Nordkurier Pressemeldungen

Mo., 25. April 2005 (Veröffentlicht) Nordkurier, Ausgabe Mecklenburger Schweiz Seite 11 – Ressort: Lokalredaktion – (Artikel)

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Morgens 2.28 Uhr erreicht der „Staffelstab Retzow

 

von jens-uwe berndtmalchin/teterow/retzow. „Hallo, hier ist die Sation 1 der CB-Funk-Staffel. Ich rufe die Station 2. Das Passwort lautet ,CB-Funk verbindet. Mit diesen Worten startete in der Nacht zu Sonntag auf der Insel Rügen eine CB-Funk-Aktion, die ganz Deutschland verband. Durch 147 Stationen wurde das Passwort durchgereicht, kam irgendwann in Bayern an, machte einen Abstecher nach Österreich und kehrte auf die Ostsee-Insel zurück. 2.28 Uhr passierte es Retzow. Hier saß der Malchiner Clemens Kölzow am Funkgerät, umgeben von einer Vielzahl von begeisterten Funkamateuren und CB-Funkern. Diese hatten schon den gesamten Sonnabend in ihrem Vereinshaus verbracht. Aber nicht nur die Vorfreude auf die Funk-Staffel hatte sie zusammengeführt.Vielmehr hatten sich die Funkamateure Ortsverband Stavenhagen V 23 zu ihrer Jahreshauptversammlung getroffen und den Vorstand bestätigt: Bernd Ahlgrimm (Malchin) bleibt Vorsitzender, Harry Bürth aus Bristow ist sein Stellvertreter, der Teterower Torsten Diecks ist QSL-Vermittler und Thomas Beyer aus Hungerstorf übernimmt die Aufgabe als Schriftführer und Kassenwart.Die Wahl war natürlich rasch abgewickelt und so folgte am Nachmittag eine so genannte Fuchsjagd. „Dabei wird ein Sender im Gelände versteckt, der von einem oder mehreren Wettkämpfern, die mit einem Empfänger mit Peilantenne ausgestattet sind, gefunden werden muss“, erläutert Bernd Ahlgrimm. Und Harry Bürth meint: „Das kommt aus dem Militärischen und diente dem Zweck, feindliche Funkstellen aufzuspüren. In der DDR war solch eine Fuchsjagd Bestandteil der vormilitärischen Ausbildung und hatte auch die Funktion der Körperertüchtigung.“ Heutzutage spiele das Ganze in der Praxis keine Rolle mehr und sei lediglich Tradition bei den Funkern.Die Funkamateure Stavenhagen gibt es seit 1990. Sie gründeten sich, als die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) aufgelöst worden war und der Radiosportverein der DDR dem Deutschen Amateur Radio Club (DARC) beitrat. Damals waren die Mitglieder vornehmlich aus der Reuterstadt. Mittlerweile rekrutieren sich die 14 Funkbegeisterten auch aus Malchin, Teterow, Gnoien, Dargun, Levitzow, Bristow und Hungerstorf. Und sie wollen künftig häufiger zusammenkommen, denn mit der Jahreshauptversammlung am Sonnabend haben sie quasi endgültig ihr Vereinsgebäude in Retzow in Beschlag genommen.„Das Haus hat Clemens Kölzow aufgespürt, als er hier mal als ABM-er tätig war“, sagt Bernd Ahlgrimm. Und Kölzow fügt hinzu: „Ich habe etwas auf einer Anhöhe gesucht und es hier gefunden. Wir haben jetzt den Eingangsbereich und die gesamte obere Etage für uns.“Das Domizil gibt den Vereinsmitgliedern Grund zur Hoffnung, dass man wirklich wieder mehr gemeinsam machen kann, denn die Kontakte haben in den letzten Jahren nachgelassen (von der Funkerei mal abgesehen). „Die gesellschaftlichen Bedingungen rauben uns viel Zeit, die uns dann für unser Hobby fehlt und dafür, zusammenzukommen“, bedauert Ahlgrimm.Im Verein sind neben Funkamateuren auch CB-Funker zu finden. Das Interesse ist natürlich das Gleiche, die Form der Ausübung ihres Hobbys unterscheidet diese beiden Gruppen jedoch schon. So müssen die Funkamateure z. B. eine Prüfung bei der Regulierungsbehörde ablegen. Je nach Wissensstand könne man laut Bernd Ahlgrimm verschiedene Klassen erreichen. Die Sendeleistung des Gerätes eines Funkamateurs beträgt 750 Watt. Der Frequenzbereich, auf dem gesendet werden kann, liegt zwischen 137 KHz (Kilohertz) und 120 GHz (Gigahertz). Der Inhalt des Gesendeten ist gesetzlich vorgeschrieben. Informationen, die auf postalischem Wege laufen könnten, gehören nicht in den Funkverkehr.Da sind die CB-Funker freier. Die können eigentlich erzählen was sie wollen, meint Harry Bürth. Allerdings haben sie einen festgelegten Frequenzbereich, wobei sie wiederum keine Vorkenntnisse benötigen bzw. keine Prüfung ablegen müssen. Die Sendeleistung beträgt vier Watt.

