Die Geschichte des OV H02

... lag weitgehend im Dunkeln. Leider haben unsere Vorgänger nur sehr wenig aufgeschrieben, was wir heute noch verwerten oder nachvollziehen können. Insbesondere aus der Zeit vor 1987 ist so gut wie kein Material vorhanden. Nicht mal die Namen der Ortsverbandsvorsitzenden (OVV) waren genau bekannt und mussten aus alten QSL-Karten, Beitrittserklärungen und Listen (Steinberg-Brief etc.) rekonstruiert werden. Auch der DARC hat dort eine Datenlücke.

Mittlerweile haben wir etwas Licht in die Dunkelheit gebracht, aber es gibt nach wie vor Lücken. Wer uns weiterhelfen kann, melde sich bitte.

Jan-Henrik Preine

dk1om (at) darc.de
05161-941174

Archivar

Gründung

Gegründet wurde der Ortsverband H02 am 12.4.1955 als OV Bergen - Landkreis Celle. Ab 1962 verlagerten sich die Aktivitäten immer mehr in die Region Walsrode. So kam es schliesslich zur Umbenennung in OV Walsrode.

Einige Kuriositäten lassen sich mit den derzeit zur Verfügung stehenden Informationen nicht erklären. So war Dieter DF6AB laut DARC von 1987-1991 sowohl 1. als auch 2. Vorsitzender des Ortsverbands.
Ungewöhnlich - aber vermutlich gab es einfach keinen 2. Vorsitzenden.

Aus Erzählungen lässt sich schliessen, dass Günther DJ6WJ als QSL-Manager fungierte nachdem er den Vorsitz 1968 an Heinz DJ8FS übergab. Leider liegen aus dieser Zeit keinerlei schriftliche Unterlagen mehr vor.

Ämter-Tabelle
JahrOVVstellv. OVVQSL-Manager
12.04.1955-03/1958Karl Bergmann, DL1IE??
04/1958-12/1961Gerhard Jasper??
12/1961-03/1962kein Vorsitzender !!!??
17.03.1962-03.02.1966Horst Berendt, DJ5XOHeinz Hartje, DJ8FS?
04.02.1966-04/1968Günther Backhäuser, DJ6WJHeinz Hartje, DJ8FS?
05/1968-1983Heinz Hartje, DJ8FSGünther Backhäuser, DJ6WJ?
1984Heinz Hartje, DJ8FS?Günther Backhäuser, DJ6WJ
1985Wilhelm Rathje, DK3FTHans-Dieter Bankowski, DF6ABGünther Backhäuser, DJ6WJ
1986Wilhelm Rathje, DK3FTHans-Dieter Bankowski, DF6ABGünther Backhäuser, DJ6WJ
1987Hans-Dieter Bankowski, DF6AB?Günther Backhäuser, DJ6WJ
1988Hans-Dieter Bankowski, DF6AB?Günther Backhäuser, DJ6WJ
1989Hans-Dieter Bankowski, DF6AB?Günther Backhäuser, DJ6WJ
1990Hans-Dieter Bankowski, DF6AB?Günther Backhäuser, DJ6WJ
1991Hans-Dieter Bankowski, DF6AB?Horst Berendt, DJ5XO
02/1992Hans-Dieter Bankowski, DF6ABGünther Buhbe-Otto, DH1OAJHorst Berendt, DJ5XO
02/1993Hans-Dieter Bankowski, DF6ABMichael Niemeyer, DH2OAAHorst Berendt, DJ5XO
03/1994Hans-Dieter Bankowski, DF6ABMichael Niemeyer, DH2OAAHorst Berendt, DJ5XO
05/1995Michael Niemeyer, DH2OAAWerner Grünhardt, DG8EMHorst Berendt, DJ5XO
1996Michael Niemeyer, DH2OAAWerner Grünhardt, DG8EMHorst Berendt, DJ5XO
1997Michael Niemeyer, DH2OAAWerner Grünhardt, DG8EMHorst Berendt, DJ5XO
1998Michael Niemeyer, DH2OAAWerner Grünhardt, DG8EMHorst Berendt, DJ5XO
1999Michael Niemeyer, DH2OAAWerner Grünhardt, DG8EMHorst Berendt, DJ5XO
2000Michael Niemeyer, DH2OAADr. Gerd Hartmann, DG3BEGHorst Berendt, DJ5XO
2001Michael Niemeyer, DH2OAADr. Gerd Hartmann, DG3BEGMichael Niemeyer, DH2OAA
2002Michael Niemeyer, DH2OAADr. Gerd Hartmann, DG3BEGAndre Klingeberg, DF9OX
2003Michael Niemeyer, DH2OAADr. Gerd Hartmann, DG3BEGAndre Klingeberg, DF9OX
2004Michael Niemeyer, DH2OAADr. Gerd Hartmann, DG3BEGAndre Klingeberg, DF9OX
2005Michael Niemeyer, DH2OAADr. Gerd Hartmann, DG3BEGAndre Klingeberg, DF9OX
2006Michael Niemeyer, DH2OAAWerner Grünhardt, DJ8GGAndre Klingeberg, DF9OX
02/2007Michael Niemeyer, DH2OAAMartin Fischer von Frieling, DO1MFAndre Klingeberg, DF9OX
2008Michael Niemeyer, DH2OAAMartin Fischer von Frieling, DO1MFAndre Klingeberg, DF9OX
02/2009Michael Niemeyer, DH2OAAMartin Fischer von Frieling, DO1MFAndre Klingeberg, DF9OX
2010Michael Niemeyer, DH2OAAMartin Fischer von Frieling, DO1MFAndre Klingeberg, DF9OX
02/2011Martin Fischer von Frieling, DO1MFHans-Joachim Gericke, DJ5JJJörg Singer, DO8HF
2012Martin Fischer von Frieling, DO1MFHans-Joachim Gericke, DJ5JJJörg Singer, DO8HF
02/2013Jan-Henrik Preine, DK1OMMartin Fischer von Frieling, DO1MFJörg Singer, DO8HF
2014Jan-Henrik Preine, DK1OMMartin Fischer von Frieling, DO1MFJörg Singer, DO8HF
2015-2018Jan-Henrik Preine, DK1OMMartin Fischer von Frieling, DO1MFJörg Singer, DO8HF

