DARC Kurzwellenanträge zur IARU Region 1-Konferenz in Landshut

Die IARU Region 1 General Conference tagt vom 17. – 21. September 2017 in Landshut. Aktuell hat der DARC drei Anträge und ein Informationspapier vorgelegt, die die Kurzwelle betreffen.

Die Dokumente zu den Themen 60-m-Bandplan, Disqualifizierungen bei Außer-Band-Betrieb sowie Bandplan-Unterschiede und -Harmonisierung liegen jeweils in einer englischen und in einer deutschen Fassung vor:

 

 

 

 

 

 

60-m-Band: neue Chancen für NVIS

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Ionogram der Ionosonde Juliusruh
Beispiel: Ionogram der Ionosonde Juliusruh / Universität Rostock. Die foF2 liegt bei knapp unter 4 MHz.

Auf halber Strecke zwischen dem 80- und dem 40-m-Band liegt das für uns Funkamateure in DL seit dem 20.12.2016 freigegebene 60-m-Band - in angloamerikanischen Medien auch als 5-MHz-Band bezeichnet. Es bietet auch dann innerdeutsche bzw. innereuropäische Kontakte, wenn die Bedingungen auf 80 bzw. 40 Meter Verbindungen über nahe oder mittlere Distanzen nicht mehr oder noch nicht möglich machen.

Das 60-m-Band ist deutlich weniger von der D-Layer-Absorption beeinträchtigt als das 80-m-Band und daher ideal für NVIS (Near Vertical Incidence Skywave), der Ausbreitung über Steilstrahlung und Reflexionen an den Ionosphärenschichten. Diese Betriebsart wird hauptsächlich im Not- und Katastrophenfunkverkehr sowie beim Militär genutzt.

Dabei ist es wichtig, die kritische Frequenz (foF2) der Ionosphäre zu einem beliebigen Zeitpunkt zu kennen. Diese Informationen finden Sie online z. B. unter:

 

Ionosonde Juliusruh / Uni Rostock (D)

Ionosonde Dourbes (B)

 

Update 22.12.2016


NVIS - senkrecht nach oben

Funkamateure möchten in der Regel mit ihrer Anlage große Entfernungen überbrücken (DX). Sie verwenden dazu Antennen, die möglichst flach abstrahlen, z. B. Vertikalstrahler. Für stabile Verbindungen im Nahfeld bis 500 km bzw. innerhalb Deutschlands müssten die Funkwellen jedoch steil abgestrahlt werden (50° bis 90°). Sie werden je nach Zustand der Ionosphäre im gleichen Winkel, mit dem sie auf die Ionosphäre auftreffen, reflektiert und ermöglichen somit den Funkverkehr von nahe zueinander liegenden Stationen. Die miteinander verkehrenden Funkstellen sollten dabei alle im NVIS-Modus arbeiten. Schon Sendeleistungen von 10 bis 50 Watt haben sich als ausreichend erwiesen.

Idealerweise wird bei NVIS das Signal in einem Winkel von neunzig Grad nach oben abgestrahlt. Die Ionosphäre wirft die Radiowellen zurück, die Radiowellen treffen am Boden auf, werden wieder himmelwärts reflektiert usw. - wobei bei jeder Reflektion ein Teil der Sendeenergie durch Dämpfung und dielektrische Verluste verloren geht. Untersuchungen bei Radiosendern haben gezeigt, dass bei jedem "Sprung" ("hop") das Signal um rund 2 Millisekunden verzögert wird. Bis zu zehn Hops sind keine Seltenheit. Zudem wurden starke Dopplereffekte (Fading) beobachtet. Diese Ergebnisse haben großen Einfluss beispielsweise bei der Frage, etwa welche Digitalen Betriebsarten bei Notfunk im 60-m-Band eine sichere Datenübertragung erlauben. Denn diese Effekte (Fading, Mehrwegreflektionen etc.) führen zum sog. "intersymbol interference" (ISI) und können Signale unlesbar machen. In dieser Hinsicht haben sich gegenüber den störenden Effekten als deutlich robust MFSK-Modi wie MFSK8 und MFSK16, Olivia, DominoEX sowie THROB erwiesen. MFSK8 und MFSK16 wurden von Murray Greenman (ZL1BPU) für den Kurzwellen-Amateurfunk entwickelt. Olivia ist ebenfalls eine amateurfunk-spezifische Entwicklung. Murray (ZL1BPU) entwickelte ebenfalls DominoEX, speziell für NVIS-Kommunikation auf den unteren Kurzwellenbändern (160 bis 40 Meter).

