OV-Kohltour 2015

 

 

Es ist ganz klar und eindeutig - dieser Zweittrend setzt sich weiter fort. Nach dem Zweitwagen vor dem (Zweit)-Wochenendhaus und dem Zweithandy in der Jackentasche folgt nun auch - quasi zwangsläufig - der Trend zum Zweit-Bollerwagen. Das muss auch so sein! Denn zu den jährlichen I18-Kohltouren findet sich mittlerweile wieder eine so große Zahl an Aktivisten zum Mitmachen und Mitgehen ein, dass der Versorgungsbollerwagen aus allen Nähten platzt. Da würde die fußmarschbegleitende Mucke auf der Strecke und zu Hause bleiben müssen. Das geht natürlich gar nicht! Ergo - da haben wir wieder unseren Trend - ein Zweit-Bollerwagen muss her.

Dieter (DK1IJ) hatte sich der Aufgabe angenommen, und einen von Camino zur Verfügung gestellten, luftbereiften und mit vier Rädern sowie Handdeichsel versehenen Bollerwagen schon Tage vorher in seine Obhut genommen. Die schwere Autobatterie, im Zentrum tief unten angeordnet, bildete die Basis. Um sie herum gebaut wurden danach diverse Steckverteiler, Audiogerätschaften und "on top" natürlich die Lautsprecher. Für die Mucke. Eine Abdeckung gegen eventuellen Regen (???), die aushilfsweise als temporäre Getränkeablage genutzt werden konnte, bedeckte verbleibende Öffnungen. Zur Unterscheidung von vorne und hinten erhielt das Wägelchen dann noch eine knapp 2m hohe, transportfeste Diskone-Antenne mit DARC-Schild zuvorderst verpasst - und eine Deutschlandfahne mit wippendem Mast am Heck.

Der Verpflegungswagen - freundlicherweise von Benjamin zur Verfügung gestellt - war von Andreas (DF7BN) und seiner Petra bestens präpariert worden. Bei der Anfahrt zum allgemeinen Treffpunkt am Samstag, 28. Februar im Delmenhorster Schanzengartenviertel wurde jedoch eine unverhältnismäßig hohe und die Verkehrssicherheit beeinträchtigende Überladung festgestellt, sodass jeder Teilnehmer direkt zu Anfang durch persönliche Übernahme von Brezel und Bifi-Wurst sowie dem ersten gemeinsam getrunkenen Schluck gebeten wurde, das Wagengewicht entscheidend herabzusenken.

Nachdem noch ein Erinnerungsfoto mit allen zu Marschbeginn anwesenden Teilnehmern geschossen worden war, übernahm SWL Michael die weitere Wegkoordination. Es ging west-südwest-wärts. Klar, dass Wegkreuzungen, Straßenmündungen oder andere markante Objekte einen immerwährend gelungenen Anlass bildeten, innezuhalten und den armen, armen Verpflegungswagen nach und nach von seinen schweren, flüssigen Lasten mehr und mehr zu befreien.

Eine verkehrsarme Sackgasse im Wohnviertel irgendwo im Nirgendwo bot die hervorragende Möglichkeit, sich mit schwingendem Hüftschwung dem Kartoffelslalom am Bande zu widmen und solchermaßen eine zweite Kartoffel über einen Straßenparcours schießenderweise ins Ziel zu bringen. Dani (DO2DYL) und Thorben (DO3TD) hatten die Ideen ausgeheckt und die Vorbereitungen diverser lustiger Spieleinlagen für unterwegs getätigt. Bei einem weiteren Stopp musste Wasser mit dem Schwamm von einem Eimer in den nächsten verbracht werden, natürlich über eine gewisse Distanz und unter Ablaufen einer Zickzack-Hindernisbahn. Bei einem weiteren Halt war eine unter dem Kinn festgeklemmte Apfelsine in einer Stafette weiterzugeben, aber ohne Beteiligung der Hände. Unbeteiligten, die zufällig des Weges kamen und daher die näheren Umstände nicht kannten, muss dieses Bild vorgekommen sein wie ein Bruderkuss zwischen Gorbatschow und Honecker. Ganz schön krass.

Da zeugt es letztendlich doch wieder von exaktester Vorplanung, denn pünktlichst mit dem letzten Glockenschlag um 18 Uhr traf die Marschkolonne am Zielort, dem OV-Lokal in Ganderkesee ein, wo zwei weitere Teilnehmer schon ungeduldig warteten. Schnell waren die vorbereiteten Plätze eingenommen und die ersten Getränke geordert. Kurze Zeit später folgte dann die von 24 hungrigen Mägen sehnsüchtig erwartete Speisenfolge, zumeist mit Vorsuppe, Grünkohl, Kassler, Pinkel- und Kochwurst satt und einem Dessert zum Abschluss.

Im weiteren Verlauf des Abends gesellten sich dann noch Sven (DC4BA) und seine Heike mit hinzu, die die eigentliche Tour wegen einer Geburtstagsfeier verpasst hatten. Bei allerlei anregenden Gesprächen und Anekdoten klang dieser schöne Tag danach langsam aus.

Vielleicht werden wir im OV im nächsten Jahr einen weiteren, neuen Trend kreieren. Dani und Thorben hatten schließlich einiges Equipment wie Eimer, Wasser, Früchten usw. mangels nicht vorhandener Transportressourcen auf dem Marsch im und am Rucksack mitzuschleppen. Da könnte es doch gut möglich sein, dass hier der zukünftige Weg unter Umständen zum Dritt-Bollerwagen zeigt. Gerd hätte noch einen ...

 

Günni, DL9BCP

 

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