WAE-DX-SSB-Contest

WAE-DX-SSB-Contest

WAE-DX-SSB-Contest 09.-11.09.2016

Bilder: Dieter, DK1IJ

Das Wetter spielt nicht verrückt … das Wetter IST verrückt! Der Zeltstoff war beim Aufbau immer noch feucht vom vorherigen Wochenende, als man nach der verregneten IARU-Reg.1-SSB-Fieldday-Aktivität beim Mikado zusammengepackt hatte. Nun, gerade einmal fünf Tage später, am Freitagnachmittag strahlt die Sonne mit all ihrer dem Sonnenfleckenminimum zustrebend verbleibenden Kraft und heizt den auf dem Bundeswehrübungsgelände „Große Höhe“ wuselnden I18-Mitgliedern ordentlich ein. Auch der Pavillon konnte wieder einmal aus dem Lager hervorgeholt werden und fungiert nun als willkommener Schattenspender. Der große Generator wurde von Bernd schon längst auf seinen Platz etwas abseits des Geschehens aufgestellt, mit Kraftstoff versehen und auch schon testweise gestartet. Die Elektrokabel verbinden ihn mit den beiden Zelten und der am Weg liegenden temporären Wohnstatt, bestehend aus diversen Wohnwagen, Wohnmobilen und Zelten. Die Vorbereitungen des Ortsverbandes Delmenhorst zur diesjährigen WAE-DX-SSB-Contestteilnahme  in der Mehrmannklasse sind angelaufen.

 

Nachdem Zelte und Infrastruktur stehen, wird mit dem Aufbau des Antennenparks begonnen. Für 80m, 40m und 20m sind erneut Four-Square-Arrays vorgesehen, für 15m Tobis 3-Element-Minibeam und für 10m – falls sich das Band doch einmal öffnen sollte – die umgebaute CB-Vertikalantenne. Um 18 Uhr stehen alle Antennen und sind auch schon bis zum Funkerzelt verkabelt. Zeit den Grill anzuwerfen und die zwischenzeitig eingetroffenen Gäste (Hajo, DF5QZ, und Gaby, DM1CG) noch einmal herzlich zu begrüßen. Nach einer mit gespendeten Salaten (vielen Dank!) verfeinerten Grillsession wird das Funkzelt mit Geräten, Computern, WLAN und Netzwerk eingerichtet und mit den Antennen verknüpft. Noch nicht einmal 12 Stunden, nachdem die blanke, grüne Wiese erstmals betreten wurde, ist DK0FC nun für den Wettbewerb ebenfalls bereit!

 

Man muss es vielleicht noch einmal deutlich machen: Während sich die anderen Contestteilnehmer zu Hause an ihre seit Jahren funktechnisch optimierten Stationen setzen und lediglich einen Schalter umzulegen brauchen, trifft sich I18 draußen im Grünen, stellt ruhig und diszipliniert innerhalb kürzester Zeit eine komplette Versorgung mit Zelten, Strom und zentraler Verpflegung auf, errichtet temporär nur für das Wochenende äußerst effiziente, wettbewerbsfähige Kurzwellenrichtantennen, setzt davor zwei parallel arbeitende Funkstationen mit vernetztem, gemeinsamen Logbuchprogramm, hat zudem noch Zeit für ein geistiges Gläschen und einen gemeinsamen Schwatz … beginnt dann den Contest ohne dass irgendwo größere Optimierungsarbeiten notwendig wären und erreicht dabei Funkstationen auf allen Kontinenten der Erde. Hey Leute: Das ist nicht nur super – so etwas ist schlichtweg genial!

 

Der Wettbewerb beginnt mit lauten Signalen auf 40m und 80m. Nord- und Südamerika, naher und ferner Osten – alles ist vertreten. Während Günni verzweifelt nach einer freien Frequenz auf 40m sucht, ruft Matze auf 80m und „pflückt“ einen Ami nach dem anderen. Nach zwei Stunden kommtmit Michael und Ingo die Ablösung. Thorben hat es sich nicht nehmen lassen, trotz langer Anreise aus Karlsruhe, morgens für knackige Brötchen und frischem Mett zum Frühstück zu sorgen. Bei einer heißen Tasse Kaffee, frisch gebrüht, lässt sich der Tag bestens angehen. Längst hat die nächste Schicht übernommen und sammelt – mittlerweile auf den oberen Bändern – fleißig weiter QSO’s und QTC’s ein. Nach Möglichkeit sind immer beide Stationen gleichzeitig besetzt.In der zweiten Nacht wird dann mehr der Schwerpunkt auf QTC’s gelegt, da viele der gehörten Funkstationen schon längst im Log stehen.

 

Am Sonntagvormittag verschwindet dann zuerst das 80m Four-Square-Array, danach das für 40m. Am Ende wird der Generator abgestellt und auch alles andere zusammengepackt. Das Material landet – diesmal gut getrocknet - wieder im Lager. In der Abschlussrunde geht der Dank an alle Mitwirkenden und Helfer, die diesem Wochenende wieder zu einem tollen Erfolg verholfen haben.

 

Was ist Zählbares herausgekommen? Nun, es wurden 302 QSO’s (Vorjahr 305) und 374 QTC’s (so viel wie noch nie) eingereicht. Mit 461 Multiplikatorenpunkten (jedes DXCC zählt auf 80m 4-fach, auf 40m 3-fach und auf 20/15/10m 2-fach) wurde ebenfalls das bisher beste Ergebnis (402 Multi-Punkte) weit übertroffen. Besonders die Lowband-Antennen konnten in diesem Jahr überproportional punkten.

 

 

Band

QSO

NA

SA

AF

AS

OC

10

2

 

PY

 

 

 

15

58

KP2, KP4, VE, W

CX, PY, YV

3V, 5H, 7X, CT3, EA8, TR, ZS

4X, 5B, 9K, 9M2, 9V, A5, A6, A7, A9, HS, HZ, JA, OD, UA9, UN, VR, VU

DU

20

95

8P, CO, KP2, KP4, PJ4, VE, W

PY, YV

3V, 7X, CT3, EA8

4J, 4L, 4X, 5B, 9M2, 9K, A4, A6, A7, A9, HS, HZ, JA, JT, OD, TA, UA9, UN, VR, VU

T32, V8, VK, YB, ZL

40

98

8P, CO, KP2, KP4, PJ4, TI, VE, W, XE

CX, HK, PY, YV, ZP

3V, 7X, CT3, EA8, EA9, ZS

4L, 4X, 5B, 9K, A5, A6, HS, HZ, JA, JT, TA, UA9, UN, VU, VR

VK, YB, ZL

80

49

KP2, PJ4, VE, W

 

EA8

4X, 5B, 9K, A6, HL, HZ, UA9, UN, VR

 

 

 

Ok, sicher wird man uns noch ein paar Abzüge in der B-Note machen, aber mit über 311.600 Punkten als Endergebnis wurde auch hier eine neue Bestmarke erreicht. Resümee des OVV: Einfach klasse!

 

Günni, DL9BCP

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