Niedrigfliegende Wettersatelliten (LEOs)

Mit diesem Thema befassen sich einige OMs im OV. Dafür würden Empfänger und spezielle Antennen gebaut und montiert. In diesem Frequenzbereich wird nur empfangen! Dieses ist kein Amateurfunkband! 

Zur Technik:

Zugegeben, Wettersatelliten senden nicht gerade auf Kurzwelle. Wer jetzt aber an Satellitenschüsseln und aufwendige Technik denkt, irrt sich.

Etwas oberhalb des UKW-Rundfunkbandes senden um 137 MHz sogenannte niedrigfliegende Satelliten. Sie umkreisen die Erde stetig und fliegen dabei in einer Höhe von etwa 850 km über Grund. Die Flugbahn verläuft in der Regel über die Pole und hat bei jedem Umlauf einen Versatz gegüber der Erdoberfläche. Dadurch wird im Laufe der Zeit die gesamte Erde streifenweise erfaßt.

Die Bilder werden unbearbeitet im faxähnlichen APT-Format ausgesendet, es gibt also keinen Anfang und kein Ende. APT steht übrigens für 'Automated Picture Transmission' und funktioniert ähnlich wie HF-Fax.

Der Empfang ist denkbar einfach: Alles was man benötigt ist ein Empfänger, bei dem sich Frequenzen um 137,5 MHz einstellen lassen - es genügt für den Anfang ein einfacher Handscanner. Ist dann noch ein PC mit Soundkarte vorhanden, kann man sogar die empfangenen Bilder dekodieren und auf dem Bildschirm betrachten.

Anleitung zum Empfang

Zur Gruppe der am einfachsten empfangbaren Wettersatelliten gehören die US-amerikanischen NOAAs. Sie kommen bereits mit wenig Aufwand rein.

Aber zunächst benötigen wir einen passenden Empfänger. Es eigenen sich sowohl einfache Scanner, als auch selbstgebaute Radios für die Frequenz 137,50 MHz. Ob der Empfänger empfindlich genug ist, testet man am besten mit einer einfachen vorhandenen Antenne.

Die Satelliten kreisen nicht ständig über Ihrem Standort, sondern umfliegen, wie eingangs erwähnt, die Erde in Bahnen. Der Satellit, z.B NOAA-12, taucht zu einer bestimmten Uhrzeit am Horizont aus einer bestimmten Richtung auf, zieht über unsere Köpfe seine Bahn und geht etwa eine viertel Stunde später auf der anderen Seite des Himmels wieder unter. Das ist recht wenig Zeit, um ihn reinzubekommen.

Wir wollen es daher nicht dem Zufall überlassen und nutzen Tabellen oder Programme, aus denen wir die Auf- und Untergangszeiten ersehen können.

Nun kennen wir die Überflugzeiten des Satelliten und können den ersten Test wagen. Dazu benötigen wir die Sendefrequenz:

Sendefrequenz NOAA-12 -15 und -17: 137,50 MHz in FM

Befindet sich der Satellit zur angegebenen Zeit über Ihrem Kopf (vgl. Überflugzeiten), sollten Sie ihn mit einfacher Ausrüstung im Freien zumindest kurz hören können.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie unter Datenschutz. Akzeptieren.