HF-Referat

 

+++ Aktuell: Neues 5-MHz-Band ab sofort! +++

 

Das HF-Referat HF des DARC (ehem. "Referat HF/Technik") ist das Fachgremium für alle Fragen und Probleme, die im Zusammenhang mit dem Amateurfunk unterhalb 30 MHz stehen. D. h. vor allem für die Kurzwelle (der im Amateurfunk üblicherweise auch das 160-m-Band zugeschlagen wird, obwohl es strenggenommen ein Mittelwellenband ist), aber auch für den Versuchsbetrieb auf Langwelle.

Aufgabe ist die Information der Mitglieder und die Beratung des Vorstandes des DARC. Im Rahmen dieses Auftrages werden im Referat folgende Themenbereiche bearbeitet:

  • Bandplanung
  • IARU
  • Bandwacht
  • Analoge und digitale Sendearten
  • Bildübertragungsverfahren (SSTV, FAX)
  • Koordination automatisch arbeitende Stationen und Baken
  • Technik
  • Betriebstechnik
  • Wellenausbreitung
  • Funkwettervorhersage
  • Langwellenfunk
  • Weiterbildung

Auf unseren Internetseiten finden Sie eine Reihe von Informationen zu den genannten Themengebieten, die sie über die Navigation auf der linken Seite auswählen können.

Kurzwellenbandpläne der IARU Region 1

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Hinweis: Die Bandpläne wurden aufgrund der am 20.12.2016 in Kraft getretenen Duldung von Amateurfunkbetrieb im 60-m-Band aktualisiert.

IARU Band Plans (Region 1) - HF (in English, valid from June 1st, 2016)

 

(Stand: 07.11.2016) -- Erstellt von Ulrich Müller, DK4VW, bearbeitet von Tom Kamp, DF5JL

Bandpläne sollen die Frequenznutzungen ordnen und Störungen zwischen verschiedenen Nutzern desselben Frequenzbereiches möglichst gering halten. Sie empfehlen für einzelne Teile eines Amateurbandes eine maximale Bandbreite sowie Modulationsarten (Spalte "Bevorzugte Sendeart und Nutzung"). Früher wurden die in einzelnen Bandsegmenten empfohlenen Modulationsarten noch detaillierter empfohlen. Es ergaben sich aber zunehmend Probleme bei der Implementierung neu entwickelter Modulationsarten. Die Bandpläne werden international von der International Amateur Radio Union (IARU) herausgegeben und fortgeschrieben.

Nachdem der Amateurfunk auf der ersten Weltfunk-Konferenz 1927 (Washington D.C.) offizielle Anerkennung fand und ihm Bänder zugewiesen wurden, haben sich die Amateurfunkverbände bald darauf verständigt, Nutzungsempfehlungen für bestimmte Teilbereiche dieser Bänder auszusprechen. Anfangs trennte man nur in CW- und Fonie-Bereiche, in den 1960er Jahren kam Funkfernschreiben (RTTY), später auch andere digitale Verfahren dazu. Gerade die digitalen Verfahren veranlassten die IARU Region 1, über eine Methode nachzudenken, wie man flexibler auf Veränderungen reagieren könne. Die Lösung war die Einteilung der Bänder nach belegter Bandbreite der jeweiligen Sendeart. Ein Bandplan gemäß dieser Philosophie wurde erstmalig in Davos 2005 verabschiedet (der DARC hatte ihn schon vorher probeweise eingeführt).

Das Kurzwellen-Komitee der IARU Region1 diskutiert anlässlich Interim-Meetings und Konferenzen  Änderungen am Bandplan  und verabschiedet nach Abstimmung ggf. dann eine entsprechende Empfehlung. Damit wird gewährleistet, dass im Sinne eines Interessenausgleichs auf Änderungen in Nutzung und Technologie durch die Funkamateure einigermaßen aktuell reagiert wird.