Nordkurier Pressemeldung

Mo., 28. Februar 2005 (Veröffentlicht) Nordkurier, Ausgabe Mecklenburger Schweiz-Malchin Seite 9 – Ressort: Lokalredaktion – (Artikel)

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Rettungsdienst-Chef befürchtet Funkchaos

OffenlegungvoninternenFunkrufen kritisiert

 

Malchin (tb). Die Bekanntgabe der internen Polizei- und Feuerwehr-Funkrufe durch den Landkreis Demmin und die Polizeidirektion Neubrandenburg hat der neue Leiter der Malchiner Rettungsleitstelle Thomas Hanff scharf kritisiert. Die Funk-Kenner gehörten nicht in die Öffentlichkeit, sagte Hanff auf der Jahreshauptversammlung der Malchiner Feuerwehr. Kreisverwaltung und Polizeidirektion hatten in der vergangenen Woche detailliert Auskunft über die Funkrufe aller wichtigen Einsatzkräfte gegeben (der Nordkurier berichtete). Es sei nun zu befürchten, dass sich CB-Funker in das interne System einloggen und hier sogar mitreden könnten, meinte Hanff, der zugleich Leiter des ärztlichen Rettungsdienstes im Landkreis Demmin ist. Schlimmstenfalls könnten auf diese Weise sogar Feuerwehreinsätze vorzeitig abgeblasen werden, sagte er.Ganz so schlimm sieht der Leiter des Malchiner Polizeireviers Jürgen Schumann die Sac he nicht. „Wir sind ein so überschaubares Häufchen, da kennt jeder die Stimme des anderen“, schloss er aus, dass Unbefugte in den Polizei-Funk seines Reviers eingreifen können. Glücklich sei aber auch er nicht darüber, dass nun jeder weiß, was etwa mit „Nander 04“ gemeint ist.„Wir sollten endlich mit digitalem Funk anfangen, dann haben die anderen keine Chance mehr“, fügte Malchins Feuerwehr-Chef Andreas Mohrholz hinzu. Wohlwissend, dass sich dieser Wunsch aus Kostengründen erst einmal nicht erfüllen wird.Warum es zwischen Kreisverwaltung und Rettungsdienst offenbar keinerlei Absprachen über den Umgang mit den Funkkennern gibt, war am Wochenende nicht zu erfahren.

Nordkurier Pressemeldung

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Di., 1. März 2005 (Veröffentlicht) Nordkurier, Ausgabe Mecklenburger Schweiz-Malchin Seite 13 – Ressort: Lokalredaktion – (Artikel)

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Amateur-Funker bieten in Notfällen ihre Hilfe an

Vorwurf des Einmischens in Behördenkanäle zurückgewiesen

 

