Klubstation DL0DAB

DL0DAB ist eine Klubstation des OV Y-34.

QTH ist in Dabendorf, bei Zossen, ca. 15km südlich der Berliner Stadtgrenze.
Sie befindet sich auf dem Gelände des Funkwerk Dabendorf.
Die Klubstation ist eine der ältesten in Deutschland. Die ersten Amateurfunkaktivitäten gab es bereits im Jahre 1952, es trafen sich interessierte SWLs. Auf Grund dieser Jahreszahl gibt unser OV das Y 34 - Award heraus.
OM Freimut erhielt am 23.3.1954 seine Lizenz mit dem Rufzeichen DM2AED. Im gleichen Jahr kam die Lizenzurkunde für die erste Klubstation DM3KDD. Aus diesem Grund führte die Klubstation DL0DAB im Monat Mai 2004 den Sonder-DOK  50KDD. Rufzeichen waren außerdem bis heute DM3DD und Y32ZD.

50 Jahre Klubstation im Funkwerk Dabendorf - eine Chronik

1951

am Anfang

OM Freimut Klein beginnt nach seinem Studium am 3. 9. 1951 seine Arbeit und seine Amateurfunktätigkeit im Funkwerk Dabendorf.

1952 Über die GST-Potsdam ergaben sich dann Kontakte zu den funkinteressierten Amateuren von Hohen Neuendorf, die ein Arbeits- und Erfinderkollektiv "Alexander Popow" gegründet hatten. Es wurden fast monatliche Treffen bzw. Arbeitstagungen und Schulungslehrgänge abgehalten. So war die Voraussetzung für Lizenzprüfungen und der Bau von Amateurfunkstationen geschaffen worden.
Die Aktivisten waren OM K-H.Ziegler(DM2ACD,Y21CD,DL2RXC),
OM Siebert, D.Giese (DM2AHD,Y21HD,DL2RVD) und H.Greiser (DM2AFD, Y21BD,DL1RMS)
1953 Am 17.Februar erscheint die erste Verordnung über den Amateurfunk in der DDR.
Im Funkwerk Dabendorf wurde ein Funk-Interessekreis gewonnen und  Räumlichkeiten eingerichtet. Diese wurden mit ausgesonderten bzw. alten Geräten vom Funkwerk Dabendorf und vom Funkwerk Köpenick ausgerüstet, einschließlich einer Antenne. Damit war die Voraussetzung für eine aktive Mitarbeit beim Aufbau einer Klubstation im Funkwerk Dabendorf geschaffen.
OM Freimut erhielt am 21.12.1953 das DM-Diplom DM0031/D.
1954

die erste Lizenz der Klubstation

Die erste Amateurfunk-Genehmigung EB Nr. 51 für 20 Watt Endstufe vom 23.3.1954 für DM2AED (Freimut) war die Basis zur Gründung der Klubstation. Mit Schreiben vom 23.7.1954 bestätigte die Bezirkspostdirektion Potsdam die Genehmigungsurkunde Nr. 51A der Klasse 1 für eine Endstufenleistung von 100 W. Der Genehmigungsantrag der Klubstation DM3KDD Funkwerk Dabendorf folgte für DM2AED am 11.10.1954.