Ist der IARU Region 1-Bandplan aber nun Empfehlung oder Verpflichtung? Für DARC-Mitglieder findet sich die Antwort in der Satzung, dort heißt es im § 3 Absatz 4: "Mit dem Erwerb und der Ausübung der Mitgliedschaft übernimmt es das Mitglied, (...) die Richtlinien des DARC und der IARU zur Selbstregulierung im Amateurfunkdienst (z. B. Bandpläne) einzuhalten." Aber auch alle anderen sind aufgefordert, sich bei der Frequenzwahl am Bandplan zu orientieren, denn er wurde als Kompromiss im Rahmen der Selbstregulierung des Amateurfunks von Delegierten der nationalen Verbände auf einer IARU Region 1-Konferenz nach Abwägung der verschiedenen Interessen aller Funkamateure beschlossen.

 

Ansprechpartner zu Bandplänen

Ulrich Müller, DK4VW
Kreutzacker 13
35041 Marburg

Tel. 06421/33660
FAX: 06421/33639
E-Mail: dk4vw(at)darc.de

Baken auf Bändern unterhalb von 14 MHz

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Baken-Politik der IARU Region 1

Amateurfunkbaken haben für viele Jahre einen wertvollen Dienst für Funkamateure und KW-Hörer dadurch geleistet, indem sie als Indikator für die Verfügbarkeit von bestimmten Ausbreitungswegen oder als Grundlage für Ausbreitungsstudien dienten. Aus diesem Grund werden bestimmte Frequenzen im IARU-Bandplan auf den Bändern zwischen 14 und 28 MHz für Baken reserviert.

Keine solche Frequenzbereiche für Baken werden auf den Bändern unterhalb 14 Mhz ausgewiesen, mit einer Ausnahme des 40-m-Bandes für den geografischen Bereich südlich des Äquators, wo spezielle Regeln gelten.

Es ist die allgemeine Auffassung der nationalen Verbände innerhalb der IARU Region 1, dass dauernd laufende Baken auf den Bändern zwischen 1,8 MHz und 10 MHz unnötig sind und sie Störungen beim normalen Funkbetrieb bewirken und sie dadurch andere verärgern, auch wenn sie nur kleine Leistungen benutzen.

In den letzten Jahren sind auf den genannten Bändern doch einige Baken in Betrieb gesetzt worden. Diese Baken haben keine klar definierte Aufgabe und sind nicht Teil eines koordinierten Entwicklungs-Programms. Die betreffenden Bänder sind voll belegt und die Ausbreitungsbedingungen dort sind im wesentlichen bereits bekannt und vorhersehbar.

Auf der IARU Region 1 Konferenz Davos 2005 wurde diese Angelegenheit diskutiert und ein vom dänischen Verband eingebrachtes Papier verabschiedet, das besagt, dass Bakenbetrieb auf 7 und 10 MHz nicht erwünscht ist. Dies ist nun der offizielle Standpunkt der IARU Region 1.

Die Mitgliedsverbände sind aufgefordert die nötigen Anstrengungen zu unternehmen damit dies durchgesetzt wird. Die einzelnen Mitglieder der Verbände sind aufgefordert keine Hörberichte über nicht authorisierte Baken zu versenden und sie auch nicht im DX-Clusternetz zu melden.

Ausnahmen zu dieser grundsätzlichen Regel können dann gemacht werden, wenn eine Bake im Zusammenhang mit einem Forschungsprogramm betrieben wird, welches zuvor von einem nationalen Verband und vom IARU-Bakenkoordinator befürwortet worden ist. Bei den folgenden regionalen IARU-Konferenzen soll ein Weiterbetrieb geprüft werden. Im Normalfall sollte solch ein Projekt nur für eine befristete Zeit laufen.

Die Konferenz kam überein, dass als Ausnahme zur grundsätzlichen Regel die Aussendungen von DK0WCY auf 3,5 und 10 MHz gesehen werden. Es besteht die Möglichkeit das Informationsangebot von DK0WCY zu erweitern, indem zeitgesteuert andere Baken auf der gleichen Frequenz ebenfalls zeitnahe MUF-Messergebnisse von anderen Messorten übermitteln. Wer daran interessiert ist, kann den DARC HF Manager (Referent für HF) Ulrich, DK4VW, kontaktieren (dk4vw(at)darc.de).

