Meteoscatter 2006

Meteoscatter 2006

Meteoscatter Perseiden im August 2006


Nach den ersten erfolgreichen Empfangsversuchen mit Meteoscatter im Dezember 2005, haben wir nun die Perseiden (17.07 bis 24.08 mit Maximum in der Nacht vom 12. auf 13.08) genutzt, um mittels Meteoscatter QRV zu sein.
Um uns ausreichend Gehör zu verschaffen hat Bernd, DC8CV uns eine 2m PA mit 400W zur Verfügung gestellt.

Für das Gesamtsystem mussten wir eine Vielzahl von Teilen beschaffen. Die Teile wurden in Sonderschichten beschafft, gereinigt, instandgesetzt und für die Montage vorbereitet.

Systemstruktur Meteoscatter

 

Bevor wir dann am 12.08.2006 QRV sein konnten, mussten wir noch einige Meilensteine passieren.

04.08.06 Testaufbau der gesamten Anlage am Boden mit ausführlichem Funktionstest.
Dazu standen die folgenden Aktivitäten an:

  • Funktionstest Elevationsrotor
  • Funktionstest Horizontalrotor
  • Funktionstest Mastvorverstärker 2 m
  • Konfigurieren der HF- und Steuerleitungen
  • Aufbau der Antennen 2 m und 70 cm
  • Test PA 400 W
  • Einbau der Ablaufsteuerung in ein Gehäuse
  • Test Zusammenspiel aller Komponenten für Meteoscatter wie im Schaubild beschrieben mit:
  • PC (Harald)
  • Soundkarteninterface (Harald)
  • Ablaufsteuerung (Franz)
  • TRX (Franz)
  • PA (Bernd)
  • Mastvorverstärker (Michael)
  • Kabel (Andreas)



04.08.06 Vorglühen: Der erste MS live Test bei vorr. 20-60 Meteoriten pro Stunde war nicht sehr erfolgreich. Wir hatten zwar einmal eine italienische Station gehört, konnten jedoch in der zur Verfügung stehenden Zeit keinen Kontakt aufnehmen.


Der Event: Perseiden und wir waren dabei!
12.08.06 Der Große MS Tag.
Bis zu 140 Meteore pro Stunde waren angekündigt. Ideale Bedingungen

Dabei waren:

  • Gabi DM1GG
  • Michael DL5IAF
  • Andreas DL2SBB
  • Franz DB1FG
  • Harald DL1HW


Hier der Bericht von Event:

Beginn mit dem Aufbau ca. 17:00 Uhr MESZ. (15:00 Uhr UTC)
Da die Antennenanlage noch nicht auf dem Mast war, galt es zunächst einen geeigneten Standort für die Mastspitze zu finden. Zum Glück war das Feld rechts neben dem OV-Heim abgemäht, so dass wir dort die Mastspitze mit Antennenrotor und 16-El. Tonna aufstellen konnten. 

Nach mehr als doppelt so langer Aufbauzeit wie veranschlagt, versuchten wir unser erstes QSO.
Um 18:12 UTC haben wir zum ersten Mal CQ DF0OH gefunkt.
Als nach ewigen Versuchen uns keiner gehört hat, begannen wir mit einer Fehlersuche. Schließlich identifizierten wir den Dipol der Antenne als mögliche Fehlerquelle. Michael DL5IAF stellte uns kurzfristig den Erreger seiner baugleichen Antenne zur Verfügung.
Und siehe da wir wurden gehört. Um 23:33:00 UTC antwortete HA3UU auf unseren Anruf:

233300 20.9 160 12 27 -236 7O27 DF0OH HA3UU 27 7G
233300 21.1 60 3 16 -193 U 27 27 D
233300 21.2 200 8 26 -193 A3UU 27 27 DF0OH HA3UU B7 C7 G       
 
schon 7 Minuten später um genau 23:40:00 UTC hatten wir das erste QSO im Logbuch:

234000 4.3 60 4 16 -21 $/ S9R06 I
234000 5.4 240 12 27 -236 B RRR DF0OHHA3UU RRRRRR FW K G 5G L
234000 2.1 180 10 26 -193 GWU RRRRRRO O# G COA A
234000 2.6 60 2 16 65 /YH, W 55
234000 4.8 180 11 27 -193 ,JBRRRR DF0OHHA3UU RRRBRQ7DF

Bis um 01:00 Uhr UTC haben wir kein weiteres QSO mehr geschafft. Des Weiteren merkten wir, dass der Betrieb stark zurück ging und wir beschlossen eine Pause zu machen.


Um 05:42 UTC haben wir nach einer kurzen Nacht schon wieder weiter gemacht.

062700 10.0 260 5 26 -193 6LY9 DF0 D LA6FB 26 36 DF0OH EA6FB C4OQ4

Von da an ging es dann recht zügig, 2 weitere QSOs ins Logbuch zu bekommen.

074300 18.5 160 5 26 -193 IT9BLB 27 277277DF0OH ID

082600 6.9 120 7 26 -365 DL1HW EA3ES

Um 08:46 UTC haben wir den Betrieb eingestellt.

Dann ging die Arbeit wieder richtig los - alles abbauen was bis 13:00 MESZ dauerte.

Alles in allem viel Arbeit aber ein tolles Erlebnis.

Vy 73 de Harald DL1HW

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