 

NVIS-geeignete Antennen

Bei einem Draht-Dipol mit einer Strahlerhöhe von etwa 0,12 λ - 0,15 λ wird das Funksignal überwiegend senkrecht nach oben abgestrahlt. Als optimale Betriebsfrequenz für NVIS gilt die MUF minus 15 Prozent. Die eingesetzte Frequenz liegt also unter der MUF (Maximum Usable Frequency) und über der LUF (Lowest Usable Frequency). Die aktuelle MUF für Entfernungen von 100 km, 200 km, 400 km, 600 km, 800 km, 1.000 km, 1.500 km und 3.000 km kann man u. a. über die Lowell-Digisonde in Juliusruh abrufen (die Zeilen unten auf der Seite, beginnend mit „D“ und „MUF“). Die Messungen erfolgen alle 2 Minuten. Sie zeigen über das Jahr: Gut verwendbar für NVIS ist in Europa der Bereich des 60-m-Bandes (5 MHz). Er eignet sich daher idealerweise für den Notfunk (über nahe bis mittlere Entfernungen).

Für einen 24-stündigen NVIS-Betrieb sind in der Regel mehrere Bänder erforderlich (80/40/30 Meter). Durch die niedrige Höhe der Antenne sinkt die Eingangsimpedanz. Dies gilt es bei der Anpassung zu berücksichtigen. Die Steilstrahlungskomponente lässt sich noch erhöhen, wenn man unter dem Dipol auf der Erde einen Draht mit einer Länge von λ/2 + 5% als Reflektor verlegt. Zudem lassen sich so die Erdverluste erheblich reduzieren. Auch niedrig montierte Ganzwellenschleifen sind für den NVIS-Einsatz prädestiniert. So hatte die ehemalige polnische Botschaft im Süden von Köln eine solche Antenne jahrzehntelang in Betrieb.

Eine Anleitung zum Bau einer geeigneten NVIS-Antenne finden Interessierte beim österreichischen Amateurfunkverband ÖVSV. Versuche mit Inverted-L- bzw. Sloper-Antennen haben ebenfalls positive Ergebnisse erbracht.

 

 

60-m-Band: wichtige Betriebshinweise

Vorläufiger Nutzungsplan der IARU Region 1
Ein vorläufiger Nutzungsplan der IARU Region 1 empfiehlt die angegebenen maximalen Bandbreiten und Unterteilungen.

Obwohl das 60-m-Band sehr schmal ist, sind auch SSB-Aussendungen möglich. Hintergrund dafür ist, dass Funkamateure sich auch so auf eine eventuelle Unterstützung der Kommunikation in Not- und Katastrophenfällen in diesem Frequenzbereich vorbereiten können.

Es ist nicht erforderlich, dass Stationen exakt auf den "VFO"-Frequenzen 5354, 5357, 5360 und 5363 kHz USB senden, aber es hat durchaus Vorteile. So arbeiten US-Stationen auf 5357 kHz (Kanalzuweisung durch FCC!), UK-Stationen auf den beiden Kanälen 5354 und 5363 kHz (aber nicht auf 5357 und 5360 kHz).

Außerdem ist es nur durch die Verwendung dieser genauen Frequenzen ausreichend Platz für vier simultane SSB-QSOs - ohne gegenseitige Interferenz, wobei die genehmigte 2,7 kHz Bandbreite de facto der Standardbandbreite gebräuchlicher Amateurfunk-SSB-Sendeempfängern entspricht.

WICHTIG: Für SSB-Betrieb in Stellung „oberes Seitenband, USB“ ist 5363 kHz die höchste einzustellende Anzeige der VFO-Frequenz (Dial Frequency). Für Digimode-Aussendungen gilt Sinngemäßes, hier muss die Addition von VFO-Frequenzanzeige und Frequenz des eingespeistem niederfrequenten Signals der Soundkarte unter oder maximal gleich 5366,5 kHz bleiben. 

Es ist also dringend darauf zu achten, dass alle Anteile einer Aussendung des oberen Seitenbandes innerhalb des Bandes liegen. Man darf sich nicht dazu verleiten lassen, von dieser Festlegung abzuweichen, wenn dies andere Funkamateure im Ausland machen – diese funken dann auf Frequenzen gemäß ihrer nationalen Regelung nach Artikel 4.4 der VO-Funk. Da sich viele Funkamateure das schmale 15 kHz breite Band teilen müssen, gilt: Jeder muss sich „kurz fassen“ – ausgedehnte Plauderrunden sind nicht angebracht.

 

 

 

 

 

 

 

Neues 5-MHz-Band ab sofort!

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Der Amateurfunkdienst darf ab sofort den Frequenzbereich von 5351,5 – 5366,5 kHz nutzen. Das teilte heute (20.12.2016) die Bundesnetzagentur (BNetzA) in ihrer Mitteilung Nr. 1699/ 2016 mit (is.gd/Gunhb3). Diese Regelung geschehe im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg). Diese Regelung gilt jedoch nur für Inhaber der Klasse A.