Obwohl die Konferenz nicht speziell 1,8 und 3,5 MHz ansprach, so ist es meine persönliche Auffassung, dass auch dort keine Baken betrieben werden sollen. In einer früheren Resolution hat sich die IARU Region 1 dafür ausgesprochen, dass bei 137 kHz keine dauernd laufenden Baken eingerichtet werden sollen.

Wenn sie daran interessiert sind eine Bake aufzubauen oder sie zu betreiben, dann gibt es auf anderen Bändern andere Möglichkeiten . Im einzelnen:

  • Bau von Baken für solche Länder, die nicht bereits damit ausgerüstet sind und wo lokale Funkamateure nicht die Möglichkeit haben, eine Bake aufzubauen.
  • Baken auf gleicher Frequenz zeitgesteuert zu betreiben (wie IBP/NCDXF-Projekt), so dass mit dem Frequenzspektrum ökonomisch umgegangen wird.
  • Entwurf und Aufbau von anspuchsvolleren Baken, die ältere, einfachere ersetzen können.

Wir sollten alle davon ausgehen, dass bereits eine Menge Baken in Betrieb und unsere Frequenzen begrenzt sind.

Dementsprechend müssen wir uns, bevor mit einem neuen Projekt begonnen wird, jeweils selbst fragen "was ist der Zweck und was bringt es für einen allgemeinen Nutzen für unser Hobby?".

Martin Harrison, G3USF
IARU Region 1 Baken-Koordinator

Bandwacht

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Bandwacht Logo

Die Bandwacht des Deutschen Amateur-Radio-Clubs e. V. ist der deutsche Partner des "International Amateur Radio Union Monitoring Systems" (IARU-MS) der IARU gemäß der IARU Resolution 99-4 "Terms of reference for the IARU Monitoring System". Sie ist eine Gruppe von Funkamateuren, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die exklusiven Amateurbänder auf Bandeindringlinge, also Nicht-Amateurfunkstationen, zu beobachten und diese der deutschen Fernmeldeverwaltung (BNetzA = Bundesnetzagentur) zu melden oder andere zweckdienliche Schritte zu unternehmen. Die BNetzA wiederum nimmt Kontakt mit der entsprechenden ausländischen Fernmeldebehörde auf und reicht ggf. Beschwerde ein.

Im Internationalen Fernmeldevertrag wurden dem Amateurfunkdienst diverse Frequenzbereiche zur alleinigen Benutzung zugewiesen. Im nationalen Kontext regelt das die Amateurfunkverordnung (AFuV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 6). Dort sind einige Kurzwellenbereiche dem Amateurfunk nicht nur deutlich als "primärem Funkdienst" zugewiesen; viel mehr sind einige davon sogar weitgehend "exklusiv" für den Amateurfunk vorgesehen (7.000 - 7.100, 14.000 - 14.350 sowie 21.000 - 21.450 kHz - siehe Merkblatt "Der Amateurfunkdienst - Bundesnetzagentur").

Trotzdem werden diese Exklusivbänder in immer größerem Ausmaß durch fremde Funkdienste und Eindringlinge aller Art belegt. Darunter befinden sich Rundfunksender und/oder deren Oberwellen, digitale Betriebsarten aller Art (etwa Militär, Botschaften und andere Organisationen), private Funkpiraten, Taxifunk, Fischereiflotten, Überhorizont- und Meereswellenradare, Treibnetzbojen und vieles mehr.

Träger und Seitenbänder eines unbekannten Signals auf 21.000 kHz
Von der Bandwacht dokumentiert: Träger und Seitenbänder eines unbekannten Signals auf 21.000 kHz - moduliert durch einen splatternden Chirp-Ton [Mode: FMCW]. Die Splatter sind bis zum Bandende bei 21.450 kHz zu hören. Herkunft: Zentralchina (Foto: DK2OM / Wavecom W61 Sonagram, aufgenommen am 19. November 2012 um 0730 UTC; Vergrößerung des Bildes durch Anklicken). Vermutlich handelt es sich bei dem Band-Eindringling um ein chin. Überhorizontradar (OTH). Eine Klangdatei finden Interessierte unter http://www.iarums-r1.org/iarums/sound/21000a-chirp.wav

