Hamnet - Knoten DB0OHL ONLINE

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Am 26. Oktober 2017 war es soweit, der Hamnet - Knoten DB0OHL, wurde durch Egbert DD9QP, ONLINE geschaltet. Der Betreiber von DB0OHL ist der Ortsverband "Herrlichkeit Lembeck" N38. Der Standort ist die Oberscholvener - Halde - JO31MO - in Gelsenkirchen. Mit ca. 206 Meter Höhe ist die Halde, die höchste, künstliche Erhebung im Ruhrpott. Relaisverantwortlicher ist Peter Hörig DL4BBU.

 

Teile der Außeneinheit bekamen der OV, vom DARC, im Rahmen der Hamnet - Förderung 2016 gesponsert. Egbert Zimmermann DD9QP spendete ebenfalls einen Teil der Außeneinheit und stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite. Der 8 Meter hohe Dreiecksgittermaste ist eine Spende von Rudi DK8QU OVN40, Ein 70cm Spiegel mit Elektronkeinheit, wurde für den Link nach DB0WML, ebenfalls von Rudi, gespendet. Die komplette Inneneinheit wurde von einem OM aus dem OV N38 gestiftet. In die Renovierung des Funkwagen, flossen auch private Gelder. Vielen Dank den zahlreichen Spendern und dem DARC e.V. für die Förderung aus dem Hamnet - Programm 2016. 

 

Helfer der heutigen Antennenmontage waren DD9QP Egbert, DK8QU Rudi, DL2RH Heinrich, DO2BOR Markus, DL4BBU Peter, DG2YRH Dave und ich DB9IF Herbert. DG3WN Jürgen war auch kurz auf der Halde. Wegen gesundheitlicher Probleme musste Jürgen, nach einiger Zeit, die Halde verlassen. Ein weiterer Helfer wollte nicht genannt werden.

 

Helfer, seit dem 21.07.2017, bei den Arbeiten am Standort des Funkwagen und der Renovierung des Wagens: DG4YEB Klaus, XYL Helga, DO2STH Stefan, DG2YHR Dave, DK3EJ Jürgen, DO8PH Peter, DD7QL Hans, DG8YIP Hans, SWL Klaus, DD9QP Egbert, DB9IF Herbert sowie der 1. OVV DG3WN Jürgen und der 2. OVV Peter DL4BBU.

 

Der Vorstand des OV N38 dankt allen Helfern, die  mitgeholfen haben den Wagen zu renovieren, den Standort zu pflegen und die Antennen montiert haben. 

Besonderen Dank an DD9QP, DK8QU, DL2RH und DO2BOR, die, die komplette Montage der Antennen übernahmen. 

 

Internet - Webseite DB0OHL

 

 


Die „Hohle Gasse“ auf der Halde Oberscholven

„Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein andrer Weg nach Küssnacht.“ So formulierte einst in Schillers Drama Wilhelm Tell, um den Landvogt Gessler abzuschießen. „Abschießen“, so bezeichnen manche Funkamateure schlampig den Vorgang, wenn ihnen in einem Wettbewerb ein QSO mit einer schwer zu erreichenden Station gelungen ist. Aber was hat die „Hohle Gasse“ mit einer Funkverbindung zu tun? Allen Funkamateuren ist bekannt, dass die Antennenlänge mit der benutzen Frequenz oder auch Wellenlänge in unmittelbarem Zusammenhang steht. Auf 160m kann eben nicht jeder Stadt-geplagte Funkamateur mit einer Beverage-Antenne die DX-Station in sein Shack locken. Je kürzer die Wellenlänge, desto kürzer oder handlicher wird das Antennengebilde, um die mit rarem Inhalt modulierte Welle per Koaxkabel oder Hühnerleiter dem Empfänger zuzuführen. 10m, 2m , 70cm oder gar 23cm sind immerhin mit einem handelsüblichen Maßband abmessbar. Doch was ist, wenn sich die Wellenlänge in Größenordnungen bewegt, die einen Messschieber erforderlich macht. 10 GHz hat nur noch eine Wellenlänge von 3cm. Ein Lambda/4 – Stäbchen ist dann nur noch etwa 7,5mm lang. Welches Stehwellenverhältnis habe ich , wenn beim Abschneiden 7,2mm verblieben sind. Kann das meine Endstufe evtl. zerstören? Doch halt, wir sind noch gar nicht am Ende der Skala. Philipp Prinz, DL2AM, so liest man von Zeit zu Zeit in seinen Veröffentlichungen beschreibt Baugruppen für 76 GHz und auch noch höher. 76 GHz, die Länge der Welle bzw. eine Sinusschwingung, ist dann nur noch etwa 4mm lang. Jede Leiterbahn auf einer handelsüblichen Platine ist damit unbrauchbar. Die Hochfrequenz muss ja schon auf koaxialen Leitern bei etwa 100 MHz mit erheblichen Verlusten kämpfen. Und dann auf 76 GHz, wie soll das gehen? Nun kommt die „Hohle Gasse“ ins Spiel, denn es führt kein besserer Weg zum Brennpunkt des Spiegels als durch einen Hohlleiter. Natürlich muss die Größe des Hohlleiters sich der Höhe der Frequenz anpassen. Je höher die Frequenz desto kleiner der Hohlleiter. Hierzu gibt es Listen im Internet, welche Abmessungen für welchen Frequenzbereich üblich sind. Leider sind die Maße hier in DL nicht handelsüblich und dementsprechend teuer. Der Hochfrequenz ist es übrigens egal, ob es sich durch amerikanische inch-geprägte Abmessungen durchzwängen muss oder sich mit nicht üblichen metrischen Maßen begnügen muss. Vorteil der handelsüblichen Abmessungen ist natürlich das - wenn auch teuere - Angebot der zugehörigen Komponenten. Das kann doch das Budget einer Elektronik-Jugendgruppe nicht leisten, wenn ein Hohlleiter für 76 GHz ( WR12 ) pro Meter knapp 200€ kosten soll.

