2015 CW Fieldday

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08.06.2015

Hinter dem CW Fieldday 2015 stand lange Zeit ein Fragezeichen. Kurt, DL9FBF,  sagte schon vor Monaten seine Teilnahme wegen einer Radtour nach CN8 ab. Damit fielen 50% der OPs weg. Der Termin fiel auf eines der "langen Wochenenden“, an denen meine Familie meistens etwas gemeinsam unternehmen will und auch ein Aufruf um Unterstützung beim Auf- und Abbau hatte keine durchschlagende Wirkung. Ca. 14 Tage vor dem FD haben wir uns dennoch entschlossen, teilzunehmen.

Am OV-Abend vor dem FD besprechen wir die letzten Einzelheiten zum Transport und Aufbau. Am Samstagmorgen hole ich den gemieteten Transporter ab und belade ihn mit ca. 80% der Ausrüstung Um 14:00 MESZ treffen wir uns am OV-Keller und laden die restliche Teile ein. Pünktlich um 14:15 sind wir auf der "Opel-Wiese". Der Platz wurde vom Gras befreit und die Zufahrt zum Gelände asphaltiert. Auf dem Nachbargelände ist das Heu bereits geerntet, es besteht also keine Gefahr, dass der Landwirt durch unsere Antenne gestört wird.

Der Aufbau erfolgt sehr zügig. Zuerst wird der Generator "mit einem Zug" gestartet. Er läuft das ganze Wochenende störungsfrei. Danach die Kühlbox in Betrieb genommen. Unsere Antenne ist recht schnell aufgebaut. Während ein Team das Pavillon aufbaut, wird im Transporter der Funktisch aufgebaut und verkabelt. Der Peugeot hat in der Trennwand zum Laderaum ein Fenster, das nicht nur einen Blick in den Spiegel ermöglicht sondern auch eine sehr einfach Verlegung des Antennenkabels.

Kurz vor 1500 UTC installiert mein Laptop, trotz nicht vorhandener Internet-Verbindung noch 18 Updates, wird damit aber recht schnell fertig. Ich starte auf 20m. Dort sind recht viele Stationen QRV davon aber gefühlte 80% aus Russland. Vor Jahren gab es von dort so gut wie keine Aktivitäten im Fieldday. Die Bedingungen sind anders, als in den vergangenen Jahren. Ich höre keine Stationen aus UK. Auf 15m kann ich einige wenige QSO machen. 10m ist "tot". Da ich Kurt und mir beweisen möchte, dass auch ein OP etwas erreichen kann, habe ich vor dem FD eine "QSO je Stunde" Tabelle erstellt, und stelle fest, dass wir bis zum Abend etwa 10% über den QSO-Zahlen von 2013 liegen. Auch nach dem QSY auf 40 läuft es gut. Aber auf 80 ist sehr viel QRN und der QSO-Schnitt beginnt zu sinken. Es ist aber nichts im Vergleich zu 160m dort gibt es mehr Gewitter als FD-Stationen zu hören. Ich versuche mit QRS, aber von den Calls der Anrufer kann ich manchmal nur einen Buchstaben aufnehmen. Die Bedingungen sind einfach "grausam". 80m bringt etwas mehr QSO. Nach Mitternacht (UTC) hat sich 160 etwas beruhigt aber von den  mehr als 200 QSO in 2013 kann ich nur träumen. Ich versuche den Punkteverlust durch Schlafverzicht wett zu machen. Gegen Morgen bin ich aber durch den Antennenbau bei der Hitze so müde, dass ich Mitten in 2 - 3 QSOs einschlafe. Ich hoffe die QSO-Partner dachten an einen Generatorausfall :-)

Am Sonntag verschlechtern sich die Bedingungen und die Aktivität sinkt. Auf 10m erreiche ich neben DL0MZ aus der Nachbarschaft nur noch 2 UAs. Auf 15m ist es etwas besser, aber die dort aktiven Stationen sind schnell abgearbeitet. CQ-Rufen bringt einen Schnitt von maximal 10 QSO/Stunde. Auf 20m läuft es etwas besser, aber auch hier fehlt es an Multiplikatoren. Von den "besten Kunden" der vergangenen Jahre aus UK sind nur sehr wenige Stationen zu hören. Nach den 171 Multis in 2013 und 2014 erreiche ich nur ca. 125, da 10m nur 2 und 160 etwa 15 bringt.

Eine gute Stunde vor Schluss plagen mich Kopf- und Rückenschmerzen. Ursache: zu viel Sonne und eine nicht ergonomische Sitzhaltung. Da die Abbauhelfer schon warten, breche ich ab und wir fangen mit dem Abbau an. Nach ca. 1 Stunde ist alles "verstaut", besser gesagt: es liegt im Transporter.

Fazit:
Ein Transporter ist sein Geld wert. Er bietet "unbegrenzten" Stauraum, Schutz vor Regen, Hitze und Kälte. Im Zelt hätte ich bei der Hitze schon am Samstag abbrechen müssen.
Die Antenne muss noch verändert werden. Sie ließ sich auf 10m nicht richtig abstimmen. Es war aber wegen der schlechten condx kein Problem :-((  Wir sollten die Idee mit der "kurzen Tagesversion" trotz des Fiaskos in 2014 weiter verfolgen.
Der Generator braucht ein neues Zelt. Vielleicht wie bei mancher Versicherung einen "Rundum Schutz", denn am Samstagmorgen stand er viele Stunden in der vollen Sonne.
Eine extra USB-Tastatur, hat das UCX-Log so verlangsamt, dass ich sie nach einigen Stunden abgeschaltet habe.
Durch die 4 Stunden Aufbau bei 30 Grad und anschließend 23 Stunden Funken ohne (längere) Pausen komme ich an meine Grenzen.

Vom Ergebnis habe ich mir mehr erhofft: 730 QSOs und ca. 125 Multis ergeben ca. 290.000 Punkte.  Bei diesen Umständen und dem schlechten Funkwetter war nicht mehr drin. Mit dem gesamten Fieldday bin ich aber sehr zufrieden. Wir sind mal wieder QRV geworden und die Mannschaft hat super zusammen gearbeitet.
Dank an Gerd, DL6XK, Reinhard, DG9FFP, Thomas, DO2TDT und Marcello, DJ1FZ.

Paul, DF4ZL

DO2TDT, DJ1FZ, DG9FFP, DL6XK, DF4ZL
 
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