Die Bandwacht ist ausschließlich gegen solche Eindringlinge (Nicht-Funkamateure) gerichtet, jedoch ist sie weder Ordnungshüter noch Funkpolizei - sie überwacht weder das Einhalten von Bandplänen noch von Vorschriften. Auch für "hausgemachte" Störungen aller Art, wie zum Beispiel einer Solaranlage, eines Fernsehers oder eines PLC-Modems, ist sie nicht zuständig. Die Tätigkeit richtet sich auch nicht gegen lizenzierte Funkamateure, welche andere Amateure belästigen oder beleidigen, oder die sonst unangenehm auf den Bändern auffallen.

Um ihren Auftrag jedoch erfüllen zu können, ist die Bandwacht auf die Mitarbeit der Funkamateure angewiesen. Bitte unterstützen auch Sie die Schutztätigkeit der Bandwacht und melden Sie Bandeindringlinge, damit uns die Amateurbänder erhalten bleiben! Ihre Meldung sollte enthalten: Frequenz in kHz, Datum und Uhrzeit, Betriebsart und nähere Angaben zu dem Störer: Rufzeichen (so weit bekannt), Sprache, Baud-Rate (bei Fernschreibern) und vor allem natürlich Ihren Namen, Ihr Rufzeichen und Ihre Anschrift.

Informationen über Bandeindringlinge und die erfolgreiche Arbeit der Bandwacht erhalten Sie in der CQ DL und auf der Homepage der Bandwacht im Internet.

Bandwacht - damit wir auch in Zukunft ungestört auf unseren Amateurfunkbändern funken können!

 

 

 

Ansprechpartner

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Referent, Baken, Behördenkontakte, spezielle Experimente, 10-m-FM-Relais

DK4VW

DK4VW

Ulrich Müller
Kreutzacker 13
35041 Marburg
Tel. 06421/33660
E-Mail: dk4vw(at)darc.de

Leiter der Bandwacht und Koordinator des IARU Monitoring Systems

DK2OM

DK2OM

Wolfgang Hadel
Baumschulstraße 30
35768 Siegbach
E-Mail: bandwacht(at)darc.de

Digitale Betriebstechnik

DF5JL

DF5JL

Tom Kamp
Schweinheimer Str. 3
53881 Euskirchen
Tel. 0221 / 355 332 356
E-Mail: df5jl(at)darc.de

Digitale Technik, Webmaster

DF8FE

DF8FE

Martin Nähring
Im Preulgarten 5
63517 Rodenbach
E-Mail: df8fe(at)darc.de

DF5JL

DF5JL

Tom Kamp
Schweinheimer Str. 3
53881 Euskirchen
Tel. 0221 / 355 332 356
E-Mail: df5jl(at)darc.de

http://www.df5jl.de/

Funkwetterbaken

DL8MDW

DL8MDW

Christian Reiber
Orlando-di-Lasso-Weg 2
85221 Dachau
E-Mail: dl8mdw(at)darc.de

Funkwetterbericht

DL1VDL

DL1VDL

Dr. Ing. Hartmut Büttig
Am Lindenberg 33
01328 Dresden
Tel.: 0351/2164126
E-Mail: dl1vdl(at)darc.de

Langwelle/Mittelwelle

DK8KW

DK8KW

Holger Kinzel
Bürgerhausstr. 7
31226 Peine
E-Mail: dk8kw(at)darc.de

Vorträge auf der HAM Radio am 23.6.2012

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KW-Funkausbreitung: Wo stehen wir jetzt im Solaren Zyklus?

Vortrag von Chrsitian Reiber, DL8MDW

Ionosonden Messungen in Juliusruh, Interpretation der Ionogramme, Erläuterungen zu deren praktischen Nutzung durch Funkamateure

Vortrag von Jens Mielich, Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik

Erklärung der Digisonden Ionogramme

Erste Hinweise zum Aufbau einer Station für das 630m-Band

Vortrag von Walter Staubach, DJ2LF