Von unserem RedaktionsmitgliedTorsten BengelsdorfMalchin. Reger Funkverkehr herrschte gestern in der Region auf allen Kanälen. CB- und Amateur-Funker hatten sich viel mitzuteilen, nachdem der Chef der Malchiner Rettungsleitstelle, Thomas Hanff, sie öffentlich verdächtigt hatte, sich in den Behördenfunk einzuschalten. Hanff hatte am Wochenende die Bekanntgabe von internen Polizei- und Feuerwehr-Funkrufen kritisiert. Und damit für viel Kopfschütteln gesorgt. Nicht nur dass der Leiter des kreislichen Rettungsdienstes damit seinen eigenen Dienstherren in Bedrängnis brachte – die Kreisverwaltung in Demmin war es nämlich, die detailliert über die Funkkenner Auskunft gegeben hatte. Auch hatte Hanff offenbar nicht beachtet, dass die angeblich so geheimen Rufbezeichnungen sowohl im Internet als auch in verschiedenen Fachzeitschriften und Handbüchern für jedermann nachlesbar sind. Darauf hat gestern zum Beispiel die Polizeidirektion Neubrandenburg aufmerksam gemacht und die Kritik Hanffs zurückgewiesen. __" Schnelle InformationDie Amateur-Funker der Region sind derweil ziemlich empört, dass sie als Störenfriede im Behördenfunk hingestellt werden, signalisierte gestern der Malchiner CB-Funker Clemens Kölzow. „Ich kenne alle CB- und Amateurfunker in der Region und lege meine Hand für sie ins Feuer, dass keiner den BOS-Funk stört. Das verbietet schon unser Ehrenkodex“, meint Kölzow. Er plädiert für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Funkern und Polizei sowie Feuerwehr. „Wie nützlich das sein kann, konnte man beim Oderhochwasser sehen, wo der CB-Funk wichtige Dienste geleistet hat“, berichtet der Malchiner und weiß auch von Fällen, bei denen die Amateurfunker bei Unglücksfällen in der Region für rasche Hilfe sorgten: „Das war zum Beispiel bei einem der ersten Lichterfeste, da war auf dem Kummerower See ein Boot mit Kindern gekentert. Darüber konnten wir die Behörden schnell informieren“, erinnert sich Kölzow, der sich über Funk als der „Lotse“ meldet. Diesen Namen habe er erhalten, weil er Lkw bei Verkehrsbehinderungen über Funk durch die Region lotst.Auch am Gerätehaus der Malchiner Feuerwehr habe es einmal eine CB-Funk-Antenne gegeben. „Leider ist die nach Abschluss der Sanierungsarbeiten nicht wieder angebracht worden. Dabei könnte der CB-Funk im Notfall eine weitere wichtige Kommunikationsstrecke sein, wenn der Behördenfunk zum Beispiel einmal ausfallen sollte“, gibt Kölzow zu bedenken. In der Region gebe es ungefähr 50 CB-Funker. Für sie hat Kölzow jetzt in dem hoch gelegenen Ort Retzow ein Stallgebäude angemietet. „Hier wollen wir eine Art Schulungszentrum für Amateurfunker einrichten und uns regelmäßig treffen.“ Auch, um darüber zu diskutieren, wie der CB-Funk in Notfällen die Einsatzkräfte unterstützen kann.

Funkertreffen Salem 2014 Der Nordkurier berichtet in seiner Lokal-Ausgabe, Funkamateure stören beim Lichterfest eine Mikrofonanlage von Antenne MV im 2 Km entfernten Gorschendorf.

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Unsere Antwort im Nordkurier (Original-Text)

Amateurfunker an Festverein: Wir sind keine Störer
Malchin · 04.08.2014

Ein Treffen der Amateurfunker soll schuld sein, dass die Mikrofone beim Lichterfest verrückt spielten. Der Vorwurf geht den Funkern jetzt ganz schön auf den Sender. Sie rechnen jetzt gleich mal mit dem ganzen Fest ab.
 
In Salem hatten die Funker des Ortsverbandes Mecklenburgische Schweiz wieder eine Station aufgebaut. Allerdings nicht, um Mikrofone zu stören.

Das will der Chef-Funker der Region nun wirklich nicht auf sich sitzen lassen. Dass die Amateurfunker vom Ortsverband V-23 mit ihrem Treffen in Salem das Lichterfest gestört haben sollen, weist der Malchiner Clemens Kölzow strikt zurück. Was war passiert? Ausgerechnet bei der Hauptveranstaltung der See-Party in Gorschendorf spielte den ganzen Abend über die Mikrofon-Anlage verrückt. Moderator Torsten Dück hatte den Schuldigen schnell ausgemacht. Ein Funkertreffen ganz in der Nähe soll die Tonstörungen ausgelöst haben. Hinzu kamen Berichte, dass in Salem am Hafen Telefonanschlüsse gestört seien. Haben auch hier die Amateure dazwischengefunkt?