1955 Damit konnten die Arbeiten an der Klubstation erweitert werden. Vor allem OM Rudi Nerger SWL DM0360/D brachte sich sehr aktiv ein. Er besuchte einen Amateurfunk-Lehrgang in Opin bei Halle im Februar und März 1955. Rudi wurde als 1. Mitbenutzer für DM3KDD mit Schreiben vom 2.5.1955 und der Genehmigungsurkunde M Nr. 38 vom 12.10.1955 bestätigt. Eine besondere Aktivität war, er unterrichtete interessierte Lehrlinge z.B. im Morsen. Es erfolgte der Bau eines eigenständigen TX mit 4 Stufen. Die Endstufe wurde mit RL12P35 und später mit LS50 aufgebaut. Für den Empfang war ein AWE vorhanden und die Antenne wurde neu gestaltet.
1956 Am weiteren Ausbau der Station war besonders ein Lehrling aus Rostock, Günter Rühr mit SWL-Nr. DM0303/A (DM2AND,DL7IM,OH2KT) mit beteiligt. Er bekam die 2. Mitbenutzer-Lizenz für DM3KDD. Weitere aktive OM waren Willi Sabrowski (DM2BCD,Y22CD) und Willi Eckert
(DM2BYD,DM3YDD,DL1RYD).
Wie bereits erwähnt wurden viele regelmäßige Amateurtreffen, Lehrgänge, Ausbildungen und sogar ein Havel-Hochwasser-Einsatz ind Strodehne mit Funk der OM vom Funkwerk Dabendorf, Potsdam und Hohen Neuendorf durchgeführt. Durch Freimut seine QRL-Tätigkeit und viele Reisen in verschiedene Länder mußte er seine Amateurfunktätigkeit stellenweise etwas einschränken, aber die Basis der Klubstation für die Weiterentwicklung hatte Bestand.
1992/
2002
Freimut erhiehlt in Anerkennung seiner 40-jährigen Funkamateurtätigkeit als Y21ED vom DARC die Ehrennadel am 2.1.1992 und die Ehrennadel für 50-jährige Funkamateurtätigkeit am 2.1.2002.
2004 Die genannten und natürlich auch die vielen ungenannten OMs haben mit ihrem aktiven Interesse, vor allem in der Folgezeit, dafür gesorgt, dass nach 50 Jahren die Klubstation Funkwerk Dabendorf international noch immer bekannt ist.

Die Chronik wurde dokumentiert von Freimut, DM2AED/DM3KDD/Y21ED/DL1RMU

Y34 Award

Anläßlich der ersten Aktivitäten auf dem Gebiet des Amateurfunks im Funkwerk Dabendorf vor 50 Jahren, gab der OV Blankenfelde / Zossen, DOK Y34, ein Kurzzeitdiplom heraus.
Da es ein Kurzzeitdiplom war, ist es nicht mehr erhältlich. Es sei denn, jemand weist noch die Verbindungen nach.

Allgemeine Bedingungen:
Es zählen nur Funkverbindungen mit Mitgliedern des OV Blankenfelde / Zossen – DOK Y34 in der Zeit vom 01.09.2002 bis 30.09.2003. Es sind alle Betriebsarten zugelassen. Pflicht ist mindestens eine Funkverbindung mit einer Klubstation (DL0DAB oder DL0BLA) des OV Y34. Das Diplom kann in den Betriebsarten SSB, CW, FM oder DIGITAL (oder als mix ) erworben werden. Dem Antrag ist ein LOG- Auszug beizufügen ( eine Kontrolle erfolgt im OV Y34), für SWL’s gelten die gleichen Bedingungen.

Kurzwellen-Diplom:
Je Amateurfunkband darf jedes Call nur einmal im LOG erscheinen. Erforderlich ist eine Gesamtpunktzahl von 25 Punkten. Dabei zählen:
- Funkverbindungen mit einer Klubstation generell 10 Punkte
- Funkverbindungen in CW 5 Punkte
- Funkverbindungen in SSB 3 Punkte
- Funkverbindungen in digitaler Betriebsart 5 Punkte.

UKW-Diplom:
Jedes Call darf nur einmal pro Betriebsart im LOG erscheinen. Erforderlich ist eine Gesamtpunktzahl von 30 Punkten. Dabei zählen:
- Funkverbindungen mit einer Klubstation generell 3 Punkte
- Funkverbindungen in CW 10 Punkte
- Funkverbindungen in SSB 5 Punkte
- Funkverbindungen in FM 2 Punkte.

Bereits erteilte Diplome:

Die folgenden Funkamateure erfüllten die Bedingungen des Diplom's:

DF7UL, DL2ROM, DK4TNO/p, DE0WRL, PA3AYD, DO1TV, DL1RSS,
DL1RMJ, WD8OHY, DH8BM