Weitere Ämter

Über viele Jahre bekleidete Hartmut Hunte DK3VJ das Amt des "Jugendreferenten". Der genaue Zeitraum ist nicht bekannt.

1992 gründet Günther Buhbe DH1OAJ (später DL9ABG) eine Jugendgruppe mit dem Ziel Lizenzprüfung. Leider zerfällt diese Gruppe nach kurzer Zeit durch Umzug und Ausbildung.

Das Amt "Jugend und Ausbildung" bekleidete von 1992-1994 Detlef Lenz, DL2OBR.
Sein Nachfolger als "Jugendleiter" war von 1995-2001 Peter Eppich, DG5OBL.

"EMV-Beauftragter" war von 2006-2012 Klaus Peter, DF6AP.
In 2013 wurde er abgelöst von Norbert Roos, DK6NR.

Das Amt des "Kassenwart und Schriftführer" liegt seit 1993 in den zuverlässigen Händen von Markus Müller, DL5ABG.

Dokumente von damals

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DLQTC 06-1955

Die Gründung des OV Bergen/Celle wird im DL-QTC in der Ausgabe 6/1955 dokumentiert.

Auf Seite 283 steht:

OV Bergen (Kr. Celle). Die Gründung dieses jüngsten Ortsverbandes im DARC fand am 12. April statt. Zum Vorsitzenden wurde OM K. Bergmann, DL1IE, Bergen, Postfach 521, gewählt.

Die vollständigen Original-Dokumente sind im Archiv zu finden.

Im Jahr 2015 kann der OV also seinen 60. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass vergibt der OV den Sonder-DOK 60H02. Ausserdem findet eine kleine Feier zur Jahreshauptversammlung im Februar des Jahres statt.

DLQTC 05-1958

Die Verlagerung des Vereinsschwerpunktes deutet sich bereits 1958 an. Im DL-QTC Ausgabe 5/1958 wird der neue OVV Gerhard Jasper erwähnt, der seinen Wohnsitz in Fallingbostel hat.