Die letzte Weltfunkkonferenz (WRC 2015) hat dem Amateurfunkdienst ein neues, 15 kHz schmales Segment auf sekundärer Basis zwischen den Frequenzen 5351,5 kHz und 5366,5 kHz gemäß Artikel 5  in der Vollzugsordnung-Funk der ITU zugewiesen. Eine Fußnote darin begrenzt die auf einen isotropen Strahler bezogene Strahlungsleistung auf 15 Watt EIRP. 

Mit dem am 20. Dezember 2016 publizierten Amtsblatt der Bundesnetzagentur (BNetzA) wird die sofortige Nutzung des 60-m-Bandes für Inhaber einer Zulassung zum Amateurfunkdienst der Klasse A ermöglicht. 

Auf folgende Nutzungsbedingungen ist zu achten: maximale Strahlungsleistung 15 Watt EIRP, max. Bandbreite der Aussendung 2,7 kHz, alle Sendearten. 

Sekundäre Nutzung des Frequenzbandes 5351,5 kHz bis 5366,5 kHz heißt, dass ein primärer Nutzer in diesem Frequenzband durch Aussendungen von Funkamateuren nicht gestört werden darf; ggf. ist Frequenzwechsel oder sogar Einstellung der eigenen Aussendung erforderlich.

Obwohl das 60-m-Band sehr schmal ist, sind auch SSB-Aussendungen möglich. Hintergrund dafür ist, dass Funkamateure sich auch so auf eine eventuelle Unterstützung der Kommunikation in Not- und Katastrophenfällen in diesem Frequenzbereich vorbereiten können.

Ein vorläufiger Nutzungsplan der IARU Region 1 empfiehlt folgende maximale Bandbreite und Unterteilung:

5351,5 kHz – 5354,0 kHz: max. Bandbreite 200 Hz, Telegrafie (CW) und Digimodes

5354,0 kHz - 5366,0 kHz:  max. Bandbreite 2,7 kHz, alle Sendearten (SSB-Sprachbetrieb in USB) 

5366,0 kHz – 5366,5 kHz: max. Bandbreite 20 Hz (!), alle Sendearten mit geringsten Sendeleistungen.

In Anlehnung an die Praxis in den Ländern, die bisher schon durch eine nationale Regelung nach Artikel 4.4 der VO-Funk einen Amateurfunkbetrieb ermöglichten, empfiehlt die IARU Region 1 für SSB-Sprachbetrieb das obere Seitenband (USB) zu verwenden. Dabei ist dringend darauf zu achten, dass alle Anteile einer Aussendung des oberen Seitenbandes innerhalb des Bandes liegen. 

Für SSB-Betrieb in Stellung „oberes Seitenband, USB“ ist dann 5363 kHz die höchste einzustellende Anzeige der VFO-Frequenz (Dial Frequency). Für Digimode-Aussendungen gilt Sinngemäßes, hier muss die Addition von VFO-Frequenzanzeige und Frequenz des eingespeistem niederfrequenten Signals der Soundkarte unter oder maximal gleich 5366,5 kHz bleiben. 

Man darf sich nicht dazu verleiten lassen, von dieser Festlegung abzuweichen, wenn dies andere Funkamateure im Ausland machen – diese funken dann auf Frequenzen gemäß ihrer nationalen Regelung nach Artikel 4.4 der VO-Funk. Da sich viele Funkamateure das schmale 15 kHz breite Band teilen müssen, gilt:  Jeder muss sich „kurz fassen“ – ausgedehnte Plauderrunden sind nicht angebracht.

In der CQ DL werden weitere demnächst weitere Informationen zum 60-m-Band bereitgestellt.

 

 

Ulrich Müller, DK4VW, DARC HF-Referent & Referent Frequenzmanagement

 

Neuer Bandplan für die IARU-Region 2

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Auf der im Oktober stattgefundenen 14. Generalversammlung der IARU-Region 2 in Chile wurde ein neuer Bandplan angenommen. Hauptsächliches Ziel der Änderungen war die weitere, so weit wie mögliche Harmonisierung der Bandsegmente mit denen der Regionen 1 und 3.

So wurden ebenfalls, wie kürzlich in der Region 1, im Frequenzbereich 3570 bis 3580 kHz - neben weiterhin CW - die Digimodes als bevorzugte Sendeart eingeführt. Da sich auch die Darstellung der Bandpläne sowie die benutzten Begriffe und Definitionen in den drei Regionen noch deutlich unterscheiden, wurde der Vorschlag gemacht, dass eine kleine Arbeitsgruppe, bestehend aus etwa je zwei Mitgliedern jeder Region, entsprechende Empfehlungen für weitere Angleichungen ausarbeiten soll.

