Notfunk in Südniedersachsen

Was? Wann? Wer? Wo? Warum?

 

Stellen wir uns folgendes Szenario vor:

Es kommt zu einem großflächigen, länger andauerndem Stromausfall.

 

Nach einer nicht genau zu definierenden Zeit (darüber können nur Vermutungen angestellt werden), wird es sehr wahrscheinlich auch zum Ausfall von Komunikationsstrukturen kommen. Dieser Ausfall wird die Festnetz- und Mobilfunknetze als erstes betreffen, aber wahrscheinlich irgendwann auch die BOS-Funkdienste (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben), also Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen, etc.

 

In solchen Situationen können die Behörden, die im Amateurfunkgesetz geregelte Hilfe zur Unterstützung der Funkamateure in Anspruch nehmen. Diese werden dann mit ihrem Notfunk unterstützend tätig werden und versuchen, die noch vorhandenen Kommunikationsstrukturen zu unterstützen bzw. andere neu aufzubauen.

 

Jeglicher Aktivität der Funkamateure geht aber immer die Anforderung seitens der Behörden voraus. Die Funkamateure werden sich im Falle einer solchen Schadenslage bereit halten, um im Falle einer Anforderung helfen zu können.

Der aktuelle Bedarf wie die Hilfe aussieht und welche Unterstützung benötigt wird, kann nur von den Behörden festgestellt werden. Es ist angedacht solche Szenarien in gemeinsamen Übungen einmal durchzuspielen, um für eine entsprechende Schadenslage gerüstet zu sein.

 

Um einen Überblick über potenzielle Hilfe durch Funkamateure darzustellen, wird hier eine Karte aufgebaut, die entsprechende Funkstationen in Stadt und Landkreis Göttingen anzeigt.

Diese dynamische Karte wird sich ständig erweitern, da die Eintragung und Veröffentlichung der Standorte immer die Einverständnis der jeweiligen Funkamateure voraussetzt. Ob die Standorte dann im potenziellen Einsatzfall auch die realistischen Standorte sind oder ob die jeweiligen Stationen dann auch zur Verfügung stehen, ist dabei ersteinmal völlig irrelevant.

 

 

Gewünschte Ergänzungen und Eintragungen bitte an dl5aar (at) darc (Punkt) de melden.

Einige Aktivitäten der südniedersächsischen Funkamateure in Sachen Notfunk

Reinhard, DK7AT (sk) hat schon früh damit begonnen das Thema Notfunk ins Bewusstsein zu rufen.

Bereits 2012 hat er in selbst konzipierten Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen die drei Wachabteilungen der Göttinger Berufsfeuerwehr über den Amateurfunk informiert und mögliche Zusammenarbeit in Schadenslagen in Aussicht gestellt.

Auch bei einer groß angelegten Rettungsübung in einem ICE-Tunnel im Mai 2014 waren die südniedersächsischen Funkamateure aktiv. Sei es als Helfer vor Ort als Einsatzkräfte bei Hilfsorganisationen, wo sie mit Amateurfunkmitteln unterstützt haben oder beim Übermitteln von Informationen und Fotos von der Einsatzstelle zur Polizeidirektion in Hannover mittels des amateurfunkeigenen und internetunabhängigen Datennetzes, dem HAM-Net.

Mitte 2015 wurde dann dank Reinhards Initiative damit begonnen, die Notfunk- und Ausbldungsstation DL0BFG im Verwaltungsgebäude auf dem Gelände der Göttinger Berufsfeuewehr aufzubauen.

In 2016 wurde in Göttingen eine Notfunkübung in Kooperation mit der Feuerwehr durchgeführt. Dabei wurden an den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet Funkamateure in Fahrzeugen positioniert, die dann Schadensmeldungen von Anwohnern (gespielt von der Jugendfeuerwehr) entgegennahmen und an die zentrale Leitstelle auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr per Amateurfunk weitergaben. (Hier gibt es dazu einen ausführlichen Bericht)

Anfang 2017 hat Reinhard DK7AT (sk) den DARC-Ortsverband Wolfsburg OV H24 mit seinem Know How bei der Planung einer großen Notfunkübung unterstützt, die dann im April 2017 erfolgreich durchgeführt wurde.

Entsprechende Berichte sind in unserem Archiv zu finden.

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