Auf Seite 239 heisst es in der Rubrik Neue OV-Vorsitzende:

OV Bergen, Kr. Celle: G. Jasper, Fallingbostel, (Lager) MB 16 Det. B/521.

 

 

DLQTC 05-1962

Die bis heute gültige Umbenennung in OV Walsrode findet man im DL-QTC in der Ausgabe 5/1962.

Auf Seite 239 heisst es:

OV Walsrode nennt sich jetzt der bisherige OV Bergen/Celle mit dem DOK H02. Vorsitzender ist seit dem 17.3.1962 OM H. Berendt, DJ5XO (Beetenbrück bei Walsrode, Ostlandsiedlung 208), sein Stellvertreter OM Hartje.

 

 

DLQTC 04-1966

Im DL-QTC Ausgabe 4/1966 wird zum ersten Mal neben dem neuen OV-Vorstand auch der Ort für die OV-Abende genannt.

Auf Seite 251 heisst es:

OV Walsrode (H02). Den bei der Jahreshauptversammlung am 4.2.1966 gewählten OV-Vorstand bilden OM G. Backhäuser, DJ6WJ (3034 Benefeld, Siedlungsstraße 30), als OVV, und OM H. Hartje, DJ8FS, als dessen Stellvertreter. Die OV-Abende finden wie bisher an jedem 1. Freitag im Monat in Walsrode, Gastwirtschaft Bortels, Bergstraße 1, statt.

Der Name des Restaurants wird später in "Bartels Bierstuben" korrigiert. Ab 1974 bis zum Tod vom OVV DK3FT im Jahr 1986 finden die OV-Abende im Restaurant "Drei Kronen" kurz vor Walsrode statt, danach im Hause des OVV DF6AB. Von 1993-2000 trifft man sich im Partykeller von DG4OR, um danach kurzfristig wieder nach "Drei Kronen" und ab 2004 in das "In Flagranti" in Benefeld zu wechseln. Nachdem diese Gastwirtschaft im Herbst 2012 geschlossen ist, finden die OV-Abende im "Rosmarin und Thymian" statt. Inzwischen ist auch dieses Restaurant leider geschlossen. Seitdem trifft man sich im "Anders" in Walsrode oder in der Grundschule in Bomlitz.

Archive

Das Archiv des DARC-Distrikts Berlin enthält die Rundsprüche und die Liste der OVVs seit 1947. Dort kann man noch viele weit zurückliegende Informationen abrufen.

Mittlerweile verfügt der DARC über ein weitgehend komplettes Zeitschriften-Archiv (nur für Mitglieder einsehbar). Darin sind alle Ausgaben der Clubzeitschrift "cq DL" und des Vorgängers "DL-QTC" verzeichnet.

Das "DL-QTC" wurde bis Ende 1971 im Verlag Wolfram Felix Körner verlegt und gedruckt. Dabei handelte es sich um die gemeinsame Ausgabe der bereits ab 1946 erscheinenden "QRV" und der ab März 1948 erscheinenden Vereinszeitschrift "CQ" des DARC. Nach einigen Differenzen zwischen Herrn Körner DL1CU und dem DARC-Vorstand entschied man sich, ab Januar 1972 wieder getrennte Wege zu gehen. Die letzte Ausgabe der "QRV" erschien im Dezember 1980. Die jetzt eigenständige Vereinszeitschrift änderte den Namen von "CQ" auf "cq DL". So ist es bis heute geblieben.

Leider waren viele alte Ausgaben des "DL-QTC" und der "cq DL" lange Zeit verschollen. Eine systematische Archivierung fand nicht statt. Erst mit der Veröffentlichung der digitalen "cq DL" auf CD-ROM waren wieder vernünftige Recherchen möglich. Doch auch dieses Medium wurde Ende 2013 wieder eingestellt, alle Ausgaben stehen seitdem nach einer gewissen Wartezeit als PDF zum Download zur Verfügung. Die alten Ausgaben konnten aus Nachlässen und anderen Quellen beschafft und gescannt werden, sodass mittlerweile ein durchgängiges Archiv von 1949 bis heute existiert.

Das DARC-Archiv ist nur für Mitglieder zugänglich.

Die Geschichte des DARC e.V.