Der neue Bandplan der IARU-Region 2 kann hier runter geladen werden: 
is.gd/nSrxTU

 

 

IARU-Region 1 Interim Meeting Vienna 2016 - Fragen und Antworten zu aktuellen Bandplanthemen

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Das nächste IARU Region 1 Interim Meeting wird im April in Wien stattfinden. Hier wird es vor allem um Bandplanfragen gehen. Um was aber konkret? Fragen und Antworten dazu.


Frage: Das C4-Komitee beschäftigt sich in Wien unter anderem mit Fragen zum Kurzwellenbandplan. Wo drückt der Schuh besonders?

Antwort: Uns werden immer wieder Beschwerden vorgetragen, dass Digimode-Betrieb in Bandsegmenten stattfindet, die laut Bandplan allein dem CW-Betrieb vorbehalten sind.


Frage: Worum geht es da konkret?

Antwort: In der Vergangenheit gab es diese Probleme vor allem im 40-m-Band, hier fand PSK31-Betrieb auf der QRG 7035 kHz und höher statt. Aber nach einer Übergangszeit sind sie weitgehend gelöst. Die Ursache lag anfangs darin, dass man den Bandplan der IARU Region 1 mit dem der Region 2 harmonisiert hatte. Infolge dessen wurde in der Region 1 der CW-Bereich um 5 Kilohertz erweitert. Schwierig war nun, die Digimode-Gemeinde zu bewegen, nun auch insgesamt 5 Kilohertz höher zu wandern. Das hat gedauert, letztlich kam aber der entscheidene Impuls von den PSK31-Nutzern selbst. Das ist auch deswegen im Rückblick ein Achtungserfolg, da Digimode-Operator mit Abstand nicht so weit organisiert sind wie die Telegrafisten.


Frage: Und wie ist aktuell die Situation?

Antwort: Obwohl die Bandkonflikte zwischen CW und Digimodes bei 7 MHz inzwischen weitgehend gelöst sind, existieren nun ähnliche Probleme in den Bereichen 3,5 und 10 MHz. Auf dem 80-m-Band hat sich JT-65-Betrieb unterhalb von 3580 kHz etabliert, im 30-m-Band sind allgemein digitale Aktivitäten unterhalb von 10140 kHz üblich geworden.


Frage: Was sind die Ursachen?

Antwort: Nun, die IARU hat durch eigene Beobachtungen und detailliertere Untersuchungen feststellen müssen, dass die Aktivitäten in den digitalen Betriebsarten über die vergangenen zehn Jahre enorm zugenommen haben. Die ursprünglichen RTTY-Bandsegmente sind für die Masse an Betrieb in den Digimodes einfach zu klein geworden. Mit einer Entwicklung in diesem Ausmaß hatte niemand gerechnet.


Frage: Sind nun nicht die nationalen Fernmeldeverwaltungen gefragt, an einer Lösung mitzuwirken?

Antwort: Diese Forderung gibt es vereinzelt aus der Amateurfunkgemeinde. Aber die Fernmeldeverwaltungen erwarten, dass wir das selber unter uns regeln können und auch werden. Die Bandpläne sind nicht Bestandteil der Amateurfunkbestimmungen. Diese regeln, wer mit welcher Lizenzklasse welches Band mit welcher Leistung und in welcher Betriebsart bzw. Bandbreite nutzen darf. Aber die Einteilung eines Bandes in Segmente, nach Betriebsarten und Bandbreiten, das ist uns überlassen. Und wir regeln das in den sogenannten Bandplänen.


Frage: Die damit aber nicht die Kraft eines Gesetzes oder einer Verordnung haben.

Antwort: Richtig. Es sind allein Empfehlungen, an die sich vom Gesetz her gesehen keiner halten müsste. Aber sie sind Neudeutsch „good practice“, haben sich also bewährt, um einerseits Nutzer verschiedener Betriebsarten zusammen zu führen, andererseits aber auch, um Konflikte im alltäglichen Betrieb auf den Bändern zu vermeiden – und zwar für Mitglieder der IARU-Verbände als auch für Nichtorganisierte.


Frage: Wie können denn nun die Konflikte, wie sie ja offensichtlich im 80- und 30-m-Band existieren, gelöst werden?

