2021

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NanoVNA der mini Vektor Netzwerkanalysator, OV N01 Anwendungskurs, Teil5 von 5

***** Das gesamte Dokument steht unten zum download bereit. ******

Nachtrag zur Kalibrierung:

Es gibt eine Vielzahl toller Beschreibungen zum NanoVNA im Netz und gute Beispiele … aber sehr oft wird die ständige Kalibrierung vor jeder Messung grenzenlos übertrieben (meine Meinung). Wie hier bereits mehrfach erwähnt, kann man die Kalibrierung für bestimmte Frequenzbereiche speichern. In der Praxis messen wir ja an einer Aufgabe und nicht dauernd wie hier bei den Übungen ständig auf anderen Frequenzen. Also Kalibrieren wir für unseren Testbereich (aktuellen Bastelbereich), speichern dies und können für mehrere Tage diese Werte über RECALL aufrufen. Wenn in anderen Frequenzbereichen messen, dann müssen wir für diesen Bereich kalibrieren.

Beispiel:

Nicht immer können wir unser Testobjekt direkt am NanoVNA anschließen. Auch die 30 cm mitgelieferten dünnen Koaxstücke mit SMA Anschlüssen sind zu kurz. Bei längeren Leitungen   

wird dem Meßobjekt eine Leitungsinduktivität und eine Leitungskapazität hinzufügt. Speziell bei höheren Frequenzen haben Leitungen auch eine nicht zu vernachlässigende Dämpfung! 1m RG-58 bring eine Kapazität von 100 pF hinzu. Dies müssen wir berücksichtigen. Wir kalibrieren am Ende der Meßleitung, wo das Meßobjekt angeschlossen wird. Dort schließen wir dem Meßgerät bekannte Impedanzen an, z.B. einen Leerlauf, einen Kurzschluß und einen 50 Ω-Widerstand an. Das ist schon alles …. Speichern nicht vergessen …

 

Hier erst einmal ein Experiment vom Rolf DL9YED:

 

Idee war eine Ein- bzw Ausspeiseweiche für 12V zu bauen. Dient zum umschalten eines Koax-Relais an der Antenne. Also Hochfrequenz und 12V= Schaltspannung über das Koaxkabel senden. KW-Bereich 1-30 MHz. Hierzu vorhandene Zylinder-Ferrite von alten Laptop-Netzteilen zur Entstörung verwendet.

Diese Ferrite wurden mit verschiedenen Windungszahlen bewickelt um zu sehen wie sie sich im Bereich vom 1-30 MHz verhalten.

Zur Verwendung habe ich dann einen Ferrit mit 20 Windungen (ausgeprägtes Maximum von weit über -50db bei ca. 1,6MHz) und einen Ferrit mit 15Windungen (ausgeprägtes Maximum über -50db bei 3,3MHz). Diese wurden in ein kleines Blechgehäuse mit zwei Trennwänden in Reihenschaltung mit einem Durchführungskondensators eingebaut, eine Trennwand längs zur Abtrennung des HF-Teils und die andere Trennwand zur Teilung für die Drosseln in die der Durchführungskondensator 1,5pF eingelötet wurde. 

Zur Messung mit dem NanoVNA bitte die gleiche Anordnung verwenden wie im Teil 4 für das TP-Filter als Durchgangsmessung CH0 – CH1 beschrieben. Frequenzbereich mit STIMULUS 1 -30 MHz einstellen. 

Hier die mit 15, bzw 20 Windungen o,5 oder 0,6mm Cu-Lack Draht bewickelten Ferritkerne. Also ganz simple Arbeit. Die Kurven unten mit der Software naniVNAsaver gespeichert und ausgedruckt.

 

Ja, diese Software zur Bedienung der Messungen mit dem NanoVNA beschreiben wir im Teil 6.

 

 Danke Rolf, schönes Beispiel … Homemade …

Hier eine NanoVNA Anwendung von Rudi DF8AE

Ich habe ein Interdigitalfilter, was mal irgendwann hier angekommen ist und für 432,2 MHz abgestimmt werden sollte. Da mir dies mit Hausmitteln aber nie wirklich gelungen ist, führte das arme Teil hier ein recht trostloses Dasein in meiner Amateurfunkschmuddelecke.

Das gute Stück glänzt auf den Bildern nicht so weihnachtlich nett, weils nett beleuchtet oder gar mit Photoshop bearbeitet wär sondern weils vollständig versilbert ist.

 

Nun brauche ich zwar zur Zeit nicht wirklich ein hochselektives Filter für den 70-cm-SSB/CW-Bereich, hab mich aber im Zusammenhang mit dem Nano-VNA an das gute Stück erinnert und den Nano-VNA drangesteckt. Ergebnis: s. Bilder. Die beiden verwendeten Programme heißen nanovna.exe (nicht abgebildet) und nanovna-saver.exe (davon stammt der Screeenshot), beide lauffähig unter Windows.

 

Die Messung wurde als Reflexionsmessung S11 (SWR) durchgeführt. Also ein 50 Ohm Load am Filter.

 

Reflexionsmessung haben wir ja schon beschrieben. Auch hier wieder den zu messenden Frequenzbereich mit Stimulus … Start … Stopp … einstellen. Wie bei der ersten Messung des Tiefpassfilters

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