Hohlleitertyp Frequenzbereich (GHz? Innenmaße(mm) Preis

WR22           33 - 50                          5,690 / 2,845      ca. 150€

WR12           60 - 90                          3,0988 - 1,5494  ca. 200€

Im Modellbau gibt es Messingrechteckrohre mit folgenden Abmessungen:

Hohlleitertyp Frequenzbereich (GHz? Innenmaße(mm) Preis 

-                   47GHz möglich                   5 / 2               ca. 7€

-                   76 GHz möglich                3,4 / 1,4           ca. 7€

 

Ein Versuch bringt Klarheit, dachte sich DK3HA, zumal er mit einem Strahler aus diesem Material für 76 GHz, den DL4BBU an seinem Parabolspiegel angebracht hatte , vollen Erfolg hatte. Ein einfacher Offsetspiegel aus dem Campingbereich wurde schnell umgerüstet, die meterlangen Stangen des Hohlleitermaterials wurden kalt gebogen und mit einem selbstgebauten Flansch für die runden (zirkular polarisierten) Hohlleiterausgänge der Transverter versehen. Die ersten Verbindungsversuche mit DL4BBU über die oftmals verwendete Teststrecke von 20km waren erfolgreich. Warum sollte ein Versuch über eine größere Strecke im Kontest, wo jeder überbrückte km auf den hohen Frequenzen zählt, nicht gelingen? Der an Technik interessierte Tobias der Jugendgruppe des OV N38 war sofort bereit, den Versuch auf den hohen Frequenzen unter DN1GHZ auszuprobieren. Dies war insbesondere günstig, da die 76 GHz-Station von DL4BBU gerade zum Maikontest ihr Leben ausgehaucht hatte. Also war das Tor zur Halde Oberscholven in Gelsenkirchen, dem höchsten Punkt im Ruhrgebiet ( 206m), bereitwillig geöffnet. Schließlich erhoffte sich Peter zusätzliche Punkte auf den hohen Frequenzen, wo die Stationsdichte der Umgebung nicht gerade zu Befürchtungen wegen des möglicherweise schlechten Phasenrauschens der Oszillatoren Anlass gibt. Der Newcomer Tobias kommt seit mehr als einem Jahr regelmäßig dienstags zur Elektronik AG Rhade des OV N38 und hatte bereits erste QSO-Erfahrungen auf 10 GHz bei einem BBT im Münsterland sammeln können (http://www.darc.de/de/distrikte/n/38/news/) . Dies war jedoch eine ganz andere Nummer. Nachdem DK3HA sein 76GHz-QSO über 48 km ( JO31MO – JO31QX ) mit DL0LN ( Alfons DF6VB) abgeschlossen hatte, war Tobias mit der neuen 47/76 GHz-Station unter dem Call DN1GHZ an der Reihe. DL4BBU, jetzt als Backup-Operator auf 430,150 MHz tätig, bat DF6VB seine Bake auf 47GHz, die ja immerhin mehrere mW erzeugen kann, einzuschalten. Tobias wollte ja den Camping-Offsetspiegel sowohl horizontal als auch vertikal optimal ausrichten. Das Signal vom Longinusturm in der Nähe von Münster kam vom Spiegel reflektiert schnell und ohne Problem hörbar mit S9 durch die „Hohle Gasse“ des preisgünstigen Messingrechteckrohres zum Lautsprecher des FT-290 RII. Das Ausrichten und Optimieren des Spiegels dauerte nur Sekunden, so dass DL4BBU auf der Talk-Back-Frequenz Empfangserfolg zum Longinusturm melden konnte. Tobias hatte schnell den SSB-Tacker, eine Tonpunktfolge, die das Auffinden von Signalen erleichtern soll, eingeschaltet. DL4BBU meldete: „Der Tacker läuft, Alfons. Such uns mal.“ Trotz der geringen Leistung des Diodenmischers, nach Messung von DL2AM weniger als 1mW, vermeldete „der Longinusturm“ schnell: “Wir haben Dich. Melde Dich mal in ssb und gib uns Deine Daten durch.“ Der eigentlich wortgewandte Tobias drückte die PTT-Taste seines Mikrofons und sprach stockend und leise: „DN1GHZ für DL0LN“, und ließ die PTT-Taste los. „ Und Du glaubst, bei der Lautstärke des Signals hat DL0LN alles mitbekommen?“, fragte DK3HA. „Das und auch Deinen Rapport mit lfd. Nr. musst Du mindestens 5-mal wiederholen, wenn Deine Gegenstation alles mitbekommen soll.“ Tobias, nicht schwer von Begriff, hatte verstanden. Das erste QSO hatte schnell seinen Weg über knapp 50km durch die „Hohle Gasse“ des ca. 60cm langen nicht genormten Hohlleiters für 7€ zum Longinusturm zu DL0LN gefunden. Ein erfolgreiches Schmunzeln war unverkennbar auf den Gesichtern von DL4BBU und DK3HA zu erkennen. Tobias atmete durch. Alfons bei DL0LN lies nicht locker: „ Wir sind noch nicht fertig“, tönte es auf der Talk-Back-Frequenz. „ 76 ist jetzt dran. Ich schalte mal meine Bake an.“ Nun ist 76 GHz ausbreitungstechnisch noch viel schwieriger als 47 GHz. Ungeachtet der wahrscheinlich schlechten Ausleuchtung erhoffte sich DK3HA durch den „Duoband-Strahler mit dem Offset-Campingspiegel“ bei dem im Brennpunkt beide Hohlleiterausgänge den Spiegel direkt anstrahlen, einen Vorteil bei der Justierung der Elevation und der horizontalen Ausrichtung. Diese Annahme sollte sich alsbald als richtig erweisen, wenn auch noch viel Luft nach oben ist. Erstaunlich schnell war das Bakensignal von DL0LN zu vernehmen. Letzte Korrekturen am Spiegel brachten keine Verbesserung. Das SSB-Signal von DL0LN war um einiges schwächer, da auch dort nur ein Diodenmischer auf 76GHz ohne Verstärkung zur Verfügung steht. Also entschloss sich Alfons seine Kontestdaten mit dem Bakensender zu morsen. Morsen?? Wie sollte das denn gehen. Tobias kannte lediglich die zwei bekanntesten Buchstaben des Morsealphabets, S und O. Kein Problem, dachten DL4BBU und DK3HA. Er muss die langsam gegebenen Punkt und Striche der Zahlen und Buchstaben mitzählen und auf dem Papier mitschreiben. Das Dekodieren der von Tobias mitgeschriebenen bzw. mitgesprochenen Zeichen durch den Ausbildungsverantwortlichen von DN1GHZ wird ja wohl den Rahmen der Kontestregeln nicht sprengen. Ein Morsekurs der besonderen Art eben. „5 Punkte“, kam es aus dem Mund von Tobias. „Richtig, das ist eine 5“. „Ein Punkt und 4 lange Zeichen“. „Du hast eine 1 aufgenommen“. „4 mal lang und einmal kurz“. „Jetzt ist der Rapport vollständig, 519“, vermerkte DL4BBU begeistert. So ging es weiter, bis alle kompletten Daten im Log standen. Geschafft. Nun der umgekehrte Weg. DL4BBU hatte schnell seine Junkerstaste angeschlossen. DK3HA hatte die nötigen Ziffern und Zeichen in Punkt- und Strichform auf ein Blatt Papier gemalt. „Nun bist Du an der Reihe. Gib mal langsam 5 kurze Zeichen mit der Handtaste.“ Als wenn er zuvor geübt hätte, vermeldete Alfons auf der Talkbackfrequenz: „Ich habe eine 5 aufgenommen“. Nachdem die 1 und 9 auch perfekt ihren Weg durch die „Hohle Gasse“ in Richtung DL0LN gefunden hatten, und auch die lfd. Nr. von DL0LN bestätigt wurde, war von allen Beteiligten ein spürbares Aufatmen zu vernehmen. Spannender kann das eigene erste QSO nicht gewesen sein. Ein absolutes Novum: Neue Station, Newcomer, erstes QSO auf 76 GHz, keine Morsekenntnisse und dennoch die ersehnten Kontestpunkte für DL0LN verteilt. Die Glückwünsche von allen Seiten ließen nicht lange auf sich warten. Auf der Talkbackfrequenz, 430,150 MHz hatten im 43km entfernten Breckerfeld DC0DA und DK4REX aufmerksam die Versuche mitverfolgt und gratulierten ebenfalls. Klar, dass auch sie an einer Verbindung auf 47 GHz und 76 GHz großes Interesse hatten. Zwar musste DC0DA nach eigener Aussage in den Kopfhörer kriechen, um das SSB-Signal von Tobias aufzunehmen, aber am Ende waren alle Daten im Log. Ein spannender Kontesttag fand einen gebührenden Abschluss auf der Halde Oberscholven über den Dächern von Gelsenkirchen.