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Den Grundstein legte der Deutsche Amateursende- und Empfangsdienst (DASD), der am 20. März 1927 in Kassel aus DED und DSD gegründet wurde. 1937 hatte dieser bereits 4.300 Mitglieder, wurde jedoch im Zuge des 2. Weltkrieges aufgelöst.

Die Verabschiedung des ersten Amateurfunkgesetzes am 19. Januar 1949 und die Einrichtung der ersten DARC-Geschäftsstelle in Kiel im gleichen Jahr läuteten einen Neuanfang für den Amateurfunk ein. 1950 erfolgte schließlich die Gründung des heutigen DARC als bundesdeutscher Verband mit Richard Auerbach, DL1FK, als Präsident. Im darauffolgenden Jahr trat der VFDB (Verband der Funkamateure der Deutschen Bundespost) dem DARC e.V. als korporatives Mitglied bei. 1952 zählte die BRD zum Jahresende bereits über 3.000 Amateurfunkgenehmigungen. Der DARC hat zum Jahreswechsel 1953/54 insgesamt 6187 Mitglieder.

Im Juni 1971 begannen die Bauarbeiten für das geplante Amateurfunkzentrum in Baunatal. 1972 gab es erste SSTV-Genehmigungen an Funkamateure in DL. Im Juni des gleichen Jahres wurde die neue DARC-Geschäftsstelle in Baunatal bezogen und am 28. Oktober feierlich eröffnet. Ein Jahr später gründete sich die AMSAT-DL.

In den 70er Jahren erlebte der Amateurfunk aufgrund intensiver Jugendarbeit seine Blütezeit. Das 25-jährige Bestehen wurde gefeiert und viele CB-Funker wechselten zum Amateurfunk. Vom 25. bis 27. Juni 1976 fand die allererste HAM RADIO in Friedrichshafen am Bodensee statt (zugleich wurde dort das inzwischen 15. Bodenseetreffen veranstaltet). Im Rahmen der Deutschen Wiedervereinigung hatte der DARC Anfang der 90er Jahre einen massiven Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. 1994 erfolgte die Gründung des Runden Tisches Amateurfunk (RTA) als Zentralorgan des Amateurfunks gegenüber Politik u. Behörden. Die Zeit ab 1995 markiert eine Umbruchphase im Amateurfunk: Digitaltechnik, Funkamateure im Weltall, Naturkatastrophen und neue Gesetze dominieren bis heute das Geschehen. 2012 feierte das Amateurfunkzentrum in Baunatal sein 40. Jubiläum.

Heute hat der DARC über 36.000 Mitglieder und gliedert sich in über 1000 Ortsverbände.

 

Quelle: Newsletter Öffentlichkeitsarbeit des DARC.

DASD-Raute
DARC-Raute

Ehemalige Clubstation DK0VH

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In der damaligen Mölders-Kaserne in Visselhövede war seit 1972 das Fernmelderegiment 34 der Luftwaffe untergebracht. Man betrieb eine Radarstellung-MPR (Bauwerk 5) und eine militärische Flugsicherung (Control and Reporting Center, CRC) mit den Sendern in Hiddingen (Bauwerk 3) und der Empfangsstation in Drögenbostel (Bauwerk 4). Das CRC ist unter dem Namen "Bauwerk 1/2" bekannt.

Auf Anregung von Major Wunschmann (später Oberstleutnant) gab es eine lockere Zusammenarbeit mit den Funkamateuren von H02. Major Wunschmann stellte Zelte und Masten für den Fieldday bereit. Später wurde eine Klubstation mit dem Rufzeichen DK0VH gegründet. Dazu wurde sogar ein Raum in der Kaserne bereit gestellt. Die Ausstattung für Kurzwelle bestand aus einem YAESU FT-250 mit einer FD-4 Windomantenne, die zwischen zwei Unterkunftsgebäuden hing. Später kam für 145 MHz noch ein FDK Multi-2000 mit einer drehbaren 10-Element Yagi-Antenne von WISI dazu. Die OMs von H02 hatten eine Zutrittsgenehmigung.
Das war in den Jahren 1974-1978.

