Was ist Amateurfunk?

Was ist Amateurfunk?

Was ist Amateurfunk?

In allen Ländern der Erde, mitten in Zentralafrika, in den Millionenstädten Nord- und Südamerikas, in Deutschland, Japan, China, Russland, oder Indien, in einsamen Bergdörfern, auf kleinen Inselchen, überall leben auch Menschen, die Funkamateure sind; Männer, Frauen, Junge und Alte, Arme und Reiche, Schwarze, Braune, Weiße oder Gelbe.

Ein Funkamateur weiß nie, wer ihm im nächsten Augenblick im Äther begegnet: ein Student aus Barcelona, der Bürgermeister von Canterbury, König Juan Carlos I von Spanien, ein Lehrling aus Magdeburg, der mittlerweile verstorbene König Hussein von Jordanien oder ein bärtiger indischer Shik. Alle haben eines gemein:
Sie haben bei ihrer nationalen Fernmeldebehörde eine Prüfung abgelegt und eine Amateurfunklizenz erworben.

In Deutschland beinhaltet diese Prüfung zur Zeit die Bereiche Technik sowie Betriebsdienst & Gesetzeskunde.


Die Prüfung wurde früher durch die Deutsche Bundespost, später die RegTP und zur Zeit durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) abgenommen. Mit der erworbenen Amateurfunklizenz erhält man ein Rufzeichen (callsign), welches weltweit nur einmal existiert und die lizenzierte Person eindeutig identifiziert.

Funkamateure verstehen sich ohne Schwierigkeiten, auch wenn sie die Sprache ihrer Partner nicht beherrschen. Zu diesem Zweck bietet der Funk- Betriebsdienst viele Möglichkeiten. Bei Radioamateuren ist Völkerverständigung keine Theorie. Es gibt für sie keine trennenden Meere, keine Rassenschranken, keine "eisernen Vorhänge" und keine Standesunterschiede.

Personen die ihr Hobby unter der Bezeichnung Amateurfunk betreiben, bleiben meistens Jahrzehnte oder sogar ihr Leben lang bei dieser Freizeitbeschäftigung. Einer der Gründe dafür ist die enorme Faszination, die vom Betrieb einer eigenen Radiostation ausgeht. Selbst in der heutigen Zeit die geprägt ist durch Mobiltelefonie und Internet, bietet Amateurfunk Abenteuer, Forschung nach Unbekanntem und sensationelle Erlebnisse.

Daran hat sich seit den Anfängen bis heute nichts geändert. In vielen Bereichen eignen sich Funkamateure Kenntnisse an, die sie im Beruf oder in anderen Bereichen mit Erfolg einsetzen können.

Funkamateur zu sein, ist auch heute noch etwas ganz besonderes, etwas sehr exklusives. Kontakte mit Freunden auf anderen Kontinenten, die kulturellen und politischen Grenzen überwinden, begeistern uns immer wieder aufs Neue.


Das Gespräch mit dem Kapitän eines Handelsschiffes im Nord-Atlantik, mit dem Skipper einer Segelyacht in der Karibischen See, die Funkverbindungen über eigene Amateurfunksatelliten, Telegrafieverbindungen zu Forschungsstationen in der Antarktis oder Kontakte mit einsamen Inseln irgendwo im Atlantik gelegen, sind nur einige der Höhepunkte.

Für eine erfolgreiche Funkverbindung sind Faktoren entscheidend wie zum Beispiel der aktuelle Zustand der Ionosphäre, die Tageszeit, die Betriebstechnik des Funkers sowie die technische Ausrüstung.


Weltweit sind etwa 3 Millionen Funkamateure aktiv:
So gibt es in den USA etwa 700.000, in Russland  98.000, in Deutschland  80.000 und in der Schweiz in etwa 4.600 Funkamateure mit Sende-Lizenz.

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