Antwort: Bis auf wenige Ausnahmen, die leider vorkommen, entstehen diese Konflikte ja nicht aus Böswilligkeit. Meist fängt es an, dass Funkamateure eine Software für einen neuen Digimode entwickeln. Amateurfunk ist Experimentalfunk, und man muss einfach mal festhalten, dass besonders auf der Kurzwelle vor allem im Bereich der Digimodes experimentiert wird. Und zwar auf den Bändern. Nun, es entwickelt jemand also eine neue Betriebsart und empfiehlt ein paar Frequenzen, auf denen man diese ausprobieren könnte. Das ist auch notwendig, denn sonst fänden sich die sogenannten „Early Adopters“ – die, die das Neue als Erste ausprobieren – ja nicht zusammen. Die Frequenz-Empfehlungen geschehen aber meist auf Grundlage des Bandplans, der für diejenige Region gültig ist, in der der Entwickler lebt. Wenn aber nun in den IARU-Regionen abweichende Bandpläne existieren und in den USA, bedingt durch die Vorgaben der FCC, auch noch ein von der Region 2 abweichender nationaler Bandplan, dann haben wir einen Konflikt. So war es im Falle des 40-m-Bandes, so ist es nun auch beim 80- und beim 30-m-Band. Die Lösung kann langfristig also nur sein, nachhaltige Veränderungen zu bewirken, das heißt, die Bandpläne der drei IARU-Regionen weltweit miteinander zu harmonisieren. Einzelne Schritte in diese Richtung werden schmerzhaft sein, es gibt aber keinen anderen Weg, um langfristig ein möglichst konfliktfreies Nebeneinander zu ermöglichen.


Frage: Wie sähen diese Veränderungen denn aus?

Antwort: Es wird wahrscheinlich am Ende des Tages erforderlich sein, will man eine vollständige Angleichung der HF-Bandpläne für alle drei Regionen erreichen, die Digimode-Segmente zu vergrößeren. Hier ist einfach der Bedarf gewachsen. Und es liegt in der Natur der Sache, dass diese Betriebsarten zum Teil weniger als 200 Hertz Bandbreite belegen, zum Teil weniger als 500 Hertz, zum Teil aber auch mehr als 500 Hertz. Dies ist schon jetzt bei der Bandplangestaltung berücksichtigt worden, bei der Sitzung in Davos im Jahr 2005, aber wie gesagt, der Bedarf insgesamt ist seitdem gestiegen.


Frage: Gibt es bei den Beratungen denn auch eine rote Linie, die aus Ihrer Sicht nicht überschritten werden darf?

Antwort: Ja, die gibt es. Aufgrund dessen, dass Digimode-Betrieb oft nur am Bildschirm betrieben wird, besteht erfahrungsgemäß die Gefahr, dass leise Stationen „übersehen“ werden. Daher gibt es gute Gründe, für CW exklusive Bereiche freizuhalten. Es ist völlig klar, dass die exklusiven Bereiche für CW keine überkommene Tradition sind, sondern ihre ganz klare technische Berechtigung haben. Auf der anderen Seite aber müssen die Diskussionen ergebnisoffen geführt werden. Ein Kompromiss wird sicher notwendig sein, für alle, denn keine Betriebsart hat Kilohertz zu viel. Daher ist unser Ziel, eine tragfähige Lösung zu finden, die den Bedürfnissen aller, insbesondere aber des Amateurfunks insgesamt, nachhaltig Rechnung trägt.


Die Fragen stellte Tom Kamp, DF5JL an Ulrich Müller, DK4VW, Leiter der DARC-Referate HF und Frequenzmanagement.

 


Dokumente:


- Antrag des DARC an das HF Comittee C4 (HF) / Bandplan 30-Meter-Band (dtsch.)

- Antrag des DARC an das HF Comittee C4 (HF) / Bandplan 30-Meter-Band (engl.)

Antrag des DARC an das HF Comittee C4 (HF) / Bandplan 80-Meter-Band (dtsch.)

Antrag des DARC an das HF Comittee C4 (HF) / Bandplan 80-Meter-Band (engl.)


Antrag des RSGB an das HF Comittee C4 (HF) / Bandplan Digimodes auf 3,5 MHz und 10 MHz (dtsch.)

 

 

Alle Papiere, die fristgerecht eingereicht wurden, stehen als drei ZIP-Dateien zur Verfügung unter / All papers submitted up to the closing date for papers are available as three .zip downloads at http://www.iaru-r1.org/.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Seite des DARC-HF-Referates wurden die überarbeiteten KW-Bandpläne der IARU Region 1 veröffentlicht. Berücksichtigt wurden die jüngsten Beschlüsse der IARU-Reg.1-Konferenz in Varna/Bulgarien 2014:

a) Im Segment 29000-29100 kHz wurde die max. Bandbreite von 2700 Hz auf 6000 Hz erhöht.

b) Im Segment 29300-29510 kHz wurde die Beschränkung "downlink only" für Betrieb über Satelliten gestrichen.

http://www.darc.de/referate/hf/bandplaene/

Für alle, die Spaß an digitalen Betriebsarten wie RTTY, PSK oder (M)FSK, etwa Olivia haben, gibt es jetzt die Facebookgruppe "Fernschreiber". Dort können Modi, Frequenzen und Uhrzeit für Skeds verabredet oder auch einfach nur Erfahrungen und Beobachtungen ausgetauscht werden. Einmal die Woche trifft man sich zudem im Digitalen Experimental-Netz Amateurfunk auf Kurzwelle (Anruf "DENA-HF"), und zwar mittwochs ab 2000 Lokalzeit MEZ/MESZ (1900 bzw. 1800 UTC) auf 3588 kHz (Winterzeit) bzw. 7044 kHz (Sommerzeit; Frequenzangaben jeweils als „dial frequencies“/center frequency = +1500 Hz +/- QRM); die Betriebsart ist Olivia 8-500 (bitte RSID einschalten!). Einen einfachen Einstieg dazu bietet die Software Fldigi, die für die Betriebssysteme Windows, Mac OS X sowie Linux kostenlos zur Verfügung steht.