Klaus Roggenkamp, DK3HA


Lukas funkt

oder die Erinnerung an die erste Funkverbindung

„Sag mal, wann hast du deine Lizenz gemacht?“ Wenn diese Frage aktuell an OV-Abenden gestellt wird, erhellen sich schlagartig einige Gesichter der anwesenden OMs. Sofort schwelgen die Älteren in Erinnerungen an die Zeit, als Nogoton noch als Synonym für ein bekanntes Empfangskonzept und nicht für den fehlerhaften Anglizismus „Geht nicht an“ stand. AM, eine Modulationsart, die heute von digitalisierten Signalen immer mehr abgelöst wird, hatte in der Nachkriegszeit des vorigen Jahrhunderts seine Blütezeit. 144 MHz oder noch höher, 430 MHz war nur den Exoten vorbehalten, die einerseits kein CW konnten, bzw. sich der Bürde der Prüfung nicht unterwerfen wollten oder andererseits viel Geld und Zeit in teuere Messgeräte und die Entwicklung modernster Technik investiert hatten. Hier die Kurzwellen-Amateure, dort die C-Lizenzler. Hier die Kurzwellen-Amateure, dort die Ghzler. Hier die Steckdosenamateure, dort die Selbstbauer. Hier die Big-Gun-Stns, dort die Low-Pistols. Wer sich lebenslang mit der Welt der Funkamateure beschäftigen will, findet wegen der Vielfalt auf seinem Niveau seinen Platz. Egal wie hoch das technische Niveau des Einzelnen ist, Funken ist grundsätzlich sozial. Zum Funken sind nämlich immer zwei Partner nötig, einer der sendet und einer der empfängt. Im Laufe der Entwicklung des Amateurfunks hat es viele Facetten gegeben, die für jeden Amateurfunker eines gemeinsam haben, die individuelle Erinnerung an das erste QSO und den Einstieg in die faszinierende, technische Welt des Amateurfunks. Der dreizehnjährige Lukas funkt jetzt auch. Vor 8 Wochen läutete das Telefon von DK3HA. Die Mutter von Lukas hatte in Lembeck, einem Ortsteil von Dorsten, gehört, dass in dem benachbarten Rhade eine Elektronik AG ( EAGR ) sich mit dem Bau von kleinen Elektronikprojekten befasst. „Lukas sei Feuer und Flamme“, äußerte sich die Mutter am Telefon. Kurzum, nach 2 Wochen lötete der offensichtlich feinmotorisch begabte Lukas. ca. 20 kleine Platinen mit SMD-Bauteilen, die er stolz auf der GHz-Tagung des OV-N38 ( www.ghz-tagung.de ) im Rahmen der Präsentation interessierten OMs gegen eine Spende für weitere Projekte der Jugendgruppe anbieten konnte. DK3HA, der zu den GHz-Kontesten jugendliche Interessenten der EAGR mitnimmt, um sie mit dem Funkbetrieb im GHz-Bereich vertraut zu machen, fragte Lukas, ob er Lust habe, am Märzkontest des DARC teilzunehmen. Die spontane positive Antwort kam nicht gerade überraschend. Wohl wissend, dass sich Jugendliche grundsätzlich nicht das Equipment für 10 und 24 GHz vom Taschengeld leisten können, hatte der Ortsverband Dorsten-Lembeck N38 für die Jugendausbildung eine 10 GHz-Station bereitgestellt, die portabel einsetzbar ist. Zudem stand für die Funkaktivität in Breckerfeld ( JO31RH, 412m ü. NN ) Lukas die 10/24GHz-Station von DK3HA zur Verfügung, da für ihn von diesem Standort die zeitaufwändigen Verbindungen im 47/76-GHz-Bereich vorrangig waren. Christoph, DK4REX, hatte sich mit seinem Equipment nach Absprache ebenfalls für den Standort entschieden. Gemeinsam macht es einfach mehr Spaß, so dass Lukas von den geduldigen und einstiegsgerechten Erklärungen von DK4REX zusätzlich profitieren konnte. Das erste QSO. Aufmerksam verfolgte Lukas den Verbindungsaufbau auf 10 GHz zu DL4BBU, der wie gewohnt auf der Halde Oberscholven in JO31MO seine Geräte aufgebaut hatte. Am Horizont konnte man von JO31RH die 206m hohe Halde erahnen. Das geplante Test-QSO zwischen DL4BBU und DK3HA war schnell erledigt. Die Frequenz des FT-290RII war auf 144,150MHz eingestellt. 