Nach dem Weggang von Major Wunschmann änderten sich die Bestimmungen und es wurde für Privatleute sehr schwierig, die Kaserne zu betreten. Die Clubstation verwaiste. Als Jan DD8ON (später DK1OM) 1980 dort seinen Wehrdienst antrat, war die Lizenz für DK0VH bereits erloschen. Der Raum mit den Geräten der Clubstation existierte aber weiterhin. Kompaniefeldwebel Edgar Sengel von der 4. Kompanie gab Jan die Gelegenheit, den Raum während seiner Bereitschaftszeiten und an Wochenenden wieder herzurichten. Er reparierte die betagten Geräte und machte auch wieder Funkbetrieb unter seinem eigenen Rufzeichen. Gegen Ende seiner Dienstzeit (1982) gab es einen neuen Interessenten mit Lizenz. Sein Rufzeichen ist aber leider verloren gegangen. Das weitere „Schicksal“ von DK0VH ist unbekannt. Das Rufzeichen wurde inzwischen anderweitig erneut vergeben.

Das Fernmelderegiment 34 wurde 1992 aufgelöst. Die Mölders-Kaserne wurde 2005 in Kaserne Lehnsheide umbenannt. Ende 2011 wurde entschieden, die Kaserne im Zuge der Bundeswehrreform 2015 zu schliessen. Das Radar und die Sendestelle in Hiddingen sollen weiter betrieben werden, das Gelände der Kaserne Schritt für Schritt privatisiert.

Die Empfangsstation in Drögenbostel wurde 1992 außer Betrieb genommen. Die Geräte wurden abgebaut, die Antennen entfernt, Gebäude und Türme blieben stehen. 1993 hat es dann der Sportverein für Gebrauchshunde Visselhövede als Trainingsgelände für Hunde zunächst gepachtet und später gekauft. Im gleichen Zeitraum stellte auch das CRC seinen Betrieb ein. Das Gelände verwaiste für etliche Jahre und wurde Ende 2011 an die Firma Hazard Control verkauft.

Mittlerweile gibt es Bestrebungen, die Masten und Gebäude in Drögenbostel wieder für Funkaktivitäten nutzbar zu machen. Die Türme sind in brauchbarem Zustand und die sehr dicken Koaxkabel noch vorhanden.
 Leider wurden die teuren Stecker unten abgeschnitten, sonstige Infrastruktur verschrottet und die Stromversorgung abgeschaltet.

Das hat uns aber nicht daran gehindert, es dennoch zu versuchen. Die guten Kontakte von Jens DG2BAZ führten im Juni 2013 zur Besteigung der Türme. Die "Drögenbostel-Story" nimmt ihren Lauf!

Weiterlesen: "Auferstanden aus Ruinen"

 

 

Ehemaliges CRC (Bauwerk 1/2)
Ehemalige Empfangsstation Drögenbostel
Sendestation Hiddingen
Radom in Schwitschen (Bauwerk 5)

Das Radom wird abgerissen

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Im Jahr 1971 in Betrieb gegangen wurde das MPR in Visselhövede am 5. Juli 2013 abgeschaltet. Am 15. August 2013 kam das endgültige Ende. Ein grosser Autokran rückte an und der Abriss des Radoms sowie der darin befindlichen Antenne begann. Am 26. August war bereits alles abgebaut, nur die Plattform blieb erhalten.

Über mehr als 4 Jahrzehnte hat die Radarstellung bei Schwitschen das Erscheinungsbild der Region geprägt. Mit dem Abriss des Radoms geht eine Ära zu Ende.

Update: Im März 2014 wurde das kleine neue Radar mit einem Radom versehen. Es erscheint deutlich weniger imposant und wirkt ein wenig verloren auf dem Rumpf des alten Radars.

