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      US-Amateurfunkmesse Hamvention begrüßte zahlreiche Besucher

      Hamvention

      Der US-Amateurfunkverband ARRL blickt auf eine erfolgreiche Hamvention zurück. Die US-Amateurfunkmesse fand vergangenes Wochenende in Xenia, im US-Bundesstaat Ohio vom 15. bis 17. Mai statt. Schon zu Beginn strömten zahlreiche Besucher in die fünf Ausstellungshallen, vier Vortragsräume und auf den riesigen Flohmarkt.

      Im Expobereich der ARRL tauschten sich die Besucher mit Programmvertretern und ehrenamtlichen Führungskräften aus, darunter ARRL-CEO David Minster, NA2AA, und Präsident Rick Roderick, K5UR. Im Mitglieder- und Verkaufsbereich der ARRL waren die großen Themen dieses Jahres der Field Day, die Aktion America250 und eine Handvoll neuer Buchvorstellungen des US-Amateurfunkverbandes. Stephanie Borden, W2MAU, vom ARRL-VEC half den Funkamateuren bei der Verlängerung ihrer Lizenz und beantwortete Fragen zu den Fragenkatalogen für die US-Amateurfunkprüfung. Junge Funkamateure konnten Aufsicht Löten üben, Morsezeichen entschlüsseln und die Frage beantworten: „Welchen Rat würdest du Funkamateuren der älteren Generation geben?“

      Ebenfalls vor Ort waren Vertreter der International Amateur Radio Union (IARU), der Japan Amateur Radio League (JARL), der Radio Amateurs of Canada (RAC) und der Radio Society of Great Britain (RSGB). Ken Yamamoto, JA1CJP, von der JARL sagte, der Besuch der Hamvention biete eine gute Gelegenheit, persönlich mit Funkamateuren aus Amerika und anderen Ländern zu kommunizieren. RAC-Präsident Allan Boyd, VE3AJB, sprach über die „gegenseitige Arbeitsbeziehung“ seiner Organisation mit der ARRL und wies auf mehrere gemeinsame Anliegen hin. Dazu gehören die die Mitgliederbindung, die Einbindung von mehr Jugendlichen in den Amateurfunk, die Gewinnung neuer Funkamateure und die Aufrechterhaltung der Aktivität bestehender Funkamateure. Steve Thomas, M1ACB, General Manager der RSGB, sagte, das Besondere an der Hamvention sei die Tatsache, dass hier so viele Menschen aus so vielen Ländern zusammenkämen, und dass sein Hauptgrund für die Teilnahme darin bestehe, Menschen zu treffen, unabhängig davon, ob sie RSGB-Mitglieder sind oder nicht.

      Bob Inderbitzen, NQ1R, Senior Director of Marketing and Innovation bei der ARRL, hielt am Freitagabend die Grundsatzrede beim FlexRadio-Bankett. „…wir alle in diesem Raum haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Innovation weitergeht, indem wir ein Umfeld schaffen, das die nächste Generation willkommen heißt und fördert“, sagte er. Er hob die Bemühungen der ARRL und der gesamten Amateurfunk-Community hervor, Wege für Jugendliche zu fördern, die zu einer Weiterbildung und zu Karrieren in der Funktechnologie führen. „Man muss keine neue Technologie entwickeln, um einen bleibenden Beitrag zu leisten. Manchmal besteht die wichtigste Innovation einfach darin, jemand anderem eine Chance zu eröffnen“, sagte Inderbitzen.

      Beim 39. jährlichen DX-Dinner der Southwest Ohio DX Association (SWODXA) war ARRL-CEO David Minster, NA2AA, der Hauptredner. Minster sprach über „Fairness im Funk“, wobei er die anwesenden DXer dazu aufforderte, sich ernsthaft mit Fragen zu übermäßiger Sendeleistung, Remotebetrieb unter Nutzung von Stationen an mehreren Standorten, und weiteren Punkten zur Fairness auf den Bändern zu beschäftigen. Weiterhin wurden mehrere Auszeichnungen verliehen. Der langjährige QSL-Manager Charles Wilmot, MØOXO, und die DXpeditions-Veteranin Elvira Simoncini, IV3FSG, wurden in die CQ DX Hall of Fame aufgenommen. Yuris Petersons, YL2GM, wurde für seinen Einsatz von der Marion-Insel als ZS8W, bei dem er mehr als 30000 QSOs absolvierte, zum SWODXA-DXpeditioner des Jahres ernannt. Das russische DXpedition-Team, zu dem auch Hal Turley, W8HC, gehörte, erhielt die Auszeichnung „DXpedition des Jahres“ des Clubs für die 9U1RU-Expedition nach Burundi. Bei der Aktivität kamen fast 180 000 Kontakte zusammen. Schließlich verlieh die Northern California DX Foundation (NCDXF) ihre Excellence Awards an die PJ6Y-Expedition nach Sable Island für deren Fokus auf die Beteiligung von Jugendlichen sowie an Otis Vicens, NP4G, und Ezequiel Prado, HI3R, für ihre zu 100 % solarbetriebene und zu 100 % ferngesteuerte KP5/NP3VI-DXpedition nach Desecheo. Vicens ist zudem der diesjährige „Amateur of the Year“ der Dayton Hamvention.

      Auch technisch gabs News. Icom zeigte sein Mock-Up des X-026 Transceivers. Der Prototyp könnte ein möglicher neuer Mobiltransceiver für Kurzwelle, 6 m sowie 2 m und 70 cm werden. Das Gerät wird als Nachfolger des IC-7100 gehandelt. Es bleibt abzuwarten, ob die Besucher der HAM RADIO in Friedrichshafen Ende Juni oder erst der Tokyo Hamfair das fertig entwickelte Gerät zu Gesicht bekommen. Weiterhin präsentierte Icom den IC-5200, ein neuer Mobiltransceiver für 2 m und 70 cm, der wie das X-026-Projekt auf ein geteiltes Gehäusekonzept mit absetzbarem Display setzt. Im Gegensatz zum IC-5100 nutzt der Nachfolger IC-5200 ein Farbdisplay und weitere fortschrittliche Features.

      Einen Termin für die Hamvention 2027 gibt es auch schon, es ist das Wochenende vom 21. bis 23. Mai.

      (Mit Material von ARRL, YouTube und weiteren Online-Medien)

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