Auf der Kurzwelle sieht es derzeit nicht gut aus. Schnelle Sonnenwinde mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 800 km/s (entspricht 2,88 Mio km/h) rissen heute Nacht elektrisch geladene Teilchen aus der Ionosphäre heraus und führten zu einem teils stürmischen Erdmagnetfeld (Kp 5-6). Die MUFs liegen im Allgemeinen 20 Prozent unter dem erwarteten Wert, die foF2 fiel heute Nacht auf unter 4 MHz! (gemessen in Dourbes/Belgien - Abb.). Besonders oberhalb 20 Meter sieht es tagsüber nicht rosig aus, nachts sind besonders 160/80 Meter betroffen. Die Bedingungen insgesamt sind weitgehend gestört.
Die Ionosphäre wird sich nur langsam erholen, denn zum erneuten Wiederaufladen braucht es Röntgen- und energiereiche UV-Strahlung, doch liegt der solare Flux nur knapp über 100 Einheiten. Erst zum Wocheneanfang wird's deutlich besser.
Eine regelmäßige Wochenübersicht zum Kurzwellen-Funkwetter ist per Newsletter abonnierbar: https://lists.darc.de/mailman/listinfo/funkwetter.