Alles weitere befindet sich zur Zeit im Aufbau. Geplant ist zum Beispiel, den Deutschland-Rundspruch des DARC künftig regelmäßig in Digimodes zu verbreiten (via Remotestation) bzw. einen eigenen Rundspruch mit Schwerpunkt „Digimodes“ auf die Beine zu stellen.

73, Tom DF5JL

 

 

AR12192 im Größenvergleich (Abb. Thesuntoday.org)
AR12192 im Größenvergleich (Abb. Thesuntoday.org)

Seit sie sich auf der für uns sichtbaren Seite der Sonne zeigt, hat die Sonnenflecken-Gruppe AR12192 an Größe und Komplexität zugenommen und ist gegenwärtig der größte Sonnenfleck des aktuellen Sonnenzyklus 24 (SC24). Die Region hat schon bis jetzt zahlreiche C- und M-Klasse Flares sowie einen X1-Flare produziert.

Am 22. Oktober 2014 um 11 UTC entsprach die Größe der Fleckenregion 2410 MH. In Fachkreisen wird die Fläche in Millionstel Hemisphäre (MH) angegeben, also dem millionsten Teil der sichtbaren Sonnenhalbkugel. Ein Sonnenfleck, der 300 bis 500 MH misst, wird allgemein als groß bezeichnet. Zum Vergleich: Die Oberfläche der Erde misst 169 MH. Dies bedeutet, dass AR12192 14 mal größer ist als die Oberfläche der Erde.

Schöne Bewegtbilder dazu finden sich unter thesundtoday.org (http://bit.ly/1CVUfUx).

Tom Kamp DF5JL

Treffen der AGCW und des HF-Referates auf der Ham Radio 2014

Am Rande der Ham Radio 2014 in Friedrichshafen trafen sich der 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Telegrafie e. V. (AGCW), Wolfgang Borschel, DK2DO; der HF-Referent des DARC, Ulrich Müller, DK4VW sowie Thomas Kamp, DF5JL, DARC HF-Referat/Fachbereich Digimodes. Anlass waren Bandplanfragen, wiederkehrende Bandplanverletzungen, die jüngsten Störsituationen in den CW-Bereichen durch Digimode-Betrieb sowie die Erörterung möglicher Lösungsschritte.

Die Runde war sich schnell einig, dass die traditionelle Morsetelegrafie (CW) als älteste Betriebsart im Amateurfunk eines besonderen Schutzes bedarf. Die aktuellen IARU-Bandpläne unterscheiden daher deutlich zwischen den für CW-Betrieb bevorzugten Bereichen und solchen für Digimode-Betrieb. Ulrich Müller, DK4VW, betonte, dass das HF-Referat des DARC auch in Zukunft darauf hin wirkt, dass die IARU an dieser Unterscheidung festhält.

DK2DO verwies darauf, dass dennoch immer öfters Frequenzen der CW-Bereiche mit Digimode-Signalen belegt würden. Als Beispiele nannte er das 30-m-Band und das 80-m-Band. Die AGCW hat den Vorschlag unterbreitet, im 30-m-Band den Bereich von 10135 bis 10140 kHz für beide Betriebsarten (CW und Digimodes) auszuweisen, was eine teilweise Harmonisierung mit der Region 2 darstelle. DK2DO wies ausdrücklich darauf hin, dass das 30-m-Band ein Sekundärband ist. Die Bandpläne in der Region 3 und Region 1 seien gut harmonisiert. Problematisch aber sei die Situation in der Region 2, da die dominierende ARRL einen eigenen Bandplan habe. Von dort würden auch die von der IARU vorgegebenen kontestfreien Bereiche kaum beachtet. Eine Praxis, die man in Europa nicht wünsche.

Im 80-m-Band ist für Digimodes der Bereich oberhalb 3580 kHz vorgesehen. Unterhalb 3580 kHz sollten demnach Digimodes nicht betrieben werden. Auch das HF-Referat beobachtet die Situation mit aller Sorge. Einige Digimode-Entwickler nähmen offenbar auf bestehende IARU-Bandpläne keinerlei Rücksicht, und auch bei einigen Anwendern fehle es offenbar an dem Willen, Bandpläne, insbesondere aber bevorzugte CW-Bereiche, zu berücksichtigen. In Reaktion auf diese Bandplanverletzungen seien aber etwa CQ-CW-Schleifen auf den betroffenen Frequenzen (schon rein technisch) nicht das geeignete Mittel für eine dauerhafte Lösung!

