Der Notfunkreferent im Distrikt Franken


Jochen Wahlen, DH1NBC
(B18)

Telefon:  0931 61950018
E-Mail:   dh1nbc<at>darc.de

Notfunkfrequenzen

To top

Notrufe können auf jeder Frequenz abgesetzt werden und grundsätzlich wird jede Frequenz, auf
der "echter" Notfunkverkehr abgewickelt wird, zur Notfunkfrequenz, die von jedem anderen
Funkverkehr freigehalten werden muss.

Um Stationen, die einen Notruf absetzen müssen, eine größere Chance zu geben, gehört zu werden und
kompetente Gegenstationen zu finden, die einen Notruf richtig aufnehmen und weiterleiten können, wurden
von den Amateurfunkverbänden der IARU sogenannte Center of Activity (CoA) für den Notfunk festgelegt.
Stationen, die sich mit Notfunk befassen und auskennen, sollten auf oder in der Nähe dieser Frequenzen zu
finden sein. Das werden vorwiegend Clubstationen von Notfunkgruppen, aber auch Einzelstationen mit Not-
funkerfahrung sein. Regelmäßige Runden von Notfunkstationen, Notfunk-Rundsprüche und Übungsverkehr
von Notfunkgruppen sollten deshalb auf oder in der Nähe der CoA-Frequenzen stattfinden. In Zeiten ohne
aktuelle Gefahren gibt es allerdings keinen regelmäßigen Wach- oder Monitordienst auf den CoA-Frequenzen
für Notfunk.

Die IARU hat bei der Festlegung der CoA-Frequenzen für Notfunk die unterschiedlichen gesetzlichen Bestim-
mungen der drei Regionen berücksichtigt, was zu teilweise unterschiedlichen Notfunk-CoA-Frequenzen in den
drei IARU-Regionen führte. Neben den Notfunk-CoA-Frequenzen für die Kurzwellenbänder, die von den IARU-
Gremien weltweit festgelegt wurden, gibt es eine Reihe von nationalen oder regionalen Festlegungen von
Frequenzen für Notfunk-Aktivitäten. Das gilt vor allem für Frequenzen für den Nahbereich, also die unteren
Kurzwellenbänder und VHF und UHF.

CoA-Frequenzen international (LSB)
  Region 1:  3,760 MHz, 7,110 MHz
  Region 2:  7,060 MHz, 7,240 MHz, 7,290 MHz
  Region 3:  3,600 MHz, 7,110 MHz

Weltweit (in USB)
  14,300 MHz
  18,160 MHz
  21,360 MHz

Notfunkfrequenzen national (DL)
     3,643 MHz (LSB)  Notfunkrundspruch und -runden
  145,500 MHz (FM)   Anruffrequenz mobil
  433,500 MHz (FM)   Anruffrequenz international

Für lokale oder regionale Ereignisse und Notrufe sollten auch die örtlichen OV-Frequenzen berücksichtigt werden.
Info: Michael Becker, DJ9OZ / Referent für Not- und Katastrophenfunk im DARC

Koordination für den Distrikt Franken

To top

Alle Angelegenheiten im Rahmen des Not- und Katastrophenfunks (NKF) im Distrikt Franken
werden durch den Distriktsreferenten gebündelt und kommuniziert. Dies ist wichtig, damit
unsere Unterstützung in Katastrophenfällen organisiert ablaufen und damit effektiv der
Bevölkerung zugutekommen kann. Organisatorische Hinweise gibt es hier.
Info: Jochen Wahlen, DH1NBC (B18) / Notfunkreferent Franken

Notfunkrunde des DARC

Die Notfunkrunde des DARC findet jeden ersten Freitag im Monat ab 17:00 UTC auf 3,643  MHz statt.

Notrufe aus dem Ausland - Wohin damit?

To top

Bei großen Ereignissen, wie Katastrophen oder anderen Schadensereignissen, sollten die
Meldungen an die in den Medien verbreitete Hotline oder über die folgenden Kontaktdaten
an das Lagezentrum des Auswärtigen Amtes weitergegeben werden:

Telefonzentrale des Auswärtigen Amtes (24h)        +49 30 1817-0   
Bürgerservice (MO - FR 09:00 - 15:00 Uhr)      +49 30 1817 2000
Telefax+49 30 1817 3402
E-Mailbuergerservice@diplo.de        


Von dort werden die Meldungen an die entsprechenden Stellen in den betroffenen
Ländern weitergegeben.

Bei Notfällen in kleinerem Rahmen wird der Notruf bzw. die Meldung an die örtliche Polizei-
dienststelle weitergegeben. Diese sind engmaschig mit dem Auswärtigen Amt verknüpft und
haben dort Ansprechpartner, die auch außerhalb von großen Schadenslagen im Ausland
erreichbar sind. So gelangen die entsprechenden Meldungen auch dann schnell ans Ziel.

