Clubmeisterschaft: Statistik für Normalfunker

Funktags-Banner

Clubmeisterschaft: Statistik für Normalfunker

Otto-Normalfunker im Verein schlagen einsame Champions

… zumindest in der Clubmeisterschaft, die ihren Namen nicht umsonst trägt.

Am Beispiel der Rohergebnisse (eingereichte Punktzahlen vor Prüfung durch den Auswerter) des diesjährigen 10-m-Contests ist das sehr schön zu sehen.

Hier zunächst die Übersicht der aus unserem OV eingereichten Ergebnisse.

(Alle Daten sind auf dieser Suchmaschine oder auch hier abrufbar)

Call

Klasse

QSOs

DOK

Punkte

Erster

Letzter

Teilnehmer

Platz

Score

DM3Y
(OP: DM4RM)

Mix Low

32

18

608

11703

2

171

73

58,1

DL7UGN

Mix Low

29

16

493

11703

2

171

83

52,2

DL2BRW

Mix Low

25

14

375

11703

2

171

91

47,6

DL2BUM

Mix Low

16

8

135

11703

2

171

125

27,8

DJ3RA

CW Low

11

8

99

7107

2

126

98

23,2

DL3BXX

SSB High

21

10

231

67063

1

112

90

20,6

DL1BRD

SSB Low

9

3

36

22512

2

460

414

10,9

DK3WG

Mix High

23

13

322

42217

77

53

50

6,7








Summe 1…4:

185,7


Die Punktzahl ist die Anzahl der QSOs mal Multiplikator.

Multiplikatoren sind die erreichten DOKs plus die Zahl der erreichten Länder. Letztere war in allen Fällen 1, nämlich nur DL hi.

„Erster“ und „Letzter“ bedeutet die Punktzahl des Gewinners und des/der Schlusslicht(e) in der jeweiligen Klasse.

Teilnehmer bedeutet hier die Zahl der vergebenen Plätze, also bei Punktgleichständen (gleicher Platz!) ggf. etwas weniger als die Zahl der eingereichten Logs.

In die Klubwertung geht nicht die Punktzahl ein, sondern der sog. Score, eine Zahl die angibt, wo man im Teilnehmerfeld gelandet ist.

Das ist die Formel:

 

Teilnehmer (T) bedeutet hier die Zahl der vergebenen Plätze, also bei Punktgleichständen (gleicher Platz!) ggf. etwas weniger als die Zahl der eingereichten Logs. P ist die jeweilige Platzierung in der Teilnehmerklasse.

Maximalscore sind 100, die bekommt der Gewinner der Teilnahmeklasse. Minimum ist 1, für den oder die Schlusslichter.

Wer ca. im Mittelfeld liegt wie z.B. unser Lothar DL2BRW und ich, der bekommt ca. 50 Punkte.

Die vier besten Scores aus jedem OV gehen in die Club-Wertung.

Soweit die Theorie.

Der Witz an der ganzen Sache: Es gibt viele kleine Normalfunker und nur wenige Champions, wie man in folgender Grafik sieht.

Die Hälfte der Teilnehmer hat 500 oder weniger Punkte. Bei um und über 10.000 Punkten liegen einsam drei Spitzenfunker.

Der Zehnte bekommt für seine gut 3.000 Punkte aus 65 QSOs -tolle Leistung- einen Score von 94,8 Punkten.

Platz drei bekam für seine 134 QSOs (doppelt so viel!!) fast 10.000 Punkte – und bekommt einen Score von … 98,8.

Ganze vier Score-Punkte Unterschied! Aber wieviel Schweiß liegt nochmal zwischen diesen beiden Plätzen….

 

Hier die gleichen Zahlen nochmal anders dargestellt.

Beachte den Sprung auf der x-Achse bei 1.000 Punkten:

Lies: Es gab drei Logs mit 900 … 950 Punkten, kein Log mit 951…1.000 Punkten und 16 Logs mit 1.001 … 1.500 Punkten usw.

23 Teilnehmer haben weniger als 50 Punkte erreicht und waren sich dennoch nicht zu fein zum Abrechnen. Wenn man die Score-Formel verstanden hat, kann man als Mittelfeld-Funker nur sagen: Danke dafür!

Mit 450 Punkten hat man 50 % der Teilnehmer hinter sich gelassen und bekommt einen Score von 50. Schon mit nur 135 Punkten aus ganzen 16 QSOs bekommt man einen Score von fast 30, wie das Ergebnis von Micha DL2BUM beweist.

Vier solche Logs von Otto-Normalfunkern, und man hat fast 200 Punkte für den Ortsverband.

Ein einzelner Klassensieger wird auf seine 100 Punkte zu Recht stolz sein. Sein OV wird mit ihm allein dennoch nie einen Blumentopf in der Clubmeisterschaft gewinnen. Aber gemeinsam geht viel.

Hier Grafiken die beiden anderen Low-Power-Klassen:

In SSB-Low waren mit Abstand die meisten abgerechneten Logs: nicht weniger als 460 Teilnehmer!!

Tendenziell ist hier die Vielzahl der kleinen „Normal-Logs“ noch ausgeprägter, aber es gibt auch ein etwas breiteres Spitzenfeld.

 

 

Ganz anders die „Endstufen-Funker“:

Neun von 53 Teilnehmern erreichten drei oder mehr verschiedene Länder. Der Gewinner hatte sogar fünf Länder, mit 259 QSOs und 158 DOKs.

Tolle Leistung, bei diesen Bedingungen auf 10 Meter in nur 150 Minuten! Freilich mit vier Richtstrahlern, davon zwei 5-ele Monoband.

Und nicht zuletzt ein Spitzen-Könner als Operator. Jedenfalls ein Traumergebnis.

 

Aber niemand sonst aus seinem OV hat abgerechnet.

Diese Website nutzt ausschließlich technisch erforderliche Cookies. Wir benutzen keine Cookies, die eine Einwilligung erfordern würden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. X