Alles Quatsch, meint Clemens Kölzow vom Funker-Ortsverband. „Unsere Station in Salem war weit weg von den Frequenzen der Mikrofonanlage in Gorschendorf. Um dort zu stören, hätten wir schon gewaltige Geschütze auffahren müssen.“ Und auch mit der Telefonanlage hätten sie nichts zu tun, sie seien aber in Salem wegen der angeblichen Störung heftig angegriffen worden.

Dass die Funker nicht in die Frequenz der Mikrofone kommen, hatten Techniker schon an dem Abend vermutet und die Ursache eher in einem defekten Mikrofon oder Kabel gesehen.

Malchiner Funker feiern allein am Kölzow-Kanal Malchin · 21.06.2015

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Malchiner Funker feiern allein am Kölzow-Kanal
Malchin · 21.06.2015

15 Jahre ist es jetzt her, seit der Tourismus-Hafen an Kösters Eck entstand. Eine städtische Feier gibt es dafür nicht, kritisieren die Amateur-Funker der Stadt. Sie erinnern aber trotzdem an dieses Jubiläum.


Eckhard Kruse
Clemens Kölzow ist inoffizieller Namensgeber für den Stichkanal an der Ostpeene. Er hat ihn seinerzeit gerettet.


Goethe, Heine, Schultetus – sie kamen in Malchin erst spät zu Ehren. Sie waren allesamt verstorben, als Straßen in der Stadt nach ihnen benannt wurden. Nach Clemens Kölzow wird schon zu seinen Lebzeiten ein Kanal benannt – jedenfalls im Volksmund. Er hat sich 1999 dafür stark gemacht, dass dieser Stichkanal am Eingangsbereich zu Koesters Eck nicht zugeschüttet wird.

So hatten es die Stadtväter im Jahr 2000 vor, als das Areal ausgebaut wurde, erinnert sich Kölzow. „Ich habe 1500 Unterschriften dagegen gesammelt.“ Erfolgreich. Die vielleicht 80 Meter Kanal sind noch immer da. Er wird Kölzow-Kanal genannt. Und nun soll dieser Bereich sogar als Hafenbereich erweitert werden. Weitere Anlegeplätze für Boote werden entstehen.

15 Jahre ist es jetzt her, dass Koesters Eck umgestaltet wurde und hier wieder Boote vor Anker gehen können. Das ist auch der Grund, warum Cemens Kölzow und viele andere Mitglieder des Malchiner Amateurfunkvereins „V 23 Naturpark Mecklenburgische Schweiz“ am Wochenende ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Gewissermaßen als Erinnerung an dieses Ereignis. Dabei wundern sich die Funker nicht wenig über die Stadt. „Sie hat nicht einmal ein Interesse, hier ein Hafenfest zu veranstalten.“

Dabei seien die Flächen jetzt so schön geworden, dass man sie auch befahren kann, meint Kölzow. Sie wären durchaus würdig, hier Feste mit dem Flair von Hafen und Ostpeene zu feiern.

Sie funken alles über den Kanal in die Welt

Kölzow wundert sich immer noch über eine Rasenfläche am Pisedeer Damm. Dort seien die Arbeiten damals begonnen worden. Die Fläche brauche zwar niemand mehr. „Aber sie wird immer noch gemäht“, sagt er. Die Brücke sehe wohl schön aus. Aber sie verhindert, dass Leute mit Segelbooten den Dahmer Kanal hinauf fahren können. „Die Brücke ist ein Eigentor.“ Vor allem stört ihn aber, dass einfaches Holz als Uferbefestigung eingebaut wurde. Das gehe jetzt kaputt. Dabei hätte Stahl eingebaut werden müssen, ist sich Clemens Kölzow sicher. Das soll jetzt auch geschehen.