14 Uhr UTC, Kontestbeginn. DK8QU/p rief wie verabredet auf 10368,100 MHz in Richtung JO31RH. Lukas hatte zuvor die grobe Richtung 348° mit dem Kompass ermittelt. „Nun dreh mal an dem großen Knopf und stell die Frequenz 144,100 MHz ein. Vielleicht hörst Du dann ja schon etwas“, riet ihm DK3HA. Mit jeder Umdrehung wurde ein unverständliches Gebrabbel immer lauter. Bei 144,102 MHz veränderte sich das Geräusch in ein gut verständliches Signal. „DN1GHZ, DN1GHZ, hier ruft DK8QU/p DK8QU/p, bitte kommen“. Lukas vergaß vor Aufregung die PTT-Taste des Mikrofons zu drücken und antwortete sofort wie zuvor geübt. „Hier ist DN1GHZ.“ „Wenn Du jetzt noch die Taste am Mikrofon gedrückt hättest, könnte er Dich auch hören. Ohne Funksignal ist es etwas weit“ , bemerkte DK3HA lachend. „DK8QU/p, hier ist Lukas, kannst Du mich hören?“ Der zweite Versuch klappte auf Anhieb. „Hallo Lukas, ich heiße Rudi. Warte, ich richte mal meine Antenne genauer aus. Erzähl mir mal etwas von Dir“, tönte es aus dem Lautsprecher. Die anfängliche Mikrofonangst unserer Generation kennt die heutige Smartphone geprägte Jugend offensichtlich nicht mehr. Lediglich die exakten Kontestdaten und die Uhrzeit wurden stockend mit soufflierter Unterstützung ausgetauscht. Das jungfräuliche Logbuch hatte nach 5 Minuten QSO-Dauer seinen ersten Eintrag und das gleich auf 10 GHz. DK4REX und DK3HA beglückwünschten Lukas zu seinem ersten erfolgreichen QSO. Zum Umschalten auf 24 GHz ist lediglich ein Schalter zu betätigen, da die ZF des FT 290 intern per Relais zum 24 GHz-Trvtr. erfolgt. Da ein Kombistrahler im Offsetspiegel verwendet wird, entfällt das erneute Ausrichten. So hatte Lukas ein paar Minuten später sein zweites QSO unter DN1GHZ mit DK8QU/p auf 24 GHz hinter sich. In der nachfolgenden Stunde beobachtete Lukas aufmerksam die Aktivitäten von DK3HA auf 47 und 76 GHZ. Da DK4REX mit seinen Geräten für 10 und 24 GHz nur ein paar Meter weit entfernt war, konnte Lukas auch dort weitere Erfahrung sammeln. Nachdem die Verbindungen auf 47 und 76 GHz beendet waren, konnte Lukas unter immer geringer werdender Hilfe noch weitere 10 Verbindungen auf 10 und 24 GHz aufbauen. In der Dämmerung hinter dem Trafohäuschen in Breckerfeld endete ein erfolgreicher Kontesttag. Vielleicht der Start für eine neue Amateurfunkkarriere?

 DK3HA

 

 

 

 


Projekt der Elektronik AG Rhade in der Dorstener Zeitung

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Weltweiter Amateurfunk

K0IR hat ein sehenswertes Video auf Youtube über das weltumspannende DX-Hobby eingestellt.

Link zum Video


Sommerloch im Juni-/ Julikontest

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Junikontest

Unter dem Begriff Sommerloch versteht man gemeinhin die nachrichtenarme Zeit im Juli und August, wenn Politiker und Sportler für die „bad news“ nicht verfügbar sind. Eine vollkommen andere Bedeutung des Begriffs lieferte uns das Wettergeschehen am ersten Wochenende im Juli. Schon der Junikontest war für die große Teilnehmerzahl auf 10 GHz ein Erlebnis. Hatte doch das Wetter den Kontestern auf den Ghzen eine sehr stabile Regenfront im Südwesten Europas zur Verfügung gestellt, die bis zum Sonntag Verbindungen bis weit nach Frankreich ermöglichten. Be(ge)troffen vom sintflutartigen Regen waren allerdings die portablen Stationen im Norden Frankreichs und Belgiens. Hier in unserer Gegend konnte man im Liegestuhl bei herrlichem Wetter bis weit in den Abend hinein die Regenscatter-QSOs auf 10 GHz genießen. Der Sonntag begann ähnlich freundlich. Die Sonne strahlte vom Himmel. DK3HA hatte mit dem jungen Lukas vereinbart, vom Melchenberg in Reken DL4BBU auf 47 und 76 GHz unter DN1GHZ zu unterstützen. Lukas, nun erfahren von seinen ersten Funkversuchen auf den höheren Frequenzen im Mai, war um 1000 Uhr mit dem Fahrrad von Bahnhof Reken zum Melchenberg aufgebrochen. Pünktlich zur verabredeten Zeit um 1030 Uhr hatte er die Bergetappe geschafft. DK3HA, als Verantwortlicher für DN1GHZ, musste nicht mehr viel zum Aufbau der Stative und Stationen sagen. Lukas hatte alles im Griff.

