Jugend und Ausbildung

    Jugend und Ausbildung

      2024 25. Europatag der Amateurfunk-Schulstationen

      Original-Text-Entwurf von Richard Hänle zur Veröffentlichung in der Zeitung


      Fichtenberger Kids sichern sich beim 25. Europatag der Amateurfunk-Schulstationen sensationell den 2. Platz.

      Bereits zum 25. Mal veranstaltete der Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule (AATiS e.V.) am 6. Mai den Europatag der Amateurfunk-Schulstationen. Zur Teilnahme eingeladen waren Amateurfunk-Schul- und Ausbildungsstationen an Hochschulen, beruflichen Schulen, Gymnasien und sonstigen Grund- und weiterführenden Schulen, welche über ein staatliches (Ausbildungs-)Rufzeichen verfügen.

      In diesem Feld von zahlreichen in- und ausländischen Bildungseinrichtungen, das nahezu ausschließlich von Gymnasien und Berufsschulzentren dominiert wurde, konnten sich die diesjährigen Fichtenberger Amateurfunk-Grundschulkids mit ihrem Ausbildungsrufzeichen DN1FBG nach einem 6. Platz in 2022 und einem 4. Platz im Vorjahr diesmal den 2. Platz auf dem Treppchen sichern, nur relativ knapp geschlagen von einer bulgarischen Sonderstation aus Dimitrovgrad mit dem Call LZ60KAK.

      In der neuen Klasse C „QO-100 und andere Satelliten“ ging es darum, innerhalb eines Zeitraums von max. vier Stunden möglichst viele Verbindungen mit europäischen Amateurfunkstationen, insbesondere Ausbildungs- und Schulstationen herzustellen. Bedauerlicherweise gingen dabei zwei Sprachverbindungen nach Mauritius und nach Teneriffa nicht in die Wertung der Fichtenberger ein, da die Inseln nicht zu Europa zählen.

      Getätigt wurden die Amateurfunkverbindungen im 2,4 GHz-Bereich via den über Zentralafrika stationierten Nachrichtensatelliten Es´hail-2 der Qatar Satellite Company, der einen für Funkamateure nutzbaren Transponder namens QO-100 mit sich führt und quasi als fliegendes Relais dient. Über ihn sind mit einer normalen TV-Satellitenschüssel Funkverbindungen mit dem halben Erdball möglich. Ein Teil des Equipments für den Betrieb über den Satelliten wurde der Fichtenberger Schule vor ein paar Jahren vom DARC und der AMSAT Deutschland zur Verfügung gestellt.   

      Für die Grund- und Werkrealschule Fichtenberg in diesem Jahr so erfolgreich waren die Viertklässler/in Liliana Pohle, Johannes Ford, Esra Wied und Luiz Bernlöhr, alle 10 Jahre alt. Zwischen 10 und 14 Uhr UTC, das entspricht 12 und 16 Uhr Ortszeit malträtierten die Kids am 6. Mai pausenlos und mit großer Ausdauer das Mikrofon der Schulstation, um ihr gestecktes Ziel zu erreichen. Nach der erst kürzlich erfolgten Auswertung wurde der Einsatz nun mit einem sensationellen 2. Platz belohnt. Persönliche Urkunden und Überraschungsgeschenke des AATIS e.V. wird es demnächst aus der Hand von Rektor Andreas Haller geben.

      Erdkundeunterricht aus erster Hand kommt aus Teneriffa
      Aber auch zahlreiche andere Kontakte kamen auf Kurzwelle und via Satellit im Laufe des Winterhalbjahres wieder zustande, neben Deutschland u.a. nach Belgien, England, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Spanien, Serbien, den Niederlanden, in die Schweiz und die Slowakische Republik und sogar nach Brasilien, Indien, Kuwait und Russland. Nicht wenige der Funkpartner äußerten dabei ihre Hoffnung, die Jungfunker zukünftig einmal unter ihrem eigenen Rufzeichen wieder arbeiten zu können. Mehrere Verbindungen hatten die Fichtenberger Kids dabei mit OM Wolf, einem Ex-Berliner und ehemaligen Lehrer an der Deutschen Schule in Teneriffa, welcher dort als Pensionär hängen blieb und nun unter seinem Rufzeichen EA8DHA geduldig alle Fragen der neugierigen Schüler, sei es zum Vulkan, der Tierwelt oder dem Schiffsverkehr auf den Kanaren, beantworteten konnte. Auch eine direkte und persönliche QSL haben alle mittlerweile von ihm erhalten.