Das HF-Referat nimmt daher seit einiger Zeit mit den betreffenden Software-Entwicklern Kontakt auf, um diese zu veranlassen, für Digimode-Anwendungen die IARU-Bandpläne entsprechend umzusetzen. Dabei wird das HF-Referat gegebenenfalls auch von den jeweiligen nationalen Amateurfunkverbänden unterstützt. Ulrich Müller, DK4VW, konnte auf erste Erfolge verweisen. So wurden bereits Frequenzänderungen in den Default-Einstellungen von Digimode-Anwendungen zugesagt, ebenso wie die Überprüfung der technischen Möglichkeit, eine Bandplan-Plausibilitätsprüfung in entsprechende Programme zu implementieren. Die Sorge, dass man letztlich angesichts des nicht bandplankonformen Treibens einiger weniger Digimode-Anwender resigniert, konnte als unbegründet dargestellt werden. Das HF-Referat des DARC wird auch weiterhin das Gespräch mit Entwicklern und Aktivitätsgruppen suchen und intensivieren. Das HF-Referat bittet die Mitglieder der AGCW um frühzeitige Informationen über mögliche aufkeimende Konflikte, etwa über nicht bandplankonforme Belegungen der CW-Bereiche durch Digimodes. Auf lange Sicht seien intensive Gespräche aller Beteiligter und umfassende Informationen an die Funkamateure unerlässlich.

Allerdings bitten die Vertreter des HF-Referates die CW-Gemeinde auch um Geduld, da die entsprechenden Gespräche Raum einnehmen und bis zu einer Lösung oft einige Zeit vergeht. Erinnert wurde an die Räumung des Bereiches 7035 bis 7040 kHz durch PSK-Stationen, nach dem im Zuge der Erweiterung des 40-m-Bandes in 2009 auch dieser Bereich allein der Morsetelegrafie zur Verfügung gestellt wurde. Letztlich dauerte es jedoch fast vier Jahre, bis die PSK-Gemeinde diese Änderung auch umsetzte. Insofern hat das HF-Referat die Hoffnung, auch für die Störsituation im 80-m-Band (hier arbeiten JT-65-Stationen im CW-Abschnitt knapp oberhalb von 3576 kHz) eine baldige Lösung zu finden. An der derzeitigen Aufteilung des 80-m-Bandes (Digimodes nur oberhalb von 3580 kHz) wird aber nicht gerüttelt, so das HF-Referat.

DK4VW verwies zudem darauf, dass vor allem der unkoordinierte Betrieb von CW-Baken oberhalb 10130 kHz (Schwerpunkt Süd- und Südosteuropa) und der Betrieb von Mail-Gateways ohne Auswertung etwaiger Belegungen durch andere insgesamt den Interessen des Amateurfunks kaum förderlich ist.

HF-Referat und AGCW-DL betonten abschließend den konstruktiven Charakter des Friedrichshafener Dialogs und vereinbarten, den Informationsaustausch untereinander zu intensivieren und ein friedliches Nebeneinander von CW und Digimodes auf den Amateurfunkbändern zu befördern. Schwerpunkt der IARU-Arbeit sollte weiterhin sein, Verletzungen des Bandplans mithilfe der nationalen Verbände deutlich zu reduzieren.

 

Wolfgang Borschel, DK2DO (AGCW)

Ulrich Müller, DK4VW (DARC HF-Referent)

Thomas Kamp, DF5JL (DARC HF-Ref./FB Digimodes)

 

 

DARC-Bandwacht: Ham Radio-Vortrag großer Erfolg

Der Vortrag von HB9ZEM über passive Radarsysteme während des Bandwachttreffens auf der HAM RADIO 2014 war ein großer Erfolg - 130 Zuhörer, soviel wie noch nie zuvor.

Einen Misserfolg, wenn nicht gar einen Schaden für den Amateurfunk, verursachten die abendlichen "Runden" auf 7050 kHz in LSB. Hier funkten und störten sich gegenseitig die Anhänger einer freien Ukraine und die Separatisten in der Ost-Ukraine. Das wird sich wohl vorläufig nicht ändern.

Erfolgreich dagegen verliefen die Bemühungen, den Intruder auf 7166 kHz zu beseitigen. Es handelte sich um die verschlüsselten CW-Aussendungen von "FAV22" aus Vernon, nordwestlich von Paris. Sie kamen oft mittwochs und dauerten manchmal stundenlang. Die französische Bandwacht beschwerte sich bei den zuständigen Dienststellen, und die BNetzA reichte eine offizielle Beschwerde ein. Seit dem 7. Juli sendet der Intruder nicht mehr auf dieser QRG.