Um 1100 Uhr konnte die umgebende Amateurfunkgemeinde auf der Talkbackfrequenz 430,150 MHz in FM den Ruf vernehmen:“ DL4BBU, DL4BBU von DN1GHZ DN1GHZ bitte kommen“. Peter begrüßte den „alten Hasen“ Lukas, der ihm im Maikontest ja wertvolle Punkte auf den hohen Frequenzen geliefert hatte. Entsprechend schnell waren die QSOs auf 10 und 24 GHz zwischen DN1GHZ und DL4BBU abgewickelt. Die starken Signale von JO31MU zu JO31MO über 28km machten den Verbindungsaufbau natürlich zum Kinderspiel. Die gute Sicht am Sonntagvormittag erleichterte ungemein das Ausrichten der 47- und 76 GHz-Stationen. Die GPS-kontrollierten Oszillatoren erlaubten zudem eine exakte Frequenzeinstellung. Lukas fand sehr schnell das ssb-Tackersignal von DL4BBU auf 47 GHz. Bei der Optimierung musste DK3HA korrigierend eingreifen, schließlich sollte ja auch noch auf 76GHz mit 0,8mW eine Verbindung zustande gebracht werden. Nach einer halben Stunde waren die 4 QSOs unter Dach und Fach, so dass man Peters strahlende Gesicht über 28km deutlich „sehen“ konnte. Klaus, DK3HA, richtete die 10 GHz-Antenne nochmals Richtung Südwesten und konnte noch eine verscatterte Station aus Köln auf 10 GHz hören.

Der Blick nach Südwesten verhieß nichts Gutes. Nachdem die Funkgeräte von den Stativen abgebaut waren, schickte Klaus Lukas vorsichtshalber nach Hause. Berg runter schätzte er, schafft Lukas es in 10 Minuten. In Kürze wurden die Stative, Parabolspiegel und Geräte im Auto verstaut. Der Weg nach Rhade führt an Bahnhof Reken vorbei. Lukas war Gott sei Dank nicht mehr zu sehen. Denn schlagartig öffnete der Himmel seine Schleusen. Unmengen von Regen mit Blitz und Donner schienen sich aus einem Loch über dem westlichen Münsterland zu ergießen. Die überflutete Straße war nur schwer zu befahren. In Rhade angekommen, war der erste Gedanke: „Hat es Lukas geschafft?“- „Ja“, kam die Antwort aus dem Telefonhörer, „vor dem Gewitter schon, aber 1 km vor der Haustür hat ihn der Platzregen auf dem Fahrrad voll erwischt. Da muss er jetzt durch“, so der Originalton seiner Mutter.

 

 

Julikontest

Die Wettervorhersage zum Julikontest ließ ein weiteres „Loch“ im sonnigen, trockenen Sommer vermuten. Nach mehreren Telefonaten und gründlicher Vorbereitung mit Organisationsplan, Josef, DB1YV, hatte vorsorglich allen Teilnehmern eine Excel-Tabelle mit Rufzeichen, Lokatoren, Azimut und km-Angabe per email geschickt, entschloss sich die GHz-Gemeinde den Samstag doch zu nutzen. DL4BBU thronte wie gewohnt auf seiner Halde in JO31MO, DC0DA mit DK4REX machten sich auf nach JO31RH zur Trafostation in Breckerfeld, DL0LN erklomm den Longinusturm bzw. machte es sich im Funkwagen gemütlich, wahrscheinlich, um dem Sommerloch zu entgehen, DJ6XV/p war portabel am Melchenberg in JO31MU qrv und DN1GHZ mit Tim Redding und DK3HA waren am Standort JO31UL, den DF6VB erkundet hatte. Der Aufbau wie gewohnt bei strahlendem Sommerwetter. Der Landwirt, der im Junikontest direkt vor der Nase von DK3HA noch Pflanzengift auf dem Acker versprüht hatte und unwillig fragte, ob das Stativ mit einem Bein schon auf seiner Ackerfläche stehe, wurde dieses Mal von einem sehr freundlichen Landwirt, der mit seinem Trecker vorbeikam, abgelöst. Interessiert nahm er sich ¼ Stunde lang Zeit, um uns mit den sichtbaren Landmarken in der Umgebung vertraut zu machen. Einen Kompass brauchte Tim fast nicht mehr.

Der Aufbau der Stationen von DK3HA ging wie gewohnt schnell. Die mittlerweile erfahrene Hand von Tim verkürzte die Aufbauzeit erheblich, schließlich waren 5 Stationen betriebsbereit zu machen.

„Hier stimmt was nicht“, war Tim plötzlich zu vernehmen. „Die Befestigungslöcher des 10GHz-Parabolspiegels passen nicht zu den Bolzen am Transvertergehäuse.“ DK3HA stand konsterniert vor der Station von DN1GHZ. Tim sollte doch heute eigenverantwortlich QSOs mit der Club-eigenen Station aufbauen. „Ich? Ich brauche doch keine Materialliste“, schoss es DK3HA durch den Kopf. „Mist, ich habe von den beiden 60cm-Aluspiegeln den falschen mitgenommen. Hätte man auch sehen können, denn auf dem Richtigen steht groß DN1GHZ drauf.“

Sitzt das Loch an falscher Stelle, hilft Gaffa-Tape dir auf die Schnelle.

Selbst wenn der Strahler nicht exakt im Brennpunkt positioniert ist, es funktioniert behelfsmäßig auch so. Wie im Junikontest waren die QSOs mit DL4BBU auf den Bändern 10 bis 47 GHz schnell abgeschlossen. Die Versuche auf 76 GHz blieben ohne Erfolg. Im Junikontest hatte DK3HA die Signale von der Halde Oberscholven in JO31UL ohne Probleme finden und aufnehmen können. Peter, DL4BBU, vermutete, dass die hohe Luftfeuchtigkeit Grund für die starke Dämpfung der 76er-Signale sein könnte. Luftfeuchtigkeit??? Schon wieder das Sommerloch?