Bei der Aufnahme der Daten sind für uns sowohl die genauen Kontaktdaten der Anrufer
als auch die Daten und der Aufenthaltsort der potentiell in Gefahr befindlichen Personen
von Interesse.
Info: Herr Gebauer vom Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes

Aktive Notfunkgruppen im Distrikt Franken

To top

Dokumente

To top
IARU-Notfunkprozedur.pdf 76 KInternationale Notfunkprozedur der IARU für Kurzwelle
DARC-Notfunkhandbuch V 01.02.004 2015.pdf 2,16 MDARC-Notfunkhandbuch

Notfunkaktivitäten im Distrikt Franken

To top

Hier finden sich Berichte über Notfunkübungen, Notfunkpräsentationen
und Notfunkeinsätze im Distrikt Franken.

Amateurfunk bei Rot-Kreuz-Leistungsschau


Eine Alternative in Krisen und Notfällen

Am 21. Mai 2016 zeigte das Bayerische Rote Kreuz (Kreisverband Südfranken) in einer kleinen
Leistungsschau auf dem Hafner-Markt in Gunzenhausen Fahrzeuge und Einsatzmittel aus dem
Haupt- und Ehrenamt. Das Jugendrotkreuz (JRK) Gunzenhausen ergänzte diese Leistungsschau
durch aktive Vorführungen in Erster Hilfe.

Der örtliche JRK-Leiter, Guido Liedtke, DJ1NG (BØ2) führte in diesem Rahmen den Betrieb einer
netzunabhängigen und batterieversorgten Kurzwellenfunkstation vor. Es gelangen sichere europa-
weite Funkverbindungen.

Guido, Referent für Notfunk im DARC Ortsverband Ansbach (BØ2) erläutert: "Mir war es wichtig,
den Besuchern zu zeigen, dass Amateurfunk eine wichtige Option und Alternative für Behörden
und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sein kann. In Notsituationen und Krisenzeiten
kann der Amateurfunk jederzeit den behördeneigenen BOS-Funk ergänzen oder gar ersetzen.
Das Rote Kreuz betreibt zwar eigene Funk- und Kommunikationseinheiten – jedoch sind diese
auf ihren BOS-Funk fixiert und besitzen keine Ausweichmöglichkeiten, falls dieser beispielsweise
einmal ausfallen sollte."

Hier kann der Amateurfunk natürlich jederzeit helfen – sowohl bei internationalen Ereignissen (wie
beispielsweise dem Erdbeben in Nepal im vergangenen Jahr) als auch bei nationalen Notlagen, wie
dem Schneechaos im November 2005 im Münsterland.
Info: Guido Liedtke, DJ1NG (BØ2)
Datum: 27.05.2016 / DH1NEK

Erfolgreiche Notfunkübung des OV Schwabach-Roth (B13)

Am Samstag, 13. Mai 2017 führte die dreiköpfige Notfunkgruppe des OV
Schwabach-Roth (B13) eine Funkübung im Landkreis Roth und der Stadt
Schwabach durch. Unterstützt wurden wir von zehn weiteren OM und YLs.
Als Leitstelle fungierte die B13-Clubstation in Roth. Zum Einsatz kam auch
eine mobile Relaisfunkstelle (CrossBandRepeater) an exponiertem Standort,
um das gesamte Landkreisgebiet sicher abzudecken.

Nach dem morgendlichen Briefing an der Leitstelle machten sich die Landkreisfunker auf den
Weg zu ihren ersten zugewiesenen Einsatzorten. An den Rathäusern der einzelnen Gemeinden
und Kommunen wurden vorgefertigte, praxisnahe Texte wortgetreu an die Leitstelle übermittelt.
Um die Erreichbarkeit aller 16 Gemeinden und der Stadt Schwabach zu testen, fuhren einige Land-
kreisfunker zu mehreren Standorten.

Gegen Mittag beendete die Leitstelle die Übung. Bei Weißwurst und Brezen trafen wir uns an der
Clubstation zu einer gemeinsamen Feedback-Runde.

Unser gemeinsames Ziel, die Kommunikation von allen Landkreisstandorten zur Leitstelle mittels
Amateurfunk sicherzustellen, wurde erfolgreich umgesetzt. Mit Ernsthaftigkeit und Disziplin konnten
die Nachrichten auch bei größerem Funkaufkommen problemlos übermittelt werden. Zu guter Letzt
hat uns die gemeinsame Aktion natürlich auch Spaß gemacht.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen OM und YLs für ihre Unterstützung.
Info: Helge Lammers, DC3SHL (Notfunkbeauftragter B13)
Datum: 19.05.2017 / DH1NEK

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie unter Datenschutz. Akzeptieren.