      Vorbereitet wurde der Funkernachwuchs auf seinen Einsatz in einem zweistündigen einmal wöchentlich stattfindenden Amateurfunk-Schnupperkurs vom ehemaligen Schulleiter und langjährigen Funkamateur Richard Hänle (DG2SBL).

      Zwischen der Fichtenberger Grund- und Werkrealschule und dem DARC e.V. besteht auch dieses Jahr zum wiederholten Mal ein Kooperationsvertrag, welcher der Schule zusätzliche finanzielle Mittel über das Jugendbegleiter-Programm verschafft.

      (riha)

      Bildnachweis: Luiz, Esra, Liliana, Johannes, alle Kl. 4 (v.l.n.r.) R. Hänle

       

      2023 Kinderferienprogramm in Bühlertann am 06+07. September

      Funkamateure veranstalten Ferienprogramm in Bühlertann (Bericht von Eberhard, DG8SBK)

      "Heiser Draht" und "Morsepieper"
      Die Funkamateure des DARC-Ortsverband Schwäbisch Hall haben in Bühlertann für technikbegeisterte Kinder ein Ferienprogramm angeboten.

      Wegen der vielen Anmeldungen haben die "Funker" kurzerhand einen zweiten Termin angeboten. So konnten alle 15 angemeldeten Kinder teilnehmen.

      Sie haben begeistert mit vorbereitetem Material entweder das Geschicklichkeitsspiel "Heißer Draht"
      oder den Morsepieper "Geheimsprache Morsen" gebastelt. Im Umgang mit Zange und Lötkolben war die Feinmotorik gefordert.

      Von den Betreuern wurden Grundkenntnisse und die Bedeutung von Funken und Morsen vermittelt.
      Am Ende konnte jedes Kind seine fertige Bastelarbeit und das "Morsediplom" oder die "Lizenz zum Löten" mit nach Hause nehmen.

       

      2023 Kinder- & Jugendkulturwoche in Crailsheim am 13+15. April

      Funkamateure leisten einen Beitrag zur Kinder- & Jugendkulturwoche in Crailsheim im April (Idee von Robert, DL2CR)


      T 72640
      Basteln des Geschicklichkeitsspiels "Heißer Draht"
      Lötkurs für Kinder von 9 bis 11 Jahren
      Robert Eign (DL2CR), Gerhard Wagner (DF1DA), Ben Weber (DL6BW), Eberhard Keller (DG8SBK)
      Wir löten und basteln das Geschicklichkeitsspiel "Heißer Draht" zusammen. Nachhaltiger Spielspaß für die ganze Familie. Wer zittert hat verloren!
      Getränke werden zur Verfügung gestellt. Bitte EUR 3,00 für Material mitbringen.
      Donnerstag, 13. April 2023, 16:00 bis 18:15 Uhr
      vhs, Raum 01, EG, links

      T 74405 (Leider mangels Beteiligung ausgefallen)
      "Morsepieper" basteln
      für Jugendliche von 12 bis 15 Jahren
      Wir basteln gemeinsam einen "Morsepieper". Wer damit seinen Namen morsen kann, erhält ein "Morsediplom". Außerdem Vorführung eines echten Funkverkehrs.
      Getränke werden zur Verfügung gestellt. Bitte EUR 3,00 für Material mitbringen.
      Samstag, 15. April 2023, 9:30 bis 12:30 Uhr
      vhs, Raum 01, EG, links

      2023: 24. Europatag der Amateurfunk-Schulstationen - 4. Platz für die Grundschule-Kids aus Fichtenberg!

      Fichtenberger Grundschul-Kids behaupten sich beim 24. Europatag der Amateurfunk-Schulstationen mit einem 4. Platz. (Bericht von Richard Hänle DG2SBL)

      In einem Feld von zwölf Bildungseinrichtungen, das nahezu ausschließlich von Gymnasien und Berufsschulzentren dominiert wurde, konnten sich die Fichtenberger Amateurfunk-Grundschulkids nach einem 6. Platz im Vorjahr diesmal auf einen beachtlichen 4. Platz vorarbeiten, nur geschlagen von drei der teilnehmenden Gymnasien. Bei 71 706 erreichten Punkten fehlten auch nur noch 30 Punkte auf die Drittplatzierten.

      In der Klasse B (VHF/UHF/SHF)* ging es am 5. Juni darum, innerhalb eines Zeitraums von max. vier Stunden möglichst viele Verbindungen mit europäischen Amateurfunkstationen, insbesondere Ausbildungs- und Schulstationen herzustellen, Handicap, jedoch nicht unüberwindbares Hindernis, war dabei natürlich die englische Sprache, in der man sich schon mal bei einer finnischen oder spanischen Station verständlich machen musste. Hier macht sich einmal mehr negativ bemerkbar, dass man in Baden-Württemberg den Beginn des Englischunterrichts vor ein paar Jahren von der ersten in die dritte Klasse verbannt hat.