Der Blick zum Himmel und die ersten Tropfen ließen Tim und DK3HA schnell werden. Das teure Equipment wurde flugs ungeordnet auf die Ladefläche des Kombis gelegt. Schade, ein kurzer Kontest. Die Verbindung mit Peter, DJ6XV/p, der kurz zuvor trotz abgewandter Antenne auf 10 GHz schon zu hören war, musste leider gecancelt werden. Die Wolkendecke riss nach einiger Zeit wieder auf, die Sonne zeigte sich wieder. Schnell waren die 10 / 24 GHz-Station von DK3HA wieder betriebsbereit. Die Suche nach DJ6XV/p war allerdings zu späterer Stunde vergebens. Ihn muss der Regen auch vertrieben haben. Zu DC0DA/DK4REX und DJ5VW konnte noch eine Verbindung auf 10 und 24 GHz aufgebaut werden. Als Neuerung hatte DK3HA in Vorbereitung auf den Kontest für 23cm einen neuen Transverter mit 10W Sendeleistung und eine omnidirektionale Bi-Quad-Antenne gebaut.

Tim konnte mit dieser Konstruktion unter DN1GHZ recht schnell 4 Verbindungen aufbauen. Ausdrücklich zu erwähnen ist, dass Josef, bei DL0LN, Ralf bei DK0PU und Hagen, DJ5VW, sich viel Zeit genommen haben, um Tim bei seinen ersten Gehversuchen auf 23cm zum Erfolg zu verhelfen. Zum krönenden Abschluss wollte DK3HA Tim die untergehende Sonne auf der höchsten Erhebung des Ruhrgebiets, der Halde Oberscholven in Gelsenkirchen, gönnen. Der Hilferuf auf der Talkbackfrequenz 430,150 MHz von DL4BBU, „Hier plästert es, wie verrückt. Ich muss Schluss machen“, beendete das Vorhaben.

Das Sommerloch eben!

DK3HA

 

 

 


BBT 23. 2. 2014 im flachen Münsterland

Tobi und Jos im QSO mit DJ2QZ/p

Josef, DB1YV, hatte Peter, DL4BBU, und mich, DK3HA, eingeladen, mit unseren Signalen auf den höheren Frequenzen die Funkaktivität des OV N29 zu unterstützen. Die Vorfreude darauf wurde getrübt, als Peter nach Besichtigung der Auffahrt zur Halde „rotes Licht“ signalisierte, da die Regenfälle den nicht befestigten Teil zu sehr aufgeweicht hatten. Ich hatte bereits im vergangenen Frühjahr bei ähnlicher Witterungslage die hintere Schürze meines Wohnmobils demoliert, nachdem mich die Auffahrt unfreiwillig ein paar Meter trotz funktionierender Bremsen zurück gegen einen Wall geschickt hatte. Zudem mussten wir befürchteten, dass der ungleich stärkere Wind auf der ungeschützten Halde unsere Parabolspiegel als willkommene Angriffsfläche nutzen würde. Also waren die höheren Frequenzen für uns am Samstag tabu. Leider, denn für den kommenden Kontest wollten wir u. a. zwei umgebaute bzw, neue 47 bzw. 76 GHz-Stationen testen.

Am Sonntag rief mich Peter gegen 1000 Uhr an, ob ich ihm ein Signal auf 10 GHz liefern könnte. Erstaunt fragte ich, ob er es doch auf die Halde geschafft habe. „Nee,“ vermeldete der lauter gestellte Lautsprecher des Telefons, „davor.“ Meine XYL vertiefte sich verständnisvoll in die morgendliche Sonntagszeitung, die wir immer nach einem ausgedehnten Frühstück lesen. Der Fingerzeig war unübersehbar.

Schnell war die portable 10-GHz- Station des OV N38, die ich für die Jugendausbildung unter DN1GHZ aus Peters und meinen alten Komponenten aufgebaut hatte, aus dem Keller auf den Dachboden gehievt. Nach knapp 20 Minuten konnte ich DL4BBU auf 70 cm mitteilen, dass der ssb-Tacker auf 10368,200 GHz in Gang sei. Trotz der Hindernisse hinter der Glasscheibe und den Bäumen konnte DL4BBU mein Signal lautstark aufnehmen, so dass die Kontestdaten in ssb schnell ausgetauscht waren. Auf meine Frage, wer denn noch alles mit meinem tollen Standort auf 10 GHz zu erreichen sein würde, meinte Peter, dass ich es mal mit dem Longinusturm zumindest versuchen sollte. Gesagt, getan. Beim Bau unseres Hauses vor 30 Jahren hatte ich sinnvollerweise darauf bestanden, dass sowohl auf der Süd- als auch der Nordseite große Fenster eingebaut werden sollten. Dies sollte sich nun endlich auszahlen. Schnell war das Stativ der 10 GHz-Station auf die Nordseite verbracht und die Richtung mit ca. 45° eingestellt. Ein Blick nach draußen ließ wenig Hoffnung aufkommen, da nicht nur das Fenster sonder auch mehrere Hausgiebel exakt in der Richtung die Sicht versperrten. Mist , dachte ich, hätte ich doch meinen Spiegel schon auf dem Dach, denn das würde über all die Hindernisse hinwegreichen. Egal, einen Versuch ist es wert. Zunächst wieder über 3 Treppen in den Keller, oben habe ich natürlich keinen Anschluss für die 70cm-Antenne. Das muss also auch noch geändert werden. Schnell die 70-cm Yagi in Richtung Longinusturm gedreht, vertikale Antennen sind ja nicht auf dem Dach, und auf 430,150 MHz gehört. DJ2QZ/p im QSO mit??? Die Gegenstation konnte ich wohl schon wegen der falschen Polarisation nicht aufnehmen, und Oliver war mit seiner Handfunke auch nicht sehr stark. „DJ2QZ/p von DK3HA, kannst Du mich aufnehmen?“ „Ja klar“ tönte es aus meinem Lautsprecher. Wir verabredeten uns schnell auf der „100“, natürlich nicht, ohne zunächst die Handydaten auszutauschen, --- drei Treppen, dachte ich.

