle: DL2ROG Gerd

 

Bildquelle: DL2ROM Hans

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