Der Vorsitzende des Ausschusses für Heimatschutz im Repräsentantenhaus der USA hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der die Schaffung eines landesweiten Breitbandnetzes für Zwecke der öffentlichen Sicherheit vorsieht.
Hierfür soll ein Frequenzbereich oberhalb von 700 MHz genutzt werden. Die Bereiche zwischen 758 und 763 MHz sowie zwischen 788 und 793 MHz
wurden dafür verfügbar, nachdem das analoge Fernsehen im Juni 2009 eingestellt wurde.
Im Unterschied zu anderen ähnlichen Gesetzentwürfen sieht der neue Entwurf, genannt HR 607, vor, dass andere Frequenzbereiche innerhalb von 10 Jahren nach Inkrafttreten zur kommerziellen Nutzung versteigert werden sollen, um den Verlust auszugleichen, der entsteht, weil der für Sicherheitszwecke vorgesehene Frequenzbereich nicht versteigert werden kann. Betroffen von der geplanten Umwidmung sind u. a. die Bereiche 420–440 MHz und 450-470 MHz.
Die ARRL hat vehement gegen die Einbeziehung von Teilen des 70 cm Amateurfunkbandes in die Versteigerung von Frequenzen zur kommerziellen
Nutzung protestiert und bereits Gespräche mit Kreisen des Senats und des
Repraesentantenhauses aufgenommen. Sie weist darauf hin, dass das 70-cm-Band ein wichtiges und unersetzliches Instrument für die Durchführung des öffentlichen Amateurfunkdienstes und für den Notfunk ist. Die
Einbeziehung des Frequenzbereiches von 420-440 MHz sei ein irriges Konzept. Der Amateurfunkdienst leiste Beiträge für die Sicherstellung öffentlicher Dienste und Notfunkverbindungen. Hierzu sei der volle Zugriff auf das 70 cm Amateurfunkbank erforderlich.
Abhängig vom weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens will die ARRL ihre
Mitglieder auffordern, bei ihren Abgeordneten und Senatoren gegen das Gesetz zu intervenieren.
(Webseite der ARRL) Übernahme aus dem WRS