      Getätigt wurden die Amateurfunkverbindungen im 2,4 GHz-Bereich über den geostationären Nachrichtensatelliten Es´hail-2 der Qatar Satellite Company, der einen für Funkamateure nutzbaren Transponder namens QO-100 mit sich führt.  
      Wegen des erheblich größeren technischen Aufwandes nahmen in der Klasse B des Wettbewerbs nur zwölf Bildungseinrichtungen teil, darunter die Fichtenberger Schule.

      Für die Grund- und Werkrealschule Fichtenberg traten in diesem Jahr, obwohl sie wegen eines Pädagogischen Tages unterrichtsfrei gehabt hätten, folgende Schüler/innen an: Nele Hildebrandt (10), Sophia Hinz (10), Leana Lich (10) und Darian Tschampa (9), alle Kl. 4. Vorbereitet wurden sie auf ihren Einsatz in einem einmal wöchentlichen stattfindenden Schnupperkurs vom ehemaligen Schulleiter Richard Hänle (DG2SBL).

      Zwischen 8 Uhr und 10 Uhr Weltzeit (UTC), das entspricht 10 Uhr und 12 Uhr Ortszeit malträtierten die Kids das Mikrofon der Funkstation mit dem Ausbildungsrufzeichen DN1FBG, um so viel, wie möglich, Kontakte herzustellen. Belohnt wurde der Einsatz nun mit einem 4. Platz, Urkunden und je einem Morsepiepser-Bausatz, der von der AATIS e.V., dem „Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule“ gestiftet wurde. Hätte man mehr Zeit aufgewandt, wäre auch ein Platz unter den ersten Drei realistisch gewesen.

      In einer kleinen Feierstunde konnte dieser Tage Rektor Andreas Haller Urkunden und Geschenke an die jungen Funk-Profis überreichen und ihnen sein Lob für ihr Engagement und ihren Erfolg aussprechen.

       

      2022: Fichtenberger Grundschüler beteiligen sich am 23. Europatag der Schulstationen

      Die Teilnehmer Sophie, Chris, Fred, Götz, Korbi und Jutta.

      Fichtenberger Grundschüler funken über geostationären Satelliten (Bericht von Richard, DG2SBL)

      Seit dem Jahr 2016 existiert an der Fichtenberger Grund- und Werkrealschule ein Amateurfunk-Kurs, der sich bei Grundschülern der vierten Klasse großer Beliebtheit erfreut. Neben der Vorbereitung auf den Amateurfunkverkehr – das internationale Buchstabieralphabet und diverse Abkürzungen müssen u.a. gelernt und eingeübt werden – steht der Bau eines Morsepiepsers zu Beginn eines jeden Kurses an, bei dem auch die teilnehmenden Mädchen den Lötkolben anheizen dürfen. Wer anschließend mit seinem selbst gebauten Gerät seinen Namen auswendig morsen (nicht tanzen!) kann, erhält vom Kursleiter ein farbiges Diplom. Des Weiteren stehen auch die englische Sprache und das Fach Erdkunde auf dem Stundenplan, schließlich muss man sich, wenn auch vereinfacht, mit dem ausländischen Funkpartner austauschen können und herausfinden, wo auf dem Globus er sich befindet. Heuer kamen neben innerdeutschen auch schon Kontakte nach Frankreich, England, Finnland, Österreich, in die Schweiz und mehrfach nach Brasilien zustande.


      DARC e.V. und AMSAT-dl e.V. spendieren Satellitenausrüstung

      Dieses Jahr kann die Schule nun mit einem Novum aufwarten, das seinesgleichen sucht: Seit letztem Jahr ist man nämlich im Besitz einer für den Betrieb über den geostationären Satelliten „Es´hail-2“ nutzbaren Sende- und Empfangsausrüstung. Teile der Anlage wurden zusammen mit der SAT-Schüssel Anfang dieses Jahres auf dem Dach des Musikpavillons am Mast der bestehenden Kurzwellenantenne fest installiert und ausgerichtet. Finanziert wurde die Ausstattung vom DARC e.V. und der AMSAT-dl e.V. (s. Info-Kasten!).

      Der Fichtenberger Grundschule kommt dabei ein Alleinstellungsmerkmal zu, da sie die einzige Grundschule unter den anderen Bildungseinrichtungen (mehrheitlich Gymnasien und Berufliche Schulen) ist, die in den Genuss dieser Ausrüstung kam. Sie stellt wohl auch die jüngsten Teilnehmer unter den anderen Einrichtungen. Nicht zuletzt der oben bereits erwähnte Rundschauartikel dürfte wohl dazu beigetragen haben, dass man beim DARC e.V. auf die Aktivitäten der Fichtenberger Schule aufmerksam geworden ist.