Oliver sendete wie verabredet sein CW-Signal, dass ich nach ein paar Korrekturen der Richtung und der Elevation kurz aufnehmen konnte. Dann war es wieder weg. Per Telefon schlug ich vor, meinen ssb-Tacker einzusetzen, das würde den leidigen Frequenzversatz ausschließen. Nach kurzer Zeit kam per Telefon die erlösende Info: „ Ich höre deinen ssb-Ton mit S2, komm, wir versuchen es“. „Einverstanden, ruf Du und gib die Daten“. Klar und deutlich kamen von Oliver die Daten aus JO31QX aus meinem FT290 RII. Nun kam der schwierige Part von mir. Zunächst hatte er DK3WA verstanden, er kannte ja schließlich nicht mein Call aus vorherigen QSOs. „HA,HA.....“, wiederholte ich zig-mal.Ich dachte, wenn das ein nicht Eingeweihter hört.... Dann der Rapport, ebenso etliche Wiederholungen, die lfd. Nummer mit 002 hatte er dann komischerweise recht schnell, da muss wohl aus den Nachbarhäusern irgend jemand mit einem reflektierenden Gegenstand die Verbindung unbewusst gestützt haben, hi. Egal, die Verbindung war im Log. Per Telefon beglückwünschten wir uns, dass es trotz aller Umstände geklappt hatte.

Jetzt war die 10GHz-Station betriebsbereit, also schlug ich Oliver vor, noch eine halbe Stunde auf dem windigen Longinusturm auszuhalten, schließlich wäre ich doch der Verantwortliche für DN1GHZ und einen der funkbegeisterten Jugendlichen der Elektronik AG Rhade kurzfristig zu finden, sollte doch am Sonntagmorgen möglich sein. Die Mutter von Tobi am Telefon verriet mir, dass ihr Sohn mit Freund Jos zwischen Lembeck und Rhade an der A31 in der Nähe eines Restaurants mit weithin sichtbarem Logo joggen würden. Gut, dass die heutige Jugend immer per Smartphone erreichbar ist. Also per Telefon das Joggingziel vorgegeben, schließlich ist dort der relativ höchste Punkt in JO31LR und zugleich in Richtung 45° freie Sicht. Knapp eine halbe Stunde später war dort mit Hilfe von Tobi und Jos die 10 GHz-Station wieder einsatzbereit. Unser ssb-Tacker wurde von Oliver sofort mit großer Signalstärke aufgenommen. Das Joggingziel war offensichtlich gut gewählt. „DN1GHZ von DJ2QZ/p bitte kommen“ hörten wir Oliver rufen, der hörbar von Windböen durchgerüttelt wurde.

Nun kommt die Situation, die ich schon auf unserer website des OV N38 mit dem jungen Tim Redding beschrieben habe: die Schwierigkeiten des ersten QSOs. Gleichwohl haben sowohl Tobi, der sich alle Daten für seine Antwort zuvor auf seinem Handy ablesbar gespeichert hatte, als auch Jos souverän ihre QSOs abgewickelt. Dank der großen Bereitschaft von DJ2QZ, den beiden Jugendlichen bei ihrem Einstieg zu helfen, dauerte das informative Gespräch nach dem Austausch der QSO-Daten mehr als eine Viertelstunde.

Danke Oliver

 

Klaus, DK3HA

 

Portabelstation 10GHz, Trvtr DJ6JJ, Pwr 700 mW, Parabol 60cm, Trcvr FT290R, El-Bug, SSB-Tacker


37. GHz-Tagung in der Dorstener Zeitung


DN1GHZ im Microwave Contest aktiv

Tim am Sonntag 6.10.13 mit DK3HA und DG3WN in JO31LS.

Den jungen Tim Redding aus Dorsten hat offenbar der Hochfrequenzbazillus erwischt. Als DK3HA ihm anbot, ihn zu begleiten, um an dem letzten Mikrowellen Kontest in diesem Jahr unter DN1GHZ teilzunehmen, brauchte er nicht viel Zeit, um seine Zustimmung zu signalisieren. Am Samstag gegen zwei Uhr ging es in Richtung Hanrorup zu einem erhöhten Standort, der in Richtung Süden freie Sicht ins Ruhrgebiet bietet. Schon mehrfach hatte Peter, DL4BBU, von dem ca. 41 km entfernten Locator JO31PW Signale bis 76 GHz aufnehmen können. Die 10 GHz-OV-Station hatte Tim nach kurzer Einweisung schnell auf dem Stativ installiert. Nachdem die Luftblasen der Wasserwaage sich ordnungsgemäß in der Mitte eingependelt hatten, stand der ersten Verbindung auf 10 GHz eigentlich nichts mehr im Wege. Aber wie DL4BBU finden. DK3HA hatte natürlich zuvor mit der freien Software von VE2DBE die Strecke von JO31PW nach JO31MO simuliert und keine Hindernisse für die Funksignale auf 10 GHz entdeckt. Die Richtung war mit 205,7° angegeben. Der mitgebrachte Kompass half beim Ausrichten des 60-cm-Prabolspiegels. Die Verabredung mit DL4BBU sah vor, dass Tim um 1600 Uhr Ortszeit zu Beginn des Kontests auf das Signal von der Halde Oberscholven in Gelsenkirchen auf der Frequenz 10.368,120 MHz hören sollte. Die Anspannung wurde sichtbar größer, je näher der große Uhrzeiger sich der 12 näherte. Dann war es soweit. Aus dem Lautsprecher drang ein stark gequetschtes, unverständliches Gemurmel, das sich schnell in eine glasklare Stimme verwandelte, als mit dem Hauptabstimmknopf des FT290R die richtige Zwischenfrequenz mit 144,124 MHz gefunden war. "DN1GHZ, DN1GHZ von DL4BBU bitte kommen". Tim verschlug es die Sprache. "Was soll ich denn jetzt machen?" Wieder drang es aus dem Lautsprecher: "DN1GHZ von DL4BBU....". DK3HA beruhigte Tim und riet ihm, die Mikrofontaste zu betätigen und dem rufenden DL4BBU zu melden, dass er gehört sei. Alles weitere würde sich schon ergeben. So geschehen wurde Tim von Peter, DL4BBU, über 41 km Entfernung zu seinem ersten 3cm-QSO beglückwünscht. Trotz des Zeitdrucks des letzten Mikrowellenkontests in diesem Jahr nahm sich Peter per Funk die Zeit, mit Tim die nötigen Daten auszutauschen: "Dein Rapport ist 59 die lfd. Nummer ist 001, mein Standort ist JO31MO und die Uhrzeit ist 1400 Uhr", tönte es aus dem Lautsprecher. "Tim, das musst Du alles in Deinem Log vermerken. Ich wiederhole...". Nach kurzer Rücksprache mit DK3HA drückte Tim entschlossen die PTT-Taste und erwiderte stockend:" DL4BBU von DN1GHZ, dein Rapport ist 59 001 in JO31PW, bitte kommen". DL4BBU bestätigte noch einmal die gute Signalstärke, beglückwünschte Tim nochmals und wünschte ihm die obligatorischen 73. Das erste QSO war geschafft.