So erinnern die Mitglieder des Deutschen Amateur Radio Clubs ganz allein an das Hafenjubiläum. Sie funken mit vielen Gleichgesinnten in Deutschland und vergeben aus Anlass der Reaktivierung des Binnenhafens vor 15 Jahren Sammelobjekte, sogenannte Diplome mit der Nummer DL 005. „Gefunkt wird tags und nachts“, erläuterte Kölzow.

Pfusch-Holz am Hafen muss wieder raus Malchin · 12.04.2015

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Pfusch-Holz am Hafen muss wieder raus
Malchin · 12.04.2015

Schön billig musste es sein, um vor gut 15 Jahren an Fördermittel für die Uferbefestigungen auf "Koesters Eck" zu kommen. Nun muss das minderwertige Holz schon wieder ausgetauscht werden. Doch das hat auch sein Gutes: Der Hafen wird jetzt richtig schick.


Carsten Büttner
Vom Saison-Start ist noch nicht viel zu sehen auf "Koesters Eck". Doch schon bald dürften die ersten Freizeitkapitäne hier wieder festmachen. Ab Herbst soll der Hafen saniert und ausgebaut werden. Foto: Carsten Büttner


Mit so viel Ehre hatte der Malchiner Clemens Kölzow gewiss nicht gerechnet. Vor einigen Jahren verhinderte er mit seinem Einspruch gerade noch so, dass der zur Bahnstrecke reichende Stichkanal auf „Koesters Eck“ einfach zugeschüttet wird. Seitdem nennen die Stadtväter den „toten Arm“ der Ostpeene respektvoll „Kölzow-Kanal“.

Inzwischen ist man im Rathaus auch ganz froh darüber, dass man in dem Streit damals nachgegeben hat. Denn nun gibt es große Pläne für den Kölzow-Kanal: Hier sollen neue Liegeplätze entstehen, zehn bis zwölf an der Zahl, so dass Malchins Tourismushafen künftig auf über 40 Anlegeplätze kommen würde. Der Kölzow-Kanal dürfte wohl dann die begehrtesten Liegeplätze bieten, nahe an der Innenstadt.

Billiges Baumaterial kommt teuer zu stehen

Dass „Koesters Eck“ in diesem Jahr erstmals nach dem Bau des Wasserwanderrastplatzes erweitert wird, hat eigentlich aber einen ganz anderen Grund. Nach gut 15 Jahren sind die Uferbefestigungen schon wieder völlig verrottet. Das Auf und Ab des Peenewassers hat dem Holz arg zugesetzt. Und trotzdem: Nach nur 15 Jahren soll schon wieder alles erneuert werden?

„Das hat einen einfachen Grund“, gesteht Bürgermeister Jörg Lange (parteilos) ein. Im Jahr 2000 war nämlich auf „Koesters Eck“ nur minderwertiges Holz verbaut worden. Ein Nadelholz, wahrscheinlich Fichte, das Wasser eben nicht lange standhält. Warum das denn? „Wir hätten auch vernünftiges Baumaterial verwenden können. Doch um Fördermittel zu bekommen, mussten wir das billigere nehmen“, berichtet der Bürgermeister. Es sei damals das Ziel der Landespolitik gewesen, so viele Tourismushäfen wie möglich zu fördern. Und da reichte die Kohle eben nur für einfaches Holz.

Koesters Eck bekommt Tiefgang

Dafür hält Malchin nach 15 Jahren jetzt schon wieder die Hand auf: Förderanträge für den Ausbau des Hafens sind bereits verschickt. Die Stadt rechnet mit einem 90-prozentigen Zuschuss für die etwa 1,2 Millionen Euro teure Investition. „Alles wird danach etwas schicker werden“, stellt sich Malchins Hafenmeister Reinhard Dorn vor. So soll etwa der Kanuverein am Wasser eine drei mal fünf Meter große Ausbuchtung mit einem Extra-Steg bekommen.

Und auch ausgebaggert werden soll der Hafenbereich von „Koesters Eck“. Und das gleich ziemlich kräftig. Von derzeit etwa 70 Zentimeter soll die Wassertiefe auf 1,70 Meter gebracht werden, sagt Hafenmeister Dorn. Statt Holz wird bei den Spundwänden jetzt gleich Stahl genommen. Haltbarkeit: mindestens 50 Jahre.

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