Radom im Winter 2009
15.08.2013 - Es geht los
15.08.2013 - Angeknabbert
16.08.2013 - Das Ei wird geköpft
16.08.2013 - Details
21.08.2013 - Das Radom ist weg
24.08.2013 - Letzte Reste vom Antennenträger
26.08.2013 - Die leere Plattform
26.08.2013 - Blauer Himmel ohne Radar
27.04.2014 - Das neue kleine Radom
 
 

Die neue kleine Radarantenne

Nach der Demontage der alten Antenne wurde auf der leeren Plattform über Winter eine neue deutlich kleinere Antennenanlage errichtet. Dabei soll es sich um eine Anlage vom Typ "Ground Master 406-F" der Fa. Thales Raytheon Systems (TRS) handeln, die zukünftig von Rotenburg aus betreut werden soll.
Am 7. Januar 2014 fand ein erster Funktionstest statt (Video von DL1AH):

Radar-Test-1.mov 13,20 MRadar-Film

Nach einem ausführlichen Probebetrieb fand Anfang Juli 2014 die offizielle Übergabe des neuen Systems statt, genau ein Jahr nach der Abschaltung der alten Anlage. Die Kreiszeitung berichtete (Artikel vom 10.7.2014).

Auf der Webseite des Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr wird ebenfalls ausführlich berichtet. Die alten MPR Anlagen werden bis Ende 2015 durch moderne ARED Anlagen ersetzt. Das Visselhöveder Radar ist bereits das 3. von insgesamt 6 geplanten neuen Systemen.

Silent Key

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Heinz DJ8FS (sk)

Heinz Hartje DJ8FS aus Fallingbostel hat den OV über viele Jahre entscheidend geprägt. Mit seinem Arbeitskollegen und Nachbarn Hartmut Hunte DK3VJ (sk) betrieb er eine gemeinsame KW-Station. Wenn Einer von Beiden Betrieb machte, leuchtete beim jeweils Anderen im Shack eine rote Lampe. Sie konnten sich immer einigen! Heinz starb 1985.

Wim DK3FT (sk)

Wilhelm Rathje DK3FT aus Schwarmstedt konnte das Amt des OVV nur 2 Jahre lang ausüben. Er starb plötzlich und unerwartet 1987.

Günther DJ6WJ (sk)

Der langjährige QSL Manager Günther Backhäuser DJ6WJ aus Benefeld wurde leider nicht sehr alt. Er starb am 12.02.1994 kurz vor seinem 68. Geburtstag.

Hannes DL2BZ (sk)

Hans (Hannes) Bartels DL2BZ aus Visselhövede starb am 13.05.1995 im Alter von 54 Jahren bei einem Autounfall.

Horst DJ5XO (sk)

Horst Behrendt DJ5XO aus Walsrode war begeisterter Satelliten-Funker und hat praktisch dem gesamten OV das Morsen beigebracht. Er starb am 12.05.2001 im Alter von 76 Jahren.

Horst Henke DL3OAS aus Fallingbostel war "White Sticker". Er starb nach kurzer schwerer Krankheit am 27.06.2006. Sein Antennenmast steht heute bei Thomas DL9NAS. Sein Kurzwellenbeam FB-33 hat nach einigen Zwischenstationen einen neuen Einsatz bei Jan DK1OM gefunden.

Dieter DF6AB (sk)

Dieter Bankowski DF6AB war langjähriges Mitglied im OV H02 und hat ihn über etliche Jahre als OVV geleitet. 1993 wechselte er zu unseren Nachbarn von I19 nach Rotenburg. Er hat bis zuletzt aktiv am Hobby und am Vereinsleben teilgenommen.

Zuletzt ging es leider ganz schnell, er hat den Kampf gegen den Krebs verloren.

Dieter starb kurz nach seinem 64. Geburtstag am 29.1.2014.

Was bedeutet eigentlich...

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Silent Key

Der Begriff Silent Key (SK) wird als Zusatz an ein Rufzeichen einer Funkstelle angehängt, um anderen Funkern mitzuteilen, dass der Inhaber des Rufzeichens verstorben ist.
Das englische „Key“ bedeutet dabei nicht „Schlüssel“, sondern im übertragenen Sinn „Taste“, hier dann „stille Taste“ = „die Morsetaste schweigt künftig“. Dieser Begriff hat sich bei Funkamateuren weltweit eingebürgert, auch wenn der Betroffene vielleicht gar keine Morsetelegrafie ausgeübt hat.

White Sticker

Blinde Nichtsehende Amateurfunker- und Amateurfunkerinnen werden „White Sticker“ genannt. Der Begriff leitet sich aus dem Englischen ab und steht symbolisch für den weissen Stock, mit dem sich Blinde häufig ihre Umgebung ertasten.

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