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      ATV-Journal-218 - GB3OO - ATV-Kontests - 10m-DATV-Prototyp

      GB3OO-Kontakte

      Neues englisches ATV-Relais GB3OO - Dieser DATV-Repeater ist nun schon seit gut einem Monat in Folkestone, Kent, England, in Betrieb – in einer Entfernung von (nur) 192 km von mir (in Gent) –

      und musste unter günstigen Bedingungen inzwischen bereits eine Flut von belgischen, niederländischen, französischen und sogar deutschen Stationen bewältigen (z.B. Thomas DL5BCA nördl. Bremen, 557 km). Ich war die erste Station außerhalb Großbritanniens, die das Bild von GB3OO empfangen hat und dort auch auf 70 cm empfangen wurde.


      Die GB3OO-Ausgabe liegt bei 1304 MHz DVB-S2 mit einer SR von 2000 ks/s und die Eingabe bei 437 MHz DVB-S2 mit einer SR von 333 ks/s.  Sie können das Ausgangssignal von GB3OO über den BATC-Streamer verfolgen. Der Repeater führt ein vollautomatisches Logbuch aller empfangenen Stationen sowie eine Kopie der empfangenen Bilder (für kostenlos registrierte Mitglieder).
      https://gb3oo.co.uk

       



      ATV-Kontest-Tipps
      Beim letzten Wettbewerb am 14. und 15. August war ich nur die letzten 20 Minuten dabei. Zu meiner Freude konnte ich feststellen, dass es immer noch 7 ON-Teilnehmer gab, obwohl es sich um einen Wettbewerb mit reduzierter Bandbreite handelte, an dem traditionell nur wenige belgische Stationen teilnehmen.
      Wie ihr auf der „DX-Spot“-Karte des BATC sehen könnt, wurden wirklich spektakuläre Ergebnisse erzielt. Reinhard DL4FBN erreichte auf 70 cm Entfernungen von bis zu 361 km, während Guido ON1AFB ebenfalls brillante Entfernungen von bis zu 358 km auf 2 m und 70 cm erzielte.

      Der Kontest-Kalender für den Rest des Jahres sieht wie folgt aus:
      12. und 13. September: alles ab 70 cm in allen ATV-Modi, von Samstag 14:00 Uhr bis Sonntag 20:00 Uhr Ortszeit.
      12. und 13. Dezember: alles ab 70 cm in allen ATV-Modi.
       


      Frans ON4VVV
       



      Online-Treffen zu 10-m-NBTV
      In seiner jüngsten YouTube-Präsentation (siehe youtu.be/ppM6jXFw80w) ging Grant (ZL1WTT/VE3XTV) auf seine Entwicklung eines digitalen Narrow-Band-TV-Modus (NBTV) für den KW-Amateurfunk ein. Das Video gab einen Überblick über die Software-Einrichtung, die Konfiguration und die Herausforderungen, die mit der Übertragung von Videos mit hoher Bandbreite über das begrenzte Amateurfunkspektrum verbunden sind. In dem Video erklärte Grant, dass er zwar Ergebnisse mit Bandbreiten von nur 200 kHz bis 300 kHz erzielen konnte, er jedoch 100 kHz als die absolute praktische (Unter-)Grenze für sein digitales NBTV-System ansieht, um die gewünschte Auflösung und Bildrate zu erreichen.
       

      Grant wies darauf hin, dass die Reduzierung der Bandbreite für bewegte Bilder im Vergleich zum herkömmlichen Fast-Scan-Fernsehen (FSTV), das in der Regel wesentlich breitere Kanäle beansprucht, erhebliche Kompromisse erfordert. Sein Ansatz zur Erreichung dieses Ziels umfasst ein Hybridsystem, das folgende Verfahren nutzt:
      * OFDM (Orthogonal Frequency-Division Multiplexing): Einsatz von 192 Trägern, um die Auswirkungen des in KW-Bändern häufig auftretenden Phasenrauschens zu mindern.
      * Digitales Multiplexing: Gemeinsame Kodierung von Audio und Video in den Datenstrom.
      * Bildkompression nach analogem Vorbild: Starke Komprimierung des Chrominanzsignals und der Bewegtbilder, um sie an die begrenzte Bandbreite anzupassen.
       