Ansonsten hat sich in den letzten Wochen wenig geändert. Die aktiven OTH-Radare störten immer noch sehr, besonders auf den oberen Bändern, und russischer Militärfunk in digitaler Form war täglich auf fast allen Bändern anzutreffen. DK2OM fand eine Wetterfaxsendung aus Süd-England auf 7100 kHz. In Kooperation mit der englischen Bandwacht und der englischen Behörde OFCOM fand diese Aussendung ein baldiges Ende. Ebenfalls erfolgreich verlief die "Entstörung" von 14050 kHz. Dort hatte sich ein SUPERDARN-Ionosphärenradar aus Süd-Australien eingenistet. Sogar in Europa konnte es via Longpath tagelang gehört werden. DK2OM analysierte die Parameter via Fernsteuerung und alarmierte das Monitoring System der IARU Region 3. Wenige Tage später war das System verschwunden. Ein Beispiel für die globale Vernetzung unserer Monitoring-Systeme und die ausgezeichnete Kooperation!

Sporadic-E ermöglichte zahlreiche Bandöffnungen auf 50 MHz. Dort nervten uns die Bildträger von Fernsehsendern aus Osteuropa mit ihrem 50 Hz-Netzbrumm. Unzureichende Filtermaßnahmen in den Netzteilen dieser Sender verursachen solche Störungen. Man kann die "Brummer" auch als Indikatoren für Bandöffnungen verwenden, wenn auch mit Zähneknirschen. Es ist nicht auszuschließen, dass auch andere (illegale) Intruder unser 6-m-Band missbrauchen. In solchen Fällen bitte umgehend eine Mail an die Bandwacht senden, eventuell auch mit einer Audiodatei (WAV).

Auf der Webseite der Bandwacht finden sie zahlreiche Informationen, die Ihnen bei der Klassifizierung von Intrudern helfen können. Unter "Soundfiles" hat DK2OM zahlreiche Audiodateien aus seinen eigenen Beobachtungen gespeichert. Natürlich können auch weiterhin Audiodateien (im WAV-Format) an unsere Bandwachtadresse gesendet werden.

HF-Referat auf der Ham Radio 2014 in Friedrichshafen

Das HF-Referat wird auch in diesem Jahr mit einem Stand und Präsentationen vertreten sein. Ferner gibt es Vorträge der Bandwacht zu Ihrer Arbeit und dem Thema "Passivradar", einen Bericht über die kurzwellenrelevanten Punkte, die auf der IARU Region 1-Konferenz in Varna (Bulgarien) besprochen wurden sowie einen Vortrag zu einem fast vergessenen KW-Antennenklassiker - der T2FD-Antenne. Mehr Informationen dazu enthält der Ham Radio Flyer 2014 (PDF, 6,8 MB).

[Download]

Ham Radio 2014

C4-Dokumente zur IARU-Konferenz in Varna/Bulgarien 2014

Anfang Mai wurden die Anträge für die nächste IARU-Konferenz im September 2014 in Varna/Bulgarien veröffentlicht. Die die Kurzwelle betreffenden C4-Papiere liegen zzt. nur auf Englisch vor. Unter anderem gibt es Anträge zu den Bandplänen (insb. 30-m- und 40-m-Band) sowie zur Einführung von remotegesteuerten Empfängern für die Arbeit der Bandwacht. Deutsche Kurzfassungen werden in Kürze hier folgen.

[Download]

5-MHz-Newsletter Ausgabe Nr. 10 erschienen

Die neueste Ausgabe des englischsprachigen 5-MHz-Newsletters (Frühjahr 2014) ist jetzt zum kostenlosen Download im PDF-Format verfügbar. Die Themen u. a. sind: Neuzuordnungen des 60-m-Bands in Mazedonien und Bulgarien, 5 MHz und WRC 2015, ALE Interoperabilität-Übung in den USA, eine "Masse"-Antenne für das 60-m-Band, 5 MHz im Kalten Krieg (UK) sowie verschiedene aktuelle Meldungen. Herausgeber des 5-MHz-Newsletters ist Paul Gaskell, G4MWO.

[Download]

Fldigi mit vergrößertem Wasserfall-Diagramm

Die aktuelle Version der Digimode-Software Fldigi (Vers. 3.21.82) ist erschienen. Sie erlaubt eine vergrößerte Wasserfalldarstellung, mit einer Höhe bis zu 500 Pixeln (bis dato: max. 160 Pixel). Fldigi ist kostenlos und für alle gängigen Betriebssysteme (Windows, Mac, Linux) erhältlich. Mehr Infos unter www.w1hkj.com.

Fldigi mit vergrößertem Wasserfall-Diagramm