Die nächsten Verbindungen mit Helmut bei DF0MU und Clemens bei DL0LN liefen schon viel entspannter ab. Nachdem DK3HA seine Kontestaktivität auf allen Bändern beendet hatte, konnte Tim am späten Nachmittag noch eine Verbindung unter DN1GHZ auf 47 GHz mit DL4BBU aufbauen. Ein gelungener Einstieg in den Amateurfunk fand in der Abenddämmerung am Fuße der Baumberge im Münsterland sein Ende.

Klaus, DK3HA


Kinderferienspaß "Der radelnde Pit"

In der letzten Ferienwoche haben 8 Kinder an einer Bastelaktion unseres OV teilgenommen. Das von DK3HA vorbereitete Projekt wurde tatkräftig vom OVV DJ6XV, dem GHz-Spezialisten DL4BBU, der XYL von DK3HA und einem Großvater, der seinen Enkel gleich mitgebracht hatte, unterstützt. Gebastelt wurde „der radelnde Solar-PIT“ in dem Raum der Elektronik AG Rhade, die ja aktuell mit dem DARC fusioniert ist. Wie von gut unterrichteter Quelle mitgeteilt wurde, hat DL4BBU für den Solarradler Modell gestanden.

Am Donnerstag strampelten alle E-Biker in der Nachmittagssonne um die Wette. Die 9 bis 10-jährigen Nachwuchselektroniker waren trotz mancher Brandblase mit Begeisterung bei der Sache. Zum Abschluss ging es nur noch um die Frage: „What do we solder next?“.

 Weitere Bilder hier


OV Fieldday 2013

 

Hier einige Impressionen des Fieldays bei nicht immer freundlichem Wetter.


Ausbildungsstation für N 38

To top
Peter, DL4BBU, beim QSO mit der Jugend-Elektronikgruppe

 

Der OV N38 hat ein neues Ausbildungsrufzeichen vor einigen Tagen bei der BNetzA beantragt und erhalten. Das Rufzeichen lautet DN1GHZ, Verantwortlich ist DK3HA, Klaus Roggenkamp. 

Die Aktivität der Ausbildungsstation wird schwerpunktmäßig auf den Mikrowellenbändern erfolgen, da der OV eine 10-GHz Station aufgebaut hat, die von den 14 Mitgliedern unserer Elektronikbastelgruppe, die DK3HA gegründet hat, genutzt werden soll.
Spezielle Kontestaktivitäten sind geplant, um die Jugendlichen so dem Amateurfunk näherzubringen.
Alle unsere Mitglieder sind aufgerufen, sich ebenfalls aktiv an der Nutzung der Station zu beteiligen.

Bei schönem Wetter waren Peter, DL4BBU und Klaus, DK3HA mit der
Elektronik-Bastelgruppe unterwegs, um die besonderen Eigenheiten
der 10 GHz-Station kennen zu lernen.
Ein Fitnesstrainig für die kommenden Kontestaktivitäten.

Weitere Bilder hier.


Ein Ritt über die Funkwellen

 

So könnte man es formulieren, es wäre manchmal sehr von Vorteil,
wenn bei der relativ gradlinigen Ausbreitung der Funkwellen in den
oberen Funkbändern, es möglich wäre bereits im Vorfeld die
Ausbreitung zur Gegenstation einzuschätzen.

Diese wunderbare Möglichkeit gibt uns ein kommerzielles Programm
von VE2DBE, Roger, er hat für die Amateurfunkbänder 2m, 70cm
und den GHz-Bändern, eine kostenlose Benutzung ermöglicht.

DK3HA, Klaus, hat uns am letzten OV-Abend, die vielfältigen
Möglichkeiten des Programms näher gebracht.

Wer jetzt neugierig wurde, kann das Programm auf der Webseite
von VE2DBE entweder im Browsermodus (Empfohlen) nutzen
oder auch downloaden.
Einfach registrieren (Neuer Account) : User = Rufzeichen, E-Mailadresse,
das war´s auch schon, das Password kommt dann per Mail.

http://www.ve2dbe.com


Gigahertz-Signale auf dem Gipfel der Scholvener Halde

 

Hier nun der zweite Teil aus der Dorstener Zeitung vom 27. Juli 2012.

Funken im Gigahertz-Bereich von der Scholvener Halde.
Mit Peter, DL4BBU und Klaus, DK3HA, mit dabei zwei technikinteressierte
Lembecker Jungs aus der Elektronik-Gruppe von Klaus.

Hier geht´s lang "Funken im Gigahertz-Bereich".


Auf kurzen Wellen um die Welt

Hier waren wir gerade...

 

N 38  hatte im April Besuch von Reportern der Dorstener Zeitung,
Klaus Roggenkamp, DK3HA in Rhade konnte gemeinsam mit unserem Gigahertz-Spezialisten Peter Hörig, DL4BBU, dem Reporter die unerschöpflichen Möglichkeiten des Amateurfunks vorführen.

Über Kurzwelle haben sie dem staunenden Reporter gezeigt, wie rund um den Globus Kontakte und Freundschaften gepflegt werden können.

Der sehr detaillierte Artikel wurde im Dorstener Lokalteil der Ruhrnachrichten veröffentlicht.

Klaus, DK3HA, hat uns den Text und die Bilder mit Genehmigung der Zeitung zur Verfügung gestellt.

Zu finden unter "Auf kurzen Wellen um die Welt".


OV-Runde auf 2m

OV-Runde dienstags um 19.30 Uhr.

QRG: 144,335 MHz
Mode: ssb

 

 


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