      Die wichtigsten Punkte seines Vortrags:
      * Software & Einrichtung: Grant demonstrierte, wie man sein maßgeschneidertes, auf Gambas und Python basierendes Encoder-/Decoder-System parallel zu GNU-Radio betreibt. Er betonte, wie wichtig es ist, die richtigen Verzeichnisberechtigungen festzulegen und eine korrekte UDP-Port-Zuordnung für die Systemkommunikation sicherzustellen.
      * Systemanforderungen: Das System ist ressourcenintensiv und erfordert einen modernen, leistungsstarken Computer. Grant erklärte, dass er derzeit ein in die Jahre gekommenes System mit einer i7-CPU verwendet, das Mühe hat, die angestrebten 12,5 Bilder pro Sekunde aufrechtzuerhalten, und dabei häufig eine CPU-Auslastung von 100 % erreicht. Ein Gaming-Computer würde mit dieser Software deutlich besser funktionieren.
      * Technische Details: Der Modus nutzt ein OFDM-Verfahren (Orthogonal Frequency-Division Multiplexing) mit 192 Trägern, um Phasenrauschen zu minimieren und die Einschränkungen der HF-Ausbreitung zu bewältigen. Das System ist ein Hybrid, der digitale Verarbeitung mit einer analogen Bildkompression kombiniert, um eine Auflösung von etwa 120 × 96 Pixeln zu erreichen.
       

      Grant demonstrierte, wie sein maßgeschneidertes, auf Gambas (Visual Basic für Linux) und Python basierendes Encoder-/Decoder-System zusammen mit dem GNU-Radio-Modulator/Demodulator betrieben wird.
      -- Er betont, wie wichtig es ist, die richtigen Verzeichnisberechtigungen festzulegen und sicherzustellen, dass die Software ausgeführt werden kann. Die Kommunikation erfolgt über UDP-Ports zur Anbindung an das System.
      -- Visuelle Komprimierung, um eine Auflösung von etwa 120×96 mit vier verschiedenen TV-Übertragungsmodi zu erreichen.
      Grant erklärte, dass das Fehlen einer Fehlerkorrektur in seinem NBTV-System eine bewusste Designentscheidung sei, um die Bandbreiteneffizienz zu maximieren.
       


      Zu den Hauptgründen für diese Entscheidung zählen:
      * Bandbreitenbeschränkungen: Um die angestrebten 12,5 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von 120 × 96 Pixeln innerhalb eines sehr schmalen Kanals aufrechtzuerhalten, steht kein Spielraum für einen zusätzlichen Datenaufwand zur Fehlerkorrektur zur Verfügung.
      * Effizienzkompromiss: Die Implementierung einer Fehlerkorrektur würde einen erheblichen Teil der verfügbaren Bandbreite beanspruchen – möglicherweise 40 % bis 50 % –, was angesichts des begrenzten verfügbaren Frequenzspektrums im KW-Bereich wahrscheinlich zum Ausfall des Systems führen würde.
      * Visuelle Eigenschaften: Durch den Verzicht auf eine Fehlerkorrektur ist das System so ausgelegt, dass sich etwaige Datenverfälschungen ähnlich wie bei herkömmlichen analogen Fernsehsystemen als Bildrauschen äußern, anstatt dass der digitale Datenstrom vollständig zusammenbricht oder ausfällt.
       


      Zukünftige Ziele: Grant sprach über die Notwendigkeit einer GPU-beschleunigten Verarbeitung zur Leistungsoptimierung und plant die Integration eines automatischen Synchronisationsauslösers (Sync-Trigger), um die Zuverlässigkeit der Bildübertragung zu verbessern, die derzeit eine manuelle Verzögerungseinstellung erfordert.

      Abschließend merkte Grant an, dass das Projekt zwar durch seine (alte) Hardware und den fehlenden Zugang zu einer KW-Antenne eingeschränkt sei, jedoch als Proof-of-Concept für Fernsehen mit relativ hoher Bildfrequenz über Schmalbandkanäle diene.

       

      Ein großes Lob an Grants Umsetzung von „HF Fast Scan TV“. Vielleicht können durch Petitionen an die FCC einige ungenutzte Frequenzsegmente im 10-Meter-Band freigegeben werden, damit US-Amateurfunksender mit diesem „Fast Scan ATV NBTV“-Modus senden können.
       


      Dave AH2AR

       

      Quelle: ATV-Journal 218
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