Zusammen mit seinem Mitarbeiter und Assistenten Alfred Lewis Vail entwickelte er 1833 einen elektrischen Schreibtelegrafen und eine frühe Form des Morsecodes. 1837 erfolgten dann die ersten Tests.
Doch Vails American Morse Code hatte noch deutliche Nachteile. Er bestand nämlich nicht nur aus kurzen und langen Zeichen, sondern auch aus „kürzeren” und „längeren” langen Zeichen sowie aus unterschiedlichen Zeichenpausen, die sich sogar innerhalb der einzelnen Zeichen wiederfanden. Dies änderte der Deutsche Friedrich Clemens Gerke (* 22. Januar 1801 in Osnabrück; † 21. Mai 1888 in Hamburg), der als Schriftsteller, Journalist und Musiker tätig war. Gerke entwickelte den Morse-Code dahingehend, dass es nur kurze und lange Zeichen gibt.
Gerkes System (auch Hamburger Alphabet genannt) wurde schließlich 1865 durch den ersten internationalen Telegraphenvertrag als allgemein geltender Telegraphie-Standard festgelegt. Bis auf geringe Änderungen ist sein entscheidend verändertes Morsealphabet das bis heute verwendete gültige Internationale Telegraphenalphabet in der Morsetelegrafie.
Zu Ehren Gerkes erhielt der 230 Meter hohe Fernmeldeturm in Cuxhaven, der 1992 in Betrieb genommen wurde, den Namen „Friedrich-Clemens-Gerke-Turm”.
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