      Ein für den Amateurfunkbetrieb zuständiger Transponder mit der Bezeichnung QO-100 befindet sich quasi als mitreisender Passagier auf dem 2018 ins Weltall beförderten Rundfunk- und Telekommunikations-Satelliten Es´hail-2, der von Katar finanziert wurde. Er steht in ca. 38 000 km Entfernung von uns über Zentralafrika und besitzt eine Ausleuchtungszone, die sich vom Osten Brasiliens über den gesamten europäischen und afrikanischen Kontinent - einschl. der Antarktis - bis weit nach Asien erstreckt und damit stabilen Funkbetrieb rund um die Uhr mit einem Großteil der Erde ermöglicht. Eine Funkverbindung zwischen zwei Amateurfunkstationen überbrückt dabei eine Strecke von weit über 70 000 km, und dies bei Sendeleistungen von oft weniger als 5 Watt.
       

      Feuerprobe: „Europatag der Schulstationen“ am 5. Mai
      Obwohl bereits seit gut einem Monat über den Satelliten QRV (d.h. aktiv),  mussten die Fichtenberger Funk-Kids ihre Kenntnisse bei einem Wettbewerb unter Beweis stellen, ging es doch darum, am Europatag möglichst viele Verbindungen mit anderen Schul- und europäischen Stationen zu machen und den Schwäbisch Haller DARC-Ortsverein P20 zu vertreten. Das taten die zwei Mädchen und vier Jungs mit viel Enthusiasmus und wurden dafür von den meist weitaus älteren Funkpartnern nicht selten gelobt. Für große Erheiterung bei den anderen sorgte dabei ein Schüler, als er nach seinem Gespräch mit einer XYL (verheirateten Funkamateurin) auf Einflüsterung des Kursleiters Richard (DG2SBL) hin sich mit vielen 73 (Grüßen) und 88 verabschiedete und er die Bedeutung des letzteren Grußes erst realisierte, als seine Mitschüler/innen in einen Lachkrampf verfielen. Tja, wohl nicht aufgepasst, als die Abkürzungsliste durchgearbeitet wurde: 88 bedeuten im Amateurfunk „Liebe und Küsse“. Seine Funkpartnerin nahm´s gelassen und schickte ihrerseits 73 und 88 über den Äther.
      Schön war, dass sich mehrere Funkpartner die Zeit und Geduld nahmen, sich mit der gesamten Stationsmannschaft auszutauschen, was für jeden eine persönliche QSL-Karte (Bestätigung) in Aussicht stellt. Bereits wenige Tage nach der Europatag-Aktion trudelte dann auch schon vom Koordinator für Schulkontakte über QO-100, Dr. „Charly“ Eichhorn (DK3ZL), die erste QSL-Karte mit Rufzeichen und Ansicht der deutschen Antarktis-Station „Neumayer III“ für seine Fichtenberger Funkpartnerin Jutta ein.

      Bleibt für die Organisatoren nur zu hoffen, dass der bzw. die eine oder andere sich in nicht allzu ferner Zukunft an die interessanten Funkverbindungen erinnert und die Kenntnisse zur Erlangung der Amateurfunk-Lizenz weiter vertieft. Die Schwäbisch Haller Funkamateure im DARC-Ortsverein P20, die gerade einen neuen Vorstand gewählt haben, könnten eine Anlaufstelle sein.
       

      INFO: 
      Der Deutsche Amateur-Radio-Club e.V. (DARC e.V.). und der deutsche Zweig der Radio Amateur Satellite Corporation (AMSAT Deutschland e.V.) haben vor fast drei Jahren gemeinsam ein Projekt ins Leben gerufen, um insgesamt 12 Bildungseinrichtungen in Deutschland für den Funkbetrieb über den ersten geostationären Amateurfunk-Satelliten QO-100 auszustatten. Es wurde dazu ein Kooperationsvertrag geschlossen, in dem beide Vereine diese zeitlich begrenzte Aktion paritätisch, also jeweils zur Hälfte, finanzieren.

       

      Auch zwischen der Fichtenberger Grund- und Werkrealschule und dem DARC e.V. besteht dieses Jahr zum wiederholten Mal ein Kooperationsvertrag, welcher der Schule zusätzliche finanzielle Mittel über das Jugendbegleiter-Programm verschafft.
      Link zum DARC-Ortsverein Schwäbisch Hall: www.Amateurfunk-SHA.de

       

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